Rotorblätter von Windenergieanlagen sind hoch beanspruchte, komplex aufgebaute Bauteile und müssen über Jahre enormen Belastungen standhalten. Besonders gilt das für das neue Einsatzgebiet der Offshore-Windparks, in denen sie sich auch gegenüber Salzwasser und Orkanböen behaupten müssen. Hier kommt noch hinzu, dass Techniker nur bei ruhigem Wetter vor Ort tätig werden können.
Pünktlich zur Heizsaison stehen viele Hausbesitzer und Betreiber von Heizanlagen oder größeren Kesseln vor der Entscheidung, ob sich ein Austausch lohnt. Bei der Frage nach einem umweltfreundlichen und ressourcenschonenden Brennstoff, der Erdöl oder Erdgas ersetzen kann, steht Holz weit oben auf der Skala der möglichen Alternativen – emissionsarme Brennmaterialien sind dabei vor allem Holzhackschnitzel und Holzpellets.
Eine Strecke von rund 14.000 Kilometer trennt Grönland von der Antarktis. Trotzdem ist es einem internationalen Forscherteam gelungen, mithilfe von Klimadaten aus antarktischen Eisbohrkernen eine Kurve für Temperaturänderungen in Grönland zu rekonstruieren, die 800 000 Jahre weit in die Vergangenheit zurückreicht und damit völlig neue Einblicke in die Klimageschichte Grönlands und des Nordatlantiks ermöglicht.
Gebäude, die mehr Energie produzieren als sie verbrauchen und als dezentrale Kraftwerke die umliegende Infrastruktur oder Elektrofahrzeuge mit Strom versorgen. Bestandsbauten, die am Ende ihrer Nutzungsphase als Rohstoffquelle für die urbane Produktion fungieren.
San Francisco - Ausgerechnet eine von Skeptikern des Klimawandels mitfinanzierte Studie belegt einmal mehr, dass sich die Erde erwärmt hat. Ein am Freitag von US-Forschern im Rahmen des «Berkeley Earth Surface Temperature» Projekts veröffentlichter Bericht kommt zu dem Ergebnis, dass die Temperaturen seit den 1950er Jahren global um durchschnittlich ein Grad Celsius gestiegen sind.
Immer wieder werden neue Ideen entwickelt, um mit großtechnischen Verfahren, dem sogenannten „Climate Engineering“ den durch den Menschen verursachten Klimawandel zu stoppen. Eine neue Internetplattform, www.climate-engineering.eu, die am 07.10.11 online ging, soll der oft kontrovers geführte Debatte mehr Transparenz zu verleihen. Das Projekt ist eine Gemeinschaftsinitiative des „Kiel Earth Institutes“ und des Marsilius-Kollegs der Universität Heidelberg.
Der Boden spielt für das Ökosystem, die Wirtschaft und für den globalen Kohlenstoffkreislauf eine entscheidende Rolle.So ist der Humus nach den Ozeanen der grösste Kohlenstoffspeicher. Geht der Humus zurück, gelangt zusätzliches CO2 in die Atmosphäre. Ein Forschungsteam unter der Leitung der Universität Zürich hat nun herausgefunden, dass die Bodenumwelt den Humusabbau bestimmt. Damit muss die Frage, wie Böden auf den globalen Klimawandel reagieren, neu beantwortet werden.
Hamburg - Jeden Monat erscheinen zahlreiche wissenschaftliche Fachbeiträge über neue Forschungsergebnisse zu Klima und Klimawandel. Dabei ist es nicht immer einfach, einen Überblick über die wichtigsten Publikationen zu behalten. Ein neuer Service des Climate Service Centers, einer Einrichtung des Helmholtz-Zentrums Geesthacht, soll nun helfen, in Sachen Klimaforschung stets auf dem neuesten Stand zu bleiben.
Prognosen des Zukunftsklimas müssen künftig über das Jahr 2100 hinausreichen. Ein Schritt dazu ist nun einer internationalen Forschergruppe gelungen. In der Fachzeitschrift "Climatic Change" präsentieren sie vier neue Klimaszenarien mit hoher Auflösung, die erstmals auch klimapolitische Maßnahmen berücksichtigen und Erweiterungen bis ins Jahr 2300 liefern.
Wasserstoff gilt als umweltfreundlicher Energieträger. Doch der Transport und das Speichern machen Schwierigkeiten. Chemiker aus Rostock präsentieren nun ein neues Seichersystem.
