Lediglich zwölf Anlagen müssen komplett geschlossen werden, darunter fünf Papierproduktionsanlagen. Überdies nehme sich die Schließung von 2.087 Unternehmen bei einem Gesamtbestand von 426.000 Unternehmen (Stand von 2008 laut Statistik, http://www.stats.gov.cn/tjsj/ndsj/2009/indexeh.htm) - 10.011 Unternehmen allein in der Papierproduktion - doch wirklich gering aus.
Im Kampf gegen Energievergeudung und Umweltverschmutzung hatte die chinesische Regierung die Schließung von 2.087 Unternehmen in 18 Teilbereichen - darunter Stahl, Kohle, Zement, Aluminium oder Glas - angeordnet. Sollten sie dies nicht tun, werden ihnen demnach Kredite nicht verlängert, neue Projekte oder Landkäufe nicht genehmigt und die Stromversorgung gekappt. Die neue Anordnung sei ein "wichtiger Schritt bei der Modernisierung der Industrie, rückständige Fabriken zu schließen und so die Qualität des Wirtschaftswachstums zu verbessern", erklärte das Ministerium.
Die Regierung hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass der Energieverbrauch im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt in den ersten sechs Monaten des Jahres leicht gestiegen sei - der erste Anstieg seit vier Jahren, und dies trotz Bemühungen des Landes, energieeffizienter zu wirtschaften. Die Volksrepublik ist nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) vom Juli im vergangenen Jahr zum größten Energieverbraucher der Welt nach den USA aufgestiegen. Peking wies dies zurück und erklärte, die Daten der IEA seien nicht zuverlässig. (DJ/sir)
Quelle: djnewsletters.de / Dow Jones TradeNews EmissionLesen Sie auch: Zu viel CO2: Chinesische Provinz Anhui stoppt Stromversorgung von 506 Unternehmen (hier)

