- RWE erwartet Verzögerungen bei Ausbau von Nordsee-Windparks (10.01.2012)
Essen - Der Energieversorger RWE erwartet Verzögerungen beim Bau von Windparks vor der deutschen Küste. Grund seien langwierige Genehmigungsvorgänge. Beim Bau des Windparks Nordsee Ost vor Helgoland rechnet RWE mit Verzögerungen von einem Jahr. Unter anderem sei die Netzanbindung ein Problem. - Entlastung an der Heizkosten-Front (10.01.2012)
Berlin - Im Herbst hatten viele Verbraucher Hiobsbotschaften in ihrem Briefkasten. Ein strenger Winter führte zu teils saftigen Nachzahlungen von mehreren hundert Euro für das Jahr 2010. Das dürfte in diesem Jahr ganz anders aussehen. Das vergangene Jahr gehörte laut Deutschem Wetterdienst (DWD) zu den fünf wärmsten Jahren seit 1881. - Marktführer Photovoltaik NRW 2012 erschienen (10.01.2012)
Der neue Marktführer Photovoltaik NRW 2012 der Kampagne „Photovoltaik NRW - Solarstrom für Nordrhein-Westfalen“ ist erschienen. In der Broschüre stellen die Partner der Kampagne, vom Modulhersteller bis zum Installationsfachbetrieb, sich und ihre Leistungen vor.
- Bundesnetzagentur: Solarförderkürzung kommt im Juli (09.01.2012)
Bonn/Berlin - Nach dem Rekordzuwachs bei neuen Solaranlagen wird es im Juli eine automatische weitere Förderkürzung geben. Die angemeldeten Anlagen im Oktober (etwa 490 Megawatt), November (ca. 660 MW) und Dezember 2011 (ca. 3000 MW) würden zu einer Senkung von mindestens 12 Prozent führen, teilte die Behörde am Montag in Bonn mit. - Branche beklagt Banken-Zurückhaltung bei Energiewende (05.01.2012)
Düsseldorf - In der Energiebranche macht sich Unmut über eine angebliche Zurückhaltung privater Banken bei der Finanzierung der Energiewende breit. «Wir beobachten, dass sich die privaten Banken im Zuge der Euro-Krise und mit Blick auf eine sich verschärfende Bankenregulierung eher zurückhalten», sagte der Finanzvorstand von Alstom Deutschland, Thomas Kresser, dem «Handelsblatt» (Donnerstag).
- FORSA-Umfrage: Bürger würden für Umbau des Energiesystems auch mehr zahlen (04.01.2012)
Berlin - Auch fast ein Jahr nach dem Reaktorunglück im japanischen Fukushima ist die Bereitschaft in der Bevölkerung, mehr Geld für den Umbau des Energiesystems auszugeben, sehr hoch. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des renommierten Meinungsforschungsinstituts forsa, im Auftrag des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU). So sind 61 Prozent der Befragten bereit, mehr für ihren Strom zu bezahlen, um damit den Ausbau erneuerbarer Energien voranzubringen. - Siemens-Chef fordert Koordinator für Energiewende (03.01.2012)
München - Die Bundesregierung treibt nach Ansicht von Siemens-Chef Peter Löscher die Energiewende nicht entschlossen genug voran. Das ehrgeizige Projekt des Atomausstiegs und der Umstellung der Stromversorgung erfordere eine klare Strategie mit enger Taktung und Kontrolle, schreibt Löscher in der «Welt» (Dienstag). - Transparenz bei Industrie-Strompreisen (03.01.2012)
Wuppertal. Wer bewusst einkauft, der vergleicht erstmal die Preise bei diversen Anbietern. Bei einfachen Dingen wie einer Jeans oder einem Toaster genügt dafür ein einfacher Blick auf das Preisschild. Doch bei komplexen Produkten oder Serviceangeboten ist die Sache wesentlich schwieriger. Wie zum Beispiel bei Strompreisen. - Wenn die Erde glüht - Flözbrand im Saarland wird gelöscht (02.01.2012)
Neunkirchen - Ein Mantel aus Eiskristallen liegt auf den kleinen Büschen und Gräsern, die am Hang neben der vielbefahrenen Bundesstraße 41 kurz vor dem saarländischen Neunkirchen wachsen. Nur wenige Meter neben den Eisblumen qualmt es aber. Aus einem Metallrohr, das tief im Boden steckt, steigt Rauch auf, vermischt mit Kohlendioxid, -monoxid und Schwefelgasen. Das Flöz Blücher brennt seit etwa 1990.
- Mehr als 2000 Offshore-Windräder genehmigt (30.12.2011)
Osnabrück - In den Gebieten von Nord- und Ostsee sind inzwischen mehr als 2000 Windräder genehmigt. Wie die «Neue Osnabrücker Zeitung» (Freitag) berichtet, hat das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie - mit der Freigabe für den Bau des Offshore-Parks «Riffgrund 2» vor Borkum - jetzt insgesamt 2027 Turbinen in 28 Parks bewilligt. Dazu lägen Anträge für rund 80 weitere Offshore-Vorhaben vor. Der zuständige Referatsleiter Christian Dahlke sagte der Zeitung, dass 2012 bei fünf bis sechs Windparks mit dem Bau begonnen werden könnte.
- Brüderle fordert nationalen Kraftakt für Energiewende (30.12.2011)
Berlin - Angesichts der stockenden Energiewende hat FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle einen nationalen Kraftakt für den Bau neuer Stromleitungen und Kraftwerke gefordert. Die Ökostrom-Bewegung und die Opposition müssten nach dem beschlossenen Atomausstieg nun Seite an Seite mit der Regierung zusammenarbeiten. - 60 Prozent mehr Solarstrom in Deutschland erzeugt (29.12.2011)
Berlin - Solaranlagen in Deutschland haben 2011 mehr als 18 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt. Das sind 60 Prozent mehr als im Vorjahr, wie der Bundesverband Solarwirtschaft am Donnerstag in Berlin mitteilte. Damit decke die Solarenergie etwa drei Prozent des deutschen Stromverbrauchs. - Industrie beklagt massive Probleme durch Stromausfälle (29.12.2011)
Düsseldorf - Kleinere Unterbrechungen der Stromversorgung bringen die Industrie nach Aussagen eines Interessenverbandes zunehmend in Bredouille. Die Energiewende habe hier zu «bedenklichen Qualitätsverlusten» geführt, zitiert das «Handelsblatt» (Donnerstag) den Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK). - Bundesnetzagentur empfiehlt Anbieterwechsel und umweltgerechtere Tarife (28.12.2011)
Bonn - Der Chef der Bundesnetzagentur ermutigt die deutschen Verbraucher, häufiger als bisher den Stromanbieter zu wechseln. «Durch einen Wechsel kann eine Familie 200 oder mehr Euro im Jahr sparen», sagte Präsident Matthias Kurth den Zeitungen der WAZ-Gruppe (Donnerstag). - Hohe Preise heizen Diskussion um knappes Öl wieder an (27.12.2011)
Hamburg - Auch in den letzten Tagen des Jahres hält sich der Ölpreis deutlich über der Marke von 100 Dollar für ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent. Das teuerste Öljahr aller Zeiten liegt hinter uns - und vermutlich auch vor uns. «Das gesamte geförderte Rohöl wird umgehend verbraucht», sagt der Hamburger Ölexperte Steffen Bukold. «Der Markt ist sehr eng genäht.»
- Energieriesen auf «grünem Kurs» - Stadtwerke und Gazprom stören (23.12.2011)
Die vier Energieriesen wollen grün werden. Doch im Zuge des Atomausstiegs müssen Eon, RWE & Co. auf Milliarden verzichten. Und jetzt drängen auch noch die Stadtwerke auf den Markt. Sie könnten vom Aus der Kraftwerksehe zwischen RWE und Gazprom profitieren.
- Taumelnder Kraftwerkbauer Solar Millennium ist insolvent (22.12.2011)
Erlangen - Der Kraftwerkbauer Solar Millennium kam in den vergangenen Jahren einfach nicht auf einen grünen Zweig: Nach zahllosen schlechten Nachrichten und einer verwirrenden Gemengelage aus ständigen Führungswechseln, aufsehenerregenden Prozessen sowie Gerüchten über Bilanztricks und Insidergeschäfte hat das Erlanger Unternehmen am Mittwoch (21.12.11) Insolvenz angemeldet.
- Deutschlands Stadtwerke attackieren Stromriesen mit Milliardenplan (22.12.2011)
München - Nach dem beschleunigten Atomausstieg wollen die 900 Stadtwerke in Deutschland ihre Chance nutzen. Mit einem Milliardenprogramm wollen die kommunalen Versorger den Energieriesen Eon, RWE, EnBW und Vattenfall entgegentreten. - Studie: Zu wenige Investitionen in erneuerbare Wärme (22.12.2011)
Berlin – Die Ausbauziele für Erneuerbare Energien im Wärmebereich und die Branchenentwicklung drohen immer weiter auseinander zu klaffen. Deutsche Hersteller von Erneuerbare-Wärme-Anlagen scheuen sich, in zusätzliche Produktionskapazitäten zu investieren. Diese wären jedoch notwendig, um die Ausbauziele der Bundesregierung bis 2020 zu erreichen. - Statistische Effekte des Kernenergieausstiegs (21.12.2011)
Der Ausstieg aus der Kernenergie hat Auswirkungen auf die Energiebilanz und die Ermittlung der Energieeffizienz in Deutschland. Nach Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen wird die Abschaltung der Kernkraftwerke bis 2022 zu einer rechnerischen Einsparung von Primärenergie zwischen 3 und 7 Prozent führen.
- Die maritime Wirtschaft setzt auf Offshore-Windenergie (20.12.2011)
Hamburg - Die Energiewende elektrisiert die maritime Industrie an der Küste und ihre Zulieferer in Süddeutschland. Bis zum Jahr 2025, so lautet die offizielle Ansage, soll Windenergie auf See rund 15 Prozent des heutigen deutschen Strombedarfs decken. Dazu müssten bis zum Jahr 2020 Windenergie-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 10 Gigawatt und bis 2030 von 25 Gigawatt installiert werden. Das ist ein sehr ehrgeiziges Ziel. - Verspielt die Politik die Marktführerschaft der Solarindustrie? (20.12.2011)
Überlasst die solaren Märkte nicht den Chinesen! Der Solarvisionär Eicke Weber, Chef des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg fordert in der neuesten Ausgabe des Umweltmagazins zeo2 Kreditgarantien für Photovoltaik-Fabriken in Europa.
- Umweltverbände klagen gegen geplantes Steinkohlekraftwerk Brunsbüttel (19.12.2011)
Berlin/Kiel - Die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) und der Landesverband Schleswig-Holstein des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) haben heute (19.12.11) beim Oberverwaltungsgericht Schleswig-Holstein Klage gegen den Genehmigungsbescheid für das geplante Kohlekraft in Brunsbüttel eingereicht.
- Neue Zahlen: Erneuerbare Energien zweitwichtigster Energieträger im Strommix (16.12.2011)
Berlin - Die Erneuerbaren Energien sind im Jahr 2011 im Erzeugungsmix erstmals an Kernenergie und auch Steinkohle vorbeigezogen und zum zweitwichtigsten Energieträger bei der Deckung des Strombedarfs aufgestiegen. Der Anteil der Erneuerbaren stieg in diesem Jahr auf 19,9 Prozent. Nur Braunkohle bestritt mit 24,6 Prozent einen größeren Anteil. Das geht aus ersten Schätzungen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) für das Jahr 2011 hervor.
- Regierung: Keine Förderung bei Verbrennung von Holz in Kohlekraftwerken (16.12.2011)
Berlin - Die Bundesregierung beabsichtigt derzeit nicht, die Verbrennung von Holz aus Biomasse in Kohlekraftwerken zu fördern. Das geht aus einer Antwort (17/8037) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (17/7563) hervor. - E.ON investiert sieben Mrd. Euro in Offshore-Anlagen (16.12.2011)
Sieben Milliarden Euro für Erneuerbare Energien, investiert in drei große Windparks in Nord- und Ostsee – so soll der Umbau von E.ON zum grünen Energiekonzern gelingen. Am Donnerstag legte das Energieunternehmen entsprechende Investitionspläne vor. - Düstere Aussichten: Solar-Branche zittert nach Solon-Pleite (15.12.2011)
Die Aktien der einstigen Vorzeigefirma der deutschen Solarbranche brachen am Mittwoch (14.12.11) um mehr als 60 Prozent ein. Auch die Papiere von Solarworld, Q-Cells und Conergy werden nach unten gezogen. - Kritik an getrennten Energietreffen von Röttgen und Rösler (13.12.2011)
Die Regierung sucht für den Ökostrom-Ausbau den Dialog mit der Wirtschaft - der CDU-Umweltminister und der FDP-Wirtschaftsminister laden zu getrennten Treffen. Industrie und Grüne üben Kritik.
- EU-Kommissar Oettinger sieht Strompreis bis 2030 steigen (12.12.2011)
Brüssel/Hamburg - Die Umstellung der europäischen Energieversorgung auf eine möglichst CO2-arme Produktion wird die Strompreise laut EU-Energiekommissar Günther Oettinger noch fast 20 Jahre lang steigen lassen. «Jetzt zu investieren heißt, höhere Preise zu bekommen», sagte Oettinger der «Financial Times Deutschland» (Montag). Nach dem nötigen Investitionsschub werde es erst ab 2030 stabile oder fallende Preise geben.
- Stadtwerke Düsseldorf bauen neues Erdgaskraftwerk (09.12.2011)
Düsseldorf - Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Düsseldorf hat bei seiner heutigen Sitzung dem Bau eines hocheffizienten Gas- und Dampfturbinenkraftwerks (GuD) zugestimmt. Es soll ab 2016 am Standort Lausward im Düsseldorfer Hafen umweltschonend Strom und Fernwärme erzeugen.
- Netzagentur genehmigt Grundlagenberechnung für Netzausbau (07.12.2011)
Bonn - Die Bundesnetzagentur hat am Mittwoch (07.12.11) Berechnungen zur Entwicklung der Energiegewinnung in Deutschland bis zum Jahr 2022 vorgelegt. Dies sei ein erster wichtiger Schritt für die Beschleunigung des Stromnetzausbaus, sagte der Präsident der Behörde, Matthias Kurth in Bonn. - Vattenfall sagt Milliarden-Projekt zur CO2-Speicherung ab (05.12.2011)
Cottbus - Der Energieversorger Vattenfall hat seine Milliarden-Pläne für das erste deutsche Kraftwerk mit einer unterirdischen CO2-Speicherung abgesagt. - IT-Gipfel soll intelligente Netze vorantreiben (02.12.2011)
Berlin - Mit großen Erwartungen kommen die Spitzen von Bundesregierung und Unternehmen am Dienstag in München zu einer Konferenz über den digitalen Wirtschaftsstandort Deutschland zusammen: «Vom IT-Gipfel soll ein Signal für den Aufbau intelligenter Netze ausgehen», sagt der Präsident des Fachverbands Bitkom, Dieter Kempf. - Studie: Solarenergie weltweit auf dem Vormarsch (02.12.2011)
Der Weltmarkt für Solarenergie ist laut einer Studie von Frost & Sullivan nach der Windenergie der am zweitschnellsten wachsende Markt der erneuerbaren Energien.
- Stadtwerke starten Umsetzungsprojekt Mini- und Mikro-BHKW (02.12.2011)
Aachen/Köln - 25 Stadtwerke starteten am Donnerstag (01.12.11) in Köln gemeinsam mit Trianel das Umsetzungsprojekt Mini- und Mikro-BHKW (Blockheizkraftwerke). Bis Ende April werden praxisnahe Geschäftsmodelle für unterschiedliche Gebäudetypen entwickelt.
- Erdgas: Nachfrage-Boom mit Nebenwirkungen (02.12.2011)
Der Energieträger Erdgas sieht global einer „glänzenden Zukunft“ entgegen. Das prognostiziert die Internationale Energieagentur IEA in ihrem aktuellen World Energy Outlook. Erdgas, so die von den Industrieländern gegründete Institution, sei der einzige fossile Energieträger, dessen Anteil am Weltenergiemix bis 2035 zunehme. Er sei „sauberer“ als Öl oder Kohle und prinzipiell in ausreichenden Mengen vorhanden. - Studie: Wachstum bei Windkraft lässt nach (01.12.2011)
Langsameres Wachstum, stärkere Konkurrenz aus Asien und sinkende Preise werden zu einer Marktkonsolidierung führen - Druck auf Röttgen für Solarförderkürzung wächst (30.11.2011)
Berlin - Der Druck auf Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) wächst, wegen hoher Kosten die Solarförderung auf 1000 Megawatt pro Jahr einzuschränken. Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) unterstützte am Mittwoch entsprechende Forderungen der Fraktionschefs von Union und FDP mit Nachdruck. Der Wirtschaftsminister halte mehr Kosteneffizienz bei den erneuerbaren Energien für dringend geboten. Daher müsse bei dem Kostentreiber Photovoltaik angesetzt werden, sagte Röslers Sprecher. Die Branche warnte vor Jobverlusten. Solarwerte mussten an der Börse Verluste verkraften.
- Solarwirtschaft sieht Energiewende durch Teile der Koalition gefährdet (30.11.2011)
Berlin - Die jüngsten Vorstöße aus den Reihen der Koalitionsfraktion, den Zubau der Solarstromnutzung in Deutschland deutlich zu begrenzen, gefährden nach Einschätzung des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) die Energiewende. Eine Umsetzung der Vorstöße würde den Ausbau der Erneuerbaren Energien ausbremsen und die Zukunftsbranche Solarenergie gefährden, die inzwischen weit über 100.000 Arbeitsplätzen bereitstellt.
- Weltweite Beachtung für Energiespeicherkonferenz IRES (28.11.2011)
Die Erneuerbaren Energien benötigen Speicher. Darzulegen, welche Möglichkeiten wir haben und wie weit diese entwickelt sind, war zentraler Punkt der Energiespeicherkonferenz IRES in Berlin. „Wenn wir Deutschland zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien versorgen wollen, bedarf es einer großen Bandbreite von Speichertechnologien und -Lösungen zur Deckung der benötigten Speicherkapazitäten", erläuterte Irm Pontenagel, Geschäftführerin von Eurosolar und Ehefrau des 2010 verstorbenen "Solarpapstes" und Eurosolar-Gründer Hermann Scheer.
- Vattenfall kauft Offshore-Windprojekt 'Sandbank 24' (25.11.2011)
Vattenfall erwirbt das Offshore-Windprojekt „Sandbank 24“ und baut damit in Deutschland seine Stromerzeugung aus Meereswind weiter aus. Vattenfall und die Sandbank Power GmbH & Co. KG als Verkäufer haben jetzt hierüber alle Verkaufsmodalitäten abgeschlossen. Zum Verkaufspaket gehört auch die Erweiterung „Sandbank Extension“. - Stresstest für das Stromnetz: Auftrieb für Blackout-Warner (25.11.2011)
Berlin - Jürgen Großmann gilt nicht nur als einer der schillerndsten deutschen Energiemanager - der RWE-Chef führt auch die Front der Blackout-Warner an. Mit Blick auf die Entscheidung zum Atomausstieg bis zum Jahr 2022 sagte er, schon ein kurzer Ausfall koste eine Milliarde Euro. - Bisher 400 Mini-Kraftwerke von VW und Lichtblick (25.11.2011)
Salzgitter/Hamburg - Kraftwerk im Keller: Bis zum Jahresende will der Ökostrom-Anbieter Lichtblick rund 400 Mini-Blockheizkraftwerke vor allem in Norddeutschland installiert haben. Gebaut werden sie von Volkswagen im Werk Salzgitter. Die sogenannten Zuhause-Kraftwerke sind für den Einsatz in Ein- und Zweifamilienhäusern konzipiert, sie produzieren gleichzeitig Wärme fürs Heim und Strom fürs Netz. Sie basieren auf einem Zwei-Liter-Erdgas-Automotor von VW.
