Sie will auch an einem fixen Preis für den Kauf von Zertifikaten festhalten, die Handelsoption wurde fallengelassen. Unternehmen sollen zudem weiterhin eine Handelseinheit (New Zealand Unit, NZU) für je zwei Tonnen CO2 eintauschen dürfen. Waldbesitzer, deren Forste aus der Zeit vor dem Jahr 1990 stammen, dürfen dafür Zertifikate "ernten".
"In diesen Zeiten der Unsicherheit hat die Regierung sich dafür entschieden, den Haushalten und der Industrie nicht noch weitere Kosten aufzubürden", sagte Tim Groser, der Minister für Belange des Klimawandels.
Der Landwirtschaftssektor hatte zuvor Bedenken über die Kosten geäußert, die sich durch eine Einbeziehung in das Emissionshandelssystems ergeben könnten während die Wettbewerber im Ausland keine vergleichbaren Ausgaben hätten. Die Landwirtschaft gehört zu den wichtigsten Exportbereichen des Landes. Mehr als die Hälfte des Überseehandels von 46 Milliarden Neuseeland-Dollar (29,1 Milliarden Euro) entfällt auf Agrarexporte.
Im Jahr 2015 soll der Emissionshandel das nächste Mal auf den Prüfstand. Bis dahin können die Unternehmen einen Fixpreis von 25 Dollar je New Zealand Unit (NZU) zahlen oder die NZUs auf dem Spot-Markt kaufen. Bislang war geplant, dass diese Optionen im Dezember ebenso auslaufen wie die Tauschquote von zwei Tonnen CO2 je NZU.
Die Landwirtschaft sollte eigentlich in diesem Jahr zu Berichten über die eigenen Emissionen verpflichtet werden, die Zahlungen für die Emissionen sollten 2015 beginnen. Der Emissionshandel ist in Neuseeland seit Juli 2010 aktiv. Pro Jahr müssen geschätzte 30 Millionen Tonnen CO2 ausgeglichen werden.
Neuseeland reagierte damit auf die Entscheidung Australiens, die eigene Landwirtschaft nicht in die Emissionshandelspflicht einzubeziehen. Seit dem 1. Juli müssen die größten australischen Emittenten 23 australische Dollar je Tonne CO2 bezahlen. Der Agrarsektor ist von der CO2-Steuer bislang ausgenommen.

