Das UN-Umweltprogramm mit Hauptsitz im kenianischen Nairobi solle institutionell vergleichbar mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sein. «Damit soll dem Konzept nachhaltigen Wirtschaftens weltweit besser zum Durchbruch verholfen werden», heißt es in dem achtseitigen Papier.
Vom 20. bis 22. Juni findet im brasilianischen Rio de Janeiro wieder eine große UN-Konferenz für nachhaltige Entwicklung statt - 20 Jahre nach dem Weltgipfel von 1992. Damals waren Maßstäbe für eine globale Politik zum Schutz von Klima und Umwelt gesetzt worden.
In dem CDU-Papier heißt es, bei der Rio-Folgekonferenz «Rio 20 plus» sei ein Bekenntnis der Staatengemeinschaft zur Entwicklung einer «grünen Wirtschaft» notwendig. Dafür seien konkrete internationale Ziele und Indikatoren erforderlich, die eine Abschätzung des Fortschritts ermöglichten. Die Sicherung von Wasser, Energie und Ernährung sowie von Rohstoffen und Flächen könne nicht länger getrennt voneinander betrieben werden.
Der frühere Bundesumweltminister und ehemalige UNEP-Vorsitzende Klaus Töpfer, der mit dem CDU-Vorstand über «Rio 20 plus» diskutierte, sagte, Deutschland müsse weltweit Anstöße für einen bewussteren Umgang mit Energie und der Umwelt geben. «Umweltpolitik und nachhaltige Politik ist Friedenspolitik», sagte er.