- Deutsche und französische Firmen kooperieren bei Wüstenstrom (24.11.2011)
Brüssel - Beim Prestigeprojekt Desertec für Solarstrom aus der Wüste arbeiten deutsche und französische Unternehmen künftig Hand in Hand. Die deutsche Industrie-Initiative Desertec (Dii) unterzeichnete am Donnerstag in Brüssel eine Absichtserklärung mit «Medgrid», einer Gruppe von 20 französischen Firmen. Das teilte die EU-Kommission am Rande des Treffens der EU-Energieminister in Brüssel mit.
- IEA: Renewables now the fastest-growing sector of the energy mix (23.11.2011)
Paris - Renewables are now the fastest-growing sector of the energy mix and offer great potential to address issues of energy security and sustainability, but their rapid deployment is also bringing a host of challenges. A new book from the International Energy Agency released today provides guidance for policy makers and other stakeholders to avoid past mistakes, overcome new challenges and reap the benefits of deploying renewables – today and tomorrow.
- Öl-Förderung: Oettinger will strengste Normen in EU-Gewässern (23.11.2011)
Hamburg - Vor dem Hintergrund des jüngsten Öl-Unfalls vor der brasilianischen Küste hat EU-Energiekommissar Günther Oettinger für EU-Gewässer die «weltweit strengsten Sicherheitsnormen» gefordert. In der Nordsee unterlägen Bohrungen zur Öl- und Gasförderung bereits jetzt den schärfsten Regelungen, schrieb der CDU-Politiker in einem Gastbeitrag für das «Hamburger Abendblatt» (Mittwoch). - Power-to-Gas: Vielversprechender Ansatz zur Lösung der Speicherproblematik (23.11.2011)
Über den Beitrag des Gasnetzes zur Speicherung erneuerbarer Energien diskutierten am Dienstag (22.11.11) in Berlin Experten aus Unternehmen und Verbänden der Energiewirtschaft, aus Wissenschaft, Politik und Verwaltung. Die Bundesnetzagentur und das Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES in Kassel hatten zu einem Workshop zum Thema „Power-to-Gas“ eingeladen.
- OVG Berlin-Brandenburg bestätigt Urteil gegen DEHSt wegen Strafzahlung (22.11.2011)
Einen mehrjährigen Rechtsstreit zwischen einem niedersächsischen Industrieunternehmen und der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) um Strafzahlungen nach dem Treibhausgas-Emissionshandelsgesetz (TEHG) hat das OVG Berlin-Brandenburg nun zugunsten des Unternehmens beendet. - Die Sorge vor dem brennenden Wasserhahn (21.11.2011)
Ohne Gas ist die Energiewende kaum zu schaffen. ExxonMobil hat daher in Deutschland eine massive Werbekampagne gestartet. Man will ran an die im hiesigen Gestein schlummernden Gasschätze. Aber: Die Förderung könnte das Wasser vergiften, warnen Experten am Montag im Bundestag.
- Erneuerbare Energien sind keine Preistreiber für Industriestrom (18.11.2011)
Berlin – Die zunehmende Einspeisung Erneuerbarer Energien ins Stromnetz wirkt sich auf dem Markt preisdämpfend aus. Das macht sich heute schon am Strompreis an der Börse bemerkbar. „Fakt ist, dass seit der Energiewende im Frühjahr die Börsenpreise für Strom stabil sind. Die Tendenz bei den Industriestrompreisen zeigt sogar nach unten“, erklärt der Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien, Philipp Vohrer, anlässlich der Veröffentlichung neuer Marktdaten. Im europäischen Vergleich bewegen sich die deutschen Industriestrompreise im Mittelfeld.
- Schleswig-Holstein Netz AG investiert 120 Millionen Euro in Netzausbau (18.11.2011)
Die Schleswig-Holstein Netz AG – ein Gemeinschaftsunternehmen von mehr als 180 schleswig-holsteinischen Kommunen und der E.ON Hanse AG - plant in den nächsten Jahren über 100 Millionen Euro zusätzlich in den Ausbau des Stromnetzes zu investieren, um regenerativ erzeugte Energie aus Wind, Sonne und Biomasse aufnehmen und verteilen zu können. Weitere 20 Millionen Euro sollen für die Einspeisung von Biogas in das Erdgasnetz fließen. Das ist eine Gesamtsumme von 120 Millionen Euro.
- Elastische Windrotoren steigern Stromausbeute (17.11.2011)
Dank der höheren Effizienz und Kostensenkungen bei der Herstellung soll Strom aus Windkraft noch in diesem Jahrzehnt preiswerter sein als Strom aus Kohlekraftwerken, wie die Zeitschrift Pictures of the Future in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet.
- Solarförderung soll drastisch gekappt werden (17.11.2011)
Berlin - Angesichts einer drohenden Kostenexplosion für deutsche Verbraucher durch die Energiewende will Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) die Solarförderung drastisch einschränken. «Richtig ist es, bei den größten Kostentreibern anzusetzen. Das ist vor allem die Photovoltaik», sagte Rösler der «Rheinischen Post». - RWE und Vaillant bieten Mini-Kraftwerke für zu Hause (16.11.2011)
Duisburg - Der Stromerzeuger RWE und der Heiztechnikbauer Vaillant steigen gemeinsam in den Markt für Mini-Heizkraftwerke zur Erzeugung von Strom und Wärme für Privatkunden ein. Die Energiewende finde nicht nur in Kraftwerken und Netzen, sondern auch zu Hause statt, kündigten die Unternehmen am Mittwoch bei der Vorstellung einer Mikro-KWK-Anlage für große Ein- und Zweifamilienhäuser an.
- BMU widerspricht: Prognose der Übertragungsnetzbetreiber nicht realistisch (16.11.2011)
Das Bundesumweltministerium kritisiert die von den Übertragungsnetzbetreibern gestern vorgelegte Prognose, wonach mit einem starken Anstieg der EEG-Umlage zu rechnen sei. Das Ministerium betont, die EEG-Umlage werde in den nächsten beiden Jahren relativ stabil bleiben und höchstens geringfügig ansteigen, die Berechnungsgrundlagen der Übertragungsnetzbetreiber erzeugten ein schiefes Bild. - Nullsummenspiel? Anstieg von Ökostrom-Umlage aber niedrigere Einkaufspreise (15.11.2011)
Berlin - Die Kosten für immer mehr Wind- und Solarparks werden die deutschen Verbraucher in den nächsten Jahren bei der Stromrechnung wohl deutlich zu spüren bekommen. Während die über den Strompreis zu zahlende Umlage im kommenden Jahr mit 3,59 Cent pro Kilowattstunde etwa auf dem jetzigen Niveau bleiben wird, erwarten die großen Stromnetzbetreiber für 2013 eine Umlage zwischen 3,6 und 4,7 Cent pro Kilowattstunde. Das geht aus der am Dienstag in Berlin veröffentlichten Mittelfristprognose hervor.
- Netzagentur: 2011 große Strompreis-Sprünge (10.11.2011)
Berlin - Die Verbraucher in Deutschland haben 2011 einen der höchsten Strompreis-Anstiege überhaupt verkraften müssen. Das geht aus dem Entwurf für den Monitoringbericht 2011 der Bundesnetzagentur hervor, der der Deutschen-Presse-Agentur vorliegt. Obwohl sich damit der seit Jahren anhaltende Trend kontinuierlicher Erhöhungen fortgesetzt habe, hätten 44 Prozent der Verbraucher nicht von der Möglichkeit eines Anbieterwechsels Gebrauch gemacht.
- 'Europäische Netzerklärung' vereint Netzbetreiber und Umweltverbände (10.11.2011)
Stromnetzbetreiber und Umweltverbände wollen beim Ausbau des Stromnetzes in Europa eng zusammenarbeiten und die Energiewende in Deutschland beschleunigen. Diese besondere Kooperation war heute Thema der European Grid Conference, zu der die Renewables-Grid-Initiative (RGI) und die Smart Energy for Europe Platform (SEFEP) in Brüssel eingeladen haben. - Wohin mit alten Windrad-Giganten? (09.11.2011)
Borne - Der Gigant von einst liegt zerstückelt auf einem Rübenacker in Sachsen-Anhalt und sieht aus wie ein gefällter Baum. Zwölf Jahre hielt das 74 Meter hohe Windrad «WW 750/52» in Borne bei Magdeburg seine Flügel in den Wind. Pro Jahr konnte es umgerechnet etwa 385 Haushalte mit Strom versorgen. Jetzt ist es abmontiert und wartet auf den Abtransport. «Es muss Platz machen», sagt der für den Abbau verantwortliche Bauleiter Silvio Matysik. Für eine neue Dimension.
- Woher kommt die Energie von Morgen? Forscher erkunden neue Wege (09.11.2011)
Welche Bedeutung hat welche Technologie für die Energieversorgung? Wissenschaftler wollen in einer neuen Arbeitsgruppe der Politik weitere Instrumente an die Hand geben, die diese Einschätzung ermöglichen. In wenigen Wochen will die Europäische Union ihre Szenarien für die Energie der Zukunft vorstellen, die „Energy Roadmap 2050“ – schon vorab ist die Aufregung groß über etwaige Preissteigerungen. Hinter solchen Abschätzungen aber stehen wissenschaftliche Modelle: Nachbildungen der Wirklichkeit im Computer, die mit Blick auf den Klimaschutz Kosten und Nutzen eines Umbaus unseres Energiesystems durchrechnen. - World Energy Outlook 2011: the window to act is closing (09.11.2011)
Without a bold change of policy direction, the world will lock itself into an insecure, inefficient and high-carbon energy system, the International Energy Agency warned as it launched the 2011 edition of the World Energy Outlook (WEO). The agency's flagship publication, released today in London, said there is still time to act, but the window of opportunity is closing.
- Deutschlands Energiekonzerne sind bei der Nachhaltigkeit nachrangig (09.11.2011)
Man muss als börsennotierter Energieversorger schon ein gewisses Maß an Nachhaltigkeit und Transparenz aufweisen, um überhaupt platziert zu werden. Insofern die gute Nachricht: alle vier Energieriesen sind laut oekom research im weltweiten Ranking der nachhaltigsten Energieversorger enthalten. - VKU einig mit Regierung: Kraftwerksförderprogramm muss Wettbewerb erzeugen (08.11.2011)
Berlin - Die deutschen Stadtwerke unterstützen weiterhin die im Sommer getroffene Entscheidung der Bundesregierung, das geplante Kraftwerksinvestitionsprogramm auf kleinere und mittlere Unternehmen zu beschränken. "Die deutschen Stadtwerke und der VKU vertreten hier dezidiert eine andere Meinung als der Rest der Branche", sagt Dr. Hermann Janning, Vorstandvorsitzender der Stadtwerke Duisburg und Vizepräsident des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU). - Bergwerke als Stromspeicher und -erzeuger sollen CO2 sparen helfen (07.11.2011)
Die deutsche Steinkohleindustrie will mit Windrädern auf Halden, mit Energiespeichern in alten Zechen und mit der Nutzung von warmem Grubenwasser ihren Beitrag zur CO2-Einsparung leisten.
- «Handelsblatt»: EnBW droht Milliardenverlust aus EWE-Beteiligung (07.11.2011)
Karlsruhe - Auf den Stromkonzern EnBW kommen nach einem Bericht des «Handelsblatts» (Montag) möglicherweise finanzielle Belastungen in Höhe von über einer Milliarde Euro zu. Grund sei die Beteiligung des Konzerns am Regionalversorger EWE. - SolarFuel errichtet für Audi Pilotanlage zur Produktion von 'e-gas' (04.11.2011)
Erneuerbares Methan aus Wind und Sonne in den Tank: Stuttgarter Anlagenbauer und Ingolstädter Autokonzern haben im Oktober 2011 Vertrag über Planung, Lieferung, Errichtung und Inbetriebnahme einer e-gas-Anlage unterzeichnet. Die Weiterentwicklung der neuen Technik nützt nicht nur der nachhaltigen Mobilität.
- RWE DEA will im Wattenmeer nach Öl suchen (03.11.2011)
Hamburg - Der Ölförderkonzern RWE Dea will im Wattenmeer an der deutschen Nordseeküste nach Öl suchen. An vier Punkten im schleswig-holsteinischen und niedersächsischen Wattenmeer will der Konzern senkrechte Bohrungen niederbringen, um vermutete Reserven von insgesamt rund 23 Millionen Kubikmetern Erdöl nachzuweisen, teilte RWE Dea am Donnerstag in Hamburg mit. - Regierung: Keine Nachteile für virtuelle Kraftwerke (02.11.2011)
Berlin - Räumlich verbundene Stromerzeugungseinheiten mit einer elektrischen Nennleistung bis zu zwei Megawatt können nicht zu Steuerbegünstigungszwecken getrennt behandelt werden. - Das alte Netz bremst den Windstrom aus (02.11.2011)
Berlin - Die Mitarbeiter des Netzbetreibers Eon-Edis in Brandenburg kommen an windstarken Tagen mächtig ins Schwitzen. Denn der Strom aus den immer zahlreicheren Windparks lässt sich kaum noch abtransportieren - bisweilen müssen Windräder zwangsweise vom Netz gehen, damit es nicht zum Netzkollaps kommt. Bundesweit steigt die Zwangsabschaltung von Windrädern rasant. Allein 2010 gingen bis zu 150 Millionen Kilowattstunden Windstrom dadurch verloren.
- Gigantisches Solarkraftwerk soll in Marokko entstehen (29.10.2011)
München/Berlin - Zwei Jahre nach dem Start der Wüstenstrominitiative Desertec soll die Verwirklichung des Mammutprojekts näher rücken: Ein Pilotkraftwerk will die Planungsgesellschaft Desertec Industrial Initiative (DII) einem Bericht der «Süddeutschen Zeitung» (Samstag) zufolge in Marokko errichten. - Offshore-Seekabel im Test: 'Wir quälen es ordentlich mit Strom' (28.10.2011)
Über 30 Meter lang, 25 cm dick und vier Tonnen schwer ist das Kabel, das in der Ostsee einen Windpark anschließen soll. Die Ingenieure des Fachgebiets Energietransport und -speicherung werden in aufwendigen Tests prüfen, ob es die 150.000 Volt, für die es gedacht ist, auch aushält.
- Photovoltaik: Degression zum Jahreswechsel 15 Prozent (27.10.2011)
Bonn. Wie die Bundesnetzagentur am 27.10.2011 bekannt gegeben hat wird die Degression zum Jahreswechsel 15 Prozent betragen.
- Einspeisevergütung für neue Solaranlagen sinkt 2012 um 15 Prozent (27.10.2011)
Bonn - Weil so viele neue Solaranlagen ans Netz gegangen sind, wird der deutsche Staat die Fördersätze erneut deutlich kürzen. «Die Vergütung von Photovoltaik-Anlagen, die ab dem 1. Januar 2012 in Betrieb gehen, wird um 15 Prozent niedriger sein als die aktuelle Vergütung», berichtete der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, am Donnerstag in Bonn.
- Hohe Renditen für Netzbetreiber - Milliardenkosten? (27.10.2011)
Der dringend erforderliche Netzausbau hängt unter anderem davon ab, dass er sich für die Investoren rechnet. Die Bundesnetzagentur hat heute den Netzbetreibern einen Eigenkapitalzinssatz von 9,05 Prozent zugesprochen. Verbraucherschützer (vzbv) und Neue Anbieter (bne) kritisieren die den Zinssatz als zu üppig bemessen, man habe den Netzbetreibern ein weiteres Milliarden-Geschenk beschert. Derweil lobt der Branchenverband BDEW die Entscheidung als einen Schritt in die richtige Richtung, der aber noch nicht ausreiche, weil die Eigenkapitalverzinsung damit unter dem internationalen Niveau bleibe.
- Neuartiges Hybridkraftwerk in Betrieb (26.10.2011)
„Ich fahre mal kurz zur Tankstelle, 50 Liter Wind tanken“ - das ist nach Ansicht der Enertrag AG keine Utopie, sondern ein realistisches Produkt des weltweit ersten Hybridkraftwerkes, verkündet das Unternehmen auf seiner Internetseite. - BayernLB finanziert privates Geothermie-Kraftwerk in Bayern mit 46,5 Mio. Euro (25.10.2011)
München – Die BayernLB finanziert gemeinsam mit der Entwicklungsgesellschaft Süddeutsche Geothermie-Projekte GmbH & Co. KG (SGG) eine weitere private Geothermie-Anlage im Freistaat Bayern. - Gutachten: Schaffung von Preiszonen für Strom würde Netzausbau gefährden (25.10.2011)
Die Bundesnetzagentur hat am 24.10.11 ein Gutachten vorgestellt, das die Bedeutung etablierter nationaler Preiszonen für die Integration des europäischen Strommarkts untersucht. Darin sprechen sich die Gutachter insbesondere gegen eine Aufteilung des deutsch-österreichischen Marktgebiets aus.
- Experten überprüfen Umsetzung der Energiewende (21.10.2011)
Die Bundesregierung hat am 19. Oktober Professor Frithjof Staiß vom Forschungsinstitut ZSW in eine neu eingerichtete vierköpfige Expertenkommission berufen. Die unabhängige Kommission soll überprüfen, ob die Energiewende wie geplant umgesetzt wird. Die Energieexperten begleiten zu diesem Zweck einen jährlichen Monitoring-Bericht des Bundeswirtschaftsministeriums und des Bundesumweltministeriums mit ihrer Stellungnahme. Der erste Bericht ist für Ende 2012 geplant.
- Emissionshandel: Zuteilungsverfahren für dritte Handelsperiode beginnt (20.10.2011)
Das Umweltbundesamt (UBA) hat heute die Frist für Anträge auf Zuteilung kostenloser Emissionsberechtigungen für die dritte Handelsperiode 2013-2020 im Elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. - Der «kleine Mann» ist Träger der Energiewende (20.10.2011)
Berlin - Beim Ausbau der Ökoenergien in Deutschland sind nicht große Energieunternehmen, sondern Privatleute die wichtigsten Investoren. Beim Bau und Betrieb kleinerer Anlagen haben sie einen Anteil von 38,2 Prozent, gefolgt von Landwirten mit 26,4 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommen das Marktforschungsinstitut trend-research und das Klaus Novy-Institut in einer vom Bundesumweltministerium geförderten Studie.
- Kosten und Nutzen von Strom aus Erneuerbaren Energien 2010 (20.10.2011)
Die Förderung von Strom aus Erneuerbaren Energien kostet Geld. Im Jahr 2010 betrugen die Differenzkosten durch die Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz 9,4 Milliarden Euro. Dem steht allerdings ein hoher volkswirtschaftlicher Nutzen gegenüber.