Biogas aus überschüssiger regenerativer Energie herzustellen, diese neue Technologie hat viel Charme und, sollte sie zur Serienreife gelangen, ein hohes Potential, die Energieversorgung mit Erneuerbaren auf sichere Beine zu stellen. ZSW, Fraunhofer IWES und SolarFuel bauen nun eine zweite Versuchsanlage mit 250 Kilowatt Anschlussleistung, um die neue Technik voranzutreiben. Die geplante Anlage speichert Ökostrom mit zehnfacher Leistung und soll 2012 fertiggestellt sein.
Ohne Steckdose ist der moderne Mensch völlig hilflos - denn ohne Strom funktioniert das schönste Smartphone nicht. Abhilfe naht: Wissenschaft und Unternehmen arbeiten an einer Synthese von High-Tech und Textil.
Hamburg - Vulkane, die mit ihren Ascheteilchen die Erde über lange Zeit abkühlten, sind die Ideengeber für eine so genannte Geoengineering-Maßnahme gegen eine zu hohe Aufheizung der Erde. Die Gefahr von Schwebeteilchen in der Luft als wird nach Ansicht des Hamburger Forschers Martin Kalinowski nicht ernst genug genommen.
Kiel/Edinburgh. Eine Gruppe von Kieler Wissenschaftlern setzte während der neunziger Jahre Meilensteine für die internationale Methanhydrat-Forschung. Jetzt erhält ihr Initiator Prof. Dr. Erwin Suess, auf der 7. International Conference on Gas Hydrates den „Lifetime Achievement Award“.
Was geschieht mit unserem Klima? Was sind die Folgen des Klimawandels? Und was lässt sich aus Sicht der Wissenschaft dagegen tun? Das Portal www.klimanavigator.de, das am Montag online gegangen ist, will einen schnellen Zugriff auf das Klimawissen bieten und einen Überblick über die klimarelevante Forschung sowie über Klimawandel und Klimaanpassungsinitiativen vermitteln.
Eine Revolution in der Messung von Treibhausgasen ist Univ.-Prof. Dr. Gottfried Kirchengast mit seinem Team an der Karl-Franzens-Universität Graz gelungen. Der Leiter des Wegener Zentrums hat mit KollegInnen eine Methode entwickelt, die es erstmals ermöglicht, Treibhausgaskonzentrationen in der freien Atmosphäre langfristig und äußerst genau weltweit zu messen. Gleichzeitig liefert das System auch exakte Daten zu Temperatur, Druck, Feuchte und Wind. Die bahnbrechende Entwicklung könnte zur Referenzmethode für das Monitoring des Klimawandels in der freien Atmosphäre im 21. Jahrhundert werden, wie in der aktuellen Online-Ausgabe des Top-Journals „Geophysical Research Letters“ zu lesen ist.
Die TU Dresden wird am 1. Juli 2011 als erste staatliche Universität Deutschlands dem DESERTEC-Universitätsnetzwerk (DUN) beitreten.
Wofür kann Braunkohle noch genutzt werden, außer zur Stromerzeugung? Wie kann man vermeiden, dass beim Verbrennen klimaschädliches Kohlendioxid entsteht? Welche Technologien brauchen wir, um uns für das Nach-Erdöl-Zeitalter zu rüsten? Nach Antworten auf solche Fragen wird künftig im Deutschen Brennstoffinstitut (DBI) Bergakademie an der TU Bergakademie Freiberg in Sachsen geforscht werden.
Washington - Die US-Weltraumbehörde Nasa hat einen neuen Satelliten zur Erforschung des globalen Klimawandels gestartet. Das «Aquarius»-Observatorium soll drei Jahre lang im Einsatz sein und aus einer Höhe von knapp 660 Kilometern vor allem Meersalz-Bewegungen verfolgen. Jeden Monat soll der Satellit dazu eine Karte erstellen.
«ECO2» ist ein europäisches Wissenschaftsprojekt mit globaler Dimension - in einem politischen und wirtschaftlichen Minenfeld: Unter der Leitung von Kieler Forschern soll geklärt werden, ob das Verpressen des «Klimakillers» CO2 unterm Meeresboden vertretbar ist.
«Geniegipfel» in Stockholm mit ernstem Ausgang: 20 Nobelpreisträger und führende Umwelt-Wissenschaftler verlangen von der Politik schnellstmögliches und entschiedenes Handeln gegen den Klimawandel, die Armut und andere Bedrohungen für den gesamten Planeten.
