- Neuseeland verbietet Industriegas-Minderungszertifikate aus Emissionshandel (03.01.2012)
Neuseeland verbietet die Nutzung von Minderungszertifikaten aus Industriegasprojekten für den Emissionshandel. "Wir verbieten CERs aus HFC-23- und N2O-Projekten, weil wir uns Sorgen machen, dass sie perverse Anreize darstellen, die der Umwelt schaden", sagte der neuseeländische Klimaschutzminister Nick Smith. - Gespräch: Nachhaltigkeit ist für die chinesische Führung nur eine PR-Formel (02.01.2012)
Was ist bloß mit China los? Auf der einen Seite wird die Volksrepublik zu den weltweit führenden Produzenten von Windkraftanlagen oder Fotovoltaikmodulen gezählt, wird für ihre „grünen“ Investitionen sogar vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen gelobt. Auf der anderen Seite verweigert sich die Führung der regierenden Kommunistischen Partei beharrlich international verbindlichen Klimazielen, obwohl das Milliardenreich mehr CO2 emittiert als jedes andere Land. - Greenpeace 2012: Schutz des Klimas ist größte Herausforderung (01.01.2012)
Hamburg - Nach diesem Jahr der Schulden- und Finanzkrisen, der Naturkatastrophen und politischen Umwälzungen, sieht Greenpeace weiterhin die größte Herausforderung darin, die Klimakrise aufzuhalten. - China baut neuen Staudamm in Laos (28.12.2011)
Vientiane - In Laos entsteht am Fluss Khan in der Provinz Luang Prabang ein neuer Staudamm mit Wasserkraftwerk. Das Bauwerk soll bis 2015 fertig sein, berichtete die Staatszeitung «Vientiane Times» am Mittwoch.
- Deutschland unterstützt Marokkos Solarplan (19.12.2011)
Die Bundesregierung beteiligt sich an der Finanzierung des ersten großen Solarkraftwerks in Marokko. Ein erster Vertrag hierzu wurde am 14.12.2011 zwischen der KfW Entwicklungsbank und der Marokkanischen Solarenergieagentur unterzeichnet. - Neues Regenwaldgesetz in Brasilien verschoben (14.12.2011)
Brasília - Der Regenwald in Brasilien bekommt noch eine Schonfrist: Das Abgeordnetenhaus wird anders als erwartet nicht mehr in diesem, sondern erst im nächsten Jahr über die umstrittene Novelle des Waldgesetzes entscheiden. - Entwicklungsbanken sichern Unterstützung für den 'Grünen Klimafonds' zu (13.12.2011)
19 führende Entwicklungsbanken haben ihre Unterstützung für den so genannten Grünen Klimafonds zugesagt, um den Klimaschutz "gemeinsam voranzutreiben". Der Klimafond, der bereits auf der letztjährigen Weltklimakonferenz in Cancun verabredet worden war, soll den Entwicklungsländern ermöglichen, die Folgen des Klimawandels abzumildern. Die Erfahrung der Entwicklungsbanken könne helfen, den Fond optimal zu verteilen und dessen Mittel zu vermehren.
- Kanada steigt aus Kyoto-Protokoll aus (13.12.2011)
Ottawa - Nur wenige Tage nach der Weltklimakonferenz in Durban hat Kanada überraschend seinen Ausstieg aus dem Kyoto- Protokoll erklärt. Umweltminister Peter Kent erklärte am Montagabend in Ottawa vor Journalisten, das Kyoto-Protokoll sei für Kanada «ein Ding der Vergangenheit». Sein Land mache von seinem Recht Gebrauch, sich offiziell von Kyoto zurückzuziehen.
- NABU warnt vor riskantem CCS-Einsatz in Entwicklungsländern (09.12.2011)
Durban - Der NABU warnt Deutschland und die EU eindringlich davor, auf der UN-Klimakonferenz im südafrikanischen Durban einer Entscheidung zuzustimmen, die den Einsatz der CCS-Technologie zur unterirdischen Ablagerung von CO2 in Entwicklungsländern fördern würde. - Brasiliens Senat billigt umstrittene Waldgesetz-Novelle (07.12.2011)
Brasília - In Brasilien hat die heftig umstrittene Novelle des Waldgesetzes eine weitere wichtige Hürde genommen. Der Senat billigte den Entwurf des «Código Florestal» in der Nacht zum Mittwoch mit 59 Ja- und sieben Nein-Stimmen und weichte damit Bestimmungen zum Schutz des Regenwaldes und ökologisch sensibler Gebiete teilweise auf.
- Weniger Abholzung im Amazonas - noch (06.12.2011)
Brasília - Die Waldzerstörung in Brasiliens Amazonas-Gebiet ist nach offiziellen Angaben zurückgegangen. Das könnte sich aber mit der Verabschiedung eines umstrittenen Waldgesetzes durch die brasilianische Regierung schnell ändern. Von August 2010 bis Juli 2011 wurden 11,7 Prozent weniger Waldfläche abgeholzt als im entsprechenden Vorjahreszeitraum 2009/2010, wie das Nationale Institut für Weltraumforschung (INPE) am Dienstag auf seiner Internetseite unter Berufung auf Satellitenaufnahmen mitteilte. - Alternative Nobelpreisträger appellieren: Klimakatastrophe verhindern (05.12.2011)
Stockholm - Die Träger der Alternativen Nobelpreise (The Right Livelihood Awards) 2011 haben zu weltweitem Einsatz für die Durchsetzung der Menschenrechte sowie zur Verhinderung einer Klimakatastrophe aufgerufen. - WWF startet weltweite Online-Aktion gegen neues Waldgesetz in Brasilien (05.12.2011)
Ein Kahlschlag brasilianischer Regenwälder würde Klima mit zusätzlichen 28 Milliarden Tonnen CO2 aufheizen. Eine internationale Protest-E-Mail-Aktion soll das verheerende Waldgesetzt stoppen. - WWF warnt: Staudammprojekt in Laos gefährdet Mekong (30.11.2011)
Berlin - Wenige Tage vor der entscheidenden Sitzung warnt der WWF eindringlich vor den verheerenden Folgen des Baus eines Staudamms am Mekong. Der WWF fordert die zuständigen Minister von Laos, Thailand, Kambodscha und Vietnam auf, die Planungen des laotischen Wasserkraftprojektes Xayaburi am Mekong zu stoppen. - Wulff in Indonesien - Klimaschutz im Mittelpunkt (30.11.2011)
Dhaka/Jakarta - Bundespräsident Christian Wulff traf am Mittwoch in der indonesischen Hauptstadt Jakarta ein. Es ist die zweite Etappe seiner sechstägigen Asienreise. Wie schon auf der ersten Station in Bangladesch spielt auch bei den Gesprächen in Jakarta der Klimawandel eine wichtige Rolle. Das Abholzen tropischer Regenwälder in Indonesien wird für den weltweiten
Temperaturanstieg mitverantwortlich gemacht. - Wulff in Bangladesch - Klimaschutz und Dialog (28.11.2011)
Dhaka - Bundespräsident Christian Wulff hat zum Auftakt seines Staatsbesuchs in Bangladesch die Bedrohung durch den Klimawandel und die Notwendigkeit des Dialogs zwischen den Religionen hervorgehoben. In der Hauptstadt Dhaka wurde Wulff am Montag von Staatspräsident Zillur Rahman mit militärischen Ehren begrüßt.
- WWF: Neues Waldgesetz könnte Todesurteil für Amazonas-Regenwald sein (25.11.2011)
Berlin - Die Umweltkommission des brasilianischen Senats berät derzeit über die Neufassung des brasilianischen Waldgesetzes (Código Florestal). Die Umweltorganisation WWF befürchtet, dass die angestrebte Novellierung einem Todesurteil für weite Teile des brasilianischen Regenwaldes gleichkommt.
- Erneuerbare Energien wachsen weltweit am schnellsten (23.11.2011)
PARIS - Erneuerbare Energien machen nach einer IEA-Studie weltweit ein Fünftel der Stromproduktion aus und sind der am schnellsten wachsende Bereich unter allen Stromerzeugungs-Varianten. - UNFCCC Published Greenhouse Gas Inventory Data for 1990-2009 (22.11.2011)
The UNFCCC Secretariat has published on 16.11.11 national greenhouse gas (GHG) inventory data for the period 1990-2009. - ifo-Chef: EU-Klimaschutz ist nutzlos (20.11.2011)
Berlin - Die Klimaanstrengungen der Europäischen Union sind nach Ansicht des Ökonomen Hans-Werner Sinn nutzlos, solange nicht die größten Verursacher von Treibhausgasen mehr unternehmen. - Klimaschädliche Subventionen: 'Wir haben Unmengen Möglichkeiten zu streichen' (14.11.2011)
Mit Milliardensummen subventionieren einige Staaten der Welt fossile Energie wie etwa Öl. Als „eine Absurdität unseres Wirtschaftssystems“ bezeichnete dies der Chef des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP), Achim Steiner, bei seiner Climate Lecture an der Technischen Universität Berlin. - Chef von UN-Umweltprogramm rechnet mit Klimafonds (14.11.2011)
Berlin - Wenige Tage vor Beginn des Weltklimagipfels in Durban hat sich der UN-Umweltexperte Achim Steiner zuversichtlich gezeigt, dass ein Grüner Klimafonds für Entwicklungsländer etabliert werden kann. - Australien: Senat stimmt der Steuer auf CO2-Emissionen zu (08.11.2011)
Die australische CO2-Steuer hat am Dienstag die letzte politische Hürde genommen: Der Senat hat entsprechenden Plänen der Regierung zugestimmt. Die Labour-Minderheitsregierung von Ministerpräsidentin Julia Gillard wurde dabei von den Grünen unterstützt. Gillard bezeichnete die Zustimmung des Senats als historischen Moment.
- Umweltminister fordern Verbindliches vom UN-Klimagipfel (05.11.2011)
Die Umweltminister der Länder sehen die Energiewende in Deutschland nach dem Atomausstieg auf gutem Weg. Für den Schutz des Klimas müsse aber noch mehr getan werden.
- WWF warnt: G20-Gipfel darf in der Krise den Klimaschutz nicht fallen lassen (03.11.2011)
Cannes/Berlin - Der WWF zeigt sich vor Beginn des G20-Gipfels in Cannes besorgt, dass wichtige politische Themen wie der Kampf gegen den Klimawandel und die Armut vor dem Hintergrund der internationalen Finanzkrise immer mehr vernachlässigt werden. - Erneuerbare Energien in Entwicklungsländern: gut aber kein Grund zu Euphorie (27.10.2011)
Berlin - Die Nutzung Erneuerbarer Energien in Entwicklungs- und Schwellenländern wird von Experten einhellig begrüßt, wirft aus ihrer Sicht jedoch eine ganze Reihe technischer und entwicklungspolitischer Fragen auf. - IEA releases latest statistics on global CO₂emissions (27.10.2011)
How much CO₂are countries emitting? Where is it coming from? IEA helps to inform the debate on climate change leading up to Durban. In the lead-up to the UN climate negotiations in Durban, the latest information on the level and growth of CO₂emissions, their source and geographic distribution will be essential to lay the foundation for a global agreement. To provide input to and support for the UN process the IEA is making available for free download the "Highlights" version of CO₂Emissions from Fuel Combustion.
- Deutschland steht Bangladesch im Kampf gegen Klimawandel bei (25.10.2011)
Berlin - Deutschland und Bangladesch wollen ihre wirtschaftlichen Beziehungen weiter ausbauen. Das vereinbarten die Regierungschefs beider Länder, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Ministerpräsidentin Hasina Wajed, am Dienstag nach einem Treffen im Berliner Kanzleramt. Dort war Wajed zu ihrem zweiten Deutschlandbesuch mit militärischen Ehren empfangen worden.
- Fortune, Vitol, Huaneng gründen CO2-Fonds in China (24.10.2011)
Der für das Jahr 2013 angekündigte CO2-Emissionshandel in China rüttelt die Wirtschaft wach. Der chinesische Öl- und Gasinfrastrukturinvestor Fortune Oil will gemeinsam mit dem Energieversorgungsunternehmen Huaneng Group und dem Rohstoffhändler Vitol Group den ersten chinesischen CO2 Asset Investment Fonds ins Leben rufen. - Klimaschutz und nachhaltige Energie prägen die Entwicklungszusammenarbeit (21.10.2011)
Berlin - Die Bunderegierung will nachhaltige Energien und die Innovationspotenziale Deutschlands beim Klimaschutz zu Schwerpunkten in der Entwicklungspolitik machen. Dies geht aus dem Strategie-Konzept mit dem Titel „Chancen schaffen – Zukunft entwickeln“ hervor, das Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) am Mittwoch im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung vorstellte. - Konzerne fordern Strategien gegen Klimawandel (20.10.2011)
Washington - Vor dem nächsten Klimagipfel im südafrikanischen Durban ab Ende November haben führende internationale Unternehmen eine klare politische Strategie im Kampf gegen den Klimawandel gefordert. - An achievable goal: Giving modern energy to the billions who lack it - IEA (10.10.2011)
IEA report says funding must increase to more than five times current levels and be matched by faster reforms - Innovations- und Technologiezentrum für erneuerbare Energien eingeweiht (10.10.2011)
Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen und Adnan Z. Amin, der Generaldirektor der Internationalen Organisation für Erneuerbare Energien (IRENA), haben am 07.10.11 in Bonn das Innovations- und Technologiezentrum (IITC) von IRENA eröffnet. - China emission paradox: Climate Action Tracker Update (06.10.2011)
China is on track to meet – or even surpass – some of its Cancun climate pledges, yet its emissions will rise higher than expected, according to the latest Climate Action Tracker, released today (05.10.11) at the Panama climate negotiations. - 400 Teilnehmer bei Symposium zu Problemen der Globalisierung (04.10.2011)
Kiel - Vorschläge für die Lösung globaler Probleme will das 4. Global Economic Symposium von heute (Dienstag/1730) an in Kiel erarbeiten. Zu der dreitägigen Tagung werden rund 400 Politiker, Unternehmer und Wissenschaftler aus aller Welt in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt erwartet. - Alternativer Nobelpreis an Solar-Pionier aus China (29.09.2011)
Stockholm - Der Alternative Nobelpreis belohnt dieses Jahr Pionierleistungen für klimafreundliche Solarenergie in China. Wie das Stockholmer Komitee am Donnerstag mitteilte, wird eine der vier Auszeichnungen an den Solarunternehmer Huang Ming vergeben.