- Vielversprechend: Erdgasnetz als Speicher für erneuerbaren Strom (20.10.2011)
Berlin - Stromspeicher werden im künftigen Energiesystem eine Schlüsselrolle spielen, um die schwankende Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien auszugleichen. Eine vielversprechende Systemlösung, um große Mengen erneuerbaren Stroms langfristig zu speichern, ist die Nutzung des Erdgasnetzes. Die technische und wirtschaftliche Umsetzbarkeit dieser Option wird zurzeit analysiert.
- Monitoring muss im Zentrum der Energiepolitik stehen (19.10.2011)
Berlin - Die deutsche Energiewirtschaft unterstützt die Bundesregierung bei ihrem Plan, einen Monitoring-Prozess zur Umsetzung der energiepolitischen Beschlüsse einzuführen, der von einer Experten-Kommission begleitet wird. - Internet der Zukunft für intelligente Stromnetze (19.10.2011)
Siemens untersucht mit Partnern, wie intelligente Energienetze mit Hilfe von Internettechnologien gesteuert werden können. - EU-Kommission plant Stromleitungen im Schnellverfahren (18.10.2011)
Brüssel - Die EU will den Ausbau des europäischen Energienetzes schneller vorantreiben. Die Planung und Genehmigung wichtiger europäischer Gas- und Stromleitungen soll auf drei Jahre verkürzt werden. Das sieht eine EU-Verordnung zur Infrastruktur vor, die die Brüsseler Behörde an diesem Mittwoch (19.10.11) vorlegen will. Das Ziel lautet, den Ausbau der Leitungen durch Europa zu beschleunigen, damit die anvisierte Energiewende und die Umstellung auf erneuerbare Energien gelingt.
- Chef der Bundesnetzagentur sieht Energiewende durch Bügerproteste gefährdet (18.10.2011)
Der Chef der Bundesnetzagentur warnt vor Scheitern der Energiewende: Matthias
Kurth hat kein Verständnis für Bürgerproteste gegen Netzausbau.
- Finanztest warnt: enorme Preisunterschiede bei Photovoltaikanlagen (18.10.2011)
Für Solarstromanlagen gleicher Qualität gibt es Preisunterschiede von mehreren tausend Euro. Offenbar nutzen einige Betriebe die fehlende Marktkenntnis vieler Hauseigentümer aus, um ihre Anlagen zu hohen Preisen zu verkaufen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Zeitschrift Finanztest, an der sich mehr als 600 Besitzer von Solarstromanlagen beteiligt haben.
- Bundesverband Windenergie sieht Reformbedarf bei der EEG-Umlage (17.10.2011)
Während so mancher über die nur geringe Steigerung der EEG-Umlage froh ist, bemängelt der Bundesverband Windenergie, dass es eigentlich zu einer Absenkung hätte kommen müssen. Dass dies nicht der Fall ist, offenbart nach Auffassung des Verbandes Mängel bei der Weitergabe und Berechnung der Umlage, die Teile der Industrie ungerechtfertigt entlastet und Verbraucher und Kleinstunternehmer überproportional belastet.
- Studie: Neue Kohlekraftwerke unnötig - Backup-Gaskraftwerke sichern Energiewende (17.10.2011)
Berlin - Neue Kohlekraftwerke sind auch nach dem im Sommer beschlossenen Atomausstieg zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit nicht notwendig. Für den Übergang in das regenerative Zeitalter kann der Bedarf an zusätzlichen fossilen Kraftwerken vollständig durch den Neubau von Gaskraftwerken gedeckt werden.
- Die Tücken des Traums vom grünen Strom (16.10.2011)
Die von allen Verbrauchern über den Strompreis zu zahlende Umlage steigt 2012 nur leicht. Doch das könnte nur ein Zwischenspiel sein. Und angesichts des Ausbautempos gibt es große Probleme bei der Energiewende - so müssen immer öfter Windräder abgeschaltet werden.
- Norwegen will «grünen Strom» aus Deutschland speichern (15.10.2011)
Berlin - Der norwegische Stromkonzern Stratkraft will künftig überschüssigen «grünen» Strom aus Deutschland in norwegischen Stauseen speichern. «Deutschland wird mit Windrädern oder Solaranlagen oft mehr Strom produzieren, als das Land verbraucht. - Erneuerbare Energien sind gesamtwirtschaftlicher Gewinn (14.10.2011)
Berlin – Strom aus Erneuerbaren Energien verursacht über seine Förderkosten hinaus keine nennenswerten Kosten für die Volkswirtschaft. Bezogen auf eine Kilowattstunde (kWh) im aktuellen deutschen Strommix, fällt der Beitrag für die so genannte EEG-Umlage mit derzeit rund 3,5 Cent deutlich geringer aus, als die volkswirtschaftlichen Folgekosten der konventionellen Stromerzeugung. - Solarfirma Q-Cells baut 256 Jobs in Bitterfeld-Wolfen ab (14.10.2011)
Halle/Bitterfeld-Wolfen - Der Solarkonzern Q-Cells wird an seinem Hauptsitz Bitterfeld-Wolfen etwa jeden achten Arbeitsplatz abbauen. «256 Mitarbeiter werden das Unternehmen in den nächsten Wochen verlassen» sagte Firmensprecherin Ina von Spies der in Halle erscheinenden «Mitteldeutschen Zeitung» (Freitag). - Umlage für Förderung von Ökoenergie steigt leicht (14.10.2011)
Umweltminister Röttgen ist erfreut: Wie versprochen bleiben die Mehrkosten für die Förderung von Ökoenergien 2012 im Rahmen. Doch gerade im Solarbereich brummt es - daher sind weitere Förderkürzungen notwendig, damit die Verbraucher nicht zu sehr belastet werden.
- Gestiegene Energiepreise treibt Inflation auf Drei-Jahreshoch (13.10.2011)
WIESBADEN – Der Verbraucherpreisindex für Deutschland lag im September 2011 um 2,6 Prozent höher als im September 2010, das ist der stärkste Anstieg seit 2008. Verantwortlich dafür sind vor allem die Preise für Sprit und Heizöl, aber auch die Flugticketpreise haben um fast ein Fünftel angezogen. - Milliarden-Investition in britische Nordseeöl-Erschließung (13.10.2011)
London - Unter Führung der britischen BP wollen mehrere Öl- und Energiekonzerne in den nächsten fünf Jahren fast zehn Milliarden Pfund (11,4 Mrd Euro) in die Erschließung von Öl- und Gasvorkommen in der Nordsee stecken. - VKU-Spotlight: Stadtwerke wollen in Energiewende investieren (13.10.2011)
Die Mehrheit der Stadtwerke stehen bei Investitionen in Zukunftstechnologien in den Startlöchern, fordern aber mehr Investitionssicherheit und erwarten verbesserte politische Rahmenbedingungen. Dies ist ein Ergebnis des VKU-Spotlights, einer Umfrage des Verbandes Kommunaler Unternehmen (VKU) unter seinen Mitgliedern.
- Energiewende: Stiftungen fordern mehr Bürgerbeteiligung (12.10.2011)
Die deutschen Umweltstiftungen wollen die Energiewende aktiv mitgestalten und die Bundesbürger dabei mitnehmen. Das hat der Arbeitskreis „Umwelt, Natur, Gesundheit“ des Bundesverbands Deutscher Stiftungen während seiner Herbsttagung am 06. Oktober in Lenzen an der Elbe erklärt. - REpower liefert 23 Windenergieanlagen nach Burgund (11.10.2011)
Die REpower Systems SE wird 23 Windenergieanlagen für zwei Windpark-Projekte in der französischen Region Bourgogne (Burgund) liefern. 15 Turbinen des Typs MM92 sind für den Windpark La Bretelle gedacht, acht Anlagen derselben Baureihe werden im Projekt Echalot errichtet.
- Immer mehr Windkraftanlagen müssen zeitweise abgeschaltet werden (10.10.2011)
Berlin - Erneuerbare Energien werden in immer größerem Umfang nicht in das Netz eingespeist. Wie die Bundesregierung in einer Antwort (17/7016) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (17/6897) mitteilt, lagen die nicht eingespeisten Jahresarbeitsmengen aus erneuerbaren Energien im Jahre 2009 bei etwa 74 Gigawattstunden (GWh). - Trotz grüner Energien heizt China das Klima auf (07.10.2011)
Der globale Ausstoß an Kohlendioxid wächst viel schneller als bisher erwartet. Ein Grund ist das starke Wirtschaftswachstum in China. Der größte Klimasünder erntet zwar viel Lob für den Ausbau alternativer Energien, doch ist seine Klimabilanz beunruhigend.
- Erneuter Führungswechsel bei Solar Millennium (07.10.2011)
Erlangen - Der kriselnde Solarkraftwerkhersteller Solar Millennium kommt nicht zur Ruhe. Gut eineinhalb Jahre nach dem überraschenden Rücktritt des Managers Utz Claassen hat am Donnerstag nun auch dessen Nachfolger Christoph Wolff das Handtuch geworfen. Er hatte die Führung erst zu Jahresbeginn übernommen und sich zum Ziel gesetzt, das Unternehmen in ruhigeres Fahrwasser zu bringen.
- dena-Studie: Holzpellets könnten die Klimabilanz von Kohlekraftwerken verbessern (06.10.2011)
Durch die Mitverbrennung von holzartiger Biomasse (Holzpellets) können in Deutschland perspektivisch bis zu 50 Prozent der Kohle ersetzt werden. Kurzfristig könnten damit im bestehenden Kraftwerkspark knapp 30 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Dies entspricht rund einem Zehntel der jährlichen durch Kohlekraftwerke entstehenden CO2-Emissionen in Deutschland. Das ist das Ergebnis einer Studie der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena).
- Länderübergreifendes Offshore-Stromnetz kann Ausbaukosten erheblich senken (06.10.2011)
Eine EU-Studie gibt Empfehlungen für ein europäisches Stromnetz auf See. - Global Status of CCS: 2011 report released (06.10.2011)
The number of carbon capture and storage (CCS) projects in operation or construction is growing and will continue to grow, according to the Global Status of CCS: 2011 report released today (04.10.11). - BDEW kritisiert Eigenkapitalzinssätze: Bundesnetzagentur bremst Energiewende aus (05.10.2011)
Berlin - Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hat heute seine Stellungnahme zur künftigen Höhe der Eigenkapitalzinssätze für Strom- und Gasnetze bei der Bundesnetzagentur eingereicht. Der Branchenverband bekräftigt darin erneut seine Kritik an den aktuellen Vorstellungen der Bundesnetzagentur: "Es steht jetzt schon fest, dass der Netzausbau zu den Kernpunkten bei der grundlegenden Umgestaltung des Energieversorgungssystems gehört. - Klares Leitbild für Vollversorgung Deutschlands mit Erneuerbaren Energien gefordert (04.10.2011)
Kassel - Die Teilnehmer des 3. Kongresses „100% Erneuerbare-Energie-Regionen“, (27.-28. September 2011) setzten von Kassel aus ein eindeutiges Signal. Die Vertreter von Kommunen und Stadtwerken sprachen sich in einer Umfrage für klare Prioritäten in der Politik mit Blick auf die zukünftige Energieversorgung aus. 83 Prozent der Befragten aus Kommunen, Wirtschaft und Wissenschaft wünschen sich eine eindeutige Zielvorgabe des Bundes und der Länder für eine Vollversorgung aus Erneuerbaren Energien – und dies nicht nur in der Stromversorgung.
- OECD and IEA recommend reforming fossil-fuel subsidies (04.10.2011)
Paris - Governments and taxpayers spent about half a trillion dollars last year supporting the production and consumption of fossil fuels. Removing inefficient subsidies would raise national revenues and reduce greenhouse-gas emissions, according to OECD and IEA analyses.
- Mit neuem Montageschiff mehr Windräder auf See (30.09.2011)
Mit dem Schiff Sea Installer will die dänische Windkraftfirma A2SEA Windräder vor den Küsten Großbritanniens und Deutschlands installieren. Das selbsthebende Schiff erhält einen dieselelektrischen Antrieb und das Schiffsautomatisierungssystem Siship Imac von Siemens Industry. Es wird im Sommer 2012 ausgeliefert.
- Größte Photovoltaikanlage der Welt geht in Betrieb (30.09.2011)
Ministerpräsident Matthias Platzeck hat am Samstag, den 24. September 2011, nahe Senftenberg im südlichen Brandenburg den weltweit größten Solarpark mit einer Leistung von insgesamt 150 MWp eröffnet. Die Eröffnungsfeier fand auf den Flächen des Solarkraftwerks Senftenberg II/III statt, die mit 78 MWp den wesentlichen Teil der Gesamtanlage darstellt. Seit August speist das Solarkraftwerk grünen Strom für rund 50.000 Haushalte in die öffentlichen Energienetze ein. - Neuer Verband sammelt Wissen von Firmen zu Energie-Speichertechnologien (29.09.2011)
Essen - 13 Unternehmen der Energiebranche haben vor dem Hintergrund des raschen Ausbaus regenerativer Energien den europäischen Speicherverband EASE (European Association for Storage of Energy) gegründet. Zahlreichen Fragen zur Technik, Wirtschaftlichkeit und Durchsetzbarkeit von Speichermethoden und ihrer Anbindung sind noch offen. - Solarzellenproduktion verschiebt sich nach Asien (29.09.2011)
Die asiatischen Märkte für die Produktion von Solarzellen haben in den vergangenen Jahren ein starkes Wachstum durchlaufen. Zu einem der wichtigsten Produzenten ist dabei nach Taiwan aufgestiegen, berichtet EuPD Research. Man wolle dem mit der einer neuen Niederlassung in Taiwan Rechnung tragen.
- Rückbau von AKWs könnte 18 Milliarden Euro kosten (28.09.2011)
Düsseldorf - Der Rückbau der deutschen Atomkraftwerke wird die Betreiber laut einem Pressebericht über 18 Milliarden kosten.
- 17,8 Millionen Menschen in Deutschland leben die Energiewende (28.09.2011)
Kassel - Kommunen und regionale Unternehmen sind die zentralen Gestalter der Energiewende. In Deutschland haben sich allein 118 Regionen mit insgesamt 17,8 Millionen Einwohnern das Ziel einer vollständigen Versorgung aus regenerativen Energien gesetzt. Dies hat das Kompetenznetzwerk Dezentrale Energien (deENet) ermittelt, das seine Ergebnisse am Dienstag (27.09.11) auf dem Kongress „100% Erneuerbare-Energie-Regionen“ vorstellte. - Gewerkschaft: Offshore ist eine Chance für deutsche Werften (28.09.2011)
Die Hoffnungen auf die Offshore-Windenergie als Markt für deutsche Werften erfüllen sich, wenn auch noch zaghaft. Die diesjährige Schiffbauumfrage der IGM Küste zeige erstmals deutlich, dass die Offshore-Industrie für neue Aufträge sorgt, so die Gewerkschaft. - Kommunen und Stadtwerke fordern Unterstützung für die Kraft-Wärme-Kopplung (27.09.2011)
Berlin - Der aus energiewirtschaftlichen und klimaschutzpolitischen Gründen erwünschte Ausbau von Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) braucht weiterhin deutliche politische Unterstützung durch die Bundesregierung. Das fordern der Deutsche Städtetag, der Deutsche Städte- und Gemeindebund sowie der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) in einem Positionspapier zur KWK.
- Keine unterirdischen CO2-Speicher in Deutschland - Bundesrat stoppt Gesetz (23.09.2011)
Vor dem Bundesrat hatte Greenpeace eine «CO2-Zeitbombe» aufgebaut, während Vattenfall-Mitarbeiter die unterirdische CO2-Speicherung als Garant für Klimaschutz und sichere Jobs in Kohlekraftwerken priesen. Doch die Bundesländer stoppten die umstrittenen Regierungspläne. - Für die Energiewende: Industrie plant Stromautobahnen (22.09.2011)
Hamburg - Mit Milliardeninvestitionen in neue Stromtrassen wollen vier deutsche Netzbetreiber laut einem Zeitungsbericht die Energiewende vorantreiben. Tennet, 50 Hertz, Amprion - Ex-Töchter der Energieversorger Eon, Vattenfall und RWE - sowie die Transportnetzsparte von EnBW planten dazu drei riesige Leitungen quer durch Deutschland, berichtet die «Financial Times Deutschland» (Freitag). 50 Hertz habe bereits eine erste Genehmigung bei der Bundesnetzagentur beantragt.
- Deutschland verkauft noch immer mehr Strom als es einkauft (20.09.2011)
Die Tendenz ist fallend, aber auch im ersten Halbjahr 2011 hat Deutschland per Saldo mehr Strom exportiert als importiert. - AG Energiebilanzen entwickelt Energieeinheiten-Rechner als kostenlose App (20.09.2011)
Berlin/Köln - Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) stellt ihren Energieeinheiten-Umrechner jetzt auch als App für das iPhone zur Verfügung. Der Umrechner kann kostenlos über den App Store von Apple heruntergeladen werden.
- Windräder im Wald (20.09.2011)
Bonn - Das Bundesumweltministerium hat gemeinsam mit dem Deutschen Naturschutzring in Berlin eine Fachtagung zum Thema: "Windenergie im Wald" durchgeführt. Ziel der Veranstaltung war es, Wege für einen naturverträglichen Ausbau der Windenergie im Wald aufzuzeigen.
- Wasserkraftwerk Rheinfelden offiziell in Betrieb genommen (15.09.2011)
Rheinfelden - Bereits seit Ende letzten Jahres erzeugen alle vier Rohr-Turbinen im neuen Wasserkraftwerk in Rheinfelden Strom aus erneuerbaren Energien. Am 15.09.11 wurde das Gemeinschaftsprojekt der Energiedienst AG, EnBW Energie Baden-Württemberg AG und Axpo AG auch offiziell in Betrieb genommen.
- Studie: Private treiben Energieumbau im Südwesten voran (15.09.2011)
In Baden-Württemberg haben vor allem private Investoren in den vergangenen Jahren die Energiewende vorangetrieben. Dies geht aus einer vom Energiekonzern EnBW mitfinanzierten Studie hervor. - Platzeck kritisiert Länderklausel bei CO2-Speicherung (14.09.2011)
Osnabrück/Berlin - Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck hat die sogenannte Länderklausel im geplanten Gesetz zur Kohlendioxid-Speicherung (CCS) aus Kohlekraftwerken kritisiert. «Wenn das CCS-Gesetz, so wie es vorliegt, im Bundesrat beschlossen wird, werden sich einzelne Länder, in denen eine Speicherung möglich ist, aus der Gesamtverantwortung stehlen können», sagte der SPD-Politiker der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Mittwoch). - Energiekonzerne setzen auf Biomasse statt Atom (13.09.2011)
Am Donnerstag berät Kanzlerin Merkel mit der Wirtschaft, wie die Energiewende klappen soll. RWE und Vattenfall entwickeln notgedrungen Alternativen zu Atommeilern. Sie wollen Biomasse in Kohlekraftwerken mitverbrennen. Aber nur, wenn sie auch Öko-Subventionen bekommen.
