Die Industrie hatte sich lange gegen diesen Plan gewehrt, weil sie um die Wettbewerbsfähigkeit des Landes im Export fürchtet. Der starke Gegenwind hatte eine Umsetzung des Gesetzes lange verhindert. Das Gesetz hing seit April vergangenen Jahres im Komittee für Klimawandel und grünes Wachstum fest.
China arbeitet an einem vergleichbaren System, das ebenfalls 2015 umgesetzt werden soll. Australien und Neuseeland haben vergleichbare CO2-Handelssysteme bereits gebilligt.
Die Details für das südkoreanische System müssen noch geklärt werden. So ist beispielsweise noch offen, ob es eine Börse geben wird. Die Treibhausgasemissionen des asiatischen Staates waren im Jahr 2010 die siebtgrößten weltweit, sie machten 1,8 Prozent des weltweiten Ausstoßes aus.
Laut der aktuellen Gesetzesversion gilt die Emissionshandelspflicht für Unternehmen, die 125.000 t CO2 jährlich freisetzen, und für Arbeitsplätze mit einem CO2-Ausstoß von mindestens 25.000 t CO2 pro Jahr. (DJ/sir)