- China und USA wollen CCS-Technologie bis 2020 stärker fördern (27.09.2011)
Die USA und China wollen die Möglichkeiten der Abscheidung und Speicherung von CO2 (Carbon Capture and Storage, CCS) stärker nutzen. Dazu sollen bis zum Ende der Dekade vermehrt Demonstrationsprojekte angeschoben und die wirtschaftliche Nutzung von CCS gefördert werden. Das sagte US-Energieminister Steven Chu bei einem Besuch in Peking anlässlich einer Branchenkonferenz. - Neu Delhis Metro bekommt CO2-Gütesiegel der UN (26.09.2011)
Neu Delhi - Weil das U-Bahnsystem von Indiens Hauptstadt besonders umweltfreundlich ist, hat es von den Vereinten Nationen als erste weltweit dafür eine Auszeichnung erhalten. Die Delhi Metro reduziere jährlich den Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) um 630 000 Tonnen in der Metropole, berichtete die Zeitung «The Hindu» am Montag und zitierte Vertreter des Unternehmens.
- Über 150 Länder beschließen Aktionsplan für mehr Atomsicherheit nach Fukushima (22.09.2011)
New York/Wien - Ein halbes Jahr nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima haben mehr als 150 Länder einen Aktionsplan für mehr Atomsicherheit beschlossen. Das unverbindliche Vorhaben wurde am Donnerstag in Wien bei der Generalversammlung der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA einstimmig angenommen. - Japans Energieversorger zweifeln an Erreichen eigener CO2-Einsparziele (21.09.2011)
Japanische Energieversorger stellen frühere CO2-Einsparziele in Frage. Makoto Yagi, Chairman der Vereinigung japanischer Energieversorgungsunternehmen, sagte, es sei "schwierig", das mit der japanischen Regierung vereinbarte Reduktionsziel zu erreichen. Er machte dafür den Wegfall eines Großteils der japanischen Atomstromproduktion verantwortlich. - Japan will künftige Energiepolitik öffentlich diskutieren (19.09.2011)
Wien - Japan will nach der Atomkatastrophe von Fukushima seine Energiepolitik überprüfen. Man werde bis zum Ende kommenden Jahres eine breite öffentliche Debatte über Atomkraft und die künftige Energiepolitik führen, kündigte Energieminister Goshi Hosono am Montag in Wien bei der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA an. - «Mission Regenwald»: Entwicklungsminister Niebel in Brasilien (11.09.2011)
São Paulo - Deutschland will die entwicklungspolitische Zusammenarbeit mit Brasilien zum Schutz des Amazonas-Regenwalds und des Klimas ausbauen. Dazu traf Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) am Sonntag zu einem sechstägigen Besuch in dem fünftgrößten Land der Erde ein.
- Klimakonferenz: Röttgen zurück aus Pretoria (11.09.2011)
Bundesumweltminister Norbert Röttgen hat in Pretoria (Südafrika) an einem zweitägigen Ministertreffen zur Vorbereitung der diesjährigen UN-Klimakonferenz teilgenommen. Diese findet ab Ende November in Durban (Südafrika) statt. Das Treffen von Ministern aus mehr als 40 Nationen fand am 8./9. September auf Einladung der Südafrikanischen Außenministerin Maite Nkoana-Mashabane statt. - Prinz Charles neuer WWF-Präsident für Großbritannien (09.09.2011)
London - Für sein Engagement im Naturschutz ist der britische Thronfolger Prinz Charles (62) schon lange bekannt - jetzt ist er der Präsident des britischen Arms der Umweltorganisation WWF geworden. Damit folgt er in die Fußstapfen seines Vaters, Prinz Philip, der von 1961 bis 1981 der erste Präsident des World Wide Fund for Nature (WWF) im Königreich war, wie die Organisation am Donnerstag in London mitteilte.
- Oxfam/WWF: Industrieländer müssen Finanzierungsfahrplan für weltweiten Klimaschutz vorlegen (09.09.2011)
Berlin - Anlässlich der Ministerkonferenz zum weltweiten Klimaschutz, die gestern, Donnerstag, in Pretoria/Südafrika begann, fordern Oxfam und WWF Bundesumweltminister Norbert Röttgen auf, sich für einen verbindlichen Plan einzusetzen, mit dem die Industrieländer ihre Zusagen über Klima-Hilfen für die Entwicklungsländer erfüllen. Die Ministerkonferenz in Pretoria hat die Unterstützung der armen Länder bei der Bewältigung des Klimawandels zum Schwerpunkt und bereitet außerdem die kommende UN-Klimakonferenz in Durban vor.
- Mit Frechheit Umweltskandale aufdecken - Greenpeace wird 40 (09.09.2011)
Mit spektakulären Aktion sorgt Greenpeace International seit 40 Jahren für Aufsehen. Die Umweltorganisation hat sich in ihrer Arbeit und Struktur im Laufe der Jahre sehr verändert. Die Grundsätze finanzielle Unabhängigkeit und Gewaltfreiheit aber bleiben. - Röttgen fordert mehr Klimaschutz-Anstrengungen
Pretoria/Berlin (dpa) - Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) fordert von der Staatengemeinschaft mehr Einsatz im Kampf gegen den globalen Klimawandel. - Australia to link 2015 carbon trading market with EU ETS, talks underway (08.09.2011)
Australian and European Union officials are looking to link their emissions trading schemes in the future, said Prime Minister Julia Gillard, who is currently meeting with European Commission president Jose Manuel Barroso in Canberra. Australia is set to introduce a carbon tax in mid-2012 which will then transform into an ETS three years later.
- ´Wir brauchen den Klimakonsens` - Radio-Interview mit UNEP-Chef Achim Steiner (05.09.2011)
In „Deutschlandradio Kultur“ sprach der Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP), Achim Steiner, über den bereits sichtbaren Klimawandel, die Krise in der internationalen Klimapolitik, die Chancen von „Green Economy“, die zukünftige Rolle der Kernkraft und die Notwendigkeit eines weltweiten Bewusstseinswandels. - Wasserkrise: Experten warnen vor geopolitischen Spannungen (26.08.2011)
Berlin - In einer Erklärung der Weltwasserwoche warnen Konferenzteilnehmer davor, dass sich der globale Wasserbedarf bis 2030 um bis zu 40 Prozent steigern könnte. "Nicht nur die Versorgungssicherheit mit Wasser, sondern auch mit Nahrung und Energie ist davon direkt betroffen", warnt Martin Geiger, Leiter Bereich Süßwasser beim WWF Deutschland. - Australien: Regierung beschleunigt Kompensationszahlung an Stahlbranche (26.08.2011)
Die australische Regierung will die Kompensationszahlungen an die heimische Stahlindustrie beschleunigen. Premierministerin Julia Gillard ist durch die Ankündigung des größten Stahlproduzenten Bluescope Steel Ltd unter Druck geraten. Das Unternehmen will wegen der CO2-Steuer das Exportgeschäft ganz aufgeben und 1.000 Arbeitsplätze abbauen. - Neue S-Bahn: Verkehr in Jakarta wird grüner (25.08.2011)
Frankfurt - Die KfW Entwicklungsbank hat im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) eine erste Serie von zehn modernen, energieeffizienten und klimafreundlichen S-Bahnzügen für den Großraum Jakarta finanziert. - Nestlé-Topmanager: Biotreibstoffe treiben Millionen in Armut (22.08.2011)
Frankfurt/Main - Der Biosprit-Ausbau verschärft den Hunger in der Welt nach Ansicht des langjährigen Nestlé-Chefs Peter Brabeck-Letmathe dramatisch. Der derzeitige Verwaltungsratschef des weltgrößten Nahrungsmittelkonzerns appellierte in einem Interview erneut an die Politik, den Ausbau zu stoppen. « - Studie: Mangelndes Wassermanagement lässt Mega-Cities 'verdursten' (22.08.2011)
Berlin - Urbanen Großregionen und Mega-Städten auf dem gesamten Globus droht eine Zuspitzung der "Wasserkrise". Zu diesem Schluss kommt die aktuelle WWF-Studie "Big Cities. Big Water. Big Challenges", die anlässlich der Internationalen Weltwasserwoche (21.-27.08.11) in Stockholm veröffentlicht wurde.
- Prognose: China und Indien werden den globalen Strombedarf nach oben treiben (11.08.2011)
China und Indien sind aufstrebende Nationen mit großem Energiehunger. Man geht davon aus, dass dadurch der weltweite Strombedarf die nächsten beiden Jahrzehnte kontinuierlich zunehmen wird. Erneuerbare Energien - so die Prognose - setzen sich langfristig durch, Kohle dominiert jedoch weiterhin als Energieträger. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie von Frost & Sullivan. - KfW Entwicklungsbank finanziert weltgrößtes Solarkraftwerk in Indien (10.08.2011)
Das energiehungrige Indien geht bekanntlich verschiedene Wege, seinen Bedarf zu decken und setzt durchaus auch auf regenerative Energien. Neuestes Beispiel ist das weltgrößte Solarkraftwerk, das dort gebaut werden soll. Es soll Wegbereiter sein für den Ausbau der Erneuerbaren Energien und wird den täglichen Stromverbrauch von 400.000 Menschen decken.
- Japan to cut GHG emissions despite disaster (25.07.2011)
Japan's Environment Minister Satsuki Eda has vowed to maintain Japan's pledge to reduce greenhouse gas emissions by 25 percent from 1990 levels by 2020, despite the uncertainty hanging over the future of nuclear power in the aftermath of the disaster at the Fukushima Daiichi nuclear complex. - UN einigen sich nach Streit auf deutsche Klimaerklärung (21.07.2011)
Eigentlich vermutet man bei den Themen Frieden und Klimaschutz Einigkeit. Eigentlich. Doch der UN-Sicherheitsrat hat intensiv um eine deutsche Entschließung dazu gestritten. Letztendlich haben sich Berlins Diplomaten durchgesetzt, zumindest in zentralen Punkten.
- UN: Klimawandel birgt Chaos und potenzielle Konflikte (21.07.2011)
New York - Die Existenz ganzer Staaten ist nach Einschätzung des Leiters des UN-Umweltprogramms UNEP, Achim Steiner, durch den Klimawandel gefährdet. Naturkatastrophen wie Hochwasser, Wirbelstürme und Dürren würden vor allem in Entwicklungsländern alles zerstören, was diese erreicht hätten, und so zu sozialer Instabilität führen, warnte Steiner am Mittwoch im UN-Sicherheitsrat in New York.
- Québec to launch carbon market in 2012 (18.07.2011)
Draft Regulation respecting a cap-and-trade system for greenhouse gas emission allowances. - Viele Hürden vor Japans Atomausstieg (15.07.2011)
Tokio - Die Katastrophe im Kernkraftwerk Fukushima hat das atomgläubige Japan schwer erschüttert. Jetzt fordert Ministerpräsident Naoto Kan, das Land solle für eine Gesellschaft arbeiten, die nicht von der Atomenergie abhängig ist. Eine Kehrtwende in der Energiepolitik? Nicht so ganz.
- Japan will aus Atomkraft aussteigen (13.07.2011)
Tokio - Vier Monate nach der Katastrophe im Atomkraftwerk Fukushima plant die japanische Regierung offensichtlich eine Kehrtwende in ihrer Energiepolitik. Premierminister Naoto Kan kündigte am Mittwochabend (Ortszeit) an, Japan wolle in «Etappen» aus der Atomkraft aussteigen, gab aber keinen genauen Zeitplan an. - Amazonas-Länder koordinieren Kampf gegen Urwaldzerstörung (12.07.2011)
Quito - Die Staaten der Amazonas-Region wollen künftig enger zusammenarbeiten, um illegale Rodungen im Regenwald einzudämmen. Die acht Staaten, über die sich die größte Urwaldfläche der Welt erstreckt, wollen unter anderem ihre Messmethoden aufeinander abstimmen, um eine globale Einschätzung der Abholzung zu ermöglichen.
- Australien legt CO2-Steuer auf 23 AUD/t fest - Zeitungsbericht (08.07.2011)
Die CO2-Steuer in Australien soll nach einem Bericht des "Sydney Morning Herald" anfänglich bei 23 AUD/t (17,11 EUR) liegen. Die Stahlindustrie soll in den ersten Jahren von der Besteuerung ausgenommen sein, schreibt die Zeitung ohne Quellen zu nennen. - Germanwatch fordert mehr Transparenz für internationale Klimafinanzierung (07.07.2011)
Berlin - Anlässlich des Kabinettsbeschluss vom Mittwoch (06.07.11) zum Bundeshaushalt 2012 fordert die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch mehr Geld für internationalen Klimaschutz und eine verbesserte Transparenz in der internationalen Klimafinanzierung. - UN fordern Billionen für grüne Technologien (06.07.2011)
Genf - Die Menschheit muss nach Ansicht der Vereinten Nationen in den kommenden 40 Jahren jährlich Billionenbeträge in sogenannte grüne Technologien investieren. - Schwellenländer suchen «gerechte» Klimalösung (05.07.2011)
Potsdam - Die großen Schwellenländer Indien, China, Südafrika und Brasilien wollen die stockenden Verhandlungen über eine drastische Reduzierung des CO2-Ausstoßes mit einem weiteren Treffen voranbringen.