- Steuerliche Förderung von Biokraftstoffen wird nicht geändert (13.09.2011)
Berlin - Die steuerliche Förderung von Biokraftstoffen muss nach Ansicht der Bundesregierung nicht geändert werden. Bei Biodiesel gebe es keine steuerliche Überkompensation, heißt es in dem von der Bundesregierung als Unterrichtung vorgelegten Bericht zur Steuerbegünstigung für Biokraftstoffe 2010 (17/6928). - Klimawandel macht Atomkraft gefährlicher (12.09.2011)
Es sind die immer häufiger werdenden Extremwettereignisse wie Überschwemmungen oder Stürme, die weltweit die Sicherheit der Atomkraftwerke gefährden. Aber auch politische Konflikte, die durch die klimatischen Veränderungen hervorgerufen werden, könnten atomare Bedrohungen heraufbeschwören. Darauf verweist der World Future Council (WFC). - Energieriesen: Erneuerbare stärker dem Wettbewerb aussetzen (12.09.2011)
München - Die Energiewende in Deutschland erfordert nach Einschätzung von Branchenexperten Milliardeninvestitionen und faire Bedingungen im Wettbewerb mit den erneuerbaren Energiequellen. Mit 150 bis 200 Milliarden Euro beziffert Tuomo Hatakka, Chef von Vattenfall Europe, die Kosten der Wende unter anderem für die Steigerung der Erzeugungskapazitäten und den Aufbau neuer Netze. - NRW setzt bei Windenergie auf Repowering (12.09.2011)
Die Landesregierung Nordrhein-Westfalens hat sich ehrgeizige Ziele beim Ausbau der Windenergie gesetzt: Der Anteil der Windenergie an der Stromversorgung soll von heute drei Prozent bis 2020 auf mindestens 15 Prozent steigen. Zentraler Bestandteil der Strategie ist das so genannte Repowering, der Austausch von alten Anlagen durch neue und höhere.
- Schutzgemeinschaft Nordsee fordert CCS-Verbot (09.09.2011)
Husum - Die Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste hat den Bundesrat aufgefordert, die Verpressung und Lagerung des Klimagases Kohlendioxid im Untergrund für ganz Deutschland auszuschließen.
- Studie: Energiewende braucht einen Kapazitätsmarkt für flexible Kraftwerke (08.09.2011)
Berlin - Spätestens ab 2022 müssen in großem Umfang neue, flexible und schnell regelbare Gaskraftwerke gebaut werden, um die Energieversorgung in Deutschland sicher zu stellen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie, die der Bundesverband Neuer Energieanbieter e.V. (bne) gestern (Mittwoch) in Berlin vorgestellt hat. Doch unter den derzeitigen Marktbedingungen rechne sich der Neubau dieser Kraftwerke nicht, so die Autoren der Studie. Notwendig sei die Schaffung eines Marktes, der die energiepolitisch sinnvollsten und volkswirtschaftlich günstigsten Investitionen in Erzeugungskapazitäten anreizt. - Rückblick: Milde Witterung dämpft Energieverbrauch in Deutschland (07.09.2011)
Der Energieverbrauch in Deutschland wurde in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres
durch die warme Witterung, das Kernenergie-Moratorium sowie den Anstieg der Ölpreise
geprägt. Der Gesamtverbrauch verminderte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 3
Prozent. Der Beitrag der Kernenergie zur Deckung des Energieverbrauchs sackte unter die
Marke von 10 Prozent. Der Stromaustauschsaldo weist seit Mai einen deutlichen
Einfuhrüberschuss aus. Ohne den Witterungseffekt wäre der Energieverbrauch schätzungsweise
um ein Prozent gestiegen.
- Gutachten: Länder können CO2-Lager nicht verhindern (07.09.2011)
Berlin - Die Bundesländer können unterirdische CO2-Speicher auf ihrem Gebiet womöglich doch nicht zuverlässig verhindern. Die im Gesetz zur Abscheidung und Lagerung des Klimakillers CO2 vorgesehene Länderklausel biete keine ausreichende Rechtssicherheit für ein Veto, heißt es in einem Gutachten, das für die Umweltorganisationen BUND und Greenpeace erstellt wurde. Beide Organisationen lehnen die CCS-Technolgie ab, mit der etwa bei Kohlekraftwerken CO2 abgeschieden und per Pipelines in Lager verpresst werden soll.
- dena startet Studie zu Stromverteilnetzen (01.09.2011)
Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) untersucht in einer neuen Studie, wie die Stromverteilnetze in Deutschland bis 2015, 2020 und 2030 ausgebaut und weiterentwickelt werden müssen. - Studie: Alte Bergwerke als Stromspeicher geeignet (01.09.2011)
Goslar - Es ist schon mehr als eine Vision: Neue Pumpspeicherkraftwerke in alten Erzbergwerken im Harz könnten künftig als Speicher für Strom aus großen Offshore-Windkraftanlagen an der Küste dienen - die starken Leistungsschwankungen unterliegen. Das Energie-Forschungszentrum Niedersachsen (EFZN) in Goslar hat diese Idee in einer Machbarkeitsstudie geprüft.
- BEE: Immer mehr Länder beschließen feste Einspeisetarife für Erneuerbare (31.08.2011)
Berlin - Zur Förderung Erneuerbarer Energien setzen sich weltweit immer häufiger feste Einspeisetarife durch, stellt der Bundesverband für Erneuerbare Energien (BEE) fest. Das zeigen erneut aktuelle Entwicklungen in Japan und China. Um einen zügigen und kostengünstigen Ausbau Erneuerbarer Energien voranzutreiben, haben sich beide Länder für feste Einspeisetarife als Förderrahmen entschieden. - Stromversorgung: Eine atomfreie Reserve soll es richten (31.08.2011)
Berlin - Für manchen Koalitionspolitiker war der Begriff «Kaltreserve» neu, als er im Frühjahr in Berlin kursierte. «Bisher kannte ich nur die Kaltschale, und die mochte ich auch noch nie», spottete ein führender Unionsvertreter. Nachdem klar geworden war, dass im Zuge der Energiewende gerade im Winter Stromengpässe drohen, gab es die Idee, eines der acht abgeschalteten Atomkraftwerke als kalte Reserve in Bereitschaft zu halten. - Erstmals 20 Prozent Ökostrom - Oettinger warnt (30.08.2011)
Berlin - Dank mehr Windkraft und Sonnenstrom haben die erneuerbaren Energien erstmals einen Anteil von mehr als 20 Prozent an der Stromerzeugung in Deutschland. Nach ersten Schätzungen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) deckte Strom etwa aus Wind- und Photovoltaikanlagen im ersten Halbjahr mit 57,3 (2010: 50,4) Milliarden Kilowattstunden etwa 20,8 Prozent des Strombedarfs. Im ersten Halbjahr 2010 waren es noch 18,3 Prozent.
- Umwelthilfe: Szenariorahmen zu Stromnetzausbau 'unvollständig und mangelhaft' (29.08.2011)
Berlin - Die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH) begrüßt grundsätzlich die in der im Juni verabschiedeten Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) mit dem Ziel größerer Planungstransparenz vorgesehenen Neuregelungen zum Um- und Ausbaus der Stromnetze. Jedoch sei der von den Übertragungsnetzbetreibern auf Basis der EnWG-Novelle vorgelegte Entwurf eines Szenariorahmens für den Netzentwicklungsplan "unvollständig und in weiten Teilen mangelhaft".
- Erneuerbare liefern mehr als 20 Prozent des Stroms - Verband nennt Zahlen für 1. Halbjahr 2011 (29.08.2011)
Berlin - Die Erneuerbaren Energien haben in den ersten sechs Monaten 2011 erstmals die 20-Prozent-Marke übersprungen. Nach ersten Schätzungen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) deckten die Erneuerbaren Energien im ersten Halbjahr mit 57,3 (erstes Halbjahr 2010: 50,4) Milliarden Kilowattstunden 20,8 Prozent des deutschen Strombedarfs. Zum Vergleich: im ersten Halbjahr 2010 waren es noch 18,3 Prozent.
- Hohe Zustimmung für Ausbau der Ökoenergien (28.08.2011)
Berlin - Im Zuge der Energiewende halten einer neuen Umfrage zufolge 94 Prozent der Bürger den Ausbau der erneuerbaren Energien für wichtig oder sehr wichtig. 65 Prozent seien dafür auch bereit, Ökostrom-Anlagen in der Nachbarschaft mitzutragen, ergab die Umfrage von TNS Infratest im Auftrag der Agentur für erneuerbare Energien. - Gashydrate: riesige Vorkommen sollen weltweit erschlossen werden (28.08.2011)
Weltweit stehen Unternehmen und staatliche Energiebehörden in den Startlöchern, um eine neue Energiequelle zu erschließen: Erdgas, das als eisähnliches Hydrat in den Meeresböden der Tiefsee eingeschlossen ist. In Deutschland erforschen mehr als 20 Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft unter Leitung des Kieler Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR), wie aus Gashydraten umweltfreundlich Erdgas gewonnen werden kann, indem gleichzeitig Kohlendioxid sicher in den Hydraten gebunden wird. - Lastabschaltung keine Lösung bei Engpässen im Stromnetz (26.08.2011)
Berlin: (hib/HLE) Ob eines der eigentlich vollständig vom Netz zu nehmenden Kernkraftwerke als atomare Kaltreserve weiter vorgehalten werden wird, wird von der Bundesnetzagentur derzeit untersucht. - Siemens verlegt Windkraftsparte nach Hamburg (25.08.2011)
München/Hamburg - Der Siemens-Konzern verlegt die Zentrale seines Windkraftgeschäfts nach Hamburg und schafft dadurch Hunderte neue Arbeitsplätze in der Hansestadt. Die genaue Größenordnung und weitere Einzelheiten sollten voraussichtlich im September bekanntgegeben werden, sagte ein Siemens-Sprecher am Mittwoch in München und bestätigte damit einen Bericht des «Hamburger Abendblatts» (Donnerstag). - Vergleichsportal: Stromkosten für Gewerbe deutlich gestiegen (24.08.2011)
Heidelberg - Die Energiekosten für Gewerbebetriebe sind in den vergangenen drei Jahren deutlich angestiegen. Schuld daran sind vor allem die Strompreise, die in den letzten drei Jahren um rund 20 Prozent gestiegen sind.
- Bundeskabinett beschließt Zuteilung von Treibhausgas-Emissionsberechtigungen bis 2020 (24.08.2011)
Das Bundeskabinett hat heute (24.08..11) die Verordnung über die Zuteilung von Treibhausgas-Emissionsberechtigungen in der Handelsperiode 2013 bis 2020 (Zuteilungsverordnung 2020) beschlossen. - «FAZ»: Netzagentur erwägt AKW Philippsburg als Reservekraftwerk (23.08.2011)
Stuttgart - Die Bundesnetzagentur erwägt nach Informationen der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» den Einsatz des abgeschalteten Kernkraftwerks Philippsburg als Reservekraftwerk. Dieser Schritt komme infrage, sollte die grün-rote Landesregierung nicht ein Kohlekraftwerk in Mannheim als sichere Alternativlösung garantieren. - Michael Otto: Teile der Wirtschaft blockieren Energiewende (20.08.2011)
Hamburg/Berlin - Der Hamburger Unternehmer Michael Otto befürchtet, dass einige deutsche Unternehmen den Wandel hin zu erneuerbaren Energien behindern. «Teile der deutschen Wirtschaft sollten bei der Energiewende nicht blockieren, sondern sie sollten die Wende viel stärker unterstützen», sagte Otto der «Welt am Sonntag». - CCS-Studie: Umweltverband warnt vor CO2-Einlagerung unter der Nordsee (19.08.2011)
Berlin - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat davor gewarnt, in der Nordsee Projekte zur unterirdischen Verpressung von Kohlendioxid aus Kohlekraftwerken oder Industrieanlagen zu verfolgen. Die Anwendung der sogenannten "CCS-Technologie" (Carbon Capture and Storage) könne schwere ökologische Schäden bei der Fauna und Flora im Meer verursachen.
- Müritz: Einer der größten deutschen Solarparks am Netz (17.08.2011)
Jabel/Wörrstadt - Einer der größten Solarparks in Deutschland liefert jetzt von der Mecklenburgischen Seenplatte aus Strom. Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) eröffnete am Mittwoch ein Solarkraftwerk in Jabel (Müritzkreis) und setzte symbolisch das letzte Modul ein. Die Photovoltaik-Anlage hat eine Leistung von 17 Megawatt. - Pellets halten Preisvorteil gegenüber Heizöl und Erdgas (17.08.2011)
Berlin - Auch im August bleiben die Preise für Holzpellets deutschlandweit auf niedrigem Niveau stabil. Gegenüber dem Vormonat steigt der DEPVIndex leicht um 0,8 Prozent an. Laut Deutschem Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV) beträgt damit der Durchschnittspreis für Holzpellets in Deutschland 227,71 EUR pro Tonne (t). Heizen mit Pellets ist somit 40 Prozent günstiger als mit Heizöl.
- Vestas erwirtschaftet wieder Gewinn - Kurs steigt um 20 Prozent (17.08.2011)
KOPENHAGEN - Der weltgrößte Windkraftanlagenbauer Vestas hat im zweiten Quartal den Umsatz gesteigert und wieder einen Gewinn erwirtschaftet. Wie das dänische Unternehmen am Mittwoch in Kopenhagen mitteilte, verdiente es im zweiten Quartal 55 Millionen Euro.
- DEHSt veröffentlicht Leitfaden zur Zuteilung in der 3. Handelsperiode (16.08.2011)
Am 01.01.2013 beginnt die 3. Handelsperiode des Europäischen Emissionshandels. Betreiber emissionshandelspflichtiger Anlagen können auf Antrag für den Zeitraum 2013 bis 2020 eine kostenlose Zuteilung von Treibhausgas-Emissionsberechtigungen erhalten. - Ökostrom-Boom abgewürgt? - Erneuerbare ächzen unter Preisdruck (15.08.2011)
Hannover - Die Zeit scheint reif für die Erneuerbaren - mehr denn je. Der beschleunigte Atomausstieg und die Gewinneinbrüche der mit alten Strukturen kämpfenden Energie-Platzhirsche Eon und RWE eröffnen Herstellern von Solar-, Windkraft- und Biogasanlagen enorme Chancen. Doch das mittelfristige Aus der Nuklearindustrie in Deutschland sagt noch lange nichts über die globale Marktlage aus.
- Forscher: Derzeit nur rund 80.000 Arbeitsplätze in Solarindustrie (14.08.2011)
Berlin - In der deutschen Solarbranche sind nach Berechnungen von Wissenschaftlern deutlich weniger Menschen beschäftigt als von Branchenverbänden angegeben. Laut der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) gibt es in der deutschen Fotovoltaik-Branche derzeit rund 80 000 Arbeitsplätze, wie die «Welt am Sonntag» berichtet. - Offshore-Windkraft in der Nordsee: Riesige Potenziale und große Herausforderungen (12.08.2011)
Wenn Unternehmen und Windkraftanlagen-Hersteller gute Voraussetzungen vorfinden, können in der Nordsee bis 2030 Offshore-Windkraftanlagen mit einer Leistung bis zu 135 Gigawatt installiert werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die in einem internationalen Projekt unter der Federführung des Niederländischen Energieforschungszentrums (ECN) mit Beteiligung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) erstellt wurde. - Preisdruck lastet auf Solarbranche (12.08.2011)
Berlin - Die deutschen Solar-Unternehmen leiden unter dem Preisdruck in der Branche. Im abgelaufenen Quartal hagelte es rote Zahlen und Gewinnrückgänge.
- Der Strommix in Deutschland im Jahr 2010 (11.08.2011)
Die deutsche Stromversorgung wird grüner, der Anteil der regenerativ erzeugten Energie nimmt von Jahr zu Jahr zu, so auch 2010. Maßstab dafür ist der sogenannte Strommix. Er gibt an, zu welchen Anteilen der Strom aus welchen Energieträgern stammt.
- Bankengruppe finanziert Bremer Gaskraftwerk mit 337 Mio. Euro (09.08.2011)
München – Die BayernLB beteiligt sich als Mitglied eines Bankenkonsortiums an der Finanzierung der Baukosten eines Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerks in Mittelsbüren bei Bremen. Die Projektfinanzierung für das „Gemeinschaftskraftwerk Bremen“ hat ein Volumen von 337 Mio. Euro und läuft über die Bauzeit der Anlage plus weitere 18 Jahre.
- Der Atmosphäre CO2 entziehen (09.08.2011)
Eine neue Ecofys-Studie sieht ein großes Potenzial für negative CO2-Emissionen durch die Kombination von Biomassenutzung und CO2-Abscheidung und -Speicherung. - Bundesnetzagentur dringt auf längere Laufzeiten für Kohlekraftwerke (05.08.2011)
Hamburg/Bonn - Die Bundesnetzagentur dringt nach einem Zeitungsbericht darauf, vier über 40 Jahre alte Kohlekraftwerke von Eon länger am Netz zu lassen als geplant. Agenturchef Matthias Kurth hat die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) in einem Schreiben gebeten, die für Ende 2012 geplante Stilllegung dreier Blöcke in Datteln und des Kraftwerks Shamrock in Herne hinauszuschieben. - Preisbrecher Solarstrom: Kosten seit 2006 halbiert (05.08.2011)
Solarstrom wird nach Einschätzung des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW) bereits 2013 günstiger sein als Haushaltsstrom, ab 2017 könnte er in ersten Marktsegmenten ohne Förderung rentabel sein.
- Siemens spaltet Bereich für erneuerbare Energien auf (04.08.2011)
Erlangen - Der Siemens-Konzern zieht die Konsequenzen aus dem enttäuschendem Lauf seiner Solarsparte und spaltet seinen Bereich für erneuerbare Energien auf. «Wir trennen Solar- und Windenergie, da sich diese beiden Märkte in sehr unterschiedlichen Entwicklungsstadien befinden», erklärte der Vorstandschef des Energiesektors, Michael Süß.
- Greenpeace: Strom aus alten Wasserkraftwerken noch kein Beitrag zum Klimaschutz (29.07.2011)
Zum Stromliefervertrag zwischen der Deutschen Bahn und RWE äußert sich der Energieexperte von Greenpeace, Andree Böhling.
- Australien: Wegen CO2-Zertifikate verliert Kohleindutrie an Wert (27.07.2011)
Wie der Nachrichtendienst Dow Jones berichtet, würde die von Australien geplante CO2-Steuer den Wert der Kohleindustrie des Landes um rund 8 Mrd australische Dollar (AUD), also rund 6 Mrd. EUR, mindern. - Energiewende: Studien ermitteln Milliarden Kosten - Wettbewerbsfähigkeit in Gefahr? (27.07.2011)
Der Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland wird bis 2030 Kosten in Höhe von 335 Milliarden Euro verursachen. Das hat ein Gutachten im Auftrag der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. ergeben. - Weniger Interesse an Ökostrom (27.07.2011)
Das nach der Katastrophe in Fukushima stark angestiegene Interesse an Ökostrom beginnt wieder zu sinken. Das bereichtet das Verbraucherportal in einer Presseerklärung. Dennoch machen Ökostromtarife mehr als 50 Prozent aller Anfragen über das Psortal aus. - BNetzA: Netz- und Speicherausbau sind zentrale Herausforderungen Energiewirtschaft der Zukunft (25.07.2011)
Als Grundlage für den „Netzentwicklungsplan 2012“ hat die Bundesnetzagentur (BNetzA) kürzlich einen Szenariorahmen veröffentlicht, der unter anderem die zukünftig zu erwartende installierte Leistung auf Basis regenerativer Energien ausweist. Die Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE) hat diese Zahlen mit ihren eigenen Szenarien zum Ausbau der Photovoltaik (PV) verglichen.
