- Töpfer: Durban-Ergebnisse «Chance» für den Klimaschutz (12.12.2011)
Berlin - Der frühere Bundesumweltminister Klaus Töpfer sieht die Ergebnisse des UN-Klimagipfels in Durban als «Chance» für den Klimaschutz. «Das kann ein historisches Treffen gewesen sein», sagte Töpfer am Montag im Deutschlandfunk.
- Breiter Rückhalt für Röttgens Risikostrategie (09.12.2011)
Durban - Die Opposition und führende Umweltverbände haben Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) und der EU den Rücken gestärkt für ihr kompromissloses Auftreten beim Klimagipfel in Durban. Ein fauler oder schwammiger Kompromiss helfe dem Klimaschutz nicht weiter, betonten die SPD-Politiker Matthias Miersch und Frank Schwabe sowie die Linke-Politikerin Eva Bulling-Schröter am Freitag in der südafrikanischen Hafenstadt Durban. «Röttgen tritt hier entschiedener auf als bei den beiden vorangegangenen Klimakonferenzen», so Schwabe.
- China macht USA zum Sündenbock des Klimagipfels (09.12.2011)
China und die USA beschuldigen sich gegenseitig, dem Klimaschutz im Wege zu stehen. Auf dem Gipfel in Durban taktierten die Chinesen aber geschickt. Ihre Bereitschaft, sich eines Tages auch bindenden Zielen zu unterwerfen, ist allerdings mit vielen Fallstricken verbunden.
- Bewegung bei Klimagipfel - Bündnis von 120 Staaten (08.12.2011)
Gelingt ein großer Wurf, gibt es das große Debakel oder zumindest einen Mini-Kompromiss? Bei der Klimakonferenz in Durban soll ein neues Klimabündnis die großen Verpester nun in die Knie zwingen. Am Freitag kommt es zum Showdown am Indischen Ozean.
- Greenpeace China: Peking will mit ins Klima-Boot (08.12.2011)
Durban - Die Pekinger Regierung ist nach Einschätzung der Umweltorganisation Greenpeace in China grundsätzlich zu einem neuen internationalen Klimavertrag nach 2020 bereit. «Ich bin sehr sicher, dass die chinesische Regierung bereit ist, sich auf eine neue Ebene (im Klimaschutz) zu bewegen», sagte die chinesische Greenpeace-Klimachefin Li Yan am Donnerstag in Durban der Nachrichtenagentur dpa.
- Röttgen: Deutschland ist durch die Energiewende der Herausforderer (08.12.2011)
Bonn/Durban - Bundesumweltminister Norbert Röttgen fordert dazu auf, China zu einer verbindlichen Aussage während des UN-Klimagipfels in Durban zu bewegen.
- Röttgen will Klimafonds nach Deutschland holen - Druck auf China (07.12.2011)
Umweltminister Röttgen will den milliardenschweren Grünen Klimafonds in Deutschland ansiedeln. Beim Kampf um ein Klimaabkommen fordert er von China Taten statt Worte. Genau dasselbe fordern die Grünen - von Röttgen und Kanzlerin Merkel.
- Warnungen vor Waldvernichtung in Brasilien und Afrika (05.12.2011)
Die tropischen Wälder in Brasilien und Afrika sind bedroht. Umweltschutzexperten warnen vor den Klimafolgen wegen schwindender Regenwälder.
- UN-Klimagipfel: China kompromissbereit - Rekordemissionen (05.12.2011)
Viele Industriestaaten wollen einen Kyoto II-Vertrag auf die lange Bank schieben. Nun signalisiert zumindest das Schwellenland China neue Kompromissbereitschaft. Umweltverbände fürchten, dass es angesichts von CO2-Rekord-Emissionen zu spät und zu wenig ist.
- WWF: Ökosystem-Leistungen der Natur einen Wert geben (18.11.2011)
Berlin/Bonn - „Auf dem Umweltgipfel Rio+20 im kommenden Jahr muss sich die internationale Staatengemeinschaft auf messbare, ambitionierte und glaubhafte Nachhaltigkeitsziele für Energie, Nahrung und Wasser festlegen“, so die Forderung von Lasse Gustavsson, Direktor Naturschutz beim WWF International anlässlich des Abschlusses der Konferenz „Bonn2011“ an diesem Freitag (18.11.11). - Energie, Nahrung, Wasser: Drei Herausforderungen, aber nur ein Planet (16.11.2011)
Berlin/Bonn - Die steigende Nachfrage nach Energie, Nahrung und sauberem Wasser wird die ohnehin schon schwelende Ressourcenkrise noch weiter verschärfen. Davor warnt die Umweltschutzorganisation WWF anlässlich der am heutigen Mittwoch (16.11.11) in Bonn startenden internationalen Vorbereitungskonferenz für den Rio+20-Gipfel im kommenden Jahr. „Wir leben derzeit auf Pump unseres Naturkapitals. - Kleine Fortschritte bei Klimagesprächen in Panama (09.10.2011)
Bei Gesprächen zur Vorbereitung der nächsten UN-Konferenz haben Klimaexperten in Panama kleine Fortschritte in technischen Fragen erzielt. Doch die Topthemen - Klimafinanzierung und Verlängerung des Kyoto-Protokolls - werden wohl in Durban geklärt werden müssen.
- Kaum Fortschritte bei Klimatreffen in Panama (08.10.2011)
Panama-Stadt - In Panama sind die letzten Vorbereitungen auf technischer Ebene für das Klimagipfeltreffen in Südafrika am Freitagabend (Ortszeit) ohne große Fortschritte zu Ende gegangen. - Experten beraten in Panama in Vorbereitung auf Weltklimagipfel in Durban (03.10.2011)
Panama-Stadt - In Panama haben am Wochenende die letzten Vorbereitungen auf technischer Ebene für das Klimagipfeltreffen in Durban in Südafrika begonnen. Eine Woche lang, bis zum 7. Oktober, wollen die Experten aus 196 Staaten Dokumente ausarbeiten, die Grundlage für die Entscheidungen der Staatschefs Ende November in Südafrika sein sollen.
- Letzte Vorbereitungen für Klimagipfel in Durban (30.09.2011)
Panama-Stadt - In Panama beginnen an diesem Samstag die letzten Verhandlungen auf technischer Ebene zur Vorbereitung des Klimagipfeltreffens in Durban in Südafrika. Eine Woche lang, bis zum 7. Oktober, wollen die Experten aus 196 Staaten Dokumente ausarbeiten, die Grundlage für die Entscheidungen der Staatschefs Ende November in Südafrika sein sollen.
- Internationale Klimapolitik: Konferenz in Genf soll Finanzierungsfragen lösen (12.09.2011)
Der "Green Climate Fund" soll, so wurde bei der Klimakonferenz in Cancún entschieden, ab 2020 Klimamaßnahmen von Entwicklungs- und Schwellenländern finanzieren helfen. Noch bis zum 13. September 2011 tagt drei Tage der globale Ausschuss im schweizerischen Genf, um die Struktur des künftigen «Green Climate Fund» festzulegen. - Uneinigkeit bei UN über deutschen Vorstoß zum Klimawandel (19.07.2011)
New York - Einen Tag vor der von Deutschland anberaumten Debatte im UN-Sicherheitsrat zu den Auswirkungen des Klimawandels auf die internationale Sicherheit ist noch völlig offen, ob sich der Rat auf ein gemeinsames Abschlussdokument einigen wird. - Kleiner Klimagipfel in Potsdam geplant (05.07.2011)
Potsdam - Die großen Schwellenländer Indien, China, Südafrika und Brasilien wollen die stockenden Verhandlungen über eine drastische Reduzierung des CO2-Ausstoßes mit einem weiteren Treffen voranbringen.
- Röttgen dämpft Hoffnung auf Klimaschutz-Durchbruch (04.07.2011)
Der «Petersberger Klimadialog» war vor allem ein Abtasten. «Was gibst Du, wenn ich auch etwas mehr für den Klimaschutz mache?», lautet in etwa die Gretchenfrage. Nie waren die CO2-Emissionen höher als 2010, doch die internationale Klimadiplomatie kommt nur schleppend voran.
- Klimakonferenz: Deutschland und EU erhöhen Klimaschutz-Druck (03.07.2011)
Minister von Industrie- und Entwicklungsländern sind nach Berlin gekommen, um auszuloten, wie der Klimawandel noch aufzuhalten ist. Dazu muss rasch ein neues Abkommen her. Die Bundesregierung und die EU erhöhen den Druck. - Regierung will neuen Schwung für Klimaverhandlungen (01.07.2011)
Berlin - Mit einem Treffen von Experten aus rund 35 Staaten will die Bundesregierung neuen Schwung in die stockenden Verhandlungen für einen besseren globalen Klimaschutz bringen. Am Sonntag und Montag (3. und 4. Juli) soll im Rahmen des «Petersberger Klimadialogs» in Berlin der UN-Klimagipfel im südafrikanischen Durban vorbereitet werden, der vom 28. November bis 9. Dezember stattfindet.
- UN-Klimaschutz stockt - Sondertreffen in Berlin geplant (18.06.2011)
Wieder einmal stocken die UN-Klimaverhandlungen. Dem globalen Klimaschutz droht politisch Stillstand. Ein neues Abkommen ist nicht in Sicht. Die Bundesregierung lädt zu einem Sondertreffen.