- Kanada unterstützt CCS-Projekt von Shell mit 865 Mio USD (27.06.2011)
Kanada übernimmt zwei Drittel der Kosten für die Abscheidung und Speicherung von CO2 aus einem Ölsandeprojekt von Shell in Alberta. Bei dem CCS-Projekt handelt es sich um eines der größten Projekte zur Reduktion von CO2-Emissionen weltweit. - WWF: Brasiliens Waldgesetz wird zur 'CO2-Bombe' (24.06.2011)
Lange rang Brasilien um ein neues Waldgesetz. Jetzt sind gigantische Regenwaldflächen bedroht, dabei sind laut einer Umfrage von WWF Brazil fast 80 Prozent der Brasilianer dafür, dass Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff ihr Veto gegen dieses Waldgesetz einlegt. Jetzt sind gigantische Waldflächen bedroht, wie zwei neue Studien belegen. - IEA Publishes “Fact Versus Fiction” Piece on Energy Misconceptions (17.06.2011)
Could electric vehicles reduce our oil dependence? What about the ability of current governmental commitments to limit global warming to 2°C? Is the end of coal-fired power plants near? Are China’s National Oil Companies heavily influenced by the Chinese Government? And does a lack of lithium supply limit production of electric vehicles? The International Energy Agency (IEA) has published an information note on myths and realities of energy challenges and solutions. - Regional Clean Energy Economy Boosted with $25.5 Million in RGGI Auction Proceeds (10.06.2011)
The states participating in the Regional Greenhouse Gas Initiative (RGGI), the nation’s first market-based regulatory program to reduce greenhouse gas emissions, today announced the results of their 12th quarterly auction of carbon dioxide (CO2) allowances. States are investing the vast majority of proceeds from RGGI auctions - now more than $886.4 million - to promote clean energy sources and lower energy costs for consumers across the region.
- DIW Berlin: Rationale und irrationale Gründe für Russlands Klimapolitik (08.06.2011)
Russland nutzt die internationalen Klimaschutzinstrumente nur geringfügig und verspätet, obwohl die russische Wirtschaft davon profitieren könnte. Auch einer Verlängerung des Kyoto-Protokolls steht Russland abweisend gegenüber. Dies liegt auch in einer ambitionierten EU-Klimapolitik begründet, wie eine neue Studie des DIW aufzeigt. Je ambitionierter die EU-Klimaziele, desto mehr fürchtet Russland um seine Absatzchancen für russisches Öl und Gas. Dabei kann es keine erfolgreiche internationale Klimapolitik ohne Russland geben.
- Weltbank und Megacities besiegeln Klimaschutz-Partnerschaft (01.06.2011)
São Paulo - Die Weltbank sieht die großen Städte im Kampf gegen den Klimawandel an vorderster Front. Die Megacities seien für rund 80 Prozent der weltweiten Treibhausgas-Emissionen verantwortlich.
- Australische Landwirte befürchten Einkommensverlust durch CO2-Steuer (31.05.2011)
Die australische Landwirtschaft macht gegen die CO2-Pläne der Regierung mobil. - Dringende Warnung von IEA und Weltklimarat: Zwei-Grad-Grenze kaum noch haltbar (31.05.2011)
Paris - Das Ende der Wirtschaftskrise war eine schlechte Nachricht für das Klima: Nie zuvor hat es einen so hohen CO2-Ausstoß gegeben wie im vergangenen Jahr. «Nach einem Rückgang 2009 infolge der Wirtschaftskrise sind die Emissionen auf ein Rekordniveau von 30,6 Gigatonnen gestiegen», heißt es in einer Mitteilung der IEA.
- Einsatz für Klimaschutz bringt Cate Blanchett Ärger (29.05.2011)
Sydney - Hollywood-Star Cate Blanchett (42) ist mit ihrem Einsatz für Klimaschutz angeeckt. Die Australierin hatte in einer Anzeigenkampagne für den Handel mit Emissionsrechten geworben. Das hat konservative Wähler erzürnt. - Merkel will Indien zu mehr Klimaschutz bewegen (29.05.2011)
Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will Indien zu mehr Klimaschutz drängen, sieht die Erfolgschancen aber skeptisch. «Ich fürchte, dass ich da noch ein dickes Brett bohren muss und dieses Mal noch nicht das gewünschte Ergebnis erzielen werde», sagte Merkel kurz vor einer Indien-Reise in ihrer wöchentlichen Video-Botschaft, die sie im Gespräch mit einem Berliner Politikstudenten zeigt. - IEA launches 'Climate and Electricity Annual 2011' (27.05.2011)
PARIS - Removing CO2 emissions from electricity generation is a key challenge that must be overcome if the rise in global temperatures is to be limited to 2 degrees Celsius. A new book from the International Energy Agency (IEA) addresses some of the major policy and technology steps needed to achieve such “decarbonisation” of the electricity sector, and provides an authoritative resource on progress to date.
- Merkel vor G8-Gipfel: Weltweit Atom-Stresstests nötig (26.05.2011)
Deauville, das kleine Seebad in der Normandie, im Ausnahmezustand. Mehr als 12 000 Polizisten und Soldaten bewachen die G8-Staats- und Regierungschefs. Das Atomunglück von Fukushima und der arabische Frühling beschäftigen die Gipfelrunde. Hilfsorganisationen sind verärgert.
- Brasiliens Parlament schwächt Schutz des Regendwaldes (25.05.2011)
Etappensieg für Brasiliens Agrarlobby. Das Parlament stärkte die Position der Landwirte und lockerte den Umweltschutz im Regenwald. Eine endgültige Entscheidung steht aber noch aus.
- Weltweiter Wettlauf im Bereich erneuerbare Energien (23.05.2011)
In China und Indien leben zusammen fast dreimal so viele Menschen wie in den G8-Staaten. Und ein Großteil von ihnen strebt nach Wohlstand - und damit nach mehr Energie. Noch halten die G8-Staaten zumindest beim Punkt erneuerbare Energien mit.
- Deutschland will Klimapolitik in UN-Sicherheitsrat bringen (22.05.2011)
New York - Die Klimapolitik und ihre Auswirkung auf Frieden und Sicherheit sollen ein Schwerpunkt der deutschen Politik im UN-Sicherheitsrat werden. - UN: Ärmste Länder besser aufgestellt für 'grüne' Wirtschaft als Industriestaaten (18.05.2011)
Die 48 ärmsten Länder der Welt verfügen nach Einschätzung der Vereinten Nationen (UN) über bessere Voraussetzungen für die Schaffung einer „grünen“ Wirtschaft als die reichen Industrieländer. Zu diesem Schluss kommt ein UN-Bericht, der im Mai auf der 4. UN-Konferenz für die am wenigsten entwickelten Länder (Least Developed Countries, LDC) in Istanbul vorgestellt wurde. - 'Geniegipfel' zu globaler Wende zur Nachhaltigkeit - Nobelpreisträger diskutieren (16.05.2011)
Es ist ein Zusammentreffen der besonderen Art - und das nach 2007 und 2009 bereits zum dritten Mal. Fast zwanzig Nobelpreisträger aller Fachrichtungen treffen diese Woche in Stockholm auf weltweit namhafte Forscher im Bereich Klima, Energie, Umwelt. Rund 50 der klügsten Köpfe beraten über die größten Probleme der Menschheit, wie Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber erklärt. - Zähes Ringen um Brasiliens neues Waldgesetz (15.05.2011)
Brasiliens Agrarlobby drängt mit Macht auf eine Aufweichung der Bestimmungen zum Regenwaldschutz. Regierung und Umweltschützer stemmen sich vereint dagegen. Ein offener Schlagabtausch mit ungewissem Ausgang. - Abstimmung über Brasiliens Waldgesetz erneut verschoben (12.05.2011)
Brasília - Nach einer über zwölfstündigen Marathonsitzung hat Brasiliens Parlament die Abstimmung über das Waldgesetz erneut verschoben. Der Block der Regierungsparteien und die mächtige Agrarlobby konnten sich in der Nacht zum Donnerstag in wichtigen Punkten nicht einigen, die den Schutz des Regenwaldes betreffen. Die Abstimmung wurde auf nächsten Dienstag verschoben. Danach muss sich noch der Senat mit dem Gesetz befassen.
- Arktis-Rat berät über Umwelt und Katastrophenschutz (12.05.2011)
Die Arktis wird durch den Klimawandel immer wichtiger: Auch US-Außenministerin Hillary Clinton reiste zum Arktischen Rat in die grönländische Polar-Stadt Nuuk. Hier geht es um gemeinsamen Katastrophenschutz, aber auch um gigantische Bodenschätze.
- Die Zustimmung der Australier zur CO2-Steuer schwindet sichtlich (11.05.2011)
In Australien sinkt die Unterstützung der Bevölkerung für die geplante CO2-Steuer. Mittlerweile seien mehr als die Hälfte der Wähler gegen diesen Schritt, schreibt die Tageszeitung "The Australian" unter Berufung auf eine neue Meinungsumfrage. 60% von 1.201 befragten Erwachsenen lehnt danach den geplanten CO2-Preis ab. Vor zwei Jahren hatte es noch eine große Mehrheit für den Emissionshandel gegeben.
- CO2-Steuer in Australien: BHP Billiton setzt auf bedächtiges Vorgehen (10.05.2011)
Jacques Nasser, Chairman des Bergbaukonzerns BHP Billiton Ltd, plädiert bei der Problematik der CO2-Emissionen für ein bedächtiges Herangehen an das Thema. Für ihn spiele in diesem Zusammenhang die Wettbewerbsfähigkeit eine große Rolle, sagte Nasser bei einer Rede in Melbourne. - Vatikan zu Gletscherschmelze: Nationen müssen mehr gegen Klimawandel tun (09.05.2011)
Der Vatikan hat einen Bericht zur weltweiten Gletscherschmelze veröffentlicht, in dem führende internationale Wissenschaftler eindringlich vor den Folgen des Klimawandels warnen. Der Report listet zahlreiche Fälle des Rückgangs von Gletschern auf – in den Alpen ist bereits die Hälfte der Eismasse verschwunden, Tausende kleiner Gletscher im Himalayagebiet schrumpfen.
- Wulff sieht Costa Rica als Vorbild im Umweltschutz (04.05.2011)
San José - Bundespräsident Christian Wulff sieht Costa Rica als weltweites Vorbild für Umweltschutz und den Einsatz erneuerbarer Energien. Das mittelamerikanische Land von der Größe Niedersachsens könnte schon bald eine ausgeglichene Klimabilanz erreichen und produziert heute bereits 95 Prozent des Stroms aus nachwachsenden Energien.
- Tranparency International: Global Corruption Report zum Klimawandel (01.05.2011)
Dhaka/Neu Delhi - Die Vorsitzende von Transparency International (TI), Huguette Labelle, hat in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka den diesjährigen Global Corruption Report zum Klimawandel vorgestellt.
- Röttgen: Engagement für den Klimaschutz verstärken (27.04.2011)
Bundesumweltminister Norbert Röttgen hat sich gestern auf dem Klimaforum in Brüssel für mehr Engagement für den Klimaschutz ausgesprochen. - Kernkraft weltweit: Von «nie wieder» bis «ja bitte» - ein Überblick (20.04.2011)
Berlin - Der GAU von Fukushima schien anfangs nur in Deutschland eine Abkehr von der Kernkraft einzuleiten. Dann griff die Debatte auf mehr Länder über. Doch ausgerechnet die am schwersten vom Atomunglück in Tschernobyl betroffenen Staaten Ukraine, Russland und Weißrussland setzen weiter voll auf die Kernenergie:
- Gruppe japanischer Manager und Forscher fordert Atomausstieg (15.04.2011)
Eine Gruppe japanischer Wissenschaftler und Wirtschaftsvertreter stemmt sich nach der Atomkatastrophe von Fukushima gegen ein „Weiter-so“ in der Energiepolitik des Landes. Anfang April forderten die unter dem Dach des Sustainable Management Forums Japan (SMF) zusammengeschlossenen Forscher und Wirtschaftsvertreter einen „radikalen und fundamentalen Wandel der atomorientierten Energiepolitik Japans“. - Erste IRENA-Vollversammlung in Abu Dhabi beschließt Budget für 2011 (08.04.2011)
Die erste Vollversammlung der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) hat am 05.04.11 in Abu Dhabi ihr Arbeitsprogramm und das Budget für 2011 mit einem Gesamtvolumen von gut 25 Millionen US-Dollar beschlossen. Mit der Wahl von Adnan Amin zum Generaldirektor und der Bestätigung von Abu Dhabi als Sitz des Sekretariats sind die Grundlagen für einen schnellen Aufbau gelegt. - Japan zweifelt wegen Atomkrise an Klimaschutzzielen (04.04.2011)
Tokio - Wegen der ungelösten Atomkrise in Fukushima zweifelt die japanische Regierung inzwischen an den eigenen Klimaschutzzielen. Es könne sein, dass das Ziel einer Reduzierung der CO2-Emissionen um 25 Prozent im Vergleich zum Stand von 1990 überdacht werden muss, sagte Regierungssprecher Yukio Edano am Montag (04.04.11). - Lage in Fukushima bleibt ernst - Sarkozy verteidigt in Tokio Atomenergie (31.03.2011)
Fast drei Wochen dauert der Kampf gegen die Kernschmelze. Doch die Lage in der Atomruine von Fukushima bleibt gefährlich. Nach Nicolas Sarkozy will auch Guido Westerwelle Tokio besuchen. Viele Überlebende des Erdbebens harren weiter in Notlagern aus.
- Russland: Erste Arktis-Streitkräfte noch 2011 (30.03.2011)
Moskau - Im Rennen um die Öl- und Gasvorräte in der Arktis will Russland dort nach Militärangaben schon in diesem Jahr und damit deutlich früher als angekündigt erste Streitkräfte stationieren. Die Arktis-Soldaten mit Spezialtechnik und -uniformen würden einem Panzergrenadier-Stützpunkt in Petschenga in der Nähe von Murmansk zugeordnet. Das meldete die Agentur Interfax am Mittwoch unter Berufung auf Militärkreise. - Alternative Nobelpreisträger und World Future Council fordern weltweiten Atomausstieg (29.03.2011)
Hamburg, Stockholm - In einer gemeinsamen Erklärung fordern 50 Träger des "Alternativen Nobelpreises" und Mitglieder des World Future Council, weltweit Atomkraftwerke abzuschaffen und sie durch alternative Energieformen zu ersetzen. "Atomkraft ist weder die Antwort auf moderne Energieprobleme, noch ein Wundermittel für die Herausforderungen des Klimawandels.