- Interview: Energiewende bietet große Chance, aber Bürger müssen mitziehen (24.07.2011)
Der Energiewirtschaftler und einer der Gründer von CO2-handel.de, Norbert Schmid, zu den Folgen der Energiewende auf die Energieversorgung und den Klimaschutz in Deutschland. - Solarkraftwerk Andasol 3 produziert erstmals umweltfreundliche Energie (19.07.2011)
Das solarthermische Kraftwerk Andasol 3 im südspanischen Andalusien hat während einer Testphase, in der die Parabolspiegelreihen nach der Sonne ausgerichtet wurden, zum ersten Mal durch Sonnenenergie gewonnenen Dampf produziert. Dieser Test ist ein weiterer erfolgreicher Schritt auf dem Weg zur Fertigstellung und Inbetriebnahme des Solarkraftwerks mit einer Leistung von 50 Megawatt.
- Windkraft: Vertikalturbinen bringen mehr Ausbeute (18.07.2011)
Windparks können bei gleicher Standfläche zehnmal mehr Energie liefern, wenn sie kompakte Vertikalturbinen anstelle der derzeit gängigen, großen Horizontal-Windräder nutzen.
- RWE rüstet sich für das Zeitalter nach der Atomkraft (14.07.2011)
Essen/Moskau - Der staatlich verordnete Atomausstieg hat die deutschen Stromriesen schwer getroffen. Ihnen entgehen Milliarden, die Börsenkurse sind rapide gesunken. Dennoch möchte die Bundesregierung, dass die Konzerne für den Übergang ins grüne Stromzeitalter in flexible Gaskraftwerke investieren. Die Konzerne haben bis jetzt abgewunken: «Unrentabel», sagen sie. RWE scheint jedoch ein Befreiungsschlag zu gelingen.
- Photovoltaik: 2010 mehr als sechs Millionen Tonnen CO2 eingespart (14.07.2011)
Berlin - Dank des Einsatzes von Photovoltaik-Anlagen wurden bei der Energiegewinnung 2010 in Deutschland 6,4 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) eingespart. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung (17/6284) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (17/6002) hervor. - Studie zu Ausbildungsmöglichkeiten bei Erneuerbaren Energien (14.07.2011)
Die Branche wächst schnell, qualifizierte Arbeitskräfte werden in solchen Boomzeiten, in denen noch dazu alles im Fluss ist, schnell Mangelware. Eine bis 2012 laufende Studie gibt für die Bereiche Hochschulkooperationen und Aus- und Weiterbildung einen Zwischenbericht, mit dessen Hilfe Ausbildungswillige den Markt überblicken und weiter recherchieren können.
- Energiewende mit Kohle - und wohl auch mit Atom (13.07.2011)
Atomausstieg und Energiewende sind auf dem Weg - doch ein Alt-Meiler soll womöglich weiter als Reserve dienen. Und Fördermillionen sollen ausgerechnet auch an Kohlekraftwerke fließen - trotz CO2-Ausstoßes.
- Report zur erneuerbaren Energien: Weltweit zweistellige Wachstumsraten (12.07.2011)
Der vom Politiknetzwerk REN21 veröffentlichte "Globale Statusbericht zu erneuerbaren Energien 2011" (Renewables Global Status Report, GSR) bestätigt den weltweiten Trend hin zu erneuerbaren Energien und unterstreicht Deutschlands Spitzenposition. Mit einem globalen Anteil von rund 16 Prozent am Endenergieverbrauch und nahezu 20 Prozent am Stromverbrauch im Jahr 2010 hält das Wachstum der erneuerbaren Energien weiter an.
- NRW gibt grünes Licht für Ausbau der Windenergie (11.07.2011)
Düsseldorf - NRW startet die Aufholjagd bei der Windenergie: Als erster Baustein der neuen Klimaschutzstrategie des Landes hat Klimaschutzminister Johannes Remmel heute (11. Juli 2011) den Windenergieerlass in Kraft gesetzt. „Das Atomzeitalter geht zu Ende. Die Zukunft gehört den Erneuerbaren Energien. Wir haben nun die Weichen für den Ausbau der Windenergie gestellt und aus einem Windkraftverhinderungserlass einen Windenergieermöglichungserlass gemacht“, sagte Minister Remmel.
- Gutachten: attraktivere Investitionsbedingungen für Strom- und Gasnetze notwendig (11.07.2011)
Ein NERA-Gutachten im Auftrag des BDEW zu Eigenkapitalzinssätzen zeigt: Deutschland verliert international Anschluss bei Investitionsbedingungen für Gas- und Stromnetzen. Das ist fatal angesichts des massiven Ausbaubedarfs, den Deutschland im Zuge der Energiewende hat.
- Greenpeace energy führt Gastarif für 'Windgas' ein (08.07.2011)
Mit der Einführung des Gasprodukts proWindgas beginnt Greenpeace Energy, das vorhandene Gasnetz als Speicher für Ökostrom zu erschließen und Gas zu einer wirklich nachhaltigen Ressource zu machen. Ab Juli 2011 können Kunden zu dem neuen Gastarif wechseln, dem ersten dieser Art in Deutschland.
- Novelliertes Energiewirtschaftsgesetz durch - Verband: Transparenz bleibt entscheidend (08.07.2011)
Berlin - Der Bundesrat hat heute (08.07.11) das Gesetz zur Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWGÄndG) abgesegnet und damit den Weg zu mehr Wettbewerb und Transparenz geebnet. Der Bundesverband Neuer Energieanbieter e.V. (bne) bewertet das Gesetz als weiteren Schritt in die richtige Richtung. Jetzt müsse darauf geachtet werden, dass der dringend notwendige Netzausbau nicht als Deckmantel für die immer dreisteren Forderungen ineffizienter Verteilnetzbetreiber nach höheren Renditen missbraucht werde, so der bne.
- Stahlproblem der Kohlekraftwerke wird ein Klimaproblem (08.07.2011)
Ohne Kohlekraftwerke ist der Atomausstieg kaum zu schaffen. Doch Risse in neuen, klimaschonenderen Anlagen bereiten viel Ärger. Und das soeben durch den Bundestag beschlossene CO2-Speichergesetz als zweite Säule, um mit der Kohleverstromung nicht so arg das Klima zu verpesten, könnte ein Rohrkrepierer werden.
- Bundestag beschließt unterirdische CO2-Speicherung (07.07.2011)
Am CO2-Speichergesetz scheiden sich die Geister: Die einen sehen unkalkulierbare Risiken durch riesige unterirdische Lager für das Gas. Die anderen preisen die Technologie als Retter im Kampf gegen den Klimawandel. Es ist sehr fraglich, ob das Ganze ein Erfolg wird.
- UN: Deutschland und China weltweit Spitzenreiter bei Grüner Energie (07.07.2011)
211 Milliarden Dollar wurden im vergangnen Jahr weltweit in Erneuerbare Energien investiert. Das ist etwa ein Drittel mehr als 2009 (160 Milliarden Dollar). Insgesamt betrugen die Steigerungen seit 2004 540 Prozent. Zum ersten Mal überstiegen die Investitionen in den Entwicklungsländern jene der Industrieländer.
- Neues Portal zu Erneuerbaren Energien auf Länderebene (07.07.2011)
Berlin - Die Energiewende müssen Bund und Länder gemeinsam umsetzen. Deshalb beraten an diesem Freitag im Bundesrat die Ländervertreter abschließend über das Energiepaket der Bundesregierung.
- Die Weser soll Bremen erneuerbare Energie liefern (06.07.2011)
Bremen - Ganz gemächlich lässt die Weser ihr Wasser durch Bremen in Richtung Nordsee schwappen. Nach überbordender Kraft sieht das nicht aus. Und doch soll der Fluss seine erneuerbare Energie künftig in der Hansestadt lassen und Strom für rund 17 000 Haushalte liefern. Möglich macht das eines der größten Flusskraftwerke, die zur Zeit in Deutschland gebaut werden.
- FDP-Widerstand gegen CO2-Speichergesetz (06.07.2011)
Berlin - Gegen das Gesetz zur unterirdischen CO2-Speicherung gibt es Widerstand bei der FDP. «Ich werde am Donnerstag im Bundestag dagegen stimmen», sagte der FDP-Energiepolitiker und für das Gesetz zuständige Berichterstatter Horst Meierhofer der Nachrichtenagentur dpa. Dennoch denke er, dass Union und FDP eine Mehrheit haben werden.
- Eon-Großkraftwerk Datteln droht vor der Vollendung das Aus (05.07.2011)
Es klingt nach einer Provinzposse. Ein Kohlekraftwerk steht im Rohbau am Dortmund-Ems-Kanal in Datteln, eine Milliardeninvestition des Energiekonzerns Eon. Aber es ist an der falschen Stelle gebaut. Und es gibt noch andere Ungereimtheiten. Dem Bau droht Ruinenstatus.
- Umweltverbände fordern Planungsstopp für Krefelder Kohlekraftwerk (05.07.2011)
Berlin/Düsseldorf - Heute (05.07.11) entscheiden die Gesellschafter der Trianel Kohlekraftwerk Krefeld Projektgesellschaft mbH (TKK) über die Zukunft des umstrittenen Projekts. Umweltverbände und Bürgerinitiativen fordern die rund 30 beteiligten deutschen Stadtwerke auf, die Planung eines Kohlekraftwerks offiziell zu beenden und stattdessen auf ein hocheffizientes Gaskraftwerk umzuschwenken.
- E.ON startet Projekt zur Einspeisung von Solarwärme ins Netz (05.07.2011)
E.ON hat in Hamburg ein Projekt zur Einspeisung solarthermisch erzeugter Wärme in ein öffentliches Wärmenetz gestartet. Hausbesitzer, die mit solarthermischen Anlagen Wärme erzeugen, können diese ins Netz der E.ON Hanse einspeisen. Die Wärme kann vom Kunden im Sommer eingespeist und in kälteren Monaten dann wieder entnommen werden, wie das Düsseldorfer Unternehmen am Freitag mitteilte. - Umstrittenes Kohlekraftwerk Moorburg nimmt Gestalt an (04.07.2011)
Der Streit um das Kohlekraftwerk Moorburg hat in der Hamburger Politik hohe Wellen geschlagen. Verhindern konnten Umweltschützer das Projekt nicht. Inzwischen stehen auf der riesigen Baustelle fast alle Gebäude, es läuft die Montage der Maschinen.
- RWE-Chef Großmann verlangt Entschädigung von der Regierung (03.07.2011)
Berlin - RWE-Chef Jürgen Großmann verlangt von der Bundesregierung eine Entschädigung für die Energiewende. - Journalisten-Netzwerk verleiht «Verschlossene Auster» an Atomkonzerne (03.07.2011)
Normalerweise verleihen die Journalisten vom Netzwerk Recherche ihre «Auster» an besonders schweigsame Unternehmen. Dieses Jahr geht der Preis an die deutschen Atomkonzerne - für «exzessiven Lobbyismus» und Kommunikation «auf Teufel komm raus». - Netzagentur-Chef mahnt Netzausbau an (01.07.2011)
Passau - Nach dem Bundestags-Beschluss zum Atomausstieg hat Bundesnetzagentur-Präsident Matthias Kurth einen beschleunigten Netzausbau angemahnt. Sonst könne es im Winter «im Süden Deutschlands zu Engpässen und damit zur Netzüberlastung kommen», sagte er der «Passauer Neuen Presse» (Freitag). - Verrechnet? Der Streit um die Kosten für Atom- und Ökostrom (30.06.2011)
Berlin - Gegner der Energiewende führen immense Kosten für die Grünstromförderung an, während Befürworter auf Subventionen von mehr als 200 Milliarden Euro für die Atomkraft kommen. Das Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung beziffert die Kosten für alle Erneuerbaren-Energien-Anlagen, die zwischen 2000 und 2010 installiert wurden, auf 81,5 Milliarden Euro. Diese Kosten wurden meist als Vergütung über die von den Verbrauchern über den Strompreis zu zahlende Ökoumlage aufgebracht.
- Studie: Stadtwerke gestalten Energiewende aktiv mit (29.06.2011)
Berlin - Die deutschen Stadtwerke gestalten den Umbau der Energieversorgung aktiv mit. Zu diesem Ergebnis kommt die neue Stadtwerkestudie 2011 von Ernst & Young und des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), die heute auf dem BDEW-Kongress in Berlin vorgestellt wurde.
- Gutachten: EEG-Novelle gefährdet Windenergie (29.06.2011)
60 Prozent der geplanten Windenergieprojekte sind gefährdet, wenn die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) in der geplanten Form in Kraft tritt. Das ist das Ergebnis eines vom Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE) und dem Wirtschaftsverband Windkraftwerke e.V. (WVW) in Auftrag gegebenen Gutachten.
- Stromversorger sehen Anreizregulierung in der Energiewirtschaft kritisch (28.06.2011)
In Zeiten steigender Strompreise fordern die einen mehr Regulierung und ein stärkeres Vorgehen gegen die als zu mächtig erscheinenden Stromkonzerne. Die anderen warnen vor zu viel Regulierung und dem Abwürgen des Wettbewerbs. In Deutschland gilt für die Stromnetze seit Anfang des Jahres 2009 die sogenannte Anreizregulierung.
- Investitionen müssen sich für Energieversorger wieder lohnen - Ökostrom steigt auf 19 Prozent (28.06.2011)
Energieversorger brauchen Investitions-Anreize und dürfen in ihrer Handlungsfähigkeit nicht weiter eingeschränkt werden, darauf verweist der Bundesverbande der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Die Erneuerbaren Energien sind weiter im Aufwind. Ersten Schätzungen des Verbandes zufolge steigt Anteil des Ökostroms am gesamten Strombedarf im ersten Quartal auf über 19 Prozent.
- Anhörung zu Netzausbau: Die Planung greift zeitlich zu kurz (28.06.2011)
Berlin - Die im Zusammenhang mit dem Atomausstieg geplanten Maßnahmen im Energiewirtschaftsrecht und zum beschleunigten Ausbau der Elektrizitätsnetze sind am Montag (27.06.11) in einer öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Wirtschaft und Technologie von den Sachverständigen begrüßt worden. - Klimaschädliche Kohle statt Atom? (28.06.2011)
Berlin - In der Lausitz müssen die Bewohner der Dörfer Grabko, Kerkwitz und Atterwasch weiterhin ihre Umsiedlung fürchten. Durch den Atomausstieg bis 2022 wird Kohle für die Stromgewinnung in Deutschland eher noch an Bedeutung gewinnen. Und unter den Grundstücken der rund 900 Einwohner liegt jede Menge der billigen, aber extrem klimaschädlichen Braunkohle. - Siemens liefert 108 Windräder für Offshore-Projekt in Großbritannien (28.06.2011)
Siemens hat einen weiteren Auftrag für einen Offshore-Windpark in Großbritannien erhalten. An ein Konsortium von DONG Energy und Scottish Power Renewables wird Siemens 108 Windenergieanlagen für das Projekt West of Duddon Sands in der Irischen See liefern. - Neues Stromdrehkreuz für 18 Millionen Verbraucher (27.06.2011)
Neuenhagen - Mit einem neuen Stromdrehkreuz bei Berlin sollen die Herausforderungen durch immer mehr Windstrom gemeistert und die Versorgung von 18 Millionen Verbrauchern gesichert werden. EU-Energiekommissar Günther Oettinger (CDU) sagte am Montag bei der Eröffnung der Leitzentrale des Übertragungsnetzbetreibers 50hertz in Neuenhagen, die Netzentgelte müssten steigen, um rasch mehr Leitungen zu bekommen. - Eon-Chef sieht in Energiewende «riesige Chance» (27.06.2011)
Düsseldorf/London - Neue Tonlage in der Diskussion um die Energiewende in Deutschland: Eon-Chef Johannes Teyssen hat den Wechsel zum Ökostrom im Gespräch mit der «Financial Times» (Montag) als «riesige Chance» bezeichnet. «Deutschland wird zum Versuchsraum für den beschleunigten Umstieg auf erneuerbare Energien», sagte der Manager dem Blatt. «Was wir lernen, wollen wir in die Welt tragen.»
- Umwelthilfe fordert bürgerfreundliche Gesetze für Netzausbau (27.06.2011)
Klare Abstandsregeln bei neuen Stromnetzen und der Vorrang für die Verlegung von Erdkabeln sind für die Deutsche Umwelthilfe (DUH) erforderlich, um die Akzeptanz bei den Bürgern für den Netzausbau zu erhöhen. So, wie die neuen Gesetze bis jetzt geplant sind, sind sie unzureichend, da ist sich die DUH in ihrer Stellungnahme sicher. - Globale Energieversorgung: Sonnen- und Windkraft boomen - Kohle auch (24.06.2011)
Die erneuerbaren Energien boomen, doch nach wie vor auch die Kohlekraft. Das geht aus einer Studie von Greenpeace International hervor, die am Donnerstag (23.06.11) in Amsterdam veröffentlicht wurde. Von der Kraftwerksleistung, die weltweit von 2000 bis 2010 ans Netz gegangen ist, kamen demnach 26 Prozent aus erneuerbaren Energien. Das meiste davon seien Windkrafträder gewesen. Kein Energiebereich wachse derzeit schneller als erneuerbare Energien.
- Bosch investiert halbe Milliarde Euro in neue Solarproduktion in Malaysia (22.06.2011)
Bosch dehnt seine Aktivitäten auf dem internationalen Solarmarkt aus. Noch in diesem Jahr soll der Startschuss für eine neue Solarfabrik in Malaysia fallen. Die zusätzliche Fertigung zielt auf den asiatischen Markt. Der Bereich Solar Energy boomt - noch 2011 man erstmals eine Milliarde Umsatz erreichen. - Keine Kürzung der Solarförderung zum 1. Juli (17.06.2011)
Die mögliche Kürzung der Solarförderung zum 1. Juli 2011 fällt aus, wahrscheinlich wird die nächste Kürzung zum 1. Januar 2012 erfolgen. Es wurden weniger Photovoltaik-Anlagen installiert als ursprünglich erwartet, so dass die Sollbruchstelle für eine Absenkung der Förderung nicht erreicht wurde. Die Gründe für den weniger starken Ausbau der Solarenergie sehen Experten unter anderem in einer Zurückhaltung der Verbraucher. Die Preise würden so rasch fallen, dass mancher Monat für Monat zögert.
