Hohe Volatilität bis Wochenmitte – EU-Hilfspaket zunächst mit positiver Wirkung – Pessimismus nach kurzer Rally wieder zurück – schwacher deutscher Strom für Verfall mitverantwortlich – Christi Himmelfahrt sorgt für Ruhe ab Donnerstag – Bulgariens Suspendierung vom CO2-Handel ohne großen Effekt – Spot EUAs positiv bei 15,50 – Spot CERs negativ bei 13,35
Der EUA-Dez10 Kontrakt beging die neue Handelswoche so wie die letzte endete: im Minus. Nachdem am Vormittag die Meldung des EU-Hilfspakets für Kurssprünge gesorgt hatte, schlug die Stimmung ins Gegenteil um, als die Konditionen dieser Hilfe bekannt wurden und deutscher Strom stark nachließ. So konnten nach einem zwischenzeitlichen Hoch bei mehr als 16 Euro am Ende nur noch 15,26 Euro erzielt werden.
Im Verlauf des Dienstags verhielten sich die EUAs spiegelverkehrt zum Vortag. Nach einer durchwachsenen Vormittagssession mit Preisen unter 15 Euro marschierten die Emissionsrechte mit Fortgang des Handels unaufhörlich auf 15,69 Euro. Dieser Lauf kann kaum mit einem einzigen Faktor erklärt werden, war doch etwa Öl stark im Plus, deutscher Strom aber gleichzeitig noch stärker im Minus. Inmitten eines turbulenten Tages konnte die deutsche Regierung 300.000 EUAs bei 14,98 Euro auktionieren.
Auch der dritte Tag der Woche war durch hohe Volatilität gekennzeichnet. Starke Bewegungen am Markt konnten registriert werden, als die 16 Euro-Marke zweimal durchbrochen wurde: einmal im Aufschwung, dann im Abschwung. Gerüchte vor der Bekanntgabe des Kerry-Liebermann Gesetzesvorschlags einerseits, und sinkende Preise für deutschen Strom andererseits waren hauptverantwortlich für den rasanten Kursverlauf am Mittwoch. Die Auktion von 570.000 EUA-Futures in Deutschland brachte noch 16,04 Euro, zu Handelsschluss war 1t CO2 15,74 Euro wert.
Der Donnerstag war in vielen europäischen Ländern ein Feiertag, weshalb es ein ruhiger Tag auf den Märkten wurde. Nicht einmal die Bekanntgabe des Ausschlusses Bulgariens vom Emissionshandel bis mindestens November hatte einen wirklichen Einfluss auf den Preis. Schließlich gingen die Verschmutzungsrechte leicht positiv bei 15,82 Euro aus dem Handel.
Viele nutzten den Freitag als Fenstertag, weshalb es auch an diesem Tag auf den Märkten nicht besonders hektisch wurde. Zu uneinheitlichen Signalen aus dem Energiekomplex kam verstärkter Pessimismus um das Wirtschaftswachstum in der EU dazu. Der EUA-Dez10 Kontrakt ging schließlich bei 15,65 Euro aus der Woche.
Der Spotpreis für EUAs entwickelte sich analog zum Future und kam zu Wochenende auf 15,50 Euro. Hingegen verloren die CERs an Terrain und beschlossen die Woche mit einem Minus von 20 Cent bei 13,35 Euro. Der Spot EUA/CER Spread stieg folglich auf 2,15 Euro.
Preisentwicklung EUA-DEC 10 (ICE) und Fundamentals (in EUR):
| Mo | Di | Mi | Do | Fr |
EUA | 15.70 | 15.21 | 15.70 | 15.72 | 15.87 |
EUA | 15.26 | 15.69 | 15.74 | 15.82 | 15.65 |
Brent | 80.56 | 80.44 | 82.46 | 81.10 | 78.15 |
Cal11 | 53.93 | 52.20 | 51.80 | n.a | 52.15 |
Handelsvolumen der letzten 5 Tage:
OTC | ECX | NordPool | EEX | BlueNext | EXAA |
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77.2 Mt | Exchange | EFP | Exch. | OTC | CER | Spot | Dec10 | EUA | CER | 0 kt |
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