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China fühlte sich bei Klimagipfel brüskiert (14.03.2010)

Peking - Chinas Regierungschef Wen Jiabao fühlte sich auf dem Klimagipfel in Kopenhagen Ende vergangenen Jahres brüskiert, weil er nicht zu einem entscheidenden Treffen eingeladen worden war. Er wies am Sonntag in Peking jede Schuld an einem Scheitern der Weltklimaverhandlungen zurück.

Von einem wichtigen abendlichen Treffen mit einigen wenigen Regierungschefs am 17. Dezember in Kopenhagen sei er nicht unterrichtet worden, sagte Wen Jiabao auf einer Pressekonferenz zum Abschluss der Jahrestagung des Volkskongresses. «Warum wurde China nicht von diesem Treffen informiert? Bis heute hat uns niemand eine Erklärung dafür gegeben, und es ist weiter ein Rätsel.»

Seine Abwesenheit bei der abendlichen Zusammenkunft, an der unter anderen US-Präsident Barack Obama teilgenommen hatte, war von Kritikern wiederholt als einer der Gründe genannt worden, warum es nicht zu einer Einigung gekommen ist. Wen Jiabao hat nach eigenen Angaben erst davon erfahren, als ein europäischer Regierungschef ihm eine Liste der Teilnehmer gezeigt habe, auf der auch China gestanden habe. «Ich war schockiert, weil ich keine Einladung bekommen hatte.» Seine Delegation sei von dem Treffen auch nicht unterrichtet gewesen.

Er habe damals Außenminister Yang Jiechi angewiesen, die amerikanische Außenministerin Hillary Clinton um Aufklärung zu bitten, berichtete Wen Jiabao. Obwohl China nicht eingeladen worden sei, habe er schließlich Abteilungsleiter He Yafei zu dem Treffen entsandt, was unter teilnehmenden Delegationen heftige Kritik ausgelöst hatte, weil der hohe Beamte kein Verhandlungsmandat hatte.


Quelle: dpa

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