- Zeitung: Einigung zu Ausbau der Stromnetze (17.06.2011)
Berlin - Bund und Länder haben sich nach einem Zeitungsbericht auf neue Regeln für einen schnellen Ausbau der Stromnetze geeinigt, der als Voraussetzung für die Energiewende gilt. Demnach soll die Bundesnetzagentur künftig für die Planungsverfahren bei Netzen mit überregionaler Bedeutung zuständig sein und nicht mehr die jeweiligen Bundesländer. - Verzweifelt gesucht: Gaskraftwerk (17.06.2011)
München - Der Energiewende droht bei der dringenden Suche nach Alternativen zu Atomkraftwerken ein großes Hindernis. Es fehlt nach dpa-Recherchen an willigen Investoren für die fest eingeplanten neuen Gaskraftwerke. - Töpfer: 'Erneuerbare machen mir angesichts der Klimakatastrophe Mut' (16.06.2011)
Hamburg - Klaus Töpfer ist Optimist. Angesichts der drohenden Klimakatastrophe machten ihm die erneuerbaren Energien Mut. Das erklärt der CDU-Politiker, der bis vor kurzem Vorsitzender der Ethikkommission zur Atomkraft war, in der neuen Ausgabe des Greenpeace Magazins. Zugleich nimmt er einen Bewusstseinswandel in der Gesellschaft wahr. - Eurosolar: Energiewende erfordert keinen massiven Netzausbau (15.06.2011)
Welche "Zutaten" sind für das "Rezept" zur Energiewende wirklich erforderlich? Entgegen der häufig vertretenen Expertenmeinung, dass hierfür mehr Transportleitungen für Strom sowie Offshore-Windparks gebaut werden müssen, nimmt die Eurosolar, eine 1988 gegründete gemeinnützige Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien eine ganz andere Position ein. - IEA Relaunches Technology Roadmap Geothermal Power and Heat (14.06.2011)
A new report from the International Energy Agency (IEA) shows how to achieve at least a tenfold increase in the global production of heat and electricity from geothermal energy – heat emitted from within the earth’s crust – between now and 2050.
- Netze am Limit - RWE-Entscheidung zu Biblis B offen (12.06.2011)
Das deutsche Stromnetz läuft derzeit in einer Art Notfallmodus. Die Stilllegung von acht AKW wirkt sich aus, meint Bundesnetzagentur-Chef Kurth. Mit Spannung wird auf das Ende des Atomoratoriums am Mittwoch geschaut: RWE könnte dann Biblis B theoretisch wieder anfahren. - Solarbranche unter Druck: Für kleine Unternehmen wird es eng (10.06.2011)
München - In der Solarindustrie nimmt die von Experten erwartete Marktbereinigung langsam Formen an. Die schwache Nachfrage auf den europäischen Kernmärkten und der herbe Wettbewerb aus Asien lassen die Preise für Module weiter fallen. Erst nach und nach schlägt sich das auch auf Preise für Rohmaterialien durch. Verbraucher - Simulationsmodelle für Gas- und Kohlekraftwerke ermöglichen Vergleiche (09.06.2011)
Gas- und vor allem Kohlekraftwerke sollen effizienter und emissionsärmer werden, um im künftigen Energiemix bestehen zu können. Sie werden für die Stabilität des Stromnetzes gebraucht, um für einige Jahre die nach Tages- und Jahreszeiten schwankende Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien auszugleichen. - Kartellamt: Energiewende stärkt erstmal die Großen (09.06.2011)
Berlin - Die Energiewende wird nach Einschätzung des Bundeskartellamtes zunächst die großen Stromproduzenten stärken. «Wir glauben, dass ganz kurzfristig die Marktmacht der großen Vier zunächst einmal ansteigen wird», sagte Präsident Andreas Mundt am Donnerstag im Deutschlandfunk. Sollte es zu Stromengpässen im zweiten Halbjahr 2011 kommen, müsse die Bundesnetzagentur für Stabilität sorgen. Der Schritt folge nicht unbedingt marktwirtschaftlichen Prozessen.
- Netzbetreiber Tennet: «Wir sind am Limit» (08.06.2011)
Berlin - Die Stromnetzbetreiber sehen mit dem Wegfall von acht Atomkraftwerken eine nur noch schwer zu beherrschende Situation erreicht. «Wir fahren die Netzen kontinuierlich am Limit», sagte der Geschäftsführer des Übertragungsnetzbetreibers Tennet, Martin Fuchs, am Mittwoch in einer Anhörung des Bundestags-Umweltausschusses. - Anhörung: Experten sehen Erneuerbare-Energien-Gesetz kritisch (08.06.2011)
Berlin - Grundsätzliches Lob, aber viel Kritik im Detail verteilten am Mittwoch Nachmittag 14 Experten in der öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit zur Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Viele Experten bemängelten, die Branche werde durch das Gesetz eher behindert als gefördert.
- Koalition will Ausbau der Höchstspannungsnetze beschleunigen (08.06.2011)
Berlin - Die Höchstspannungsnetze in Deutschland sollen beschleunigt ausgebaut werden. Diesem Ziel dient der von den Koalitionsfraktionen CDU/CSU und FDP vorgelegte Entwurf eines Gesetzes über Maßnahmen zur Beschleunigung des Netzausbaus Elektrizität (17/6073). - Verband: Zielvorgaben der Regierung für Erneuerbare unbefriedigend niedrig (08.06.2011)
Berlin - Die Ökoenergie-Branche hat den Entwurf des Erneuerbare-Energien-Gesetzes der Bundesregierung als unzureichend kritisiert. Der Atomausstieg sei zwar ein historischer Schritt, sagte der Geschäftsführer des Bundesverbandes Erneuerbare Energie, Björn Klusmann, der «Berliner Zeitung» (Mittwoch). «Aber wo ist der konsequente Einstieg ins Zeitalter der erneuerbaren Energien? Rhetorik und Realität klaffen auseinander.»
- Verband: bis 2020 zehn Prozent Solarstrom machbar - Milliardeninvestitionen geplant (08.06.2011)
Die Solarstrom-Branche will bis 2013 über 5 Mrd. Euro in Produktion sowie in Forschung und Entwicklung investieren. Dies kündigte der Bundesverband Solarwirtschaft BSW an. Der Branchenverband kritisiert geplante Einschnitte bei der Solarstromförderung, insbesondere beim Eigenverbrauch. Die Fördertöpfe für Solarwärme hingegen seien 'gut gefüllt'.
- Anhörung: Gesetzentwurf zur Kohlendioxid-Speicherung unter Experten umstritten (07.06.2011)
Berlin - Der von der Bundesregierung vorgelegte Gesetzentwurf zur Erprobung der unterirdischen Speicherung von Kohlendioxid (17/5750) ist unter Experten umstritten. Das wurde während einer öffentlichen Anhörung des Umweltausschusses am Montagvormittag (06.06.11) deutlich. - Sharp: Solarmarkt wandelt sich - 'Solar Service Providern gehört die Zukunft' (07.06.2011)
Fukushima, Atomausstieg, Energiewende - wenn Anfang Juni die Intersolar, die weltweit größte Messe für Solarenergie und –technologie, zum 20. Mal stattfindet, steht die Branche ganz unter dem Eindruck der aktuellen Diskussion um die Energieversorgung der Zukunft. Neben diesen gesellschaftlichen Herausforderungen befindet sich die Solarindustrie derzeit in einem anspruchsvollen Marktwandel.
- Internationale Energieagentur sieht «goldenes Zeitalter» für Gas (06.06.2011)
London - Die Zukunft des Erdgases als Energiespender sieht rosig aus. Zu diesem Schluss kommt ein Sonderbericht der Internationalen Energieagentur IEA, der am Montag in London vorgelegt wurde. - IEA special report explores potential for ‘golden age’ of natural gas (06.06.2011)
London - As supply and demand factors increasingly point to a future in which natural gas plays a greater role in the global energy mix, the International Energy Agency (IEA) on Monday released a special report exploring the potential for a “golden age” of gas. - Atomkraftwerke gehen stufenweise vom Netz (04.06.2011)
Berlin - Die Atomkraftwerke in Deutschland sollen bis 2022 in klar festgelegten Stufen abgeschaltet werden. Jedem AKW werde ein "Endproduktionsdatum" zugeordnet, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach einem Gespräch mit den 16 Ministerpräsidenten am Freitag in Berlin.
- Stadtwerke der Region Bodensee-Oberschwaben kooperieren bei Windenergie (03.06.2011)
Die kommunalen Energieversorger in der Region Bodensee-Oberschwaben wollen in die Windkraft investieren. Die Technischen Werke Friedrichshafen, die Technischen Werke Schussental, das Regionalwerk Bodensee und die Stadtwerke Überlingen wollen das Projekt gemeinsam angehen.
- Online: Potenzialanalyse für erneuerbare Energien in Kommunen (03.06.2011)
Das Forschungsprojekt ERNEUERBAR KOMM! der Fachhochschule Frankfurt am Main (FH FFM) hat großes Interesse in der Region Frankfurt/Rhein-Main geweckt. Seit der Freischaltung des Online-Rechners am 30. März 2011 wurden insgesamt 4257 kommunale Einzelanalysen durchgeführt.
- Stadtwerke begrüßen Ausstieg: könnten kurzfristig sechs Mrd. Euro investieren (01.06.2011)
Berlin - Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) begrüßt den Beschluss zu einem schnellen Ausstieg aus der Kernenergie, fordert aber gleichzeitig tragfähige und verlässliche Rahmenbedingungen. VKU-Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Reck: "Wir brauchen Anreize, dass auch die kleineren Marktteilnehmer wie die Stadtwerke neue Kraftwerkskapazitäten in den Markt bringen können." Bei den richtigen Rahmenbedingungen könnten die Stadtwerke kurzfristig mehr als sechs Milliarden Euro zusätzlich investieren, so Reck. - Der Atomausstieg wird kein Selbstläufer (01.06.2011)
Berlin - So einfach wie von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gehofft, dürfte der Atomausstieg nicht werden. Es gibt zwei große Haken. Die diesmal nicht eingebundenen Atomkonzerne bereiten - unterstützt von namhaften Kanzleien - Klagen vor. Erstmal geht es nur gegen die Atomsteuer, die im Jahr rund 150 Millionen Euro pro Kernkraftwerk kostet. - WWF: Kernkraftwerke stufenweise abschalten - nicht 2021 auf einen Schlag (01.06.2011)
Berlin - Der WWF fordert die Bundesregierung auf, die neun verbliebenen Kernkraftwerke stufenweise vom Netz zu nehmen, um Probleme zu vermeiden. Bislang ist geplant, die Meiler innerhalb von nur 12 Monaten in den Jahren 2021/22 abzuschalten. - Ethikkommission: Über Gorleben hinaus Endlager suchen (30.05.2011)
Berlin - Die von der Regierung eingesetzte Ethikkommission hat empfohlen, mit dem Atomausstieg auch einen Neustart bei der Suche nach einem Endlager zu wagen. Es sollte eine rückholbare Lagerung unter schärfsten Sicherheitsvorkehrungen gemacht werden, sagte der Vorsitzende Klaus Töpfer am Montag in Berlin. - Ältester Regenwald der Welt soll Palmölplantage weichen (29.05.2011)
In Kamerun sollen 60.000 Hektar Regenwald für eine Ölpalmen-Plantage gerodet werden. Kenia, Liberia, die Elfenbeinküste und andere afrikanische Länder haben bereits große Teile ihrer Regenwälder für Palmöl-Plantagen aufgegeben. Jetzt will die Blackstone Gruppe auch in Kamerun Ölpalmen anbauen. Durch dieses Projekt könnte einer der ältesten Regenwälder der Erde für immer vernichtet werden. Das Palmöl wird vor allem für die europäische Industrie produziert.
- Bundesnetzagentur: Im Extremfall könnte es im Winter eng werden (28.05.2011)
Bonn - Mit dem bevorstehenden Aus für die älteren Kernkraftwerke könnte das Stromnetz in diesem Winter in eine kritische Lage geraten. Die Bundesnetzagentur warnte am Freitag, in den Wintermonaten könnte vor allem in Süddeutschland die Versorgung kritisch werden, wenn an einem kalten, windstillen Wintertag eine hoch belastete Nord-Süd-Verbindung ausfalle.
- Siemens: 'Irsching 4' ist Kraftwerkstechnik von morgen (27.05.2011)
"Das sind historische Dimensionen", sagte Michael Süß, CEO des Siemens-Sektors Energy. Siemens hat nicht nur alle bisherigen Rekorde in Bezug auf Leistung sowie Wirkungsgrad in den Schatten gestellt, sondern auch in puncto Betriebsflexibilität. Gemeint ist die neue Gasturbine im Kraftwerk Irsching 4.
- Bundestag: Öffentliche Sitzung über Umgang mit Stromausfall (26.05.2011)
Berlin - Eine nationale Katastrophe aufgrund eines Stromausfalls ist zwar wenig wahrscheinlich. Aber das Büro für Technikfolgenabschätzung des Deutschen Bundestages sieht nicht alle Folgen wirklich durchdacht. ”Wir haben eine robuste Notstromversorgung, aber eine zeitnahe, gut koordinierte Versorgung würde ohne Strom trotzdem schwierig“, sagte Dr. Thomas Petermann, stellvertretender Leiter des Büros für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag am Mittwoch im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung. - KPMG-Studie: Offshore-Windenergie birgt großes Potenzial für die Schiffbaubranche (26.05.2011)
Durch eine Fokussierung auf den Bau von Spezialschiffen und komplexen Konstruktionen, die für die Errichtung von Windanlagen benötigt werden, könnte die Schiffbaubranche demnach bis 2020 bis zu 18 Milliarden Euro Umsatz erzielen.
- Germanwatch-Metastudie: Warum sich die Energiewende rechnet (26.05.2011)
Bonn - In einer neuen Metastudie stellt Germanwatch den aktuellen wissenschaftlichen Stand zur Debatte um Kosten und Nutzen der Erneuerbaren Energien in Deutschland dar. Die Ergebnisse zeigen, dass im Vergleich der volkswirtschaftliche Nutzen der Erneuerbaren Energien deutlich höher ist als die Mehrkosten. Weitere Gründe für die Erneuerbaren Energien: Sie verringern Klimaschäden, dienen als Konjunktur- und Jobmotor und führen mittelfristig zu günstigeren Strompreisen.
- Gesetzliche Hürden: Weniger Biodiesel aus Abfall- und Reststoffen (26.05.2011)
In Deutschland verkaufter Biodiesel wird immer seltener aus Abfall- und Reststoffen produziert. Lag deren Anteil bei Biodiesel im Jahr 2009 noch bei etwa fünf Prozent, sank er nach Angaben der Produzenten im vergangenen Jahr auf rund ein Prozent. Grund hierfür ist, dass der deutsche Gesetzgeber hinsichtlich des Verkaufs von Biodiesel aus Abfall- oder Reststoffen nur schwer zu überwindende Hürden geschaffen hat.
- Wuppertal Institut: Atomausstieg kostet 25 Euro mehr für Strom pro Jahr (25.05.2011)
Nordrhein-Westfalens Klimaschutzminister Remmel hat heute (25.05.11) eine neue Studie des Wuppertal Instituts zu den Strompreiseffekten des vorzeitigen Atomausstiegs vorgestellt. Die Wissenschaftler kommen darin zum Ergebnis, dass sich die Mehrkosten für einen Durchschnittshaushalt auf maximal 25 Euro pro Jahr belaufen werden.
- Stresstests ohne Stress - EU prüft Atomkraftwerke (25.05.2011)
Brüssel - Nomen est omen - meistens. Doch im Fall der europaweiten Stresstests für Atomkraftwerke werden die Tests eine ziemlich stressfreie Angelegenheit sein. Wochenlang haben die EU-Staaten gerungen, nun klammern sie bei den Tests die Folgen möglicher Terroranschläge auf Kernkraftwerke aus. - BDI warnt vor Risiken der Energiewende - Kritik von Greenpeace (25.05.2011)
Der BDI bekennt sich grundsätzlich zur Energiewende, warnt aber vor einer Überlastung der Industrie durch hohe Strompreise und vor instabilen Netzen. Greenpeace wirft dem BDI Panikmache vor.
- IEA book shows challenges of 'variable' renewables in power systems are surmountable (24.05.2011)
BRUSSELS - A new book from the International Energy Agency (IEA), Harnessing Variable Renewables: a Guide to the Balancing Challenge, presents a novel method of assessing the resources needed to balance supply and demand in power systems with large shares of ‘variable’ renewables, such as solar photovoltaic, wind and tidal energy. The report, which features case studies of eight geographic regions with sharply different power attributes, shows that there is a greater technical potential for balancing variable renewable energy output than is commonly assumed.
- Widerstand gegen Röttgens Solarpläne (24.05.2011)
Hamburg/Berlin - In der Koalition regt sich Widerstand gegen die Pläne von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU), die Solarförderung wie bisher weiterlaufen zu lassen. «Das Geld für die Energiewende ist zu knapp, um es auf ineffiziente Art rauszuschmeißen», sagte der energiepolitische Sprecher der Unionsfraktion, Thomas Bareiß (CDU), der «Financial Times Deutschland» (Dienstag). Man brauche «mehr Wind und Biomasse, aber weniger Fotovoltaik».
- Umweltminister ringen um Pläne für Atomausstieg (23.05.2011)
Magdeburg - Die Umweltminister von Bund und Ländern wollen diese Woche einen Zeitplan für den Ausstieg aus der Atomkraft finden. Bei dem Treffen in Wernigerode solle ein Zeitkorridor als Kompromiss gefunden werden, sagte Sachsen-Anhalts Umweltminister Hermann Onko Aeikens (CDU) als Vorsitzender der Umweltministerkonferenz der dpa. «Ich werde versuchen, die Diskussion so zu moderieren, dass wir möglichst nahe beieinander liegen», sagte Aeikens.
- Testbetrieb für Smart Grid: Irene reguliert sich selbst (23.05.2011)
Siemens und das Allgäuer Überlandwerk (AÜW) in Kempten testen das intelligente Stromnetz (Smart Grid) der Zukunft. - GuD-Kraftwerk erzielt Spitzen-Wirkungsgrad (23.05.2011)
Kraft-Wärmekopplung, also die Erzeugung von Energie bei gleichzeitiger Nutzung der anfallenden Wärme, gilt für die Energiewende als allseits akzeptierte Brückentechnologie, weil sie schon vom Ansatz her mehr Wirkungsgrad erzielt. Einen Weltrekord im Wirkungsgrad erziehtl die neue Gasturbine von Siemens im Kombibetrieb mit einer Dampfturbine. Sie gilt damit als herausragendes Beispiel „grüner“ Technologie. - Trotz AKW-Aus könnten Strompreise nur moderat steigen (22.05.2011)
Auch wenn die Energiekonzerne warnen: Trotz des Stillstands von acht Meilern ist der Strompreis kaum gestiegen. Das würde laut einer neuen Studie auch bei einem endgültigen Aus für die AKW so bleiben. - Nur noch vier Atomkraftwerke am Netz (20.05.2011)
Berlin - Ab diesen Samstag liefern nur noch vier der 17 deutschen Atomkraftwerke Strom. Das geht aus Angaben der Aufsichtsbehörden und Betreiber hervor. Neben den im Rahmen des Atommoratoriums stillstehenden acht AKW und weiterer sich in Revisionen befindenden Anlagen geht das RWE-Kernkraftwerk Emsland bei Lingen für drei Wochen im Netz.
- Kurzer Winter drückt Energieverbrauch nach unten (20.05.2011)
Berlin/Köln - Der Energieverbrauch hat sich in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres gegenläufig zur Gesamtwirtschaft entwickelt. Während das Wirtschaftswachstum bis Ende März mit einem Plus von über 5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum abschloss, lag der Energieverbrauch für den selben Zeitraum mit 2,9 Prozent im Minus.
