Um in einem bestimmten technischen Prüfbereich arbeiten zu können, müssten Tüv-Auditoren in Zukunft zusätzlich zur 2-jährigen Berufserfahrung noch sechs Monate - statt zuvor drei Monaten - in einer technischen Funktion dieses Bereichs tätig gewesen sein. Zudem sei das Qualitätsmanagementsystem weiterentwickelt worden, um die Einhaltung der komplexen Anforderungen des CDM besser kontrollieren und dokumentieren zu können. Besonders gelte dies für den Bereich der Additionalität.
Die Treibhausgasreduktionen aus CDM-Projekten müssen zusätzlich ( additionell ) zu jeder Reduktion sein, die auch ohne das Kyotoprotokoll stattfinden würde. Kolmetz kündigte an, dass noch nicht fertig gestellte Projekte jetzt zügig und mit höchster Priorität zur Registrierung vorbereitet würden, was der formale Abschluss von CDM-Projekten ist, der auch die Voraussetzung für die Ausgabe von Certified Emissions Reductions (CERs) ist.
Das Executive Board des Clean Development Mechanism (CDM) hatte die Vorschläge von Tüv Süd hinsichtlich der zusätzlichen Qualifikation der Auditoren und des Qualitätsmanagements akzeptiert bei seinem 55. Treffen am 30. Juli angenommen und eine vorübergehende Suspendierung mit sofortiger Wirkung aufgehoben. TÜV SÜD ist eines der führenden Validierungs- und Verifizierungsunternehmen im Bereich des Kyoto-Protokolls. In den vergangenen sieben Jahren hat Tüv Süd mehr als 1.000 Projekte nach den Vorgaben des Clean Development Mechanism (CDM) und der Joint Implementation (JI) bearbeitet, über 97% der CDM-Projekte wurden bei den Vereinten Nationen registriert.

