Angesichts der weitreichenden Folgen der Erderwärmung ist der Klimawandel zu einer globalen Herausforderung geworden. Im Kyoto-Protokoll von 1997 haben sich die Industriestaaten verbindlich verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Zwischen 2008 und 2012 soll die Minderung mindestens 5,2 Prozent im Vergleich zu 1990 betragen. Eines der wesentlichen Mittel ist dabei der Handel mit Emissionsrechten. Dazu gibt das Kyoto-Protokoll flexible Klimaschutzmechanismen vor (FlexMex): den Handel mit Emissionszertifikaten (Emissions-Trading) sowie die beiden projektorientierten Instrumente Joint Implementation (JI) und Clean Development Mechanism (CDM).
Dazu gehört, dass alle JI- und CDM-Projekte durch eine von UNFCCC akkreditierte, unabhängige Prüforganisationen (Designated Operational Entity, kurz DOE) nach Regelungen und Anforderungen der UNFCCC validiert, verifiziert und zertifiziert werden.
Mittlerweile sind 45 von UNFCCC akkreditierte DOEs in dem Bereich Validierung, Verifizierung und Zertifizierung von JI/CDM Projekten und Carbon Business aktiv tätig. TÜV NORD CERT hat sein Service-Spektrum bereits zu Beginn des Emissionshandels auf dieses Tätigkeitsfeld ausgeweitet und ist heute die weltweit viertgrößte DOE. Dank der jahrelangen Erfahrung und der starken Nachfrage des Marktes konnte TÜV NORD CERT mit dem JI/CDM Cerification Program im Jahr 2009 ein starkes Wachstum gegenüber dem Vorjahr verzeichnen.
"Mit dieser Re-Akkreditierung sehen wir uns in unseren bisherigen Anstrengungen bestätigt, mit unserem TÜV spezifischen Know-How einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung des Kyoto Protokolls zu leisten. Ferner bildet diese Re-Akkreditierung die Basis für den weiterhin erfolgreichen Ausbau der Klimaschutz-Aktivitäten innerhalb der TÜV NORD Gruppe" freut sich Rainer Winter, Fachleiter JI/ CDM bei TÜV NORD CERT.