Windparks vor der Küste Norddeutschlands, Wasserkraft aus dem Schwarzwald oder Photovoltaik auf dem eigenen Hausdach: die Energieerzeugung von morgen wird durch den steigenden Anteil an regenerativen Energieträgern dezentraler und volatiler sein als heute. Das Karlsuher Institut für Technologie (KIT) startet nun zwei Pilotprojekte zu Mobilität und dem Einsatz von Hochleistungsrechnern im Bereich Smart Energy.
Die Lachgasemission aus dem Waldboden ist mindestens doppelt so hoch wie der Weltklimarat (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) bisher angenommen hatte. Das ist eine der Kernbotschaften des ersten Gutachtens zu Stickstoff in Europa (European Nitrogen Assessment, ENA), das diese Woche im Rahmen der Internationalen Konferenz „Nitrogen and Global Change 2011“ in Edinburgh, Schottland, vorgestellt wurde.
Der Pferdefuß erneuerbarer Energiequellen ist ihre Unstetigkeit: Strom entsteht nicht, wenn er gebraucht wird, sondern wenn gerade die Sonne scheint oder der Wind weht. Die Lösung ist ein Zwischenspeicher. Ingenieure der Ruhr-Universität und des Fraunhofer-Instituts UMSICHT setzen auf Druckluftspeicherkraftwerke.
London - Mangroven gehören zu den größten Kohlenstoffspeichern in den Tropen. Das bestätigen jetzt umfassende Daten, die Forscher im Fachblatt «Nature Geoscience» veröffentlichten. In den letzten fünf Jahrzehnten ging der Bestand der tropischen Küstenwälder aber um 30 bis 50 Prozent zurück.
Die Entwicklung hochleistungsfähiger Energiespeicher ist derzeit eine der größten Herausforderungen der Forschung, denn diese sind die Voraussetzung für die künftige Wirtschaftlichkeit der Elektromobilität und die Integration erneuerbarer Energien ins Energiesystem.
Geophysiker des Kieler Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) untersuchen von Anfang März bis Ende April 2011 mit dem deutschen Forschungsschiff SONNE natürliche Methanquellen in der Tiefsee vor Neuseelands Ostküste. Die genauere Kenntnis dieser sogenannten „cold seeps“ ermöglicht Aussagen über Prozesse im Meeresboden, über mögliche Rohstoffvorkommen, aber auch über Zusammenhänge von Rutschungen und Gashydraten.
Washington - Die Nasa hat am Freitag (04.03.11) einen 424 Millionen Dollar teuren neuen Klima-Satelliten verloren. Der Start an Bord einer Taurus-XL-Rakete missglückte, die Rakete mit ihrer kostbaren Fracht stürzte ab. «Alles deutet darauf hin, dass sich Satellit und Rakete irgendwo im südlichen Pazifik befinden», sagte Omar Baez von der US-Raumfahrtbehörde enttäuscht vor Journalisten.
Die Bergische Universität Wuppertal, das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, die Atmosphärenforschungsinstitute im Institut für Energie- und Klimaforschung des Forschungszentrums Jülich und das Rheinische Institut für Umweltforschung an der Universität zu Köln haben beschlossen, einen Forschungsverbund unter dem Titel "The Reacting Atmosphere - Understanding and Management for Future Generations" zu gründen.
Kassel - Die Universität Kassel hat gemeinsam mit vier Unternehmen der nordhessischen Wirtschaft sowie weiteren regionalen Partnern das Institut für dezentrale Energietechnologien (IdE) gegründet. Das Institut soll die Entwicklung regenerativer Energiesysteme deutlich voranbringen. Für die Aufbauphase bis 2015 ist ein Budget von insgesamt rund 22 Millionen Euro vorgesehen. Das Hessische Wirtschaftsministerium unterstützt seine Aktivitäten in den ersten fünf Jahren mit 2,5 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.
Ein dichter grüner Gürtel umspannt die Nordhalbkugel der Erde: Von den USA und Kanada über Skandinavien bis nach Russland erstrecken sich fast 16 Millionen Quadratkilometer Nadelwald.„Diese Wälder bedecken mehr als ein Achtel der Festlandsfläche und bilden etwa ein Drittel des weltweiten Waldvorkommens“, weiß Prof. Dr. Christiane Schmullius von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Allerdings basieren diese Angaben bislang vor allem auf Schätzungen.