- Ex-UN-Klimachef de Boer: «Kyoto-Protokoll gescheitert» (16.06.2011)
Berlin - Der frühere UN-Klimachef Yvo de Boer sieht keinen Sinn mehr in den stockenden internationalen Verhandlungen über ein neues Klimaabkommen. «Ein Klimaabkommen, das die USA, Russland, Japan und Kanada nicht bindet, ergibt keinen Sinn», sagte de Boer der «tageszeitung» (taz/Donnerstag) am Rande der UN-Klimakonferenz in Bonn. Die verbleibenden Länder machten weniger als 20 Prozent der globalen Treibhausgas-Emissionen aus.
- Germanwatch: brauchen dringend Fortschritte hin zum Klimagipfel in Durban (06.06.2011)
Delegierte diskutieren ab heute (06.06.11) in Bonn die Zukunft von Kyoto, Umsetzung der Beschlüsse von Cancún und Überprüfung für schärfere Reduktionsziele.
- Schwierige UN-Verhandlungsrunde zum globalen Klimaschutz (05.06.2011)
Bonn - Auf einer UN-Konferenz in Bonn sollen von diesem Montag an die mühsamen Arbeiten für den globalen Klimaschutz vorangetrieben werden. Rund 3000 Regierungsvertreter aus aller Welt wollen den nächsten Weltklimagipfel im südafrikanischen Durban Ende des Jahres vorbereiten. Die knapp zweiwöchige Arbeitskonferenz knüpft an die Ergebnisse des Gipfels von Cancún (Mexiko) Ende 2010 an. - EU und USA: Kein Klimaabkommen in Sicht in Durban (27.04.2011)
Brüssel (dpa) - Trübe Aussichten für den kommenden Klimagipfel in Südafrika: EU-Kommissarin Connie Hedegaard sieht kaum Chancen für ein weltweit verbindliches Klimaabkommen Ende des Jahres. «Das ist sehr unwahrscheinlich», sagte ihr Sprecher Isaac Valero-Ladron am Mittwoch in Brüssel. Der Klimabeauftragte von US-Präsident Barack Obama, Todd Stern, sieht das genauso. «Es ist so gut wie unmöglich, dass ein solches Abkommen in Durban auf die Beine gestellt wird»,
sagte Stern in Brüssel.
- Germanwatch vermisst in Bangkok Dynamik des Cancún-Klimagipfels (09.04.2011)
Bangkok - Die am Freitag (08.04.11) zu Ende gegangene Runde der UN-Klimaverhandlungen war durch ein zähes Ringen um die weitere Verhandlungsstrategie geprägt. Insbesondere die USA sehen die Ergebnisse von Cancún als Obergrenze der Bemühungen an und wollen sich daher auf die technische Umsetzung der dortigen Beschlüsse beschränken. - Winzige Fortschritte bei Klimakonferenz in Bangkok (09.04.2011)
Die gute Nachricht: Das Projekt Klimaschutz ist noch nicht gescheitert. Doch der Fortschritt ist eine Schnecke. Bei der Konferenz in Bangkok ging es nach hartem Ringen nur wenig voran.
- Klimakonferenz in Bangkok - Japan-Katastrophe im Blickpunkt (03.04.2011)
Bangkok (dpa) - Überschattet von der Atomkatastrophe in Japan hat in Thailand eine UN-Klimakonferenz begonnen. Eigentlich sollte es bei dem mehrtägigen Arbeitsgruppen-Treffen in Bangkok vor allem um die Vorbereitung der UN-Klimakonferenz im südafrikanischen Durban im Dezember gehen, doch das Unglück in Fukushima veränderte den Fokus.
- Bangkok läutet Vorbereitungen auf Weltklimagipfel in Südafrika ein (01.04.2011)
Bonn - Am kommenden Sonntag beginnt in Bangkok die erste Verhandlungsrunde für den nächsten UN-Klimagipfel im Dezember in Südafrika. Neue Analysen der Klimawissenschaft zeigen, dass der Klimawandel keine klimapolitische Verschnaufpause erlaubt und nun die Grundlagen für einen erfolgreichen Klimagipfel im südafrikanischen Durban Ende des Jahres gelegt werden müssen.
- Klimaexperte Höppe sieht auch 2011 kaum Aussicht auf Klimaabkommen (03.01.2011)
München - Auch nach dem Kompromiss bei der UN-Klimakonferenz im mexikanischen Cancún im Dezember sehen Experten kaum Chancen für ein baldiges weltweites Klimaabkommen. «Ich bin nicht optimistisch, dass man beim nächsten Klimagipfel in Durban sehr viel weiter kommt», sagte der Leiter GeoRisikoForschung des Rückversicherers Munich Re, Peter Höppe, der Nachrichtenagentur dpa in München. - Bundesregierung lobt Verhandlungsführung beim Klimagipfel von Cancún (16.12.2010)
Berlin - Die Bundesregierung beurteilt das Ergebnis des Klimagipfels von Cancún als qualitativen Fortschritt und eine gute Grundlage zu weiteren Verhandlungen, um im UN-Prozess und innerhalb der EU weiterzukommen. - Bolivien bereitet Klage gegen Klima-Kompromiss vor (13.12.2010)
La Paz - Das bolivianische Außenministerium bereitet zurzeit nach Angaben aus diplomatischen Kreisen in La Paz eine Klage vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag gegen den Klimakompromiss von Cancún vor. «In den kommenden Tagen werde ein entsprechendes Dokumente nach Den Haag geschickt», erfuhr die Nachrichtenagentur dpa am Montag in La Paz.
- Stimmen zum Abschluss der Weltklimakonferenz (12.12.2010)
Politik, Umweltvertreter, Wissenschaft und Wirtschaft äußern sich grundlegend positiv zum Ergebnis in Cancún. Doch die Freude ist verhalten, da mit der Übereinkunft noch kein Ziel erreicht ist, sondern lediglich der Gang wieder aufgenommen worden ist.
- Was wurde vereinbart: Die Hauptpunkte von Cancún (12.12.2010)
Cancún - Die Delegierten erwarteten in Cancún von vornherein kein festes Abkommen. Geplant war ein Fahrplan, der nächstes Jahr im südafrikanischen Durban zu einer neuen Vereinbarung führt. - Schellnhuber: Cancún-Ergebnis nur Atempause (12.12.2010)
Der Patient ist am Leben gehalten worden, aber noch nicht kuriert. So sieht der Leiter des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, Prof. Hans Joachim Schellnhuber die internationalen Klimaverhandlungen nach dem Gipfel im mexikanischen Cancún. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur dpa verweist der hochrangige Klimaforscher zugleich auf steigende Temperaturen.
Der vergangene Monat sei der mit Abstand heißeste November seit Beginn der Messungen gewesen. - Cancún-Dokumente angenommen (11.12.2010)
Cancún - Die Delegierten des UN-Klimagipfels in Cancún haben am Samstag ein weitgehendes Abkommen verabschiedet, das ein Fundament für den angestrebten Weltklimavertrag sein kann. Dabei wurde der Widerstand Boliviens übergangen. - Cancún bringt das, was möglich war (11.12.2010)
„Cancún hat das gebracht was zu erreichen war", so die Einschätzung von Frank Schwabe, klimaschutzpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. Oder wie es der Umweltminister von Grenada gesagt hat: "We can say we have left Cancun with something workable". Und das sieht Schwabe ganz zweifellos ein positives Signal für den internationalen Klimaprozess: Er bewegt sich doch. - Einer Frau gelingt die Wende von Cancún (11.12.2010)
So viel Freude war noch nie auf einem Klimagipfel. Nach dem Drama von Kopenhagen hat es Cancún geschafft, den Klimaverhandlungen wieder Schwung zu geben. Doch was die Ergebnisse wert sind, wird sich erst 2011 beim Gipfel in Südafrika zeigen.
- Röttgen: Großer Erfolg in Cancún (11.12.2010)
Cancún - Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) hat die Vereinbarungen beim UN-Klimagipfel in Cancún als großen Schritt nach vorn beim internationalen Klimaschutz bezeichnet. «Das ist wirklich ein großer Erfolg, weil es die Annahme des ganzen Pakets bedeutet, von dem wir vorher gesprochen haben», sagte Röttgen am frühen Samstag (Ortszeit) zum Abschluss der Konferenz von rund 190 Staaten.
- Cancún: Espinosa stellt Entwürfe zur Diskussion (11.12.2010)
Hoffnungsschimmer beim Klimagipfel am Freitag Abend (3.00 Uhr MEZ): Die Konferenzpräsidentin legte zwei Entwürfe vor. Ob sie die Nacht überstehen? In Kopenhagen wurde ein Kompromiss in der letzten Nacht zerschmettert. Doch diesmal gibt es eine wesentlich strukturiertere Verhandlungsleitung.
- Cancún-Papiere von Diplomaten angenommen - Nun ins Plenum (11.12.2010)
Cancún - Der Klimagipfel in Cancún ist einen Schritt weitergekommen. Zwei dort verhandelten Einzeldokumente wurden auf Arbeitsebene angenommen. Nun müssen die Minister im Plenum noch darüber entscheiden. Dies war auf früheren Klimakonferenzen meist nur eine Formalität. Diesmal gibt es jedoch mit Bolivien ein Land, das die gesamte Nacht bereits Einwände gegen die Dokumente vorgetragen hatte.
