Mexiko ist Gastgeber des nächsten UN-Klimagipfels im Dezember in Cancun. Nach dem Scheitern der Kopenhagener Konferenz ist es die nächste wichtige Etappe bei den Weltklimaverhandlungen. Die EU sah sich neben Großmächten wie China und den USA in Kopenhagen an den Rand gedrängt und will Lehren daraus ziehen.
Mexiko biete einen «offenen und transparenten Prozess», sagte Elvira. Als Entwicklungsland müsse es sich besonders um die Entwicklungs- und Schwellenländer kümmern. Für die sogenannten BASIC-Länder Brasilien, Südafrika, Indien und China pflege Mexiko besondere Aufmerksamkeit, um ihre Haltung zu verstehen und sie «einzuladen, Teil der Lösung zu sein». «Das ist keine einfache Aufgabe.»
Mexiko will im Juni anlässlich der Klimakonferenz in Bonn die Ziele für Cancun abstecken. «Wir wollen uns über die Ziele verständigen, und dann erst über die Rechtsform», sagte Elvira. Die internationale Staatengemeinschaft will einen Weltklimavertrag abschließen, der in Kraft treten soll, wenn 2013 die erste Verpflichtungsphase des Kyoto-Protokolls ausläuft. Dieses hatten die wichtigsten Industriestaaten mit Ausnahme der USA unterzeichnet.