- Durstige Städte: Trotz Fortschritten bei Wasser steigen Probleme (21.03.2011)
Die Welt lechzt nach Wasser. Es gibt Fortschritte. Dennoch wachsen die Probleme: Geburtenraten, Klimawandel, Industriegifte und Verschwendung verschärfen die Probleme. Die UN-Konferenz zum Weltwassertag nimmt die politisch Verantwortlichen in die Pflicht.
- Licht aus! Earth Hour will Klimaschutz beleuchten (21.03.2011)
Schloss Neuschwanstein macht mit, die Stadtverwaltung von Las Palmas auf Mallorca und das Opernhaus in Sydney: An diesem Samstag startet um 20.30 Uhr weltweit wieder die Licht-Aus-Aktion. Hunderte Millionen Menschen sollen ein Zeichen für den Klimaschutz setzen.
- Japan erschüttert Atomkraftpläne in Asien - Kohle als Alternative? (17.03.2011)
Japans verzweifelte Versuche, eine nukleare Katastrophe zu verhindern, werfen in anderen asiatischen Ländern die Frage auf: Wenn Japan die Atomkraft nicht sicher betreiben kann, wer kann es dann? - IAEA-Chef lobt Atomkraft als stabile Energiequelle - notwendig fürs Klima (15.03.2011)
Wien - Die Unfälle in Japans Atomkraftwerken müssen aus Sicht des Chefs der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Yukiya Amano, nicht das Ende des weltweiten Wachstums der Nuklearbranche bedeuten. «Dieser Unfall aufgrund gewaltiger Kräfte der Natur ändert nichts an dem Fakt, dass wir eine stabile Energiequelle brauchen und etwas gegen den Klimawandel tun müssen», sagte der Japaner Amano am Montag vor Journalisten in Wien. - China tritt auf die Bremse: Energieverbrauch und CO2-Ausstoß sollen sinken (14.03.2011)
China will langsamer und nachhaltiger wachsen. Zum Abschluss seiner Jahrestagung gibt der Volkskongresses erwartungsgemäß grünes Licht für den neuen Fünf-Jahres-Plan. Nach der Katastrophe in Japan stellen sich auch in China Fragen zum massiven Ausbau der Kernenergie.
- China: Fünfjahresplan soll 'saubere industrielle Revolution' vorantreiben (10.03.2011)
Die chinesische Führung will den seit einigen Jahren propagierten Wandel der Volksrepublik zu einer ressourcenschonenden und umweltfreundlichen Gesellschaft beschleunigen. Der chinesische Präsident Hu Jintao und Premierminister Wen Jiabao forderten auf dem aktuellen Nationalen Volkskongress in Peking eine Umstrukturierung der chinesischen Wirtschaft und riefen die Provinzregierungen zu ernsthaftem Umweltschutz auf. - UN-Plädoyer für «grüne Wirtschaft» (21.02.2011)
Nairobi - Mit einer Investition von zwei Prozent des weltweiten Bruttoinlandprodukts lässt sich einem UN-Bericht zufolge der Übergang in eine nachhaltige Weltwirtschaft einleiten. Mit etwa 1,3 Billionen US-Dollar (fast 0,95 Billionen Euro) könnte nicht nur eine ökologisch orientierte Marktwirtschaft erzielt, sondern auch Armut bekämpft werden, heißt es in der Studie des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, UNEP, über «grüne Wirtschaft». - DEG: Rekord bei Klimaschutz-Zusagen (15.02.2011)
Köln - Die Neuzusagen der DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH haben 2010 wieder das Niveau erreicht, das sie vor der Finanzkrise hatten: Die DEG sagte wie zuletzt 2008 rund 1,23 Mrd. Euro für die Finanzierung privater Investitionen in Entwicklungs- und Schwellenländern zu (2009: 1,01 Mrd. Euro). - Ban dringt auf stärkeren Einsatz für Klimaschutz (11.02.2011)
New York - Im Bemühen um eine friedliche Welt hat die Politik nach Ansicht von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon den Klimaschutz vernachlässigt. - Medien: UN-Chef Ban will Klimaschutz und Nachhaltigkeit enger verknüpfen (08.02.2011)
Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, hat das vorherrschende Wirtschaftsmodell Ende Januar auf dem Weltwirtschaftsforum (WEF) im schweizerischen Davos als „weltweiten Selbstmordpakt“ bezeichnet. Nötig, so Ban, sei eine „Revolution zur Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung“, die wegführen müsse von dem „achtlosen Konsum“ knapper werdender Ressourcen. - WFC: Diesjähriger Future Policy Award wird an bestes Waldschutzgesetz gehen (03.02.2011)
Der World Future Council (WFC) sucht für seinen Preis, der in New York im September 2011 übergeben werden soll, das weltweit "inspirierendste, innovativste und wirkungsvollste Waldschutzgesetz", um so die Aufmerksamkeit auf verantwortliches vorbildliches Handeln in der Politik zu lenken.
- Gute Perspektiven für Solarstrom aus Marokko (28.01.2011)
Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Katherina Reiche, hat die Bedeutung von Solarenergie in Marokko für die zukünftige Energieversorgung Marokkos sowie für Europa und Deutschland hervorgehoben. - Nach den Überschwemmungen: Australien erhöht Steuern und spart beim Klimaschutz (27.01.2011)
Sydney - Die australische Regierung will die Steuern erhöhen und Ausgaben zurückfahren, um die Folgen der verheerenden Überschwemmungen in Queensland zu bezahlen. Mit diesen Maßnahmen sollen 5,6 Milliarden australische Dollar zusammenkommen (etwa 4 Milliarden Euro). So müsse der Plan, im nächsten Jahr ein Plus im Etat zu erreichen, nicht aufgegeben werden, sagte Premierministerin Julia Gillard am Donnerstag (Ortszeit).
- Vor Rio-Gipfel 2012: Staaten uneins über Green Economy (27.01.2011)
Zwei in den vergangenen Wochen veröffentlichte Berichte der Vereinten Nationen (UN) zeigen deutlich unterschiedliche Haltungen zur sogenannten Green Economy auf, die eines der Hauptthemen der Weltnachhaltigkeitskonferenz „Rio+20” im Jahr 2012 sein soll. - CCS: CO2-Austritt in Kanada wohl nicht in Verbindung mit CO2-Speicherung (26.01.2011)
Die durch verschiedene Medien (etwa Frankfurter Rundschau vom 21.01. [*], Telepolis vom 18.1. [**]) und email-Listen (etwa DNR-Fachverteiler oder Greenhouse Infopool) geisternde Meldung, der festgestellte CO2-Austritt auf dem Gelände einer Farm in der kanadischen Provinz Saskatchewan sei durch das Weyburn-Midale CO2-Speicherprojekt verursacht, ist so höchstwahrscheinlich falsch.
- CCS: Study Launched About Possible CO2-Leak in Canada (24.01.2011)
REGINA, CANADA – IPAC-CO2 Research Inc. is assembling a team of international experts to conduct an independent performance assessment of protocols and practices in the Weyburn carbon capture and storage (CCS) project following complaints by the Kerr family about the possibility of leaks at their family farm.
- Schwerpunktland: Deutsches Know How bei World Future Energy Summit gefragt (17.01.2011)
Der Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Jürgen Becker, trifft heute (17.01.11) zu einem zweitägigen Besuch in Abu Dhabi ein, um bei der Eröffnung des World Future Energy Summit zu sprechen. Deutschland ist in diesem Jahr wegen seiner Erfolge beim Ausbau der erneuerbaren Energien das Schwerpunktland der Messe für Zukunftsenergien. - WEF-Studie «Globale Risiken 2011»: Schocks können Welt härter treffen (12.01.2011)
Genf - Die Finanzkrise hat die Widerstandskraft der Welt geschwächt. Weitere Schocks können sie härter treffen. Zu diesem Ergebnis kommt eine internationale Studie, die sich auf fast 600 Experten aus Wissenschaft und Unternehmen stützt und die am Mittwoch (12.01.10) vom Weltwirtschaftsforum (WEF) in Genf veröffentlicht wurde. - Australiens große Flut kostet Milliarden (12.01.2011)
Robertson steht vor den Trümmern seines Geschäfts. «Wir hatten keine Versicherung», berichtet er. «Ich sammele alles, was noch irgendwie verwendbar ist. Das ist alles tausende Dollar wert.» In Toowoomba ist kaum jemand gegen Überschwemmungen dieser Art versichert. - Studie: Alternative Wege für einen globalen Klimaschutz (22.12.2010)
In Cancún trafen sich vor einigen Tagen Verhandlungsführer aus aller Welt, um die Nachfolge des Kyoto Protokolls zu erörtern. Die überwiegend positiven Rückmeldungen von der Konferenz geben neuen Schwung in die folgenden schwierigen Verhandlungen. - Neuer Weltrat soll Artensterben bekämpfen (21.12.2010)
New York - Nach dem Vorbild des Weltklimarates gibt es nun offiziell auch ein entsprechendes Gremium gegen das Artensterben. Mit dem offiziellen Startschuss der UN-Vollversammlung könne die Internationale Plattform für Artenvielfalt und Ökosysteme (IPBES) jetzt ihre Arbeit aufnehmen, teilte das neue Gremium am Dienstag in New York mit. - Laos: Existenzgründer haben eine sonnige Zukunft (10.12.2010)
Photovoltaikanlagen sind in Laos der Renner. Sie liefern rund um die Uhr kostengünstigen, sauberen Strom. Das von dem Deutschen Andy Schröter 2001 gegründete Unternehmen Sunlabob vertreibt die Anlagen und hat Servicetechniker ausgebildet, die sich selbständig gemacht haben.
- Ukraine untersucht Unregelmäßigkeiten bei Verkauf von Minderungszertifikaten (09.12.2010)
Die Ukraine untersucht nach Angaben von Finanzminister Fedir Yaroshenko Unregelmäßigkeiten, die beim Verkauf von Minderungszertifikaten aufgetreten sind. - Deutschland und Russland vertiefen Zusammenarbeit im Umwelt- und Klimaschutz (07.12.2010)
Die Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Einsatz moderner Umwelt- und Energieeffizienztechnologien stand im Mittelpunkt deutsch-russischer Gespräche zum Umwelt- und Klimaschutz, zu denen sich die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium Katherina Reiche heute (07.12.10) in Moskau aufhielt. - Wettlauf: Aufstrebende Staaten als «grüne» Zukunftsmärkte (07.12.2010)
Windparks in Mexiko, Biomasse-Kraftwerke in Indien: Aufstrebende Länder gieren nach Energie, sie gelten als Zukunftsmarkt für klimafreundliche Technik. Experten sprechen schon vom «Grünen Wettlauf» der Anbieter. Ganz vorne dabei: China.
- Klimaschutz-Index 2011: Nationaler Klimaschutz erstmals besser als internationale Klimapolitik (06.12.2010)
Cancún - Germanwatch und CAN Europe haben heute (06.12.10) auf dem Klimagipfel in Cancún die sechste Auflage des jährlichen Klimaschutz-Index (KSI) vorgestellt. Der KSI 2011 vergleicht die 57 größten CO2-Emittenten auf Basis ihrer Emissionen und ihrer Klimapolitik. In diesem Jahr haben mehr als 190 Experten die Politik ihres Landes analysiert.
- Klima-Risiko-Index 2011 zeigt: Entwicklungsländer sind besonders betroffen (04.12.2010)
Cancún/Bonn - Mit dem heute (02.12.10) in Cancun veröffentlichten Klima-Risiko-Index 2011 hat Germanwatch zum sechsten Mal untersucht, welche Länder besonders von Wetterextremen betroffen sind. "Im Jahr 2009 waren überraschenderweise auch Länder wie Taiwan, Saudi Arabien und Australien unter den zehn besonders betroffenen Staaten", erklärt Sven Harmeling, Autor des Index bei Germanwatch. - Experte: Der Tropenwald ist nur schwer zu retten (26.11.2010)
San Salvador - Der Klimawandel hat immer größere Folgen für Zentralamerika, die Karibik und Mexiko. In diesem Jahr kamen allein wegen starker Regenfälle über 500 Menschen ums Leben. Die meisten von ihnen starben durch Bergrutsche und Überschwemmungen, die auch wegen der Waldzerstörung eine steigende Gefahr sind. - UN: Klimaziele nur mit wesentlich mehr Engagement erreichbar (23.11.2010)
Nairobi/Cancún - Das UN-Umweltprogramm (UNEP) hat in einer am Dienstag veröffentlichten Studie auf eine große Kluft zwischen den Kopenhagener Klimazielen und den tatsächlichen Kohlendioxid-Emissionen hingewiesen. Nur mit einem wesentlich stärkeren Engagement der Staaten als bisher könne das in Kopenhagen gesetzte Ziel eines weltweiten Temperaturanstieg von weniger als zwei Grad Celsius erreicht werden.
- Bürgermeister der Welt schließen Klima-Pakt (22.11.2010)
Mexiko-Stadt - Die großen Städte der Welt wollen gemeinsam gegen den Klimawandel vorgehen. Das beschlossen Stadtoberhäupter aus 120 Ländern zum Abschluss einer Weltklimakonferenz der Bürgermeister (CCLIMA) am Sonntag in Mexiko-Stadt. Sie unterzeichneten einen Zehn-Punkte-Plan, der Ende November dem Weltklimagipfel in Cancún an der mexikanischen Karibikküste vorgelegt werden soll.