- Cancún: Deutschland hofft auf Einlenken Boliviens (11.12.2010)
Cancún - Die deutsche Delegation hofft beim UN-Klimagipfel in Cancún auf ein baldiges Einlenken Boliviens, um den als sehr positiv bewerteten Kompromissvorschlag verabschieden zu können. «Auch bei der Artenschutzkonferenz in Nagoya hat Bolivien letztlich den Widerstand aufgegeben», hieß es am frühen Samstag aus der Delegation. - Bolivien blockiert - Gipfel-Papier fraglich (11.12.2010)
Cancún - In der abschließenden Sitzung beim UN-Klimagipfel in Cancún hat Bolivien seine harte Kritik am Kompromisspapier der Konferenz erneuert und könnte damit den Gipfel scheitern lassen. Die Delegation sei wiederholt schlecht behandelt worden, sagte der Chef der bolivianischen Delegation, Pablo Solón, am Freitagabend Ortszeit (5.00 Uhr MEZ) zu Beginn der Abschlusssitzung im Plenum der 194 Staaten.
- Cancún: EU drängt auf bessere Klimaziele - 60 Prozent wären zu wenig (10.12.2010)
Cancún - Die Europäische Union drängt auf dem Klimagipfel in Cancún darauf, größere Klimaziele anzustreben. Die bislang vorgelegten Reduktionsvorschläge einzelner Länder genügten nicht, um den gefährlichen Klimawandel zu bekämpfen, sagte EU- Delegationsleiterin Connie Hedegaard am Freitag. - Greenpeace: Klimagipfel auf des Messers Schneide (10.12.2010)
Cancún - Die Umweltschutzorganisation Greenpeace sieht die Klimaverhandlungen im mexikanischen Cancún zu Beginn des letzten Verhandlungstages auf des Messers Schneide. «Mit der knallharten Androhung von Japan und Russland, das Kyoto-Protokoll zu beerdigen, steht es kurz vor Ende der Verhandlungen Spitz auf Knopf», sagte Martin Kaiser, Leiter der Internationalen Klimapolitik von Greenpeace, am Freitagmorgen (Ortszeit) in dem Karibikort.
- «Cancúnhagen» und der schwere Klima-Rucksack (10.12.2010)
Vom Klimagipfel in Cancún wandern die Gedanken bereits vor dem offiziellen Ende zum nächsten Treffen 2011 im südafrikanischen Durban. Dann soll endlich ein neuer, verbindlicher Klimavertrag her. Doch ob das hilft? Viele Länder haben bisher nicht einmal ihre bescheidenen Ziele von Kyoto eingehalten.
- Scheitern oder Teilerfolge? Kernpunkte in Cancún noch ungelöst (10.12.2010)
In der Schlussphase ist beim Klimagipfel in Cancún noch alles drin: von einem völligen Scheitern bis zu einem Überraschungserfolg. Die Arbeitsgruppenleiter legten in der Nacht zum Freitag aber zunächst ernüchternde Ergebnisse vor.
- Japan droht in Cancún mit Blockade: China muss mitmachen (09.12.2010)
Ausgerechnet Japan, wo das Kyotoprotokoll vor 13 Jahren entstand, blockiert nun in Cancún eine Weiterführung. Das geschehe, so Japan, aus Klimaschutzgründen.
- Grüne: «Klimaverhandlungen wie im Kindergarten» (09.12.2010)
Cancún - Die Fraktionschefin der Grünen im Europaparlament, Rebecca Harms, hat den bisherigen Verlauf des UN-Klimagipfels im mexikanischen Cancún als «deprimierend» bezeichnet. «Das ist wie im Kindergarten, wie das hier abläuft», sagte sie der Nachrichtenagentur dpa. Hier werde fast ausschließlich nach dem Motto verhandelt: «Wenn Du das tust, will ich aber das.»
- Cancún: Wenigstens ein bisschen Waldschutz (09.12.2010)
Die Wälder spielen eine Schlüsselrolle beim globalen Klimaschutz. Der UN-Klimagipfel ist auf der Zielgeraden für ein Abkommen, das die Abholzung stoppen soll. Klappt das nicht, wäre es ein Debakel.
- Trübe Aussichten in Cancún (09.12.2010)
Zwei Tage haben die mehr als 190 Staaten noch Zeit, in Cancún um Fortschritte beim Klimaschutz zu machen. Entwicklungsländer schießen aber gegen den Westen, in Schlüsselfragen hakt es.
- Cancún: Klimaschutz im Schneckentempo (08.12.2010)
Der Klimagipfel in Mexiko geht in die letzte Phase. Als Optimist gibt sich kaum jemand - wer will sich schon blamieren? Dennoch sind zumindest noch Teilerfolge möglich - etwa beim Waldschutz.
- Tausende demonstrieren in Cancún für Klimaschutz (08.12.2010)
Cancún - Mehrere tausend Menschen haben am Dienstag in der mexikanischen Küstenstadt Cancún für den Klimaschutz demonstriert. - Ban Ki Moon in Cancún: Warten wird teuer (08.12.2010)
„Lasst uns nicht vergessen: Die Natur wartet nicht, während wir verhandeln“ - mit diesen Worten mahnte Ban Ki-moon beim Klimagipfel in Cancún den weltweiten Umweltschutz an. Erste Fortschritte seien bereits erkennbar, sagte der UN-Generalsekretär.
- Ban Ki Moon unterstützt Minister in Cancún (07.12.2010)
Der Klimagipfel in Cancún hat für die Vereinten Nationen Top- Priorität. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon und weitere hochrangige UN- Vertreter wollen die Minister unterstützen, um die harten Nüsse zu knacken. Es gibt erste Zeichen der Annäherung.
- Zoff in Cancún: CCS als Klimaschutzmaßnahme 'sichert nur dreckige Geschäfte' (06.12.2010)
In Cancún gibt es Zoff: Das umstrittene Verfahren zur Abscheidung und unterirdischen Verpressung von Kohlendioxid soll anerkannt werden als Klimaschutzmaßnahme. Damit würde dies mit Geld gefördert. Greenpeace wettert, das sichere nur die dreckigen Geschäfte der Kohlebranche.
- Interview mit dem EU-Verhandlungsleiter: Der Erfolgsdruck in Cancún ist riesig (05.12.2010)
Cancún - Der EU-Verhandlungsleiter Artur Runge-Metzgersieht gute Chancen für einen Erfolg des Klimagipfels von Cancún. «Der Druck ist sehr groß», sagte er in einem Interview mit der
Nachrichtenagentur dpa. Ein Scheitern würde den gesamten UN-Prozess infrage stellen. Die erste Woche sei sehr konstruktiv verlaufen, auch wenn es einige Aggressionen gebe.
- Halbzeit beim Klimagipfel - UN für bessere Müllverwertung (05.12.2010)
Cancún - Halbzeit beim Klimagipfel in Cancún. Jetzt reisen die Minister zur entscheidenden Runde an. Noch gehen die Einschätzungen weit auseinander, ob ein Erfolg erzielt werden kann. - Fortschritte bei Verhandlungen in Cancún (04.12.2010)
Berlin/Cancún - Das Umweltbundesamt (UBA) sieht positive Signale Chinas für einen Fortschritt beim globalen Klimaschutz. «Ich bin vorsichtig optimistisch», sagte UBA-Präsident Jochen Flasbarth der Deutschen Presse-Agentur am Freitag mit Blick auf die erste Woche beim UN-Klimagipfel in Cancún. - Waldschutz: Google nimmt Wälder ins Visier (03.12.2010)
Cancún - Der US-Konzern Google beobachtet nun auch die Wälder und die Wasserverteilung auf der Erde. Die sogenannte Google Earth Engine solle Forschern helfen, die Entwicklung der Wälder zu analysieren, und so zum Waldschutz beitragen. - Umweltbundesamt: Gute Signale von China in Cancún (03.12.2010)
Berlin/Cancún - Das Umweltbundesamt (UBA) sieht positive Signale von China für einen Fortschritt beim globalen Klimaschutz. «Ich bin vorsichtig optimistisch», sagte UBA-Präsident Jochen Flasbarth am Freitag der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf die erste Woche beim UN-Klimagipfel in Cancún. «Die Chinesen bemühen sich sehr und investieren auch viel in den Klimaschutz», sagte Flasbarth.
- Brasilien kritisiert Verhalten der Industriestaaten in Cancún (02.12.2010)
Die Industriestaaten sind nach Ansicht von Brasiliens Chefklimaunterhändler Luiz Alberto Figueiredo die großen Bremser bei den Verhandlungen in Cancún. Mit ihrem Verhalten brächten sie die Weltklimakonferenz in Gefahr, sagte Figueiredo am Rande der Klimakonferenz. "Viele Industriestaaten halten sich irgendwie zurück, das fördert ein Ergebnis nicht gerade." - EU stößt mit ihren Klimahilfen in Cancún auf harsche Kritik (01.12.2010)
Cancún - Die Europäische Union hat auf dem Klimagipfel in Cancún (Mexiko) ihre zugesagten kurzfristigen Klimahilfen für ärmere Staaten vorgestellt und gleich harte Kritik geerntet. Es gebe zu viel Geld nur in Form von Krediten, kritisierten Klimaschützer am Dienstag (Ortszeit) in Cancún.
- Weltklimakonferenz: Klimawandel zwischen Eurokrise und grünem Wachstum (30.11.2010)
Wie bei einer Sanduhr läuft die Zeit ab. Eurokrise und Warnungen der Industrie vor zu großen Belastungen drohen den Klimaschutz weiter zu bremsen. Umweltminister Röttgen betont die riesigen Chancen der «green economy» und hofft beim Gipfel in Cancún auf eine Paketlösung.
- UN-Gipfel in Cancún - Neustart beim Klima-Monopoly (29.11.2010)
Gehe zurück auf Start. Gehe nicht zu schnell los. Aber bringe viel Geld mit. Nach dem Desaster von Kopenhagen gehen die Delegierten im mexikanischen Cancún in eine neue Runde beim globalen Klima-Monopoly.