- Greenpeace ruft zu 24stündiger Online-Demo für Energiewende auf (20.05.2011)
Berlin - Jeder Bundesbürger mit Internetzugang kann sich ab heute Nachmittag an einer 24-stündigen Online-Demo von Greenpeace für eine konsequente Energiewende beteiligen. - Smarte Produkte unattraktiv: Energieversorger verschenken Kundenpotentiale (19.05.2011)
Freiburg - Produkte rund um intelligente Stromzähler (Smart Meter) gelten als gute Möglichkeit, um Kunden zu binden und die Marktposition langfristig zu halten. Die angebotenen Produkte sind für Verbraucher jedoch häufig unattraktiv. Dies geht aus der aktuellen Marktstudie „Kundensegmente und Marktpotentiale 2011“ der Forschungsgruppe EnCT hervor, die Mitte Juni erscheint. - Frankfurt klagt gegen Braunkohlenstaubkraftwerk (19.05.2011)
Die Stadt Frankfurt am Main hat heute Klage gegen die Genehmigung eines Braunkohlenstaubkraftwerks der Firma GETEC eingereicht. Es ist so ausgelegt, dass es mit 19,99 MW gerade noch unter der Schwelle für den Emissionshandel bleibt, obwohl es auf einem Industriepark im Verbund mit anderen Kraftwerken betrieben wird. Die CO2-Emissionen werden jährlich bei etwa 45.000 Tonnen liegen, etwa 10.000 Tonnen mehr als das bisherige Gaskraftwerk aus der Zeit der Weimarer Republik. - Wer arm ist, zahlt höhere Strompreise (19.05.2011)
Das unabhängige Verbraucherportal Verivox hat ermittelt, dass bedürftige Haushalte überdurchschnittlich hohe Strompreise bezahlen müssen, für welche die staatlichen Zuwendungen nicht ausreichen.
- DIW: Vorreiterrolle beim Atomausstieg bietet enorme wirtschaftliche Chancen (19.05.2011)
Die deutsche Industrie kann Vorreiter der Energiewende werden und davon profitieren. Das ist das Fazit des neuen Wochenberichtes, den das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung DIW Berlin) unter dem Titel „Chancen der Energiewende“ veröffentlicht. Der Strompreis steigt nach Einschätzung des DIW Berlin nur leicht.
- FÖS-Gutachten: gekürzte Subventionen brächten Spielraum für Energiewende (19.05.2011)
Berlin - Die geschätzten staatlichen Zusatzausgaben der Energiewende könnten vollständig durch den Abbau umweltschädlicher Subventionen finanziert werden. Zu diesem Ergebnis kommt ein von Greenpeace in Auftrag gegebenes Gutachten des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS), das heute (19.05.11) in Berlin vorgestellt wird.
- Regierung: Kein schnellerer Ökoenergie-Ausbau (18.05.2011)
Berlin - Trotz des geplanten Atomausstiegs will die Bundesregierung den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland nicht beschleunigen. Stattdessen hält sie an dem Ziel fest, dass bis 2020 rund 35 Prozent des Stroms aus Sonnen-, Wasser- und Windkraft oder Biomasse gewonnen wird. Das geht aus dem Entwurf für das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. - Janning: Stadtwerke spielen wichtige Rolle beim Umbau des Energiesystems (18.05.2011)
Berlin - Heute (18.05.2011) trafen sich zahlreiche Wirtschaftsvertreter zu dem von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel einberufenen Energiegipfel im Kanzleramt. Im Mittelpunkt stand dabei der Umbau des deutschen Energiesystems. Mit dabei war auch Dr. Hermann Janning, Vizepräsident des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) und Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Duisburg AG. - Offshore-Firmen wollen Schallschutz für Meeressäuger testen (17.05.2011)
Travemünde/Karlsruhe - Betreiber und Errichter von Offhore-Windparks wollen Schweinswale besser vor Schallemissionen schützen. Dafür haben acht Unternehmen das Forschungsprogramm Esra vereinbart, das Methoden zur Schallminderung erforschen und weiterentwickeln soll. Dies teilten die beteiligten Unternehmen am Dienstag mit.
- Wie zukunftsfähig ist der atomar-fossile Kraftwerkspark der großen Stromkonzerne? (17.05.2011)
Berlin - Auf Einladung der Klima-Allianz diskutierten heute führende Vertreter der Energiewirtschaft, der Umweltverbände und der Politik, welche konkreten ökonomischen Auswirkungen ein Wandel zu immer mehr Erneuerbaren Energien für den deutschen Energiemarkt hat. Über 140 Teilnehmer kamen zu dem Alternativen Energiegipfel nach Berlin.
- Verbraucherzentrale mahnt Solarzellenhersteller wegen unlauterer Garantie ab (17.05.2011)
Bis zu 30 Jahre lang sollen Photovoltaik-Module nach den Versprechungen der Hersteller garantiert maximalen Ertrag aus der Sonnenenergie einfahren. Wer in diesem Zeitraum jedoch Produktfehler oder Minderleistung reklamieren will, dem ist die Garantieleistung keinesfalls sicher. Die Verbraucherzentrale NRW hat fünf der Marktführer der Modul-Branche jetzt wegen ihres Kleingedruckten abgemahnt.
- RWE produziert Holzpellets im US-Staat Georgia für Kohlekraftwerke in Europa (16.05.2011)
RWE Innogy hat im US-Bundesstaat Georgia die weltweit größte Anlage zur Pelletierung von Frischholz feierlich eingeweiht. Die hier produzierten Holzpellets werden ab diesem Sommer von Georgia nach Europa transportiert. Dort werden sie in bestehenden Steinkohlekraftwerken von RWE zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt.
- Merkel verteidigt Kosten des Atomausstiegs (13.05.2011)
Berlin - Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat ihre Entscheidung für einen schnellen Atomausstieg angesichts der Warnungen vor hohen Kosten verteidigt. Umwelt und Wirtschaftlichkeit müssten bei der angepeilten Energiewende zusammengebracht werden, sagte Merkel am Freitag bei einer Tagung des Evangelischen Arbeitskreises von CDU und CSU zur Umwelt- und Klimapolitik in Berlin. - Erdgas- und Stromverbrauch sinkt durch milden Winter (13.05.2011)
Der BDEW veröffentlichte heute (13.05.11) Verbrauchszahlen für das erste Quartal 2011. Demnach stieg der Stromverbrauch seit Jahresbeginn nur noch leicht um 0,4 Prozent, der Gasverbrauch nimmt im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent ab. Zurückzuführen ist das wohl auf günstige Witterungsverhältnisse.
- Energiewende in der Großstadt - Mühsamer Weg zum Sparen (13.05.2011)
Ein einziges Windrad steht in Berlin, für mehr gibt es keinen Platz. Metropolen können nur wenig erneuerbare Energie erzeugen. Umso mehr gilt: Sie müssen Strom und Wärme sparen.
- Opposition gegen Gesetz zur CO2-Speicherung (12.05.2011)
Berlin - Die Opposition will den Gesetzentwurf zur unterirdischen Speicherung des Klimakillers CO2 ablehnen. Während Linke und Grüne generelle Zweifel an der Technik haben, kritisierte die SPD am Donnerstag bei der ersten Lesung im Bundestag vor allem die Länderklausel, die es Bundesländern erlaubt, CO2-Speicher auf ihrem Gebiet abzulehnen. Die Regierung will das Verfahren bis 2017 erproben lassen.
- Stürmische Entwicklung – Investitionen in Offshore-Windkraft steigen trotz Risiken (12.05.2011)
Die Stromerzeugung in Offshore-Windparks vor Europas Küsten soll in den kommenden Jahren massiv steigen. Würden alle derzeit geplanten Anlagen mit einer Leistung von zusammen über 106 Gigawatt tatsächlich ans Stromnetz gehen, stiege die Gesamtkapazität gegenüber dem aktuellen Stand (April 2011) um den Faktor 35, wie aus einer Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC mit GBI Research hervor geht.
- Regierung will Erprobung von CCS-Technologien (11.05.2011)
Berlin: (hib/HLE) Um den Ausstoß von Kohlendioxid durch Kraftwerke, die fossile Energieträger wie Kohle nutzen, zu senken, soll in Deutschland die unterirdische Verpressung des Klimagases getestet werden. Dieses Ziel verfolgt die Bundesregierung mit dem von ihr eingebrachten Entwurf eines Gesetzes zur Demonstration und Anwendung von Technologien zur Abscheidung, zum Transport und zur dauerhaften Speicherung von Kohlendioxid (17/5750). - Regierung: 'Mangelverwaltung' im deutschen Stromnetz (11.05.2011)
Berlin: (hib/HLE) Die Bundesregierung hat eine ”ehrliche Debatte“ in der Energiepolitik verlangt, um die Zukunftsfähigkeit des Industriestandortes Deutschland sicherzustellen. Ein Vertreter der Regierung erklärte im Ausschuss für Wirtschaft und Technologie am Mittwoch, in der Diskussion sei die technische Seite bisher vernachlässigt worden. - Stadtwerke-Studie: Ausstieg aus Kernenergie bis 2020 ist mach- und bezahlbar (11.05.2011)
Nur der Ausstieg aus der Kernenergie bis 2020 ermöglicht den notwendigen und schnellen Umbau zu einem flexibleren und effizienten Kraftwerkspark. Längere Laufzeiten würden dagegen den Ausbau der erneuerbaren Energien gefährden. Das ist das Ergebnis einer Marktstudie, die der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) bei der Unternehmensberatung enervis in Auftrag gegeben hat. - Nordex wieder mit schwachem Jahresstart - Nettoverlust erwartet (11.05.2011)
HAMBURG - Der Hamburger Windkraftanlagenbauer Nordex hat nach Analysteneinschätzung erneut einen schwachen Jahresstart erwischt und unter dem Strich einen Verlust erwirtschaftet. Trotz der Diskussionen über eine Energiewende leidet die Branche weltweit unter einer schwachen Nachfrage und einem hohen Preisdruck. - Dezentralität vorantreiben: Forscher entwickeln hybride Stadtspeicher (11.05.2011)
Strom könnte zukünftig nicht nur in Großspeichern zentral, sondern auch dezentral gespeichert und intelligent vernetzt werden. Bei den Verbrauchern zuhause – etwa direkt in Lithium-Batterien oder aber indirekt durch intelligente Stromerzeuger und -verbraucher. - Fraunhofer Gesellschaft: Die Energiewende ist Treiber für die Wirtschaft (10.05.2011)
Die Umstellung auf eine regenerative Energieversorgung rechnet sich künftig auch wirtschaftlich. Verschiedene Studien zeigen, dass eine Energiewende das Bruttoinlandsprodukt in den kommenden zehn Jahren steigern und neue Arbeitsplätze schaffen kann. Das betont Prof. Eicke Weber, Sprecher der Fraunhofer-Allianz Energie. Fraunhofer-Forscher erabeiten Konzepte und Lösungen für eine Wende zu regenerativen Energien.
- Fachverband Biogas zu EEG-Erfahrungsbericht: Wenig Licht und viel Schatten (10.05.2011)
Berlin - In den letzten Tagen wurde der Entwurf des Erfahrungsberichtes zum Erneuerbare- Energien-Gesetz 2009 (EEG) des Bundesumweltministeriums (BMU) veröffentlicht. Nach erster Einschätzung des Fachverbandes Biogas e.V. finden sich wenig Licht und viel Schatten im Berichtsentwurf. - Eckpunktepapier: Verbände sehen erhebliches Potential in KWK und Fernwärme (09.05.2011)
Der KWK- und Wärmemarkt bietet bereits heute das Potential, einen erheblichen und ganzheitlichen Beitrag zur Erreichung der energiepolitischen Ziele der Bundesregierung zu leisten. Voraussetzung ist aber eine entsprechende gesetzgeberische Flankierung. Zu diesem Ergebnis kommen verschiedene Verbände in einem heute vorgelegten Eckpunktepapier. - Weltklimarat IPCC präsentiert Energiebericht: bis 2050 drei Viertel Erneuerbare (09.05.2011)
Umweltschützer jubeln über den neuesten Bericht des Weltklimarates: Demnach können in rund 40 Jahren 77 Prozent aller Energien weltweit aus alternativen Quellen kommen. Bislang sind es nur 13 Prozent.
- Studie: China verdient Milliarden mit grüner Technologie (09.05.2011)
Amsterdam - Das immer wieder als Umweltsünder gescholtene China verdient nach einer neuen Studie inzwischen mit grünen Technologien mehr als jedes andere Land der Welt. Zugleich wächst die Produktion von Windrädern und anderen umweltschonenden Energieerzeugern in der Volksrepublik deutlich schneller als anderswo, wie aus der Studie der Umweltstiftung WWF hervorgeht. Die Untersuchung wurde am Montag (09.05.11) in Amsterdam veröffentlicht.
- Greenpeace: CCS-Gesetz zieht Bundesländer über den Tisch (08.05.2011)
Berlin - Mögliche CO2-Endlager unter der Nordsee könnten das Grundwasser der Küsten-Länder verunreinigen, auch wenn eine CO2-Verpressung auf ihrem Gebiet ausgeschlossen wurde. Darauf weist Greenpeace im Rahmen des aktuellen Gesetzgebungsverfahrens für die CCS-Technologie hin. Greenpeace fordert daher die Landesregierungen von Niedersachsen und Schleswig-Holstein auf, das CCS-Gesetz der Bundesregierung abzulehnen. - Weltklimarat analysiert Chancen von Erneuerbaren Energien (08.05.2011)
Abu Dhabi/Berlin - Der Weltklimarat IPCC hat einen umfassenden Report über die Zukunftschancen der Erneuerbaren Energien erstellt. Die Hauptthesen daraus will das Gremium an diesem Montag in Abu Dhabi präsentieren. - Forscher: Bürger-Blockaden gegen erneuerbare Energien vermeidbar (06.05.2011)
Für eine Energiewende braucht Deutschland zahllose neue Windräder, Biogas- und Solaranlagen sowie Systeme zur Energiespeicherung. Auch die Stromnetze müssen ausgebaut werden. Oft erhebt sich gegen solche Eingriffe in die Landschaft aber lokaler Protest: Im Thüringer Wald wehren sich Bürger gegen neue Hochspannungsleitungen, in Neuburg an der Ostsee erzürnt sie eine Biogasanlage, im Schwarzwald ein Pumpspeicherkraftwerk. - Röttgens Empfehlungen für die Änderung der Ökostromförderung (06.05.2011)
Berlin - In einem Erfahrungsbericht hat die Bundesregierung die bisherige Milliarden-Förderung der erneuerbaren Energien über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) unter die Luppe genommen. Deren Anteil an der Stromversorgung soll bis 2020 von 17 auf fast 40 Prozent steigen. - Greenpeace: Alternative Energien wachsen - Kohle in China auch (06.05.2011)
China steht auf Kohle: Sie befeuerte in den vergangenen Jahren über 70 Prozent der neu installierten Kraftwerksleistung. Die EU setzte bei neuen Kraftwerken dagegen zu 90 Prozent auf Gas, Öl und Erneuerbare Energien. Das geht aus einer Greenpeace-Analyse hervor.
- Abmahnungen von Verbraucherzentrale wegen Mogelpackung Ökostrom (06.05.2011)
Unlautere Trittbrettfahrerei beim Ökostrom-Hype hat die Verbraucherzentrale NRW jetzt erfolgreich abgemahnt: Der Stromanbieter FlexStrom verzichtet künftig darauf, durch Angst schürende Darstellungen des Super-Gaus seinen Absatz von Ökostrom zu befördern.
- Künftiger BASF-Chef: Energie muss bezahlbar bleiben (05.05.2011)
Ludwigshafen - Er übernimmt ein bestelltes Haus - daran lässt Kurt Bock keinen Zweifel. Nach der Hauptversammlung am Freitag wird der 52-Jährige Vorstandsvorsitzender des weltgrößten Chemiekonzerns BASF. Einen schnellen Atomausstieg sieht Bock - wie schon sein Vorgänger Jürgen Hambrecht - skeptisch. Strom müsse auch für die Industrie bezahlbar bleiben, fordert er. Man habe im vergangnenen Jahr so viel Gas verbraucht wie die Schweiz. Außerdem müsse eine lückenlose Versorgung gewährleistet sein.
- Vestas erneut mit Fehlstart ins Jahr - Ausblick aber bekräftigt (05.05.2011)
KOPENHAGEN - Der weltgrößte Windkraftanlagenbauer Vestas spürt noch nichts von der möglichen Energiewende. Der Start ins Jahr verlief noch schlechter als 2010, wie das dänische Unternehmen am Mittwoch (04.05.11) in Kopenhagen mitteilte. - Energie «made auf Pellworm» - Ein Inseltraum (04.05.2011)
Pellworm ist eine Insel unter Strom. Das kleine Eiland im schleswig-holsteinischen Wattenmeer träumt von einer Karriere als Energieanbieter und Vorreiter in Sachen CO2-Neutralität.
- Töpfer erwartet keine wesentlich höheren Energiepreise durch Atomausstieg (04.05.2011)
Osnabrück - Der Vorsitzende der Ethikkommission zum Ausstieg aus der Atomenergie, Klaus Töpfer, erwartet nicht, dass der Verzicht auf Kernenergie zu viel höheren Strompreisen führt.
- Erstmals CO2 aus Kraftwerk unterirdisch verpresst (04.05.2011)
Wie kann der Klimakiller CO2 aus der Braunkohleverstromung am Entweichen in die Atmosphäre gehindert werden? Das erforscht der Energieversorger Vattenfall seit 2008 in einer Pilotanlage im Süden Brandenburgs. Jetzt wurde dieses Treibhausgas erstmals gespeichert.
- DEHSt: Alle deutschen Anlagen sind für 2010 in Compliance (03.05.2011)
Alle 1.637 Anlagen mit Konten im Deutschen Emissionshandelsregister (DEHSt) waren am 1. Mai 2011 in Compliance: Sie haben Emissionsberechtigungen in Höhe ihrer gemeldeten verifizierten Emissionsdaten (VET-Einträge) für das Jahr 2010 abgegeben. Die Prüfung der Emissionsberichte steht naturgemäß noch aus. - Netzleitungs-Monitoring kann Reserven im Stromnetz aufspüren (02.05.2011)
Wieviel Strom Windenergieanlagen liefern, ist vom Wetter abhängig. Ebenso verhält es sich mit der Kapazität von Freileitungen. Sie ist an kalten und stürmischen Tagen höher als bei Windflaute und hochsommerlichen Temperaturen. Ein energieautarkes Sensornetzwerk überwacht Stromleitungen, um Reserven in den Kabeln aufzuspüren. - Offshore-Windpark Baltic 1 in Betrieb (02.05.2011)
Karlsruhe/Zingst. Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG hat heute den ersten kommerziellen Windpark in Deutschland offiziell in Betrieb genommen. Im Beisein von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, Ministerpräsident Erwin Sellering und zahlreichen Vertretern aus Wirtschaft und Politik fiel an der Ostsee der Startschuss für die kommerzielle Nutzung der Offshore Windkraft in Deutschland.
- China will 500 Modellregionen für Erneuerbare Energien aufbauen (02.05.2011)
Die chinesische Regierung will ländlichen Regionen Subventionen zubilligen, wenn sie als Modellregion für Lösungen rund um Erneuerbare Energien dienen. Gefördert werden sollen beispielsweise die Methangasgewinnung aus Abwasser, die Biogasifizierung und die Solarenergieprojekte, wie das Finanzministerium nun mitteilte. - Zeitung: Statt Restlaufzeiten plant Merkel festen Zeitpunkt für Atomausstieg (02.05.2011)
Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel will den Ausstieg aus der Atomkraft nach Informationen des «Handelsblatts» mit einer festen Jahreszahl verbinden und vom System der Restlaufzeiten abrücken. Darauf habe sich Merkel mit Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) und Kanzleramtsminister Ronald Pofalla bei einem Treffen Ende vergangener Woche geeinigt, berichtet die Zeitung am Montag unter Berufung auf Regierungskreisen.