Bis zu 350 Meter tief bohren «Klima-Detektive» die Nordsee-Halbinsel Eiderstedt an. Die Wissenschaftler wollen damit unter anderem herausfinden, welche Folgen die Klimaveränderungen künftig auf die Küste haben werden. Insgesamt sind 30 Bohrtage geplant.
In der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam hat Anfang des Jahres das „Institute for Advanced Sustainability Studies“ (IASS) seine Arbeit aufgenommen. An dem 2009 gegründeten Spitzenforschungsinstitut für Klimawandel, Erdsystem und Nachhaltigkeit sollen international herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Lösungen für globale Herausforderungen wie den Klima- und Ressourcenschutz finden.
Emissionshandelssysteme ökologisch effektiv und sozial gerecht verknüpfen: Das ist das Thema eines neuen Forschungsprojekts im Kompetenzzentrum für Klimaschutz und Klimaanpassung (CliMA) der Universität Kassel. Ziel ist, ein Modell für die EU, USA und Japan zu entwerfen.
Professor Paul Crutzen ist einer der weltweit größten Experten zur Thematik des Ozonlochs und des Klimawandels. Der Chemiker, der mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde, machte im Jahre 2006 Schlagzeilen, als er unter dem Schlagwort "Geo-Engineering" einen alternativen Weg aus der Klimakrise vorschlug.
10.02.2012
Tschechien hadert mit Ökostrom-Welle aus Deutschland
Kanadisches Unternehmen sucht in deutschen Meeresschutzgebieten nach Öl
Zukunftsthema 'Urbanisierung' forcieren: Messe 'Urbantec' im Jahresturnus
»Grünes« Energie-Management für Europas Häfen
Nachhaltigkeit entlang der Wertschöpfungskette in Autoindustrie steigern
Deutschland hilft beim Klimaschutz in Westafrika
Sind Kaltwasserkorallen Anpassungskünstler an den Klimawandel?
09.02.2012
'Ausgezeichnete' Klimaanpassung
«AKW-Dinosaurier» Fessenheim bleibt in Betrieb
Großinvestoren zwingen Unternehmen zur Offenlegung von Klimarisiken
Welches Marktdesign braucht die Energiewende?
Energiebranche fürchtet herben Rückschlag bei Energiewende
Gletscher und Eiskappen schmelzen weniger stark als vermutet
Kurth: Versorgungssicherheit mit Strom garantiert - schneller Netzausbau dringend
Umwelthilfe: versprochene Bürgerbeteiligung des Innenministeriums unzureichend
08.02.2012
Strategie soll den Wald für die Zukunft fit machen
Paket zur Gebäudesanierung droht zusammenzuschmelzen - Keine Einigung
Ozeanerwärmung lässt Seeelefanten bei der Jagd tiefer tauchen
Klimastudien sagen kältere Winter in Europa voraus
Durchbruch beim Abfallgesetz - Entsorgungswirtschaft will klagen
Frankreich braucht «Stromhilfe» aus Deutschland
DIW-Studie: CCS-Technologie ist für die Energiewende gestorben
07.02.2012
Deutschland bleibt auch bei dieser Kälte Stromexporteur - dank Ökostrom
Bosch verschiebt Baustart für Solarfabrik in Malaysia
Verbandsrecherche: 87 Prozent der Energieversorger bieten Energieberatung
Löscher: Siemens wird Gewinner der Energiewende sein
EEX führt CO2-Produkte für Luftfahrtindustrie ein
Klimafolgen besser abschätzen: Forscher vergleichen Simulationen aus aller Welt
Baden-Württemberg bringt Klimaschutzgesetz auf den Weg
06.02.2012
Fällt Klimakatastrophe aus? - Vahrenholt stellt Buch vor
Nordseesturmfluten im Klimawandel
China boykottiert Klimaabgabe für seine Airlines - EU bleibt hart
EEX Handelsergebnisse für Emissionsberechtigungen im Januar
Ökoenergie-Ausbau ersetzt Brennstoffimporte in Milliardenhöhe
Stromnetze trotzen Kälte - Leitungen stabil
05.02.2012
Greenpeace-Chef zum Klimawandel: Die Zeit läuft uns davon
03.02.2012
Energy Efficiency Award 2012 für Industrie und Gewerbe: Bewerbungsfrist läuft
Vor Rio: Hochrangiges UN-Gremium will 'neues politisches Wirtschaftsmodell'
Thermografie der Bremer Innenstadt soll Wärmeverluste identifizieren
Extrem regional: Jederzeit frische Stadttomaten vom Dach
Rekordzahl von Bucheckern - Ursache Klimawandel?