- Klimaökonom Stern: Grüner Wettlauf hat begonnen (29.11.2010)
Berlin/Cancún - Der britische Klimaökonom Nicholas Stern hat mit Blick auf den UN-Klimagipfel im mexikanischen Cancún vor Schwarzmalerei gewarnt. Mittlerweile hätten sich immerhin mehr als 140 Länder der «Kopenhagen-Vereinbarung» angeschlossen und Prognosen zur eigenen Reduzierung der Treibhausgasemissionen abgegeben, sagte Stern dem Energieportal «energlobe.de». - UN-Klimagipfel in Cancún startet mit eindringlichem Aufruf zum Handeln (29.11.2010)
Der Klimagipfel von Cancún soll aus den Bruchstücken von Kopenhagen einen neuen Weg für ein globales Klimaabkommen bauen. In Mexiko werden zunächst nur Teilerfolge erwartet. Umweltminister Röttgen betont, alle müssten sich bewegen.
- Klimagipfel in Cancún startet - Röttgen mit Hoffnung (28.11.2010)
Im übernächsten Jahr läuft das Kyoto-Protokoll zum Klimaschutz aus. Nach der Schlappe von Kopenhagen 2009 wagen Politiker und Experten im mexikanischen Cancún einen neuen Versuch. Umweltschützer dringen auf einen Durchbruch, doch der Optimismus hält sich in Grenzen. - Früherer UN-Klimachef de Boer erwartet wenig von Cancún (26.11.2010)
München - Ivo de Boer, bis Juli diesen Jahres Chef des UN- Klimasekretariats, erwartet wenig vom internationalen Klimagipfel in der mexikanischen Stadt Cancún. «Wenn Sie sich ansehen, was im Juni beim Vorbereitungstreffen zu Cancún herauskam - das war ein Rückschritt», sagte er dem Magazin der «Süddeutschen Zeitung» (Freitag). - Oxfam fordert: Weltklimakonferenz muss versprochenen Klima-Fonds einrichten (26.11.2010)
Berlin - Angesichts der schweren Unwetterkatastrophen in diesem Jahr sieht Oxfam neue Dringlichkeiten darin, beim UN-Klimagipfel in Cancún Ergebnisse zu erzielen. Seit dem gescheiterten Klimagipfel von Kopenhagen häufen sich Unwetterkatastrophen, Überschwemmungen und Rekordtemperaturen. - BUND: Mit geänderten Strategien könnte Cancún doch noch Erfolg werden (25.11.2010)
Berlin - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sieht trotz der im Vorfeld heruntergeschraubten Erwartungen an den Weltklimagipfel im mexikanischen Cancun (29.11. bis 10.12.) noch Chancen für Fortschritte.
- Vor Cancún – Wissenschaftler belegen mit Fakten aktuellen Stand der Forschung (24.11.2010)
Berlin - Bei der Veranstaltung des Deutschen Klima-Konsortiums (DKK) am 22.11.2010 in Berlin wurden die wissenschaftlichen Grundlagen für die Klimaverhandlungen in Cancún dargelegt und diskutiert. Wissenschaftler renommierter deutscher Forschungseinrichtungen und Universitäten stellten den Erkenntnisgewinn in der Klimaforschung seit 2007 vor. - WWF sieht einige Schwellenländer auf Klimaschutzweg (24.11.2010)
Gland (dpa) - Die wichtigsten Schwellenländer sind nach Einschätzung der Umweltstiftung WWF auf dem richtigen Weg zum Klimaschutz. Brasilien, China, Indien, Mexiko und Südafrika hätten erkannt, dass sie einen wichtigen Beitrag etwa zum Abbau der Treibhausgase leisten könnten, heißt es in einem am Mittwoch im Schweizer Gland veröffentlichten Bericht mit Blick auf die kommende Klimakonferenz im mexikanischen Cancún.
- Cancún: 259 Investoren fordern verbindliche Bedingungen für Klimaschutzinvestitionen (24.11.2010)
Frankfurt - Ein internationales Abkommen, das den Aufbau der Finanzarchitektur zur Finanzierung von Klimaschutzmaßnahmen regelt, fordern 259 Investoren im Vorfeld der Weltklimakonfernz in Cancún in einem offenen Brief an Regierungen und Institutionen. - Was ist vom Klimagipfel in Cancún zu erwarten - ein Hintergrundpapier von Germanwatch (23.11.2010)
Der Klimagipfel in Cancún soll einen Strategiewechsel für den internationalen Klimaschutz einleiten. Bis Kopenhagen herrschte die Vorstellung vor, man könne dort mit einem "großen Wurf" ein internationales Klimaabkommen bis 2020 in einer Konferenz verabschieden. Nach den bescheidenen Ergebnissen des letztjährigen Klimagipfels und dem Ausgang der jüngsten Zwischenwahl in den USA hat sich das Zeitfenster für einen solchen Ansatz jedoch geschlossen.
- China informiert im Vorfeld von Cancun über eigene Klimastrategie (22.11.2010)
China hat im Vorfeld der Weltklimakonferenz, die am 29. November in Cancun beginnt, mit einer großangelegten Informationskampagne begonnen. - Experte: Klimaabkommen vielleicht bald nicht mehr nötig (21.11.2010)
München - Der Ausbau der erneuerbaren Energien könnte ein weltweites Klimaabkommen aus Expertensicht möglicherweise überflüssig machen. Fachleute rechneten damit, dass die Energie aus Wind, Sonne und anderen erneuerbaren Ressourcen schon in zehn bis zwanzig Jahren billiger sein könnte als fossile Energie wie Öl und Gas, sagte der Munich-Re-Experte Peter Höppe der Nachrichtenagentur dpa in München. - Die Hauptstreitpunkte von Cancún (21.11.2010)
Berlin/Cancún - Der Klimagipfel in Cancún soll einzelne Teile für ein umfassendes Klimaabkommen vorbereiten. Dies könnte jedoch erst in den kommenden Jahren verabschiedet werden. - COP 16: Keine Chance auf großen Durchbruch in Cancún (19.11.2010)
Der UN-Klimagipfel von Kopenhagen endete niederschmetternd. Doch die Staatengemeinschaft nimmt einen neuen Anlauf. Allzu groß sind die Hoffnungen für das Treffen ab 29. November im mexikanischen Cancún nicht. Deutschland will Vorreiter sein und andere Staaten mitziehen. - Cancun Kommuniqué: Weltweiter Aufruf von Unternehmern für Fortschritte beim Klimaschutz (16.11.2010)
Berlin - Mehr als 250 Unternehmen aus 36 Ländern fordern im Cancun Kommuniqué von der Politik ein verlässliches internationales Rahmenabkommen und konkrete Schritte für den Klimaschutz. Gemeinsam mit Unternehmer-Netzwerken anderer Länder unterstützt die Initiative "2° - Deutsche Unternehmer für Klimaschutz" das Cancun Kommuniqué.
- UN dämpfen Erwartungen vor UN-Klimagipfel in Cancún (15.11.2010)
Bonn - Die Chefin des UN-Klimasekretariats, Christiana Figueres, hat zwei Wochen vor dem Start des Klimagipfels in Mexiko vor zu großen Hoffnungen gewarnt. Der Gipfel von Kopenhagen habe gezeigt, dass es unrealistisch sei, in einem Schritt zu einem umfassenden Klimaschutzabkommen kommen, sagte Figueres am Montag bei einer Pressekonferenz in Bonn. - Durchbruch in letzter Sekunde: Erfolg für den Naturschutz in Nagoya (29.10.2010)
Mehr Schutz für Ozeane, keine Biopiraterie oder Überfischung in Zukunft - der Raubbau an der Natur soll gestoppt werden. Darauf hat sich nach heftigem Ringen die UN-Artenschutzkonferenz geeinigt.
- UN-Verhandlungen zum Artenschutz: «Wir befinden uns in einer Krise» (28.10.2010)
Nagoya - Kern der UN-Verhandlungen zur biologischen Vielfalt im japanischen Nagoya ist das sogenannte ABS-Protokoll. Es soll künftig Gewinne aus biologischen Wirkstoffen gerecht zwischen Ursprungsländern und Unternehmen verteilen (Access and Benefit- Sharing; Aufteilung von Zugriff und Gewinn). Die Konferenz geht an diesem Freitag zu Ende. - Biodiversitätskonferenz: Ministerdebatte über das Klimaschutzprogramm REDD (26.10.2010)
Am 26. Oktober 2010 haben die in Nagoya (Japan) tagenden Ministerinnen und Minister über das Programm zur Reduktion von Emissionen aus Entwaldung und Schädigung von Wäldern (REDD) und seine Auswirkungen auf die Biodiversität debattiert. - Der Geist von Kopenhagen schwebt über Konferenz zur biologischen Vielfalt (22.10.2010)
Bonn - Zur Halbzeitbilanz der 10. Vertragsstaatenkonferenz über die biologische Vielfalt COP 10 CBD zog der Generalsekretär des Deutschen Naturschutzrings (DNR) Helmut Röscheisen in Nagoya eine kritische Bilanz.
- Verhandlung zum Schutz der Artenvielfalt - «Jetzt handeln» (18.10.2010)
«Wir verlieren immer noch die Vielfalt, den Reichtum, die Schönheit und das Kapital unseres Planeten», sagte der Chef des Umweltbundesamtes Jochen Flasbarth in der Eröffnungsrede zur Konferenz. Er hatte die vorangegangene UN-Artenschutzkonferenz 2008 in Bonn geleitet und war seit dem Präsident der Biodiversitäts-Konvention. Bislang habe die Weltgemeinschaft ihre Artenschutzziele verfehlt.
