Die EU reagiert damit auf anhaltende Kritik von Umweltschützern an Reduktionsprojekten für Lachgas oder HFC-23. Dafür würden große Mengen an Minderungszertifikaten ausgegeben, der Nutzen für die Umwelt und das Klima sei jedoch gering.
Die Sendung Monitor hatte unter Bezugnahme auf Erkenntnisse von CDM-Watch vergangene Woche darüber berichtet. Unter den bisher geltenden Regeln könnten die weltweit 19 registrierten Lachgas-produzierenden Unternehmen rund 478 Millionen CERs bis 2012 und über eine Milliarde bis 2020 generieren. Auffällig sei der Zusammenhang zwischen Lachgas-Produktion bzw. Lachgas-Minderung, die damit korreliere, ob gerade CERs generiert werden könnten oder nicht.
Die meisten Carbon Credits in diesem Bereich werden über den Clean Development Mechanism (CDM) erzielt, der nach Hedegaards Einschätzung "einer Generalüberholung" unterzogen werden muss.
Die EU-Kommission will entsprechende Vorschläge für neue Regularien für die Zeit nach 2012 vorlegen. "Die internationalle Diskussion hat es sehr deutlich gemacht, welche Veränderungen am Clean Development Mechanism nötig sind und welche Nachfolgemechanismen eingesetzt werden müssen, um den CO2-Markt zu einem noch mächtigeren Instrument bei der Senkung von Emissionen zu machen", sagte Hedegaard. (DJ/sir)