- Nachhaltigkeit: Deutsche China-Experten uneins über chinesische Vorreiterrolle (19.11.2010)
Der Staatsrat der Volksrepublik China hat Ende Oktober sieben überwiegend „grünen“ Zukunftsindustrien ehrgeizige Wachstumsziele verordnet: „Saubere“-Energien, Nachhaltigkeits- und Umweltschutztechnologien sollen demnach in fünf Jahren mit acht Prozent zum Bruttoinlandsprodukt beitragen, 2020 sollen es bereits 15 Prozent sein. - Japans Emissionen um 5,6 Prozent rückläufig wegen geschwächter Wirtschaft (09.11.2010)
Japans Treibhausgasemissionen sind im vergangenen Fiskaljahr, das am 31. März endete, um 5,6% zurückgegangen. Das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) führt den Rückgang vor allem auf die schwächere Wirtschaftsentwicklung zurück. - Röttgen: Langfristige Klimaschutzfinanzierung in Entwicklungsländern ist machbar (08.11.2010)
Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen hat die Ergebnisse der von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon eingesetzten Arbeitsgruppe zur Klimaschutzfinanzierung begrüßt. "Es wird entscheidend sein, einen weltweiten Kohlenstoffmarkt und finanzielle Instrumente einzuführen, um die klimaschädlichen Emissionen des internationalen Flug- und Schiffsverkehrs zu begrenzen“, so Röttgen. - UN wollen 100 Milliarden für Klimaschutz (05.11.2010)
New York - Für weltweite Klimaprogramme können nach Ansicht der Vereinten Nationen jedes Jahr 100 Milliarden Dollar (72 Milliarden Euro) akquiriert werden. Das Geld solle, beginnend spätestens in zehn Jahren, bei Regierungen wie auch im privaten Bereich eingesammelt werden, sagte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon am Freitag in New York. «Das ist ein ehrgeiziges Ziel, aber es ist möglich», sagte der Koreaner.
- Weltausstellung beendet - Ban fordert besseren Umgang mit Ressourcen (31.10.2010)
Shanghai - UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat eindringlich zu einem «klügeren Umgang mit den begrenzten Ressourcen unseres Planeten» aufgerufen. In einer Rede am letzten Tag der sechsmonatigen Weltausstellung forderte Ban am Sonntag in Shanghai verstärkte Anstrengungen zum Umwelt- und Klimaschutz.
- Aufbau der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien kommt gut voran (26.10.2010)
Der weitere Weg für den erfolgreichen Aufbau der Internationalen Organisation für Erneuerbare Energien (IRENA) ist geebnet. Die vierte Sitzung der Vorbereitungskommission für die Organisation hat in Abu Dhabi für das Jahr 2011 ein Budget von gut 13 Millionen US-Dollar vereinbart, um die Arbeiten vor allem in den Bereichen Politikberatung und Wissensmanagement fortzuführen.
- Desertec: Strom aus der Wüste verbindet Europa mit der Arabischen Welt (26.10.2010)
Barcelona - Sauberer Strom aus den Wüsten wird schon bald in immer größerem Maße zur Energieversorgung der Menschen in Nordafrika und dem Nahen Osten beitragen. Davon ist die Industrieinitiative Dii (vormals Desertec Industrial Initiative) überzeugt. Und auch nach Europa wird Strom aus Solar- und Windenergie in den Wüsten schon innerhalb des kommenden Jahrzehnts fließen. - Röttgen will in Klimapolitik weltweit führend sein (18.10.2010)
Bonn - Deutschland kann nach Meinung von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) eine weltweite Führungsrolle in der Klimapolitik spielen. «Wir sind keine militärische Großmacht, wir sind nicht die entscheidenden Friedensvermittler in den Konfliktregionen dieser Welt. Aber bei diesem globalen Zukunftsthema hat Deutschland eine wichtige Einwirkungsmöglichkeit und Verantwortung, der wir gerecht werden wollen», sagte Röttgen am Montag in Bonn.
- Demonstranten legen Kohlehafen in Australien lahm (26.09.2010)
Sydney - Aus Protest gegen die hohen Emissionen der Kohleindustrie haben mehr als 40 Aktivisten den größten Kohle-Hafen der Welt in Australien besetzt. - IEA: Over 20 % of Global Polulation Lack Access to Electricity (22.09.2010)
Over 20% of the global population – 1.4 billion people – lack access to electricity. Some 40% of the global population – 2.7 billion people – rely today on the traditional use of biomass for cooking. These are some of the major findings of the joint analysis by the IEA, UNDP and UNIDO.
- IEA-Chef fordert mehr Engagement bei der Emissionsreduktion (21.09.2010)
Die Welt muss nach Ansicht von Nobuo Tanaka, Executive Director der Internationalen Energieagentur IEA, ihre Anstrengungen bei der Reduktion von Treibhausgasen ausweiten und dazu alle möglichen Alternativen zur Stromgewinnung - inklusive Atomkraft und Abscheidung und Speicherung von CO2 - nutzen. - IAEA-Chef sieht weltweit neue Ära für Kernenergie - `mehr als 60 Länder interessiert' (20.09.2010)
Wien - Für den Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Yukiya Amano, steht die Welt vor dem Beginn einer neuen Ära der Atomenergie. Mehr als 60 Länder seien interessiert, Nuklearenergie neu bei sich einzuführen, sagte Amano zu Beginn der einmal jährlich stattfindenden Generalkonferenz aller 151 Mitgliedsstaaten der Atombehörde am Montag in Wien.
- Report: Kampf gegen Klimawandel kann nur zusammen gewonnen werden (16.09.2010)
Berlin - MISEREOR und die Münchener Rück Stiftung haben heute gemeinsam mit dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und dem Institut für Gesellschaftspolitik an der Hochschule für Philosophie München (IGP) den Report "Global aber Gerecht - Klimawandel bekämpfen, Entwicklung ermöglichen" in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Bündnis aus Kirche, Wissenschaft und Finanzwelt fordert in seinem Report eindringlich dazu auf, Klima- und Entwicklungspolitik kohärent miteinander zu verbinden. Konkrete Schritte dafür haben Klimawissenschaftler, Ökonomen, Ethiker und Entwicklungsexperten in einem dreijährigen Projekt gemeinsam erarbeitet. - Wunschtraum saubere Energie: Rauchende Schlote bleiben (14.09.2010)
Das Gerede von erneuerbaren Energien täuscht: Auf absehbare Zeit wird der Großteil des Stroms aus Kohle und Gas gewonnen. Der Energiehunger der Schwellenländer ist zu groß für Wind und Sonne alleine. Und in den Industriestaaten fehlt das Geld für den Umbau. - Ungelöste Energiefrage: Neuer Anlauf in Montreal (13.09.2010)
Montreal (dpa) - Die Mächtigen nehmen einen neuen Anlauf zur Lösung der weltweiten Energiefrage. «Eineinhalb bis zwei Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu Energie», sagte der Chef des größten deutschen Versorgers Eon, Johannes Teyssen, am Montag zum Auftakt der Weltenergiekonferenz in Montreal. «Afrika ist weiter ein dunkler Kontinent.» - Analyse: Chinas Klimapolitik (09.09.2010)
China gilt seit 2007 mit jährlich rund 6,1 Mrd. Tonnen als der weltweit größte Produzent von Treibhausgasen. Die Pro-Kopf-Emissionen in China betragen aber nur etwa ein Drittel der europäischen und ein Sechstel der amerikanischen Pro-Kopf-Werte. Wie sieht Chinas Klimapolitik aus? Und wo gibt es Möglichkeiten für die EU, mit dem Riesenreich in Sachen Klimaschutz zu kooperieren? - Deutschland und Japan arbeiten bei Elektromobilität zusammen (07.09.2010)
Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Ursula Heinen-Esser, hat heute (07.09.10) in Berlin das Dritte Deutsch-Japanische Umweltdialogforum eröffnet. Im Mittelpunkt der Tagung steht das Thema Elektromobilität. - UN: Berlin muss über eine Milliarde für Klimaschutz zahlen (03.09.2010)
Genf - Deutschland steht bei Entwicklungsländern in einer Zahlungspflicht in Höhe von über 1,2 Milliarden Euro für den Klimaschutz. Das geht aus einer Liste hervor, die am Freitag in Genf am Rande einer Vorbereitungskonferenz für den nächsten Weltklimagipfel im Dezember in Cancún (Mexiko) veröffentlicht wurde.
- UN erwarten erste Geldmittel für Klimaschutz (02.09.2010)
Genf - Die Vereinten Nationen erwarten ungeachtet der Finanzkrise eine den Entwicklungsländern zugesagte Anschubfinanzierung für den Klimaschutz. Das erklärte die Leiterin des UN-Klimasekretariats, Christiana Figueres, am Donnerstag in Genf.
- Kontrollorgan empfiehlt Klimarat IPCC grundlegende Reform (30.08.2010)
New York - Ein internationales Kontrollorgan hat dem kritisierten Weltklimarat gute Arbeit bescheinigt. Allerdings sollte seine Führungs- und Kommunikationsstruktur grundlegend reformiert werden. In einem am Montag veröffentlichten Bericht schlagen die Gutachter dem Rat unter anderem vor, ein Leitungsteam einzurichten und dem Sekretariat in Genf einen Exekutivdirektor zu geben. - Sarkozy will für G20 eigenständiges Sekretariat und mehr Klimapolitik (26.08.2010)
Paris - Der französische Präsident Nicolas Sarkozy will den Staats- und Regierungschefs der G20-Gruppe eine neue Organisation zur Seite stellen. Ein G20-Sekretariat könne die Umsetzung von getroffenen Entscheidungen sicherstellen und Koordinierungsaufgaben übernehmen, regte der Staatschef am Mittwoch in einer Rede vor französischen Botschaftern an.
- Norwegen: Staatsfonds setzt Samling wegen illegaler Abholzung auf schwarze Liste (24.08.2010)
Der zweitgrößte Pensionsfonds der Welt, der norwegische Statens Pensjonsfonds, will nicht länger in das malaysische Unternehmen Samling Global Ltd investieren. Das Unternehmen steht in dem Verdacht, wiederholt illegal Holz in Sarawak und Guayana gefällt zu haben. - Weltenergierat Deutschland will Atom-Renaissance (24.08.2010)
Berlin - Der Weltenergierat Deutschland fordert eine Atomkraft-Renaissance. «Alle europäischen Kernenergiestaaten, mit Ausnahme Deutschlands, haben sich für eine faktische Laufzeitverlängerung und für Leistungserhöhungen sowie Nachrüstungen zur weiteren Verbesserung der Sicherheit ihrer Kernkraftwerke entschieden», heißt es im Jahresbericht, der am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde. - China verbraucht mehr Energie als je zuvor (20.08.2010)
China hat die Weltwirtschaftskrise besser als erwartet überwunden. Sein Energieverbrauch schlägt alle Rekorde. Ob das Riesenreich seine selbst gesteckten Ziele für Energieeffizienz und Klimaschutz noch erreichen kann, wird fraglich. Da hilft nur eins: Strom abschalten.
- China: Schließung von Fabriken nicht überbewerten (19.08.2010)
Nach Ansicht von Beobachtern ist die von der chinesischen Regierung angeordnete Schließung von hunderten Fabriken bis Ende September mit Vorsicht zu genießen. So sollen beispielsweise nicht die kompletten Anlagen geschlossen werden, sondern nur Teilbereiche. - Zu viel CO2: Chinesische Provinz Anhui stoppt Stromversorgung von 506 Unternehmen (17.08.2010)
Die Provinz Anhui im Osten Chinas hat 506 Betrieben für einen Monat die Stromversorgung gesperrt, weil sie Reduktionsziele bei Treibhausgasemissionen und Vorgaben zum Energieverbrauch nicht eingehalten haben. - Australien will Trinkwasser aus dem Meer gewinnen - mittels Kohlestrom (16.08.2010)
Australien ergreift Maßnahmen, um der Wasserknappheit zu begegnen, die mit fortschreitendem Klimawandel zunehmen wird. Wenn die Anlagen alle fertig sind, soll ein Drittel des Trinkwassers der größten Städte aus Meerwasser gewonnen werden. Aber das Vorhaben ist unter Klimaschützern heftig umstritten, weil die energieintensive Trinkwassergewinnung mittels Kohlestrom erfolgen soll, obwohl das Land ein hohes Potential für regenerative Energien hätte.
- Wirtschaftskrise ließ CO2-Ausstoß weltweit kaum schrumpfen (13.08.2010)
Münster - Wegen der Wirtschaftskrise sind die klimaschädlichen CO2-Emissionen auf der Welt im Jahr 2009 erstmals seit 1999 gesunken. Offensichtlich ist der Rückgang aber nur klein. Das geht aus neuen Hochrechnungen hervor, die das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) am Freitag in Münster veröffentlichte. - Abholzung im Amazonas-Regenwald verringert (10.08.2010)
Rund 1800 Quadratkilometer Regenwald sind vergangenes Jahr im brasilianischen Amazonasgebiet abgeholzt worden. Das Gebiet ist fast so groß wie das Saarland. Die Regierung bezeichnet diese Bilanz trotzdem als Erfolg. - DIHK: Umwelttechnik größtes Wachstums-Potential für deutschen Export (09.08.2010)
Berlin - China wird trotz der Aufholjagd der deutschen Wirtschaft laut einer Studie Exportweltmeister bleiben. Auch wenn die deutschen Ausfuhren 2010 und 2011 deutlich zulegen würden, könne der Vorsprung der Chinesen nicht aufgeholt werden, teilte am Montag der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) mit. Die Volksrepublik hatte Deutschland 2009 den prestigeträchtigen Titel abgenommen und baut seinen Weltmarktanteil stetig aus.