- UN-Klimaverhandlungen: «Wie im Kindergarten» (10.10.2010)
Ein Jahr nach dem Scheitern des Weltklimagipfels in Kopenhagen ist das Misstrauen nicht beseitigt. Es fehlt an politischem Willen, den Klimaschutz aus der Sackgasse zu holen. Reiche Industrienationen und die Entwicklungsländer schieben sich gegenseitig die Schuld zu. - Germanwatch: Kleine Fortschritte, große Blockaden (09.10.2010)
Tianjin - Die letzte Runde der Klimaverhandlungen vor dem nächsten UN-Klimagipfel in Cancun hat nach Einschätzung von Germanwatch nur bescheidene Ergebnisse gebracht. In den Verhandlungspaketen zu Anpassung, Technologie, zum Regenwaldschutz und zum Finanzfonds gab es Fortschritte. Und Entscheidungen dazu scheinen in Cancun im Dezember möglich. - Hedegaard dämpft Erwartungen an Cancún (06.10.2010)
Wenige Wochen vor dem Weltklimagipfel im mexikanischen Cancún hat EU-Klimaschutzkommissarin Connie Hedegaard die Erwartungen an das Treffen gedämpft und gleichzeitig dazu aufgerufen, an dem Verhandlungsrahmen innerhalb der Vereinten Nationen (UN) festzuhalten. - Merkel erwartet Fortschritte beim Weltklimagipfel in Cancún (06.10.2010)
Berlin - Zwei Monate vor dem Weltklimagipfel im mexikanischen Cancún hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ein verbindliches Abkommen zur Reduzierung der Treibhausgase angemahnt. «Cancún kann ein wichtiger Schritt sein», sagte Merkel am Mittwoch bei einem Kongress der CDU/CSU-Fraktion in Berlin. Bei dem Gipfel im Dezember sei zwar noch nicht mit einem Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll zu rechnen, aber sie erwarte von dem Treffen «einige Fortschritte».
- UN-Klimaverhandlungen: Die Erde retten wir später (04.10.2010)
Tianjin - Aus dem Scheitern des Weltklimagipfels vor einem Jahr hat UN-Klimachefin Christiana Figueres eine Lehre gezogen: «Es lässt sich kein Hochhaus bauen, ohne erst das Fundament zu legen.» In einem neuen Anlauf zum nächsten Weltklimagipfel in zwei Monaten im mexikanischen Cancún sollen jetzt die Grundmauern hochgezogen und die nötige Infrastruktur für ein neues Klimaabkommen geschaffen werden. - China strebt Weltklimavertrag für 2011 an (29.09.2010)
Peking/London/Kopenhagen - China strebt einen Weltklimavertrag bis Ende nächsten Jahres an. Zu Beginn der letzten Verhandlungen vor dem Weltklimagipfel im November in Cancún in Mexiko dämpfte Chinas Unterhändler Xie Zhenhua am Mittwoch Hoffnungen auf einen baldigen Durchbruch.
- Der Countdown läuft: Noch 100 Tage bis zur Weltklimakonferenz in Cancún (20.08.2010)
Niemand wünscht sich in diesen Tagen ergiebigen Regen sehnlicher als die Menschen in Russland, die seit vielen Wochen gegen die schlimmste Dürre der russischen Geschichte kämpfen. Die Waldbrände haben dort ein Ausmaß erreicht, das die jährlichen Waldbrände in Australien oder den USA, an die man sich fast schon gewöhnt hat, in den Schatten stellt. - Wie Regierungs-Unterhändler beim UN-Klimaschutz tricksen (07.08.2010)
Für die Erderwärmung gibt es eine solide wissenschaftliche Basis. Wenn sie zutrifft, bewegt sich der Planet auf eine Katastrophe zu. Doch die Politik streitet kleinlich, im Schneckentempo und mit Tricks über den Klimaschutz - wie sich auf der Bonner UN-Konferenz einmal mehr zeigte. - Klimaschutz-Verhandlungen bleiben ohne Durchbruch (06.08.2010)
Bonn - Die Vorbereitungen für den nächsten Weltklimagipfel in Cancún (Mexiko) verlaufen zäh und ziellos: Eine fünftägige Bonner UN-Klimakonferenz brachte kaum Fortschritte. Vier Monate vor Cancún ist so gut wie klar, dass dort ein neuer umfassender Weltklimavertrag nicht mehr machbar ist. Weiter völlig offen blieb bei der bereits dritten großen Bonner UN-Vorbereitungskonferenz in diesem Jahr die strittige Minderung von Treibhausgasen.
- Germanwatch: UN-Klimaverhandlungen müssen mit dem Klimawandel mithalten (06.08.2010)
Zum Ende der Bonner UN-Vorbereitungskonferenz für den nächsten Klimagipfel in Cancún wird sichtbar, dass das Tempo der Klimaverhandlungen nicht mit dem der Zunahme von Wetterextremen mithält. Die notwendige Kompromissbereitschaft zwischen den beteiligten Delegationen ist zu gering.
- Seit heute neue UN-Verhandlungsrunde zum Klimaschutz in Bonn (02.08.2010)
Bonn - Regierungsvertreter aus aller Welt haben in Bonn eine neue Verhandlungsrunde zum internationalen Klimaschutz begonnen. Auf der fünftägigen UN-Arbeitskonferenz soll von diesem Montag an der nächste Weltklimagipfels Ende des Jahres in Cancún (Mexiko) vorbereitet werden. Mehr als ein halbes Jahr nach dem weitgehend gescheiterten Kopenhagener Gipfel sind die Verhandlungen im Kernbereich der Treibhausgas-Minderung weiter festgefahren.
- Germanwatch: Bonner UN-Klimaverhandlungen unter veränderten Vorzeichen (02.08.2010)
Unter veränderten Vorzeichen beginnt heute in Bonn eine neue Runde der UN-Klimaverhandlungen. Zum einen kann das erwartete Klima- und Energiegesetz bis zum Klimagipfel in Cancún Ende des Jahres nicht im US-Senat verabschiedet werden. Damit fehlt in den USA auch die notwendige Umsetzungsstrategie für die in Kopenhagen zugesagten Reduktionsziele der CO2-Emissionen. Es ist unklar, wie die amerikanische Regierung diese jetzt umsetzen will.
- Schweiz organisiert Ministertreffen zur Vorbereitung der Weltklimakonferenz (12.07.2010)
Bern - Die Schweiz führt im September 2010 in Genf zusammen mit Mexiko ein informelles Ministertreffen durch. Zur Vorbereitung auf die Weltklimakonferenz von Ende November im mexikanischen Cancun soll die langfristige Finanzierung für Klimamassnahmen diskutiert werden. - Bonner UN-Klimarunde ohne Durchbruch und genaue Ziele (13.06.2010)
Bonn - Alles wie gehabt bei den Marathon-Verhandlungen zum globalen Klimaschutz: hehre Bekundungen, viel Palaver und Taktik, offener Streit, gegenseitige Schuldzuweisungen - aber wenig Bewegung. - Greenpeace: UN Klimaverhandlungen in Bonn schaffen keine Perspektive (11.06.2010)
Bonn - Das Ergebnis der heute (11.06.10) zu Ende gehenden Klimaverhandlungen in Bonn bewertet Greenpeace als schlechte Basis für die weitere Klimapolitik. Die Teilnehmer konnten nicht klären, was auf der nächsten UN-Klimakonferenz im Dezember in Mexiko beschlossen werden soll. Es ist auch nicht klar, wann ein ambitionierter und gerechter, globaler Klimaschutzvertrag unterzeichnet werden kann. Gleichzeitig zeigt die Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko, wie zögerlich die Politik gegen klimaschädliche Branchen wie die Öl- und Kohleindustrie vorgeht. - Bonn climate talks make progress on fleshing out specifics of global climate change regime (11.06.2010)
Two weeks of Bonn UN Climate Change Talks have made important progress towards concluding what was left incomplete at the UN Climate Change Conference in Copenhagen in 2009. The outcome is set to be presented at the UN Climate Change Conference in Cancún (COP 16) at the end of this year. - Fortschritte bei Bonner Klimaverhandlungen - Steht Deutschland zu den Finanzzusagen von Kopenhagen? (11.06.2010)
Bei den am Freitag zu Ende gegangenen UN-Klimaverhandlungen wurde auf technischer Ebene der Weg frei gemacht für politische Fortschritte im internationalen Klimaschutz. Am späten Donnerstagabend wurde der Entwurf für einen - allerdings in einigen wichtigen Punkten noch umstrittenen - Verhandlungstext präsentiert, der den Weg bahnen könnte für ein neues Klimaschutzabkommen. - Abschiedsrede UN-Klimachef de Boer: Klimawandel bis 2020 nicht zu stoppen (09.06.2010)
Bonn - UN-Klimachef Yvo de Boer hat zum Abschied von seinem Amt vor einem unaufhaltsamen globalen Klimawandel gewarnt. Bis 2020 werde es schon nicht mehr möglich sein, den Treibhausgas-Anstieg zu stoppen. Damit gerate auch das langfristige Ziel in Gefahr, die Erderwärmung auf zwei Grad Celsius in diesem Jahrhundert zu begrenzen, sagte Yvo de Boer am Mittwoch in seiner Abschiedsrede auf der UN-Konferenz in Bonn. Die derzeit vorliegenden Angebote der reichen Industrieländer reichten nicht aus.
