Im Rahmen von Track 1 führt der Gastgeberstaat die Prüfung der JI-Projekte auf der Grundlage seiner eigenen nationalen Regelungen und Verfahren durch. Beobachter werten diesen Schritt als Signal für steigende Projektzahlen in diesem Bereich. UNFCCC-Exekutivsekretärin Christiana Figueres begrüßte die Entwicklung als ein weiteres deutliches Signal dafür, dass JI eine wichtige Rolle bei der Lenkung von Investitionen in Industrieländern spiele.
Bei dem Projekt handelt es sich nach Angaben des UN-Klimaschutzsekretariats um das Wärmekraftwerk Shaturskaya bei Moskau, das eine zusätzliche GuD-Einheit bekommen soll. Es ist eines von 15 Projekten, die von der russischen Regierung Ende Juli bewilligt wurden. "Das ist angesichts der Tatsache, dass Russland das Land mit dem größten Potenzial für JI ist, ein extrem positiver erster Schritt. Darauf haben wir vier Jahre gewartet, seit das JISC das Track-2-Verfahren zugelassen hat", sagte JISC-Chairman Benoît Leguet. "Wir müssen an die Zukunft denken und an die zentrale Rolle, die JI-Track-2 in der Zeit nach 2012 haben wird." Das JISC müsse nun von einem politikorientierten zu einem projektorientierten Gremium werden, sagte Leguet weiter.
Die Mehrheit der JI-Projekte wird in Russland, der Ukraine und anderen Staaten in Mittel- und Osteuropa vorangetrieben. In der JI-Pipeline stecken den weiteren Angaben zufolge 234 Track-2-Projekte, 177 Track-1-Verfahren seien registriert. Bis zum Ende der ersten Kyoto-Verpflichtungsperiode 2012 stünden 500 Mio ERUs für die potenzielle Ausgabe bereit. (DJ/sir)