- China will Erfolg für Klimagipfel in Mexiko (30.07.2010)
Mexiko-Stadt - China will nach eigenen Angaben alles tun, um dem bevorstehenden Welt-Klimagipfel im mexikanischen Cancún zum Erfolg zu verhelfen. Der Außenminister des asiatischen Wirtschaftsgiganten, Yang Liechi, sagte bei einem Besuch in Mexiko, China werde «maximale Anstrengungen» unternehmen, um zu einer Verringerung der Klimaerwärmung beizutragen. - Brasilianische Ureinwohner besetzen Wasserkraftwerk (27.07.2010)
Río de Janeiro - Etwa 300 brasilianische Ureinwohner haben ein im Bau befindliches Wasserkraftwerk im Amazonas-Gebiet besetzt und zeitweise fünf Manager als Geiseln genommen. Die mit Pfeil und Bogen bewaffneten Indios fordern eine Millionenentschädigung, weil eine ihrer Begräbnisstätten zerstört und ihr Lebensraum durch den Bau im Bundesstaat Mato Grosso beeinträchtigt worden sei, berichteten nationale Medien. Die Manager sind inzwischen wieder frei, aber die Baustelle war am Dienstag weiter besetzt. - IEA: China overtakes the US to become world’s largest energy consumer (22.07.2010)
IEA calculations based on preliminary data show that China has now overtaken the United States to become the world's largest energy user. China's rise to the top ranking was faster than expected as it was much less affected by the global financial crisis than the United States. - Deutsch-chinesische Geschäfte und Klimaschutz (16.07.2010)
Peking - Deutschland und China wollen beim Klimaschutz enger zusammenarbeiten. Entsprechende Vereinbarungen trafen Regierungsvertreter beider Seiten am Freitag während des Besuches von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Peking.
- Niebel verspricht Ägypten Hilfe im Energiesektor (13.07.2010)
Assuan - Die Bundesrepublik will sich bei ihren Entwicklungshilfe-Projekten in Ägypten künftig auf die Bereiche erneuerbare Energien und Wasser konzentrieren. Das sagte Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) am Dienstag während eines Besuches am Assuan-Staudamm in Oberägypten. - Agrarlobby torpediert Waldschutzgesetz in Brasilien (07.07.2010)
Brasília - Der gesetzliche Schutz für Teile des Amazonas-Regenwaldes in Brasilien wird möglicherweise aufgeweicht: Eine parlamentarische Kommission stimmte nach hitziger Debatte für die Änderung des sogenannten «Código Florestal». Dieses Waldgesetz begrenzt unter anderem die landwirtschaftliche Nutzung im Amazonas-Gebiet. Zwar stehen die Abstimmungen im Plenum und im Senat noch aus. Der Beschluss vom Dienstagabend (Ortszeit) verschärfte aber die Debatte zwischen Agrarlobby und Umweltschützern. - China and India nullify global reduction in CO2 emissions (06.07.2010)
Despite the continued economic crisis, global emissions of carbon dioxide, the main greenhouse gas, have remained constant in 2009, as strong increases in CO2 emissions from fast-growing developing countries, such as China and India, have completely nullified CO2 emission reductions in the industrialised world. - G20-Staaten klammern Klimapolitik aus - Rückschritt? (28.06.2010)
«Die sind mit dem Staubsauger durch das Abschlussdokument und haben jeden Verweis auf saubere Energien entfernt», sagte WWF-Klimaexperte Kim Carstensen verärgert mit Blick auf das Ergebnis des G20 Gipfels von Toronto, der am gestrigen Sonntag zu Ende ging. Beim Gipfeldokument von Pittsburgh im September 2009 habe es noch acht Verweise darauf gegeben. - G20: Germanwatch vermisst ernsthaften Willen zu Weichenstellung für Energie der Zukunft (25.06.2010)
Zum Beginn des G20-Gipfels in Toronto kommentiert Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch: "Die bisherige Tagesordnung des G20-Gipfels lässt darauf schließen, dass die zentralen Weichenstellungen für die Zukunft des Planeten nicht ernsthaft angepackt werden.
- IPCC nominates 831 Experts for the Fifth Assessment Report (24.06.2010)
Over 50% more Nominations Demonstrate Increasing Interest Among Scientists to Contribute to the IPCC - More Women and More Authors from Developing Countries Reflect Wide Diversity of Disciplines and Scientific Views - Ende der Öl-Subventionen durch G20 gefordert (24.06.2010)
Toronto - Die Umweltorganisation Greenpeace hat die 20 größten Volkswirtschaften (G20) aufgefordert, ihre Subventionen für die Ölindustrie in Höhe von schätzungsweise 100 Milliarden US-Dollar im Jahr zu beenden. «Es ist an der Zeit, dass die Welt aufhört, Geschenke an Ölriesen wie BP und an Ölsand-Produzenten zu geben, die verheerenden Schaden an unserer Umwelt anrichten», sagte Greenpeace-Chef Kumi Naidoo am Donnerstag in Toronto. - UN-Klimachef: Medien müssen Klimawandel-Risiken verdeutlichen (21.06.2010)
Bonn - Der Klimawandel ist auch eine globale Herausforderung für die Medien. Von ihnen erwarten die Menschen in vielen Ländern vor allem verlässliche Informationen und Aufklärung über Ursachen und Folgen, weniger aber Sensationsberichte. - OECD fordert Ende von Subventionen für fossile Energieträger (09.06.2010)
Paris - Etwas für den Klimaschutz tun und gleichzeitig den Staatshaushalt entlasten - das ist nach Einschätzung der OECD möglich. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung fordert ein Ende der Subventionen für fossile Energieträger. - Norwegian premier to co-chair UN-backed advisory group on climate change financing (07.06.2010)
Secretary-General Ban Ki-moon today announced that the Prime Minister of Norway, Jens Stoltenberg, has accepted his invitation to become the co-chair of the United Nations-appointed high-level advisory group on climate change financing with immediate effect. Mr. Stoltenberg replaces the former Prime Minister of the United Kingdom (UK) Gordon Brown. - Umwelt- und Entwicklungsverbände fordern Einhaltung der Kopenhagen-Zusagen (06.06.2010)
Berlin - Angesichts der angespannten Haushaltslage will die Bundesregierung entgegen ihrer internationalen Zusagen im Haushalt 2011 offenbar kein zusätzliches Geld mehr für Klimaschutz und Anpassung an die Folgen des Klimawandels in Entwicklungsländern bereitstellen. - Study: ‘Copenhagen’ target is coming closer (28.05.2010)
The Copenhagen Accord has proven beneficial to the efforts of achieving the target of limiting global warming to two degrees Celsius. Since the climate conference was held, countries have pledged to reduce their greenhouse gas emissions. These pledges could realise up to 70 per cent of the greenhouse gas reduction that is needed. However, the risk of the actual reductions being less, is substantial. - Staaten geben mehrere Milliarden für den Schutz der Regenwälder (27.05.2010)
Oslo - Für den Schutz der Wälder in Entwicklungsländern wollen mehrere Staaten bis 2012 vier Milliarden Dollar (rund 3,28 Milliarden Euro) zur Verfügung stellen. Das sind 500 Millionen Dollar mehr als bei der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen vereinbart. Darauf einigten sich am Donnerstag rund 50 Staaten bei einer internationalen Wald- und Klimakonferenz in Oslo. Deutschland beteiligt sich mit mindestens 350 Millionen Euro. - Rekordbergsteiger wirbt auf Everest für Klimaschutz (25.05.2010)
Kathmandu/Frankfurt - Bei seiner 20. Mount-Everest- Besteigung hat der Rekordhalter Appa Sherpa für mehr Klimaschutz geworben. Kein Mensch war bislang häufiger auf dem mit 8850 Metern höchsten Berg der Erde als der Nepalese.
- Köhler: Klimawandel und Armut erfordern eine kooperative Weltpolitik (19.05.2010)
Shanghai - Bundespräsident Horst Köhler hat bei der Weltausstellung in Shanghai für eine kooperative Weltpolitik zur Begrenzung von Klimawandel und Armut aufgerufen. Die Menschheit brauche dazu einen Austausch der Ideen wie derzeit bei der Expo in China, sagte der Bundespräsident. - Christiana Figueres Appointed New UNFCCC Executive Secretary (18.05.2010)
Bonn - UN Secretary-General Ban Ki-moon has appointed Christiana Figueres as the new Executive Secretary of the United Nations Climate Change Secretariat based in Bonn, Germany. The appointment was endorsed by the Bureau of the UN Framework Convention on Climate Change (UNFCCC) on Monday (17.05.10). - 'Green Economy' große Chance auch für Entwicklungsländer (17.05.2010)
Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Katherina Reiche, hat ein größeres Engagement der Vereinten Nationen bei der Transformation zu einer "Green Economy" in Entwicklungsländern gefordert. - Christiana Figueres wird neue Klima-Chefin (17.05.2010)
New York - Die Diplomatin Christiana Figueres aus Costa Rica wird neue Chefin des Sekretariats der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen. Ihre Ernennung gab ein Sprecher von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon am Montag in New York vor Journalisten bekannt. Die 53-Jährige wird Nachfolgerin des Niederländers Yvo de Boer. Sitz der UNFCCC ist Bonn.
- UN schlagen Alarm: Umwelt und Klima am Wendepunkt (12.05.2010)
New York - Die Umwelt und das Weltklima stehen nach Angaben der Vereinten Nationen an einem kritischen Wendepunkt. Wenn nicht schnell radikale Maßnahmen ergriffen würden, werde die Umwelt so geschädigt, dass sie sich nur schwer oder gar nicht mehr erholen könne, heißt es in dem neuen UN-Umweltbericht, der am Montag (Ortszeit) in New York vorgelegt wurde. Gerade die Artenvielfalt sei akut bedroht. Vor allem der Regenwald am Amazonas und die Korallenriffe in den Ozeanen seien gefährdet. Das habe schwere Auswirkungen auf allen Lebensbereiche der Erde. - Studie: Brasilien, USA und China führen als Umweltsünder (10.05.2010)
Eine Studie von Forschern der University Adelaide - gemeinsam mit der National University of Singapore und der Princeton University - hat erstmals den Druck auf die Umwelt in 179 Staaten der Erde gelistet. Dazu wurden insgesamt sieben Indikatoren herangezogen, auf deren Grundlage ein Index erstellt wurde, der die proportionale sowie auch die absolute Umweltbelastung zeigt. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse im Wissenschaftsmagazin PLoS One. - Mexikos Präsident Calderon reist zu Klimagesprächen nach Bonn und Berlin (30.04.2010)
Mexiko-Stadt - Mexikos Präsident Felipe Calderon will an diesem Sonntag in Deutschland über das Weltklima reden. Wie das Präsidentenamt am Donnerstag in Mexiko-Stadt weiter mitteilte, wird er zunächst bei der Bonner Klimakonferenz erwartet, an deren Eröffnung er gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel teilnehmen soll. Die Konferenz ist eines der Vorbereitungstreffen der großen Weltklimakonferenz in diesem Herbst bei der mexikanischen Stadt Cancún.
- Basic-Gruppe fordert bis 2011 verbindliches Klimaabkommen (27.04.2010)
Die Umweltminister der Länder Brasilien, Südafrika, Indien und China (Basic-Gruppe) fordern bis spätestens 2011 ein verbindliches Abkommen zum internationalen Klimaschutz. Als geeigneten Anlass für ein solches Abkommen nannten die Minister die UN-Klimakonferenzen im mexikanischen Cancun im Jahr 2010 oder in Südafrika im Jahr 2011.
- Nach Kopenhagen: Neue Strategie zur Realisierung des 2°max-Klimazieles (27.04.2010)
Dem Bericht des PIK Potsdam (PIK-Report Nr. 116) ist eine Zusammenfassung der Ergebnisse vorangestellt, die wir hier nachfolgend im Wortlaut wiedergeben. - UN launches Climate Competitiveness Index 2010 (23.04.2010)
The 2010 Climate Competitiveness Index, the most comprehensive study to date of national progress to create green jobs and economic growth through low carbon products and services, shows that in spite of uncertainty surrounding international climate negotiations, countries have forged ahead with low carbon growth strategies in the first quarter of 2010.
- Studie: Japan und Norwegen vorn bei Klimazielen (21.04.2010)
Potsdam - Japan und Norwegen sind einer Studie zufolge die einzigen Industrieländer, die im Kampf gegen die Erderwärmung ihre Treibhausgasemissionen ausreichend reduzieren wollen. Demnach ist deren Selbstverpflichtung als einzige geeignet, die globale Erwärmung auf höchstens zwei Grad Celsius zu begrenzen. Das berichten Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) im Fachjournal «Nature» (Bd. 464, S. 1126) vom Donnerstag. Hintergrund sind die zum Klimagipfel in Kopenhagen eingereichten Selbstverpflichtungen der Länder zur Reduktion von Treibhausgasemissionen.
- Steiner bleibt Chef von UN-Umweltprogramm UNEP (20.04.2010)
New York - Achim Steiner bleibt oberster Umweltschützer der Vereinten Nationen. Generalsekretär Ban Ki Moon nominierte den Deutschen für eine zweite Amtszeit des UN-Umweltprogramms UNEP, wie ein Sprecher am Dienstag im UN-Hauptquartier in New York sagte. Eine offizielle Ernennung durch die Vollversammlung gilt als sicher. Steiner ist seit 2006 UNEP-Chef. Er hatte einen anderen Deutschen abgelöst: Vor ihm hatte Ex-Bundesumweltminister Klaus Töpfer die in Nairobi sitzende Behörde acht Jahre geleitet und deutlich gestärkt.
- UN report: Migration in China may propel gas emission to 13.9 bn tonnes (16.04.2010)
Beijing - If the negative impacts of climate change and environmental degradation are not adequately addressed in China, there is a danger that three decades of social and economic achievements may be reversed, according to the latest China Human Development Report. China’s most strategic choice is to embark on a low carbon development path that will preserve and increase its human development achievements in the years to come, says the publication which was commissioned by the UN Development Programme in partnership with Renmin University of China.