- Klimaschutz rückt in weite Ferne - Kyoto-Protokoll vor dem Aus (08.06.2010)
Bonn - Es war ein Tiefschlag für Klimaschützer: UN-Klimachef Yvo de Boer erklärte für die nächsten Jahre kurzerhand das Ende eines wirksamen Klimaschutzes. Die Staatengemeinschaft werde es nicht schaffen, sich bis 2020 auf starke Minderungen ihrer Treibhausgase zu verständigen. Yvo de Boer weiß, wovon er redet. Er ist ein erfahrener Klima-Diplomat, leitet seit fast vier Jahren die schwierigen UN- Verhandlungen und war bei den Schlusstreffen der Staats- und Regierungschefs hinter verschlossenen Türen dabei, als der Kopenhagener Gipfel noch irgendwie gerettet werden sollte. - UN-Klimachef erwartet keine raschen Treibhausgas-Minderungen (07.06.2010)
Bonn - UN-Klimachef Yvo de Boer erwartet in den nächsten Jahren keinen Durchbruch bei den Verhandlungen zum globalen Klimaschutz. Nach seiner Ansicht wird es «im nächsten Jahrzehnt keine ausreichenden Ziele für die Minderung von Treibhausgasen» geben. Der Ende Juni aus dem Amt scheidende de Boer signalisierte mit seiner überraschenden Einschätzung am Montag am Rande der Bonner UN- Klimakonferenz, dass die Industrieländer derzeit nicht zu größeren Einschnitten bereit seien, um die Erderwärmung auf zwei Grad Celsius zu begrenzen.
- Studie WWF und Germanwatch: Anpassungsstrategien können Klimaprozess neue Dynamik bringen (02.06.2010)
Am Rande der UN-Klimaverhandlungen haben Germanwatch und WWF eine Studie vorgestellt, die zentrale Elemente zum internationalen Umgang mit den Folgen des Klimawandels insbesondere für die ärmsten und besonders betroffenen Entwicklungsländer identifiziert. Diese müssten eine zentrale Säule eines neuen internationalen Klima-Abkommens werden und könnten gleichzeitig den UN-Klimaverhandlungen eine positive Dynamik verleihen. - UN-Klimagespräche: Länder und Regionen unterzeichnen die 'Bonner Erklärung' auf dem Weg zu COP 16 (02.06.2010)
Die Climate Group und Nordrhein-Westfalen waren heute (02.06.10) Gastgeber eines hochkarätigen internationalen Treffens am Rande der UN-Halbjahres-Klimagespräche in Bonn. Die Allianz der Regionen legte den nationalen Staats- und Regierungschefs eine bedeutende Botschaft vor: Die Regionalregierungen werden nicht auf ein globales Klimaschutzabkommen warten, sondern werden innovative Klimaschutztechnologien einsetzen, um so der Klimaerwärmung entgegenzuwirken und Wirtschaftwachstum und Beschäftigung zu sichern, heißt es darin. - UN Climate Talks: World’s states and regions sign Bonn Statement on road to COP16 (02.06.2010)
Subnational governments at “frontline” of clean technology revolution, says de Boer Brittany and Basque regions join The Climate Group BONN, 2 June 2010: The Climate Group and the German state of North Rhine Westphalia today hosted a high-level international summit on the sidelines of the UN‟s mid-term climate talks in Bonn, Germany. - UN-Klimarunde: Schwierige Suche nach Kompromissen (01.06.2010)
Bonn - Auf der Bonner UN-Arbeitskonferenz zum globalen Klimaschutz ist nach ersten Verhandlungsrunden keine gemeinsame Linie erkennbar. Die Klima-Unterhändler aus 182 Ländern präsentierten unterschiedlichen Positionen für ein neues Weltklima-Abkommen. Verhandlungsleiterin Margaret Mukahanana-Sangarwe aus Simbabwe appellierte am Dienstag an die Delegierten, nach Kompromissen zu suchen, um bis zum nächsten Weltklimagipfel in Cancún Ende des Jahres Fortschritte zu erzielen. - Germanwatch: Deutschland und EU werden bei Klimaverhandlungen unter Beschuss geraten (31.05.2010)
Nach Einschätzung der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch ist zu erwarten, dass die EU und Deutschland bei der heute startenden Runde der UN-Klimaverhandlungen heftig unter Beschuss kommen wird. "Wenige Tage vor Verhandlungsbeginn hatten insbesondere der deutsche Wirtschaftsminister Brüderle sowie der deutsche EU-Kommissar Oettinger verhindert, dass die EU-Kommission ein Strategiepapier vorlegen konnte, wonach die EU ihre Emissionen ohne Wenn und Aber um 30% reduziert." erklärt Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch. - UN-Arbeitskonferenz startet neue Verhandlungsrunde zum Klimaschutz (31.05.2010)
Bonn - Bei einer Arbeitskonferenz der Vereinten Nationen in Bonn sollen die Weichen für den globalen Klimaschutz wieder neu gestellt werden. Rund 5000 Teilnehmer aus aller Welt nahmen am Montag die schwierigen Verhandlungen auf. - WWF fordert Weichenstellung auf UN-Klimakonferenz in Bonn (30.05.2010)
Bonn - Die am Montag startenden Klimagespräche in Bonn und die darauf folgenden G8 und G20 Gipfel sollten ein Vorwärtskommen in einigen wichtigen Kernpunkten der Klimapolitik ermöglichen, so der WWF. - UN-Arbeitskonferenz soll Klimaschutz-Lösungen suchen (30.05.2010)
Bonn - Auf einer UN-Arbeitskonferenz in Bonn soll nach Lösungen für den weltweiten Klimaschutz gesucht werden. Vor allem gilt es, den Stillstand und die Konfrontationen nach dem weitgehend gescheiterten Gipfel von Kopenhagen Ende 2009 zu überwinden. - De Boer: Neues Weltklimaabkommen in Cancún 'höchst unwahrscheinlich' (25.05.2010)
Bonn - Die Aussichten für ein rasches neues globales Klima- Abkommen sind gering. Es sei «höchst unwahrscheinlich», dass ein verbindliches Abkommen auf dem nächsten Weltklimagipfel in Cancún (Mexiko) im November/Dezember erreicht werde, sagte der Chef des UN- Klimasekretariats, Yvo de Boer, am Dienstag (25.05.10) in Bonn.
- Petersberger Treffen beendet Klimaschutz-Stillstand (04.05.2010)
Alle in einem Boot: Eine gemeinsame Rhein-Fahrt beim Petersberger Klimatreffen war für Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) das Zeichen für Aufbruch beim Klimaschutz. Ein verbindliches Abkommen beim nächsten Klima-Gipfel in Mexiko bleibt aber unwahrscheinlich. - Röttgen sieht Bewegung in Petersberger Klimaverhandlungen (03.05.2010)
Königswinter - Nach dem Fiasko beim Klimagipfel in Kopenhagen im vergangenen Dezember keimt wieder Hoffnung auf: Die festgefahrenen Klimaverhandlungen kommen aus Sicht von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) wieder in Gang. «Es ist durch das Treffen wieder Bewegung in die Klimapolitik international gekommen», sagte Röttgen am Montagabend beim Petersberger Klimatreffen in Königswinter bei Bonn. Es gebe Fortschritte in verschiedenen Verhandlungsfeldern.
- 'Petersberger Klimadialog' berät Schritte zu UN-Klimaabkommen (03.05.2010)
Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und der mexikanische Präsident Felipe Calderón eröffneten am gestrigen Sonntag (02.05.10) den "Petersberger Klimadialog". Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen leitet das hochkarätige Treffen gemeinsam mit seinem mexikanischen Amtskollegen Juan Elvira. Noch bis 4. Mai treffen sich Umwelt- und Klimaschutzministerinnen und -minister aus über 40 Ländern auf Einladung von Deutschland und Mexiko zu informellen Diskussionen auf dem Petersberg in der Nähe von Bonn. - Tonband belegt Zerwürfnis bei Weltklimagipfel (02.05.2010)
Kopenhagen/Hamburg - Gut vier Monate nach dem gescheiterten Weltklimagipfel in Kopenhagen sind bisher geheime Dokumente mit Hinweisen auf die Hintergründe des Versagens aufgetaucht.
- Petersberger Klimakonferenz soll Neustart bringen (01.05.2010)
Bonn/Königswinter - Eine dreitägige internationale Klimakonferenz beginnt heute am Sonntag auf dem Petersberg bei Bonn. Erwartet werden Minister oder Regierungsvertreter aus 45 Ländern. - Röttgen: Blockade bei Klimaverhandlungen lösen (29.04.2010)
Bonn - Die Bundesregierung will die Blockade bei den internationalen Klimaverhandlungen nach dem weitgehend gescheiterten Gipfel von Kopenhagen lösen. Dazu solle das bevorstehende große Ministertreffen auf dem Petersberg bei Bonn dienen, sagte Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) am Donnerstag in Bonn.
- «Klimakonferenz der Völker» fordert Begrenzung auf ein Grad (23.04.2010)
La Paz - Die von dem linksgerichteten bolivianischen Präsidenten Evo Morales einberufene «Klimakonferenz der Völker» ist am Donnerstag mit der Forderung an die Industriestaaten zu drastischen Maßnahmen gegen den Klimawandel zu Ende gegangen.
