Ägypten ist mit rund 100 Millionen Euro pro Jahr das arabische Land, das am meisten von deutscher Hilfe profitiert. «Investitionen in erneuerbare Energien sind auch ein Beitrag zur Armutsbekämpfung», erklärte Niebel, der noch bis Freitag in Ägypten sein wird.
Die Entwicklungsbank KfW hatte die Modernisierung der Generatoren des Wasserkraftwerkes am Nil- Staudamm in Assuan finanziert, die 2005 begonnen hatte und im Oktober abgeschlossen sein soll. Ein KfW- Anschlussprojekt, das die Effizienz des Kraftwerkes noch steigern soll, ist derzeit im Planungsstadium. Der Assuan-Damm war in den Jahren 1967 bis 1970 mit Hilfe sowjetischer Ingenieure gebaut worden.
Darlehensvertrag über Wasserkraftwerk am Staudamm Assiut unterzeichnet
Anlass des Besuches von Niebel war auch die Unterzeichnung eines Darlehensvertrag über 91,67 Millionen Euro für den Bau des neuen Assiut-Staudamms mit dazugehörigem Wasserkraftwerk.
Die Gesamtkosten des Vorhabens belaufen sich auf rund 475 Millionen Euro, von denen etwa 65 Prozent über die KfW Entwicklungsbank finanziert werden.
Mit dem Projekt soll ein Gebietes von 672.000 Hektar bewässtert werden können, von der die Existenz von rund fünf Millionen Bauern abhängt. Mit dem Kraftwerk kann zudem Strom im Umfang von 250 Gigawattstunden erzeugt werden. Dem ägyptischen Staat gibt das die Möglichkeit, Einnahmen aus dem Verkauf von CO2-Emissions¬reduktions¬zertifikaten zu erzielen.
Die ägyptische Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2020 zwanzig Prozent des ägyptischen Strombedarfs durch sauberen Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu decken.