- Chinas Emissionen erreichen Höhepunkt früher (13.04.2010)
Die chinesischen CO2-Emissionen dürften ihren Kulminationspunkt bereits zwischen 2020 und 2035 erreichen und damit um zehn Jahre früher als bislang angenommen. Das schreibt Han Wenke, Leiter des Energieforschungsinstituts der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission NDRC, in einem Beitrag für einen internen Newsletter für State Grid Corp. - China und Deutschland wollen beim Klimaschutz enger kooperieren (12.04.2010)
China und Deutschland werden in der Umwelt- und Klimapolitik künftig enger zusammenarbeiten. Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen sagte am Freitag (09.04.10) zum Ende seiner Reise nach Peking und Nanjing: "China und Deutschland sind dafür prädestiniert, die weltweite Entwicklung hin zu einer Green Economy mit ehrgeizigen Modernisierungsvorhaben voranzutreiben. Deshalb werden wir bei Energieeffizienz und Elektromobilität in den kommenden Jahren einen Schwerpunkt unserer Kooperation setzen. - Mehr als eine Milliarde Euro für Klimaschutzmaßnahmen in Entwicklungsländern (08.04.2010)
Das Bundesentwicklungshilfeministerium (BMZ) will im Jahr 2010 Maßnahmen für den Klimaschutz mit insgesamt 930 Millionen Euro unterstützen. Diese Zahlen gehen aus einer Antwort der Bundesregierung (17/1196) auf eine Kleine Anfrage (17/961) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor. Für sogenannte klimarelevante Vorhaben sollen dabei 680 Millionen Euro und für Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel insgesamt 250 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. - Röttgen: China muss im Klimaschutz vorangehen (08.04.2010)
Peking - China muss nach Ansicht von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) seiner entscheidenden Bedeutung für den globalen Klimaschutz gerecht werden. «China hat eine Führungsrolle», sagte der Minister am Donnerstag vor Journalisten in Peking. Nach dem Scheitern der Weltklimakonferenz im Dezember in Kopenhagen bemühte sich Röttgen in Peking, die Fäden für die weitergehenden Klimagespräche von 45 Staaten Anfang Mai auf dem Petersberg bei Bonn und Ende des Jahres in Cancún in Mexiko wieder aufzunehmen. «Ohne China werden wir nicht zu einem Ergebnis kommen», sagte der Minister.
- Polen lenkt bei CO2-Obergrenze ein (07.04.2010)
Die polnische Regierung hat sich jetzt auf eine CO2-Emissionsquote von durchschnittlich 208,5 Mio t jährlich festgelegt. Polen hatte in den vergangenen Monaten seine Erwartungen an eine CO2-Obergrenze kontinuierlich heruntergeschraubt - ursprünglich wollte die Regierung die Quote bei 220 Mio t ansetzen. Damit bleibt Polen jetzt bei dem Niveau, das die EU ursprünglich als Obergrenze vorgesehen hatte. - «Globale Stadt»: Jeder muss sein Handeln ändern (07.04.2010)
Shanghai - «Wir haben nur eine Welt. Aber wenn wir so weiterleben, brauchen wir eigentlich drei Welten», sagt Lutz Engelke, Chef der deutschen Kreativagentur Triad. Mit der Ausstellung «Urban Planet» inszeniert sein Team aus Berlin auf der Expo 2010 in Shanghai eines der zentralen Themen im Auftrag der chinesischen Organisatoren. Die Weltausstellung soll mit schätzungsweise 70 Millionen Besuchern und rund 250 teilnehmenden Ländern und Organisationen größer werden als jede Expo zuvor. Die Präsentation der Berliner im Themenpavillon will eindringlich vor einer Zerstörung der Erde warnen, aber auch Hoffnung machen, dass es Lösungen für die Probleme der Welt gibt. - Röttgen will in China Chancen für Klimapolitik ausloten (06.04.2010)
Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen reist heute (06.04.10) für drei Tage zu politischen Gesprächen nach China. Er wird von einer Wirtschaftsdelegation begleitet. Ziel der Reise ist es, Möglichkeiten für Fortschritte in der internationalen Klimapolitik auszuloten und die enge Kooperation im Umwelt- und Klimaschutz weiter zu vertiefen. - Indien zwingt 714 Unternehmen zu mehr Energieeffizienz (30.03.2010)
Indische Unternehmen müssen vom 1. April 2011 an vorgegebene Energieeffizienzziele erreichen oder Strafe zahlen, wenn sie mehr fossile Brennstoffe einsetzen. Das sagte Ajay Mathur, Generaldirektor des indischen Büros für Energieeffizienz (BEE), in einem Interview mit Dow Jones Newswires. Unternehmen, die mehr Energie einsparen als vorgesehen, erhalten spezielle Zertifikate, die an den Börsen des Landes gehandelt werden können. - Japan will CO2-Emissionen durch Anrechnung von Exporten senken (30.03.2010)
Japan will bis zum Jahr 2020 seine Emissionen um 25% unter den Wert von 1990 drücken. Um dieses Ziel zu erreichen, will die Regierung nun auch Exportgüter wie Kernkraftreaktoren, Kohlekraftwerke, Gasturbinen und andere Spitzentechnologieprodukte in die landesweiten Reduktionsmaßnahmen einbeziehen. - Germanwatch begrüßt Entscheidungen zu UN-Anpassungsfond: Fortschritt für arme Länder (25.03.2010)
Auf dem Weg zu einer besseren Unterstützung armer Länder bei der Anpassung an den Klimawandel gelang nach Einschätzung der Entwicklungs- und Umweltorganisation Germanwatch jetzt ein wegweisender Durchbruch. "Zum ersten Mal haben Entwicklungsländer nun die Möglichkeit, direkte finanzielle Unterstützung von einem multilateralen Finanzinstrument zu bekommen," kommentiert Germanwatch-Klimaexperte Sven Harmeling und verweist auf Beschlüsse des Steuerungsgremiums des UN-Anpassungsfonds, das sich in dieser Woche zum neunten Mal in Bonn getroffen hat. - Costa Rica nominiert Expertin für de Boers Nachfolge (23.03.2010)
New York - Costa Rica ist das zweite Land, das sich um die Nachfolge von Yvo de Boer als UN-Klimachef bemüht. Das zentralamerikanische Land nominierte die erfahrene Klimaexpertin Christina Figueres für das Amt, das der Niederländer De Boer im Sommer frühzeitig abgeben will. Figueres, die ihr Land seit 1995 bei Verhandlungen zum globalen Klimaschutz vertritt, stellte sich am Montag bei den Vereinten Nationen in New York vor.
- Weltwassertag - UNEP fordert intelligenteren Umgang mit Abwasser (22.03.2010)
Nairobi/Hamburg - Die Behandlung von Abwässern muss nach Ansicht des UN-Umweltprogramms (UNEP) verbessert werden. «... wir müssen gemeinsam klüger und intelligenter werden, wenn es darum geht, wie wir mit Abfall und Abwässern umgehen», sagte UNEP-Chef Achim Steiner am Montag. - Indien setzt auf eigene Forschung zu Klimaschutzdaten (16.03.2010)
Indien hat ein eigenes Netzwerk von Forschungsinstituten und Wissenschaftlern aufgebaut. Zehn Top-Klimawissenschaftler, die sich in GANGES (Global Advisory Network Group on Environmental Sciences) zusammengeschlossen haben, sollen die hier gesammelten Klimadaten auswerten und der indischen Regierung beratend zur Seite stehen. - Mexiko fordert Klarheit von EU zu Klimageldern (15.03.2010)
Brüssel - Europa kann nach Überzeugung von Mexikos Umweltminister Juan Rafael Elvira vor allem mit klaren Zusagen zu Finanzen und Klimazielen wieder mehr Gewicht in den weltweiten Klimaverhandlungen erlangen. «Wir glauben, dass die EU vor allem bei den Reduktionszielen eine wichtige Führerschaft innehat», sagte Elvira am Montag in Brüssel am Rande eines Treffens der europäischen Umweltminister. «Die Entwicklungsländer sagen mir, dass wir ein klares Signal über die finanziellen (langfristigen) Mittel und die Anschubfinanzierung brauchen.»
- UN-Konferenz endet in Parma - Grüne Arbeitsplätze (14.03.2010)
Parma - Ein 10-Jahresplan zum Schutz der Gesundheit von 890 Millionen Menschen ist das Ergebnis der 5. Konferenz für Umwelt und Gesundheit der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die am Freitag in Parma zu Ende gegangen ist. - WHO-Konferenz endet in Parma: gesundheitliche Folgen des Klimawandels bekämpfen (12.03.2010)
Parma - Ein 10-Jahresplan zum Schutz der Gesundheit von 890 Millionen Menschen ist das Ergebnis der 5. Konferenz für Umwelt und Gesundheit der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die am Freitag in Parma zu Ende gegangen ist. In einer gemeinsamen Erklärung bekräftigten die rund 800 Teilnehmer aus den 53 Mitgliedsstaaten der europäischen WHO-Region, im kommenden Jahrzehnt bekannten umweltbedingten Gesundheitsgefahren vor allem auch in den ärmeren Mitgliedstaaten verstärkt entgegenzutreten und zudem neue Risiken als Folgen des Klimawandels wirksamer zu bekämpfen. - InterAcademy Council Asked to Review Intergovernmental Panel on Climate Change IPCC (11.03.2010)
Amsterdam - The InterAcademy Council (IAC), a multinational organization of the world's science academies, has been requested to conduct an independent review of the Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) processes and procedures. The study comes at the invitation of the United Nations secretary-general and the chair of the IPCC, and will help guide the processes and procedures of the IPCC's fifth report and future assessments of climate science. - Weltklimarat IPCC bekommt Kontrollgremium (11.03.2010)
New York - Nach Kritik am Weltklimarat IPCC bekommt das Gremium nun einen Aufpasser. Künftig soll eine Gruppe von Forschern die Arbeit der anderen Gruppe von Forschern überprüfen. UN- Generalsekretär Ban Ki Moon hat dazu am Mittwoch (Ortszeit) den InterAcademy Council (IAC) als Berater des Weltklimarates engagiert. «Er wird alle Maßnahmen völlig unabhängig von den Vereinten Nationen überprüfen», sagte Ban. Dem IAC mit Sitz in Amsterdam gehören unter anderem die Präsidenten der Akademien der Wissenschaft von mehr als zwölf Ländern an.
- Röttgen prüft Hilfe für klimabedrohte Malediven (09.03.2010)
Berlin - Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) will der vom Klimawandel und Hochwasser bedrohten Inselgruppe Malediven mit Umweltschutz-Maßnahmen helfen. Mit dem Staatspräsidenten der Malediven, Mohamed Nasheed, vereinbarte er am Dienstag in Berlin, umweltpolitisch enger zusammenzuarbeiten. - Merkel warnt vor Stillstand im Klimaschutz (08.03.2010)
Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat vor der UN- Klimakonferenz in Mexiko im November vor einem Stillstand in dem weltweiten Klimaschutzbemühungen gewarnt. «Deutschland wird weiter für bindende Ziele eintreten, die Europäische Union auch. Aber ob wir innerhalb von acht Monaten oder neun Monaten Indien und China davon überzeugen können, das weiß ich nicht», sagte Merkel am Montag nach einem Gespräch mit dem Präsidenten der Malediven, Mohamed Nasheed, in Berlin.
- Südafrika nominiert Tourismusminister zum UN-Klimachef (08.03.2010)
Pretoria/Hamburg - Die südafrikanische Regierung hat ihren Tourismusminister Marthinus van Schalkwyk für den Posten des UN- Klimachefs nominiert. Er habe unter anderem als ehemaliger Umweltminister Erfahrung auf diesem Gebiet gesammelt, teilte das Präsidialamt in Pretoria am Montag mit.
- China will sich 2010 auf Erneuerbare und Atomkraft konzentrieren (03.03.2010)
China will sich im laufenden Jahr auf die Entwicklung von erneuerbaren Energiequellen und Atomkraft konzentrieren, um die Zusagen des Staates im Rahmen des Kopenhagener Abkommens zu erfüllen. Das sagte der Leiter der Nationalen Energieverwaltung Zhang Guobao in einem Interview mit der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua. - UN will internationale Umweltpolitik effizienter organisieren (01.03.2010)
Auf Bali, Indonesien, haben von Mittwoch bis Freitag dieser Woche das diesjährige (GMEF) und eine Sondersitzung des Verwaltungsrats des UN-Umweltprogramms (UNEP) stattgefunden.
- Enhanced Renewable Energy Target Scheme for Australia (01.03.2010)
The Rudd Government’s Renewable Energy Target scheme will be enhanced to provide greater certainty for households, employees and businesses within the renewable energy industry, as we build the low pollution economy of the future.
- Australiens Umweltminister Peter Garrett degradiert (26.02.2010)
Der australische Premieminister Rudd hat seinen Umweltminister Peter Garrett degradiert und ihm den Bereich Energieeffizienz entzogen. "Es gab ernste Probleme bei der Einführung des Solarprogramms", sagte Rudd am Freitag. - Röttgen fordert UN-Organisation speziell für Umwelt und Nachhaltigkeit (26.02.2010)
Nusa Dua - Umweltminister Norbert Röttgen hat (CDU) eine eigene UN-Organisation für Umwelt und Nachhaltigkeit gefordert. Nur so könnten die Vereinten Nationen bei den drängenden Umweltproblemen richtig handeln, sagte der Minister dem ZDF am Rande der Umweltministerkonferenz auf der indonesischen Insel Bali am Freitag. - UN will Berichte des Weltklimarats IPCC überprüfen lassen (26.02.2010)
Nusa Dua - Nach den Fehlern in den UN-Klimaberichten wollen die Vereinten Nationen die Ergebnisse von unabhängigen Wissenschaftlern überprüfen lassen. Das kündigte der Exekutivdirektor des UN-Umweltprogramms (UNEP), Achim Steiner, am Freitag auf der indonesischen Insel Bali an. Einzelheiten würden kommende Woche bekanntgegeben.