- Alternative Klimakonferenz in Bolivien gestartet (20.04.2010)
La Paz - Mit den Industriestaaten und dem Kapitalismus auf der Anklagebank hat am Dienstag in Bolivien eine alternative Klima-Konferenz ihre Arbeit aufgenommen. Der linksgerichtete Staatschef des südamerikanischen Landes, Evo Morales, forderte bei der Eröffnung vor 23 000 Teilnehmern aus 130 Ländern die Schaffung eines Sozialismus in Harmonie mit der Natur. Zum Abschluss der Veranstaltung am Donnerstag wurden in der Stadt Tiquipaya im Zentrum des südamerikanischen Landes auch die ebenfalls linksgerichteten Staatschefs Venezuelas, Ecuadors und Nicaraguas, Hugo Chávez, Rafael Correa und Daniel Ortega, sowie der paraguayische Präsident Fernando Lugo erwartet.
- Bonner Klimakonferenz endet mit Fahrplan für Verhandlungen (12.04.2010)
Die UN-Klimakonferenz in Bonn hat sich auf einen groben Fahrplan für weitere Verhandlungen für eine globale Klima-Übereinkunft verständigt. Mit zwei zusätzlichen Konferenzen soll der nächste Gipfel in Cancún (Mexiko) im November/Dezember intensiv vorbereitet werden. Damit solle in Cancún ein «starkes Ergebnis» ermöglicht werden, erklärte das UN-Klimasekretariat zum Ende der dreitägigen Konferenz in der Nacht zum Montag in Bonn. Außer der Verständigung auf Verfahrensfragen gab es in Bonn keine Ergebnisse in der Sache. Es war die erste UN-Klimakonferenz seit dem Klimagipfel von Kopenhagen. - Schwierige Beratungen auf UN-Klimakonferenz (11.04.2010)
Bonn - Auf der Bonner UN-Klimakonferenz haben sich schwierige Beratungen über das weitere Vorgehen für ein globales Klima-Abkommen abgezeichnet. Die Differenzen vom Kopenhagener Weltklimagipfel wirken nach und überschatten den Neustart. Rund 2000 Regierungsvertreter aus aller Welt wollen sich bis zum Sonntag auf einen Fahr- und Arbeitsplan für Verhandlungen in diesem Jahr verständigen. - Ratlosigkeit bei Neu-Anlauf für Welt-Klimavertrag (09.04.2010)
Vier Monate nach dem Desaster von Kopenhagen gibt es einen neuen Anlauf für einen Welt-Klimavertrag. Seit dem Gipfel vom Dezember hängt der Klimaschutz in der Schwebe. Auf einer UN-Konferenz in Bonn soll der Fahrplan für Verhandlungen in diesem Jahr vereinbart werden.
- Klimaschützer: Zeit, die Scherben von Kopenhagen aufzusammeln (09.04.2010)
Bonn - Zu Beginn der dreitägigen Klimaverhandlungsrunde in Bonn haben die Umwelt- und Entwicklungsorganisationen Germanwatch, Oxfam, WWF sowie das internationale Netzwerk TckTckTck symbolisch den Scherbenhaufen aufgesammelt, den die unzureichenden Ergebnisse des letztjährigen Klimagipfels in Kopenhagen verursacht haben. Hinter 4 Tonnen Glasscherben, die vor dem Konferenzgelände in Bonn ausgebreitet waren, forderten sie von den Delegierten: "Zeit, die Scherben aufzusammeln". Die Verhandlungsrunde ist die erste auf dem Weg zum Klimagipfel Ende 2010 im mexikanischen Cancun. - WWF: UN-Klimagespräche in Bonn müssen was bewegen (08.04.2010)
Berlin - Vom 9. bis zum 11. April findet in Bonn das erste UNFCCC-Treffen nach der Klimakonferenz in Kopenhagen statt. Denn ein faires, ambitioniertes und rechtsverbindliches Klimaabkommen, um die schlimmsten Folgen des Klimawandels einzudämmen, wurde bisher nicht erreicht. Das Treffen in Bonn wird die Grundlagen für die 16. Conference of Parties (COP 16) im mexikanischen Cancun Ende des Jahres legen.
- UNFCCC publishd reports summing up results of Copenhagen (01.04.2010)
The UN Climate Change Secretariat Wednesday published official reports on the results of last years UN Climate Change Conference in Copenhagen (7-19 December 2009). The reports detail the outcomes of the UNFCCC Conference of the Parties at its 15th session (COP 15) and of the Conference of the Parties serving as the meeting of the Parties to the Kyoto Protocol on its fifth session (CMP 5). - Bundesregierung will mit Klimakonferenz im Mai in Bonn Impulse für Mexiko geben (30.03.2010)
Mit einer Klimakonferenz von Umweltministern aus 45 bis 50 Staaten im Mai 2010 will die Bundesregierung den Verhandlungen für die nächste Vertragsstaatenkonferenz in Mexiko einen zusätzlichen Impuls geben. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung (17/1073) auf eine Kleine Anfrage (17/857) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor. - Röttgen: zusätzliche Klimakonferenz Anfang Mai in Bonn (18.03.2010)
Berlin - Zur Überwindung der festgefahrenen internationalen Klimaschutz-Verhandlungen sollen Anfang Mai die Umweltminister aus 45 Staaten informell auf dem Petersberg bei Bonn zusammen kommen. Durch «vertrauensbildende Gespräche» am 2. bis 4. Mai sollen die Weichen für ein Weltklima-Abkommen gestellt, aber noch keine Beschlüsse gefasst werden. - Lord Nicholas Stern: 'Arroganz der Industriestaaten verhinderte Kopenhagen-Erfolg' (17.03.2010)
Die Arroganz der reichen Länder trägt nach Ansicht von Volkswirt Sir Nicholas Stern die Schuld am Scheitern des Weltklimagipfels in Kopenhagen. Die USA und die EU-Mitgliedsstaaten hätten die Bedürfnisse der ärmeren Ländern nicht gut genug verstanden, sagte Stern der BBC in einem Interview. Allerdings habe das Treffen wenigstens dazu geführt, dass eine ganze Reihe von Staaten offenbart habe, was sie zur Senkung von Emissionen tun würden. Bislang haben 73 Staaten das nicht bindende Kopenhagener Abkommen unterzeichnet. - EU setzt weiter auf Weltklimavertrag (17.03.2010)
Brüssel - Ungeachtet der zähen Verhandlungen setzt die Europäische Union weiter auf den Abschluss eines Weltklimavertrags. Das wollen die EU-Staats- und Regierungschefs einem Entwurf zufolge auf ihrem Treffen am 25. und 26. März in Brüssel beschließen.
- Deutschland erwartet keinen Durchbruch zu Weltklimavertrag in Mexiko (15.03.2010)
Brüssel - Die Bundesregierung erwartet beim nächsten UN- Klimagipfel im mexikanischen Cancún keinen Durchbruch auf Vertragsebene. «Ich rechne nicht damit, dass wir einen kompletten Vertrag haben (werden), aber die Schritte dahin müssen deutlich definiert werden», sagte die parlamentarische Staatssekretärin Katherina Reiche am Montag in Brüssel vor Beratungen der europäischen Umweltminister.
- China fühlte sich bei Klimagipfel brüskiert (14.03.2010)
Peking - Chinas Regierungschef Wen Jiabao fühlte sich auf dem Klimagipfel in Kopenhagen Ende vergangenen Jahres brüskiert, weil er nicht zu einem entscheidenden Treffen eingeladen worden war. Er wies am Sonntag in Peking jede Schuld an einem Scheitern der Weltklimaverhandlungen zurück. - Hedegaard: Auch in Mexiko kein Klimaabkommen (26.02.2010)
EU-Klimakommissarin Connie Hedegaard hat die Hoffnung auf ein verbindliches Klimaabkommen noch in diesem Jahr aufgegeben. Die Dänin, die beim gescheiterten Kopenhagener Klimagipfel im Dezember als Fachministerin ihres Landes und Tagungspräsidentin eine zentrale Rolle gespielt hat, sagte am Freitag in der Zeitung «Politiken»: «Niemand wäre glücklicher als ich, wenn wir dieses Jahr ein bindendes Abkommen erreichen könnten. Aber nach Lage der Dinge müssen wir uns fragen, ob ob es eine realistische Strategie ist, alles auf Mexiko zu setzen.» - First round of formal UN climate change negotiations to take place in April in Bonn, Germany (23.02.2010)
The next round of formal UN climate change negotiations under the United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC) is scheduled to take place in April in Bonn, Germany. The meeting will be held from Friday, 9 April through Sunday, 11 April 2010 at the Hotel Maritim in Bonn, Germany. - Zusatz-Klimakonferenz im April in Bonn - Handlungsdruck (23.02.2010)
Bonn/Nairobi - Die Vereinten Nationen verstärken ihre Anstrengungen für ein neues Weltklimaabkommen. Das UN- Klimasekretariat lud am Dienstag kurzfristig zu einer zusätzlichen Konferenz vom 9. bis 11. April nach Bonn ein. Nach dem Klimagipfel von Kopenhagen bedeute das eine rasche Wiederaufnahme der Verhandlungen, sagte UN-Klimachef Yvo de Boer. Unterdessen veröffentlichte das UN-Umweltprogramm eine Studie, nach der die Länder ihren Treibhausgasausstoß stärker als geplant reduzieren sollten.
