Die für den Emissionshandel zuständige Regulierungsbehörde Clean Energy Regulator (CER) hat eine Datenbank mit den Namen von Kommunen, Universitäten und Unternehmen veröffentlicht, die unter die neue CO2-Steuerpflicht fallen.
Nach einem Bericht von The Border Mail finden sich 34 Kommunen sowie 248 Unternehmen und Universitäten aus dem ganzen Land auf der CER-Liste wieder. Ursprünglich war mit 500 Teilnehmern gerechnet worden. Die "CO2-Steuerpflichtigen" müssen vom 1. Juli an 23 australische Dollar (18,35 Euro) je Tonne CO2 entrichten. Die Emissionshandelspflicht erstreckt sich auf alle Unternehmen und Einrichtungen, die mehr als 25.000 Tonnen CO2 pro Jahr emittieren.
Von den 559 Kommunen in Australien verfügen 32 über Mülldeponien, die mehr als 25.000 Tonnen CO2-Gleichwerte emittieren. Zwei Kommunen seien Erdgaslieferanten, heißt es in der CER-Stellungnahme. Die große Mehrheit der Deponien in Australien falle allerdings nicht unter die Emissionshandelspflicht.
Die Kommunen können im Rahmen eines speziellen Programms zudem ihre CO2-Verbindlichkeiten senken, indem sie die gefährlichen Gase unter 25.000 Tonnen drücken. Die aufgefangenen Gase können abgefackelt oder in Strom umgewandelt werden. Für aufgefangene Gase können die Kommunen CO2-Minderungszertifikate erhalten, für Strom aus Gas bekommen sie Grünstromzertifikate (Renewable Energy Certificates, RECs). Diese Möglichkeiten stehen auch den Kommunen offen, die nicht unter die Emissionshandelspflicht fallen, wie die Regierungsbehörde mitteilte. (DJ/sir)