- UNEP and Indonesia Emphasize Role of Blue Carbon in Combating Climate Change (25.02.2010)
In a joint statement issued today at the XIth Special Session of the UNEP Governing Council, Indonesia's Minister of Marine Affairs and Fisheries Dr. Fadel Muhammad and UNEP Executive Director Achim Steiner have emphasized the important role of marine and coastal ecosystems in the fight against climate change. - BDI gegen starre Klimaziele (24.02.2010)
Berlin/Hamburg - Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) fordert eine Abkehr von konkreten Klimazielen. Gerade nach dem enttäuschenden Ausgang des Kopenhagener Klimagipfels sollten Konsequenzen für das weitere Vorgehen gezogen werden, sagte BDI- Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf der «Financial Times Deutschland» (Donnerstag). - UN-Bericht: Strengere Ziele zu Klimawandel nötig (23.02.2010)
Nairobi/Bali - Der Treibhausgas-Ausstoß muss stark reduziert werden, um einen katastrophalen Klimawandel zu vermeiden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des UN-Umweltprogramms (UNEP), die am Dienstag auf Bali vorgestellt wurde. Weltweit müssen die Schadstoffemissionen demnach in den Jahren 2020 bis 2050 um 48 bis 72 Prozent sinken. Wenn die Treibhausgase in diesem Zeitraum jährlich um rund drei Prozent gesenkt würden, bestehe immerhin eine 50-prozentige Chance, den Anstieg der weltweiten Temperaturen unter zwei Grad Celsius zu halten. - UNEP Report: More Ambition Needed if Greenhouse Gases are to Peak in Time (23.02.2010)
Countries will have to be far more ambitious in cutting greenhouse gas emissions if the world is to effectively curb a rise in global temperature at 2 degrees C or less. This is the conclusion of a new greenhouse gas modeling study, based on the estimates of researchers at nine leading centres, compiled by the UN Environment Programme (UNEP). - Fehlende Strategie: UNEP warnt vor Gefahr durch Elektronikmüll-Berge in Entwicklungsländern (22.02.2010)
Nusa Dua - Bergeweise Elektronikmüll in Entwicklungsländern droht zu einem ernsthaften Risiko zu werden. Davor warnt das UN-Umweltprogramm UNEP in einem neuen Bericht. Jedes Jahr werden weltweit 40 Millionen Tonnen Handys, Laptops, Drucker, Fernsehgeräte, Musikspieler, Kameras und andere Elektronikgeräte ausgemustert und die reichen Länder entledigen sich ihrer Recycling-Pflicht nur allzuoft durch Export in Entwicklungsländer. In vielen Entwicklungsländern fehlt aber eine Recycling-Politik.
- UN-Klimachef de Boer tritt zurück (18.02.2010)
Bonn - UN-Klimachef Yvo de Boer hat überraschend seinen Rücktritt angekündigt. Das bestätigte das UN-Klimasekretariat am Donnerstag in Bonn. Der 55-jährige Niederländer stand seit September 2006 an der Spitze des Klimasekretariats und spielte eine Schlüsselrolle bei den globalen Klimaschutz-Verhandlungen. - Nobelpreis-Juror geht auf Distanz zu Weltklimarat (16.02.2010)
Stockholm - Ein führender Juror für wissenschaftliche Nobelpreise geht auf Distanz zum Weltklimarat (IPCC). Nach dem Bekanntwerden von Fehlern in den Prognosen des IPCC meinte der Chef der Königlich-Schwedischen Wissenschaftsakademie, Gunnar Öquist, am Dienstag in der Zeitung «Svenska Dagbladet»: «Die Vereinten Nationen müssen jetzt die Arbeit des Klimarates unter die Lupe nehmen und Konsequenzen ziehen.»
- Appell der UN zum Erhalt der Artenvielfalt: Die «Bibliothek des Lebens» brennt (12.02.2010)
New York - Die Vereinten Nationen haben die Menschheit zum Erhalt der Artenvielfalt gemahnt. «Die Bibliothek des Lebens brennt», sagte Veerle Vandeweerd vom UN-Entwicklungsprogramm UNDP am Donnerstag (Ortszeit) in New York zur Eröffnung des UN-Jahres der Artenvielfalt. «Und wir tun nichts dagegen.» Drei Viertel der Menschheit sei jeden Tag direkt von der Natur abhängig. «Dennoch kümmern wir uns um unsere Umwelt nicht und schaden ihr jeden Tag mehr.»
- Ban beruft Klima-Kommission mit Brown und Meles (12.02.2010)
New York - Großbritanniens Premierminister Gordon Brown und sein äthiopischer Kollege Meles Zenawi sollen sich künftig um die Finanzierung des weltweiten Klimaschutzes kümmern. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon berief das Duo am Freitag in New York an die Spitze einer «hochrangigen Kommission» der Vereinten Nationen. Die Politiker sollen mit Experten aus Regierungen, Zentralbanken und von Universitäten dafür sorgen, dass das auf dem Klimagipfel von Kopenhagen von den beteiligten Staaten versprochene Geld tatsächlich gezahlt und sinnvoll verwendet wird. - Ban unveils new high-level panel to spur action on climate change (12.02.2010)
The leaders of the United Kingdom and Ethiopia will head up a new high-level group launched by Secretary-General Ban Ki-moon today (12.02.10), intended to mobilize financing swiftly to help developing countries combat climate change. - Korrekturen für Weltklimarat - Fehler peinlich (11.02.2010)
Potsdam/Frankfurt - Der Klimaforscher Prof. Ottmar Edenhofer hat Korrekturen beim Weltklimarat (IPCC) angekündigt, mit denen einige Fehler künftig vermieden werden sollen. «Beim nächsten großen UN-Report, der 2014 erscheinen soll, wird sichergestellt sein, dass genug Zeit zum gründlichen Gegencheck durch die jeweiligen Fachexperten bleibt», sagte Edenhofer in einem Interview mit der «Frankfurter Rundschau» (Donnerstag). Zudem sollte der Klimarat schneller öffentlich auf etwaige Irrtümer hinweisen, forderte der Chefökonom des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, der selbst führend am jüngsten Weltklimareport beteiligt war.
- Edenhofer: Pannenserie beim Weltklimarat - Umlernen nötig (10.02.2010)
Potsdam/Frankfurt - Der Chefökonom des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, Ottmar Edenhofer, wirft dem Weltklimarat gleich drei Fehler vor. «Aussagen zur zukünftigen Gletscherschmelze im Himalaya wurden nachlässig recherchiert» und «das mögliche Ausmaß klimabedingter Ernteeinbußen in Afrika wurde durch das Fehlen ergänzender Informationen dramatisiert», schreibt Edenhofer in der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Mittwoch). Zudem sei der Anteil der Landfläche in den Niederlanden, der unterhalb des Meeresspiegels liegt, falsch ausgewiesen worden.
- Forscher fordern Rücktritt von Weltklimarats-Chef Pachauri (09.02.2010)
Frankfurt/Hamburg - Deutsche Klimaforscher fordern nach Pannen im Weltklimarat (IPCC) den Rücktritt des Chefs Rajendra Pachauri. - Köhler: Industrieländer sollen Indien beim Klimaschutz unterstützen (03.02.2010)
Neu Delhi - Bundespräsident Horst Köhler hat die Industriestaaten aufgerufen, Indien beim Klimaschutz zu unterstützen. Köhler sagte am Mittwoch am Rande eines Besuchs im Goethe-Institut in der indischen Hauptstadt Neu Delhi, Indien brauche zweifellos ein hohes Wirtschaftswachstum. Dieses dürfe aber nicht zulasten des Klimaschutzes gehen. Der reiche Norden müsse dem Land hier helfen und zugleich seinen eigenen Verpflichtungen im Klimaschutz nachkommen. Indien hat laut Köhler ein Pro-Kopf-Ausstoß an Treibhausgasen von einer Tonne, die Industrieländern von elf Tonnen pro Jahr. - UNFCCC receives list of government climate pledges (03.02.2010)
Following the conclusion of the climate change talks in Copenhagen, the United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC) has received submissions of national pledges to cut and limit greenhouse gases by 2020 from 55 countries. These countries together account for 78 per cent of global emissions from energy use. - Köhler: Globaler Klimaschutz geht nur mit verbindlichen und nachprüfbaren Regeln für alle (02.02.2010)
Neu-Delhi - Bundespräsident Horst Köhler hat zu Beginn seines Staatsbesuches in Indien ein verbindliches Regelwerk gefordert, um die Herausforderungen der Globalisierung zu meistern. «Was wir weltweit brauchen, ist ein deutlich verbessertes Regelwerk für mehr Gerechtigkeit», sagte Köhler am Dienstag in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi vor Wirtschaftsvertretern.
- Klimaschutz für Entwicklungsländer: IWF greift Vorschlag des World Future Council auf (01.02.2010)
Hamburg - Der Chef des Internationalen Währungsfonds, Dominique Strauss-Kahn, hat den Vorschlag des World Future Council (WFC) zur Finanzierung des Klimaschutzes in den Entwicklungsländern aufgegriffen. Ein neuer "grüner Fonds" solle rund 100 Milliarden Dollar pro Jahr für den Kampf gegen die Erderwärmung bereitstellen, schlug Strauss-Kahn auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos vor. - Australien orientiert sich an Reduktionszielen anderer Staaten (28.01.2010)
Australien will seine Emissionen bis zum Jahr 2020 je nach dem Engagement anderer Nationen zwischen 5% und 25% senken. Eine Absenkung um 5% im Vergleich zum Basisjahr 2000 ist für den Fall vorgesehen, dass sich die anderen Staaten auch nur geringe Reduktionsziele auferlegen oder es zu keinem internationalen Abkommen kommt. - Kreml ernennt Sonderbeauftragten für Klimafragen (28.01.2010)
Moskau - Kremlchef Dmitri Medwedew hat den bisherigen Chef der Weltwetterorganisation WMO, Alexander Bedrizki (62), zu seinem Sonderbeauftragten für Klimafragen ernannt. Das meldete die Agentur Interfax am Donnerstag.
- Mikronesien und Tschechien im Klima-Clinch (19.01.2010)
Prag - Klimaschutz global: Tschechien und die Föderierten Staaten von Mikronesien, eine Inselgruppe im Westpazifik, haben an sich wenig politische Berührungspunkte. Knapp 13 000 Kilometer Luftlinie liegen zwischen den zwei Staaten, gegenseitige diplomatische Vertretungen in den Hauptstädten gibt es nicht. Doch der Ausbau des Kohlekraftwerks Prunerov (Brunnersdorf) am Fuße des Erzgebirges beschäftigt nun die beiden Umweltministerien.
- Aufbau der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien in Abu Dhabi und Bonn kommt voran (18.01.2010)
Die dritte Sitzung der Vorbereitungskommission für die Internationale Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) in Abu Dhabi hat mit den Beschlüssen über das Arbeitsprogramm und Budget für 2010 den Weg für den Aufbau des IRENA-Sekretariats in Abu Dhabi und des IRENA-Innovationszentrums in Bonn frei gemacht. - Agrargipfel für mehr Klimaschutz (17.01.2010)
Berlin - Die Bauern sollen noch mehr zum Klimaschutz beitragen. Der internationale Agrarministergipfel in Berlin mit rund 50 Staaten gab den Startschuss für eine weltweite Klimaschutz- Initiative in der Landwirtschaft. - WWF: Agrargipfel nur überflüssige Messefolklore (17.01.2010)
Berlin - Vertreter von über 50 Regierungen sind Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigners Einladung zum 2. Agrarministergipfel nach Berlin gefolgt. Sie diskutierten die Rolle der Landwirtschaft bei der Sicherung der Ernährungssicherheit und dem Schutz des Klimas. - Kongo will mehr Geld für Klimaschutz (11.01.2010)
Goma/Kinshasa - Die Republik Kongo hat Deutschland aufgefordert, die Mittel für den Klimaschutz in dem waldreichen afrikanischen Land aufzustocken. Kongo habe mit Abstand das größte Regenwaldgebiet in Afrika und das zweitgrößte in der Welt, sagte Umweltminister José Endundo am Sonntag bei einem Besuch des deutschen Entwicklungsministers Dirk Niebel in einem Tropenwaldprojekt nahe der Provinzhauptstadt Goma. Sein Land könne dies keinesfalls alleine schultern. Beim Klimaschutz sei «ein Geben und Nehmen» notwendig, sagte Endundo. - Klimaforscher Schellnhuber kritisiert Vereinte Nationen (11.01.2010)
Berlin/Potsdam - Der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, Hans Joachim Schellnhuber, hat kurz vor Beginn einer Klimatagung in Berlin die Vereinten Nationen kritisiert. In einem Interview mit dem rbb-Inforadio äußerte er am Montag die Ansicht, das System der Vereinten Nationen sei möglicherweise mit dem globalen Problem der Erderwärmung überfordert. - Experten: Neue Kooperationen gegen Klimawandel nötig (11.01.2010)
Berlin/Potsdam - Im Kampf gegen den Klimawandel sind nach Expertenmeinung das Engagement der Gesellschaft und neue Formen der Zusammenarbeit unerlässlich. Mit Blick auf die geringen Ergebnisse des Kopenhagener Klimagipfels müsse einerseits unter dem Dach der Vereinten Nationen weiterverhandelt werden, sagte der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, Hans Joachim Schellnhuber, auf der vierten Potsdamer Klimakonferenz am Montag in Berlin. Andererseits könnten kleinere Allianzen von Staaten sinnvoll sein, um zu wichtigen Ergebnissen zu gelangen. Eine Zusammenarbeit aller Akteure sei nötig.
- Indien sucht Strategie für Wachstum bei geringeren Emissionen (08.01.2010)
Experten der sogenannten Planning Commission, der wichtigste Think Tank der indischen Regierung, sollen eine Strategie für den Subkontinent entwerfen, die das Wachstum bei geringeren CO2-Emissionen ermöglicht. Das teilte das indische Ministerium für Umwelt und Forste mit. Die Expertengruppe werde jeden Wirtschaftssektor analysieren und dürfte ihren Bericht bis Mai abliefern, sagte Jairam Ramesh. - Australia: ACCC institutes proceedings against Prime Carbon Pty Ltd (07.01.2010)
The Australian Competition and Consumer Commission has commenced legal proceedings in the Federal Court against Prime Carbon Pty Ltd.