- Polen will Atompläne mit Deutschland besprechen (28.04.2011)
Warschau - Polen hält am geplanten Atomeinstieg fest, will aber bei der Umsetzung seiner AKW-Pläne Rücksicht auf Deutschland nehmen. Er habe versprochen, alle Atompläne samt der Standortfrage mit der deutschen Seite «über das Übliche hinaus» zu besprechen, sagte der polnische Umweltminister Andrzej Kraszewski am Donnerstag in Warschau. - Ethik-Kommission: Eon-Chef warnt bei Atom-Anhörung vor Turboausstieg (28.04.2011)
2017, 2020 oder viel später? Als Lehre aus den Stuttgart-21-Protesten veranstaltet die Ethikkommission einen Runden Tisch zum Atomausstieg. Das Fernsehen ist live dabei. Die meisten Experten reizt der Umbau Deutschlands zum Ökostromland. Nur der Eon-Chef spielt da nicht mit. - Kanada: Regierung genehmigt 1,24-Milliarden-Dollar-Projekt zur CO2-Abscheidung (27.04.2011)
Saskatoon, Saskatchewan - Die Regierung der kanadischen Provinz Saskatchewan hat den Bau der Anlage "Boundary Dam Integrated Carbon Capture and Storage Demonstration" genehmigt - eine der ersten kommerziellen CO2-Abscheidungs- und Speicherungsanlagen der Welt.
- Experte: Atomausstieg schadet dem Klima nicht (27.04.2011)
Hamburg/Berlin - Der Präsident des Umweltbundesamts, Jochen Flasbarth, sieht in einem schnellen Ausstieg aus der Kernenergie keinen Schaden für den Klimaschutz. «Es wird in Deutschland mit dem Atom-Moratorium derzeit zwar etwas mehr Kohle verbrannt», sagte Flasbarth der «Financial Times Deutschland» (Mittwoch). «Aber das ändert nichts an der europaweit festgelegten CO2-Obergrenze.» Die zusätzlichen Emissionen aus deutschen Kohlekraftwerken würden durch den Emissionshandel automatisch anderswo ausgeglichen, sagte Flasbarth. «Der Atomausstieg schadet dem Klima nicht.»
- The age of cheap energy is over, IEA Executive Director warns (27.04.2011)
The Executive Director of the International Energy Agency (IEA) has warned that curbing rising fossil fuel prices will require significant investments and further development and deployment of renewable energy technologies, energy efficiency, and advanced vehicles.
- BDI-Studie: Schneller Atomausstieg verursacht 20 Prozent mehr CO2 und drastische Stromverteuerung (25.04.2011)
Eine sofortige dauerhafte Abschaltung von acht Kernkraftwerken sowie eine schnellere Abschaltung aller übrigen Kernkraftwerke bis Anfang 2018 lässt die Strompreise um fast ein Drittel steigen: Die Strom-Großhandelspreise lägen im Jahr 2018 mit 70 Euro pro Megawattstunde um bis zu 30 Prozent höher als ohne vorgezogenen Ausstieg. Das ist ein Ergebnis der wissenschaftlichen Untersuchung des Kölner Energieforschungsinstituts r2b energy consulting im Auftrag des BDI zu den Folgen eines schnellen Atomausstiegs. - Zuwachs bei Solarstrom ersetzt ein Atomkraftwerk (21.04.2011)
Berlin – Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland rund 249.000 Solarstromanlagen neu installiert. Eine Auswertung des Bundesverbandes Solarwirtschaft e. V. (BSW-Solar) zeigt: Kleinanlagen fürs eigene Hausdach sind nach wie vor gefragt, Großanlagen konnten kräftig zulegen. Im Ländervergleich belegt zwar Bayern beim Sonnenstrom weiterhin den Spitzenplatz. Aber die nördlichen Bundesländer holen bei der neu installierten Pro-Kopf-Leistung in 2010 auf. - Studentische Geschäftsidee: Verbraucher kaufen Strom gemeinsam (20.04.2011)
Nach Fukushima und in Zeiten der Energiewende kommt langsam Bewegung in den Markt der Energieversorgung. Mit „Consumer Pool“ hat der Passauer Student Julius Kuhn-Regnier eine Geschäftsidee, mit der sich Verbraucher zusammenschließen, um ihre Interessen beim Einkauf von Strom und Gas besser durchzusetzen.
- EnBW mit Investitionsplänen und Geldsorgen (20.04.2011)
EnBW muss für den Ausbau Erneuerbarer Energien Milliarden investieren. Der Energieversorger setzt dabei auch auf «dezentrale Erzeugung». Karlsruhe (dpa) - EnBW-Chef Hans-Peter Villis will den Ausbau Erneuerbarer Energien massiv vorantreiben. Wo das Geld dafür herkommen soll, ließ er am Dienstag bei der Hauptversammlung allerdings weitgehend offen. - Studie: Energieriesen liefern gerade mal halbes Prozent an Wind- und Solarstrom (19.04.2011)
Berlin - Die vier großen Energiekonzerne RWE, E.ON, Vattenfall und EnBW verweigern sich der Energiewende. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Berliner Instituts für Ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) im Auftrag von Greenpeace, die die unabhängige Umweltschutzorganisation heute in Berlin vorstellt. Gerade einmal 0,5 Prozent des Stroms aus Wind- und Sonnenkraft stammt 2009 von den vier Stromriesen.
- EnBW will verstärkt dezentraler Versorger werden (19.04.2011)
Karlsruhe - Um seinen Anteil an Erneuerbaren Energien bis 2020 wie geplant zu verdoppeln, müsste der Energieversorger EnBW rund acht Milliarden Euro aufbringen. Geld für Investitionen soll zum Teil aus dem Verkauf von Minderheitsbeteiligungen für etwa 1,8 Milliarden Euro und zusätzlichen Sparprogrammen kommen, sagte EnBW-Chef Hans-Peter Villis am Dienstag zum Auftakt der Hauptversammlung in Karlsruhe.
- Rechnet Deutsche Energieagentur zu Kosten für Energiewende mit Horrorzahlen? (18.04.2011)
Die Mehrheit der Bürger will schnell raus aus der Atomkraft - doch noch rätselt Deutschland, wie teuer die neue Stromwelt wird. Die Energieagentur Dena rechnet mit drastischen höheren Strompreisen. Die Grünen sagen, Schwarz-Gelb arbeite mit «Horrorzahlen».
- Studie: Wind und Wasser sind in Wirklichkeit schon heute billiger als Kohle und Atom (18.04.2011)
Strom aus Wind- und Wasserkraft ist unter Berücksichtigung aller Kosten schon heute deutlich billiger als Strom aus Kohle und Atom. Insbesondere Atomstrom kostet in Wirklichkeit fast doppelt so viel wie Wasserkraft und zwei Drittel mehr als Windenergie. Das geht aus der neuen Greenpeace-Energy-Studie „Was Strom wirklich kostet“ hervor, die das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) im Auftrag erstellte. - Abschaltung der alten Atomkraftwerke treibt Strompreis (15.04.2011)
Leipzig - Die Abschaltung der alten Atomkraftwerke hat den Strompreis an Deutschlands einziger Energiebörse EEX in die Höhe getrieben. Die Unsicherheit im Markt sei zuletzt groß gewesen, sagte die EEX-Finanzchefin Iris Weidinger am Donnerstag in Leipzig.
- Preis-Wert: Wie viel kostet ein Windpark? (15.04.2011)
Im Rahmen des europäischen Reports "Valuing Wind and Solar Farm Developers" hat Deloitte eine innovative Methode zur Bewertung von industriellen Solar- und Windkraftanlagen über den kompletten Projektzyklus hinweg gewählt und damit ein lange währendes Problem der Branche gelöst.
- Wer will wann raus aus der Atomkraft? (15.04.2011)
Berlin - Parteien und Umweltschützer haben unterschiedliche Vorstellungen, bis wann ein Atomausstieg möglich sein könnte.
- Nicht bei mir: Die Bürger bestimmen, wie grün der Strom wird (14.04.2011)
Neue Windräder, Kraftwerke und Hochspannungsleitungen: Um Atomausstieg und Energiewende zu schaffen, sind große und kleine Projekte notwendig. Doch getreu der Devise «Nicht in meinem Hinterhof» machen viele Bürger und Lokalpolitiker dagegen mobil.
- WWF-Analyse: Keine wachsenden Atomstromimporte feststellbar (13.04.2011)
Berlin - Die Abschaltung von neun Kernkraftwerken in Deutschland hat nicht dazu geführt, dass die Meiler in den Nachbarländern auf Hochtouren laufen. Zu diesem Ergebnis kommt eine vom WWF vorgelegte Analyse der deutschen Stromhandelsbilanz.
- Studie: Schiefergas durch hohe Methanemissionen im Zwielicht (12.04.2011)
Die Förderung von Gas aus Schieferformationen ist in den USA höchst umstritten. Nun sorgt eine Untersuchung von Professoren der Universität Cornell zu den Treibhausgasemissionen bei der Produktion und dem Einsatz von Schiefergas erneut für Aufregung.
- Greenpeace-Plan zur Energiewende: Atomausstieg bis 2015, Kohleausstieg bis 2040
Berlin - Der Atomausstieg kann nach Berechnungen von Greenpeace geordnet bis 2015 und ein Ausstieg aus klimaschädlicher Kohle bis 2040 umgesetzt werden. Das geht aus einem Fahrplan für die Energiewende hervor, den die unabhängige Umweltschutzorganisation heute (12.04.11)kurz vor dem Energiegipfel von Bundesregierung und Bundesländern in Berlin präsentiert. - Forschungsprojekt Stabiler Strom aus Erneuerbaren Energien (11.04.2011)
Eine sichere und zuverlässige Stromversorgung allein aus Erneuerbaren Energien ist in Deutschland machbar – auch ohne sogenannte Schattenkraftwerke. Das soll das neue Forschungsprojekt „Kombikraftwerk 2“ des Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) gemeinsam mit neun Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft nachweisen. Wind- und Biogaskraftwerke sowie Solarstromanlagen werden in Modellen und Feldversuchen verknüpft und zentral gesteuert. - Konzerne stoppen vorerst Zahlungen an Ökofonds (10.04.2011)
Die AKW-Betreiber drehen dem Öko-Fonds der Regierung den Geldhahn zu - als Konsequenz aus der bis Juni ausgesetzten Laufzeitverlängerung für die Atommeiler. Die Regierung reagiert gelassen. Kritik kommt von der Opposition. Und Atomkraftgegner kündigen neue Proteste an. - Energiewirtschaft uneins über Atomausstieg (09.04.2011)
Berlin - Gegen den Widerstand der Atomkonzerne peilt die deutsche Energiewirtschaft einen Ausstieg aus der Kernenergie bis 2020 an. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) beschloss am Freitag in Berlin, dass bei Sicherstellung von Versorgung, Klimaschutz und Bezahlbarkeit ein Ausstieg bis 2020 angestrebt werde - spätestens aber entsprechend der Vorgaben des rot-grünen Ausstiegsbeschlusses in den Jahren 2022 bis 2023.
- Neue Anwendungsbilanzen: Energieverbrauch wird transparenter (08.04.2011)
Berlin/Köln - Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG Energiebilanzen) hat jetzt erstmals eine Energie-Anwendungsbilanz für Deutschland vorgelegt. Damit ist es nunmehr möglich, den Verbrauch sowie die einzelnen Anwendungszwecke in den Bereichen Industrie, Gewerbe-Handel-Dienstleistungen, bei den Privathaushalten und im Verkehr zuverlässig und fortschreibungsfähig zu ermitteln.
- Verbraucher bei Ökostrom verunsichert - verbindliche Kriterien gefordert (08.04.2011)
Heidelberg - Die Verbraucher werden durch fehlende verbindliche Kriterien für Ökostromprodukte verunsichert. Nach Auffassung des unabhängigen Verbraucherportals Verivox ist ein Dschungel aus Zertifikaten und Gütesiegeln ohne klare Definitionen entstanden, in dem sich Verbraucher schnell verirren können.
- Viel Wind um Offshore: Politiker drehen auf (08.04.2011)
Borkum/Wilhelmshaven (dpa) - Das Rennen um den Ausbau der Windkraft geht weiter: Vor fast genau einem Jahr gab Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) per Knopfdruck das Startsignal für das Offshore-Testgebiet «alpha ventus» mit zwölf Windrädern in der Nordsee. - IEA releases first Clean Energy Progress Report (07.04.2011)
ABU DHABI - The International Energy Agency on Wednesday 806.04.11) released its first Clean Energy Progress Report, which assesses global deployment of clean energy technologies and provides recommendations to countries on future action and spending.
- Umfrage: 70 Prozent der Deutschen wollen Atomausstieg - aber ohne Importzukäufe (07.04.2011)
Eine Umfrage zeigt: Die Deutschen wollen vor 2020 komplett raus aus der Kernkraft, jedoch nicht zum Preis vom Atomstrom-Importen. Viele Bürger würden höhere Strompreise und -trassen hinter dem Haus akzeptieren. Regierungsberater fordern eine «Energierevolution».
- Greenpeace-Berechnung: Atomausstieg bis 2015 - ohne Klimaschutz zu gefährden (07.04.2011)
Hamburg - Bis 2015 kann Deutschland aus der Atomkraft aussteigen, ohne dass dadurch negative Folgen für die Sicherheit der Stromversorgung, den Klimaschutz oder die Energiekosten entstehen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Berechnung von Greenpeace, die die unabhängige Umweltschutzorganisation auf Basis aktueller Kraftwerksplanungen vorgenommen hat. - Umweltbundesamt: Deutschland braucht keine Stromimporte (06.04.2011)
Berlin - Das Umweltbundesamt sieht trotz der vorübergehenden Abschaltung von acht Atomkraftwerken keine Notwendigkeit für Stromimporte aus anderen EU-Staaten. «Deutschland ist nicht auf Stromimporte aus Frankreich oder anderen Ländern angewiesen, sondern könnte sich komplett selbst versorgen», sagte der UBA-Energie-und Klimaexperte Harry Lehmann der Nachrichtenagentur dpa. Die aktuellen Importe seien allein preisgetrieben, weil sich Stromhändler mit dem billigsten Strom eindecken.
- Ökostrom: EcoTopTen aktualisiert Marktübersicht für die persönliche Energiewende (06.04.2011)
Die Reaktorkatastrophe in Japan hat in Deutschland eine neue Debatte über die Nutzung der Kernenergie entfacht. Der Umbau des Kraftwerkparks für die Strombereitstellung und damit der Ausstieg aus der Atomenergie sowie der Ausbau der erneuerbaren Energien sind notwendige Bausteine für eine Energiewende. Wer dazu einen persönlichen Beitrag leisten möchte, dem bietet sich eine einfache Möglichkeit: Die Wahl eines Ökostrom-Tarifs, wozu EcoTopTen eine Entscheidungshilfe bieten möchte.
- Deutschland für längeren Blackout schlecht gerüstet (05.04.2011)
Berlin - Deutschland ist auf einen massiven Stromausfall schlecht vorbereitet. Das geht aus einem noch unveröffentlichten Bericht des Büros für Technikfolgen-Abschätzung (TAB) beim Bundestag hervor, der der «tageszeitung» (taz) vorliegt. Darin wird moniert, dass ein solcher Notfall in den «aktuellen Gesetzen und Verordnungen nur ungenügend berücksichtigt» werde.
- Die Stromimportfrage beim Atomausstieg (04.04.2011)
Die Atom-Ethikkommission tagt erstmals und Kanzlerin Merkel gibt ihr knifflige Aufgaben mit auf den Weg: Welche Auswirkungen hätte der Atomausstieg auf den Klimaschutz und den Import von Strom? Importiert wird wegen der AKW-Abschaltungen schon längst.
- BDEW: Strom- und Gasverbrauch 2010 um vier Prozent gestiegen (04.04.2011)
Hannover - Der Verbrauch von Strom und Erdgas ist im Jahr 2010 nach vorläufigen Angaben des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) insgesamt um vier Prozent gestiegen. Der Gasverbrauch stieg im Vergleich zum Vorjahr um 4,2 Prozent auf 942 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) und übertraf damit sogar leicht das Vorkrisenniveau. Der Stromverbrauch stieg 2010 zwar um 3,8 Prozent auf 530 Mrd. kWh, hat aber das Niveau von 2008 noch nicht wieder erreicht. - Widespread deployment of smart grids is essential, IEA report says (04.04.2011)
PARIS - A new report from the International Energy Agency (IEA) says the widespread deployment of “smart grids” – networks that monitor and manage the transport of electricity from all generation sources to meet the varying electricity demands of end users – is crucial to achieving a more secure and sustainable energy future.
- Experten: Dezentrale Energieversorgung als Zukunftsmodell (04.04.2011)
Berlin - Ob Biogas-Anlagen, Solarsysteme oder Speichermöglichkeiten: Umweltfreundliche Energieversorgung der Zukunft benötigt nach Einschätzung von Prof. Martina Schäfer (TU Berlin) verstärkt dezentrale Einheiten. Vor allem in armen Ländern werde es darum gehen, Kommunen durch kleine und robuste Energieversorgungssysteme unabhängiger zu machen, sagte die Leiterin des Zentrums Technik und Gesellschaft Berlin. Auch reiche Länder könnten von dezentralen Modellen als Pionierlösungen profitieren.
- Keine AKW-Vorentscheidung - Merkel sieht RWE-Klage gelassen (01.04.2011)
Berlin - Die Bundesregierung hat noch keine Vorentscheidung getroffen, wie viele Atomkraftwerke nach dem Ende des Moratoriums im Juni dauerhaft vom Netz gehen sollen. Es gebe bisher keine politischen Festlegungen, wie man dann handeln werde, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin.
- Wowereit: In Berlin bis 2050 nur noch Erneuerbare (23.03.2011)
Berlin - Berlin will im Jahr 2050 seine Energieversorgung komplett aus erneuerbaren Energien bestreiten. Das kündigte der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) am Mittwoch auf der 2. Berliner Klimaschutzkonferenz an. - Anteil Erneuerbarer Energien auch 2010 weiter gestiegen (16.03.2011)
Die Erneuerbaren Energien haben 2010 in Deutchland einen Anteil von 17 Prozent an der Stromversorgung erreicht, innerhalb zehn Jahren rechnet man mit einem Anteil von 40 Prozent. Auch arbeitsmarktpolitisch ist die Entwicklung eine Erfolgsstory: 370.000 Menschen sind laut Bundesumweltministerium derzeit in der Branche beschäftigt. Tendenz zunehmend. - Steinkohlekraftwerk Brunsbüttel: Naturschützer klagen gegen Bebauungsplan (02.02.2011)
Berlin/Kiel/Brunsbüttel - Die Deutsche Umwelthilfe e.V (DUH) und der Landesverband Schleswig-Holstein des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sowie ein Anwohner aus Brunsbüttel haben heute beim Oberverwaltungsgericht Schleswig-Holstein den Antrag auf Normenkontrolle gegen den Bebauungsplan Nr. 56 "Kohlekraftwerk an der Holstengrenze, zwischen SAVA und Kernkraftwerk" der Stadt Brunsbüttel eingereicht.