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Nach den Überschwemmungen: Australien erhöht Steuern und spart beim Klimaschutz (27.01.2011)

Sydney - Die australische Regierung will die Steuern erhöhen und Ausgaben zurückfahren, um die Folgen der verheerenden Überschwemmungen in Queensland zu bezahlen. Mit diesen Maßnahmen sollen 5,6 Milliarden australische Dollar zusammenkommen (etwa 4 Milliarden Euro). So müsse der Plan, im nächsten Jahr ein Plus im Etat zu erreichen, nicht aufgegeben werden, sagte Premierministerin Julia Gillard am Donnerstag (Ortszeit).

Die Wassermassen hatten in Queensland an der Nordostküste Australiens eine Fläche von der Größe Frankreichs und Deutschlands überschwemmt. Mehr als 25 Menschen starben, Tausende Häuser wurden weggespült, drei Viertel der staatlichen Kohlebergwerke lahmgelegt, Ernten vernichtet. Die Überschwemmungen zerstörten Straßen und Eisenbahngleise. Die ANZ-Bank schätzte die Schäden auf 20 Milliarden australische Dollar (etwa 14,5 Milliarden Euro).

Julia Gillard Bild: mystifyme_concert_photography_CC20Gillard kündigte an, dass auf diejenigen, die in einer höheren Steuerklasse seien, eine Abgabe zukomme. Damit sollten etwa 1,8 Milliarden australische Dollar zusammenkommen. Die Labor-Politikerin sagte weiter, gleichzeitig sollte auf Ausgaben verzichtet beziehungsweise sollten Gelder gestrichen werden. So müssten unter anderem Initiativen für den Klimaschutz mit weniger Mitteln zurechtkommen. Programme zur Förderung von Solarenergie würden genauso gestoppt wie Subventionen für die Herstellung von umweltfreundlicheren Fahrzeugen, kündigte die Politikerin an.


Quelle: dpa

© Julia Gillard Bild: mystifyme_concert_photography_CC20



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