- Nächster Klimagipfel in Cancún/Mexico (11.02.2010)
Mexiko-Stadt - Das nächste internationale Gipfeltreffen zum Klimawandel wird Ende dieses Jahres nicht in Mexico-Stadt, sondern an der mexikanischen Karibikküste abgehalten. Das berichtete am Mittwoch die mexikanische Presse unter Berufung auf das Umweltministerium des Landes. - Rasmussen will Klimatreffen zur Aufarbeitung von Kopenhagen nachholen (09.02.2010)
Kopenhagen - Dänemarks Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen will doch noch mit 80 Botschaftern die Hintergründe für das Scheitern des Kopenhagener Klimagipfels beleuchten. Der als Gipfel- Gastgeber im Dezember und auch danach massiv in die Kritik geratene Regierungschef kündigte am Dienstag an, dass er die Diplomaten zu einem Treffen im April einladen werde.
- Rasmussen auch nach Klimagipfel Unglücksrabe vom Dienst (05.02.2010)
Kopenhagen - Beim Klimagipfel als Gastgeber vor aller Welt fast alles falsch gemacht und seitdem im freien Fall: Dänemarks Regierungschef Lars Løkke Rasmussen (45) gilt anderthalb Monate nach dem enttäuschenden Ende der Kopenhagener Klimakonferenz auch innenpolitisch als Unglücksrabe vom Dienst und Fehlbesetzung. Knapp 70 Prozent der Befragten meinten bei einer Freitag veröffentlichten Umfrage für die Zeitung «Børsen», er werde die nächsten Wahlen verlieren. Rasmussens Koalition liegt in allen Umfragen seit der Klimakonferenz im Dezember hinten. - 55 Länder legen Klimaziele vor (02.02.2010)
Bonn/Hamburg - 55 Länder, darunter die wichtigsten Industriestaaten, haben ihre Klimaziele bis 2020 vorgelegt. Diese Länder verursachen zusammen 78 Prozent der weltweiten energiebedingten Emissionen, wie das UN-Klimasekretariat in Bonn mitteilte. Allerdings sind die Zusagen unverbindlich.
- Leinen: Klimaschutzangebote reichen nicht aus (01.02.2010)
Brüssel - Die internationale Staatengemeinschaft hat nach Einschätzung des Europaparlaments unzureichende Klimaziele bei den Vereinten Nationen eingereicht. «Die bis zum 31. Januar gemeldeten nationalen Angebote zur Reduzierung von CO2-Emissionen reichen nicht aus, um den globalen Temperaturanstieg bei höchstens zwei Grad Celsius zu stabilisieren», sagte der Chef des Umweltausschusses im Europäischen Parlament, Jo Leinen (SPD), am Montag in Brüssel. Die Meldefrist für nationale Klimaschutzziele war am Sonntag abgelaufen. - Staaten legen bei UN Klimaschutzziele vor (01.02.2010)
Bonn - Große Klimasünder wie die USA, China und die EU haben bei den Vereinten Nationen ihre Klimaziele vorgelegt. Sie folgten damit den Vereinbarungen des Weltklimagipfels vom Dezember in Kopenhagen. Die mittelfristigen Ziele zur Verringerung der Treibhausgase bis 2020 wurden in den vergangenen Tagen beim UN- Klimasekretariat in Bonn eingereicht. Das Sekretariat wollte am Montag in Bonn aber noch keine offizielle Bestätigung für die einzelnen eingegangenen Länderziele geben. Es fehlten noch wichtige Länder wie etwa Indien, hieß es in Bonn. - Ed Miliband: Copenhagen disappointed but does mark significant progress we can build on (07.01.2010)
With permission, I would like to make a statement about December’s Copenhagen Climate Change Conference, at which I represented the United Kingdom, alongside my Rt. Hon. Friend the Prime Minister. - Musste Kopenhagen scheitern? Die Theorie vom Gefangenendilemma gibt eine Erklärung (03.01.2010)
Das Gefangenendilemma ist ein zentraler Bestandteil der Spieltheorie. - WBGU: Minimalkompromiss von Kopenhagen ist ein Ziel - aber noch kein Weg (21.12.2009)
Berlin/Kopenhagen - Der Klimagipfel von Kopenhagen ist weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Einziges substanzielles Ergebnis war eine Erklärung ("Copenhagen Accord"), die von den Regierungschefs der wichtigsten Länder ausgearbeitet und von der ganzen Staatengemeinschaft lediglich "zur Kenntnis genommen" wurde. - Klima-Kompromiss enttäuscht Wissenschaftler (20.12.2009)
Bremerhaven/Kiel - Der Minimal-Kompromiss des Klimagipfels in Kopenhagen ist nach Ansicht von Wissenschaftlern kaum geeignet, den Klimawandel zu stoppen. «Ohne abgestimmte Ziele für die Treibhausgas-Reduzierung ist die Erderwärmung nicht auf zwei Grad Celsius zu begrenzen«, sagte der Leiter des Fachbereiches Klimawissenschaften am Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut (AWI), Peter Lemke, am Samstag der Deutschen Presse-Agentur dpa. Der Kieler Klimaforscher Mojib Latif hielt allen Beteiligten eine Blockade- Haltung vor. - UN-Chef lobt «wichtigen Schritt vorwärts» (20.12.2009)
Kopenhagen (dpa) - Für UN-Generalsekretär Ban Ki Moon ist das Ergebnis des Weltklimagipfels «ein wichtiger Schritt vorwärts für Verhandlungen über das erste wirklich globale (Klima-)Abkommen». - BDI von Kopenhagen ernüchtert und enttäuscht (20.12.2009)
Berlin - "Kopenhagen hat sein Ziel verfehlt. Der erhoffte Durchbruch zu einem internationalen bindenden Abkommen ist misslungen. Gerade weil die deutsche Industrie sich zum Klimaschutz bekennt, sind wir vom Ausgang der UN-Klimakonferenz ernüchtert und enttäuscht." Das erklärte BDI-Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf am Sonntag in Berlin. - Desaster Weltklimagipfel - Hoffen auf 2010 (20.12.2009)
Kopenhagen - Nach dem Gipfel-Fiasko in Kopenhagen soll es im Kampf gegen den Klimawandel nun 2010 die große Wende geben. Diese Hoffnung äußerten Bundeskanzlerin Angela Merkel und andere Spitzenpolitiker. Allerdings ist der Minimalkompromiss von Kopenhagen ein denkbar schlechter Start für die im kommenden Jahr geplanten Klimakonferenzen in Bonn und Mexiko-Stadt. Dort sollen dann die jetzt verpassten Klimaziele verbindlich festgeklopft werden. - Merkel gegen Schlechtreden des Klima-Ergebnisses (20.12.2009)
Berlin - Angesichts der harschen Kritik am Minimalkompromiss des Weltklimagipfels hat Kanzlerin Angela Merkel davor gewarnt, die Ergebnisse von Kopenhagen schlechtzureden. Kopenhagen sei «ein erster Schritt hin zu einer neuen Weltklimaordnung, nicht mehr, aber auch nicht weniger», sagte die CDU-Vorsitzende der «Bild am Sonntag». - COP15: Zusammenfassung der Vereinbarung (19.12.2009)
Kopenhagen - Beim Weltklimagipfel in Kopenhagen haben 193 Staaten folgende Vereinbarung anerkannt - Nur ein Mini-Kompromiss beim Weltklimagipfel (19.12.2009)
Kopenhagen - Nicht mehr als eine Notlösung im Kampf gegen den Klimawandel: Der bisher größte UN-Klimagipfel in Kopenhagen mag ein komplettes Scheitern abgewendet haben - die einst ehrgeizigen Ziele haben sich aber in Luft aufgelöst. Nach einer letzten, chaotischen Nachtsitzung erkannten die Delegierten der 193 Länder am Samstag zwar eine unverbindliche Übereinkunft an. Jedes Land kann jedoch selbst entscheiden, ob es den Text annimmt oder nicht. - Germanwatch: Klimagipfel in Kopenhagen verfehlt sein Ziel (19.12.2009)
Nach Einschätzung der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch hat der heute zu Ende gegangene Kopenhagener Klimagipfel sein Ziel nicht erreicht. "Mehr als 120 Regierungschefs waren sich einig - der Klimaschutz ist eine der größten Herausforderungen des Jahrhunderts. Wortgewaltig beschworen sie auf dem Klimagipfel: Jetzt ist die Zeit des Handelns gekommen. Die Ergebnisse des Klimagipfels von Kopenhagen stehen dazu in einem merkwürdigen Missverhältnis." so Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch. "Erstens stimmt die Ambition des Klimaschutzes nicht. Die Welt ist damit eher auf einem Pfad in Richtung 3,5 Grad Temperaturanstieg als 2 oder gar 1,5 Grad. Zweitens ist bei den Finanzzusagen für 2020 von insgesamt 100 Milliarden Dollar für Klima- und Regenwaldschutz sowie Anpassung nicht sichergestellt, dass es sich hier nicht um einfach um Umetikettierung von Geldern der Armutsbekämpfung handelt. Drittens ist auch nicht klar, ob die USA, China und andere Schwellenländer in wenigen Monaten in einem rechtlich verbindlichen Abkommen gebunden sein werden. Damit ist zwar sichergestellt, dass weltweit der Zug weiter in Richtung Klimaschutz fährt - aber die Geschwindigkeit ist viel zu langsam. Hier muss schon in den nächsten Monaten nachgebessert werden."
- Reaktionen auf das Ergebnis in Kopenhagen (19.12.2009)
Berlin - Das magere Ergebnis des UN-Klimagipfels von Kopenhagen hat bei Politikern, Umweltschützern, Wissenschaftlern und Kirchenvertretern in Deutschland große Ernüchterung hervorgerufen.