Co2-Handel.de - Das Portal zum Emissionshandel und Klimaschutz
Sie sind hier: Home » Politik » Weltweit
Seite empfehlen

Bis zu 2 Milliarden Euro Windfall Profits für australische Unternehmen (06.09.2012)

Australische Unternehmen dürfen sich nach einer Studie des auf den CO2-Markt spezialisierten Beratungsunternehmens RepuTex auf satte Marktlagengewinne freuen. Wenn es zu dem geplanten Schulterschluss zwischen dem australischen und dem EU-weiten Handelssystem kommen sollte, könnten sie in den fünf Jahren zwischen 2016 und 2020 bis zu 2,5 Milliarden australische Dollar - umgerechnet 2,04 Milliarden Euro - an Windfall Profits einstreichen.

Bis Juni 2015 müssen die australischen Unternehmen eine CO2-Steuer von 25 australischen Dollar je Tonne CO2 bezahlen, danach bestimmt der Markt den Preis.

RepuTex erwartet für die Fiskaljahre 2016 bis 2020 einen durchschnittlichen CO2-Preis von 11,50 australischen Dollar. Dieser Preis läge unter dem ursprünglich geplanten Mindestpreis im australischen System von 15 australischen Dollar. Aus der Differenz von beinahe 16 Prozent ergebe sich der genannte Marktlagengewinn, heißt es in einem Bericht des Unternehmens.

Nach Prognosen von RepuTex könnten sich der europäische und der internationale Preis für Minderungszertifikate im Zeitraum 2016/2020 zwischen sieben und 17 australischen Dollar bewegen. Australische Unternehmen dürfen bis zu 22 Prozent ihrer Emissionsschulden mit internationalen Zertifikaten abdecken.

Über den größten Gewinn dürften sich laut RepuTex Energieversorger freuen: Sie sollen binnen fünf Jahren bis zu 1,5 Milliarden australische Dollar an Windfall Profits einstreichen können. Kohleproduzenten könnten auf 560 Millionen australische Dollar kommen und Unternehmen, die ohne Kohle Strom produzieren, auf bis zu 230 Millionen australische Dollar.

Wie hoch die Kosten und Sparmöglichkeiten für die australischen Unternehmen tatsächlich ausfallen werden hängt laut RepuTex vom Timing und Ausmaß des von der EU-Kommission geplanten Set-aside ab. Wichtig sei auch, ob die dem Markt entzogenen ertifikate zu einem späteren Zeitpunkt wieder in Umlauf gebracht werden und wann. Je größer und endgültiger das Set-aside ausfalle, desto größer sei die Auswirkung der australischen Nachfrage nach EUAs in den Jahren nach 2015. Die Analysten erwarten, dass im Falle eines kurzfristigen Set-aside die Zertifikate 2018 in den Markt zurückgegeben werden. Sollte es erst 2020 zu diesem Schritt kommen, dürfte sich CO2 verteuern. Dann müssen die Australier unter Umständen tiefer in die Tasche greifen als beim Mindestpreisszenario. (DJ/sir)


Quelle: djnewsletters.de / Dow Jones TradeNews Emissions



Ihr Partner für den CO2-Fußabdruck:

Ihr Partner für den CO2 Fußabdruck: klimAktiv


21.05.2013

Kretschmann ermutigt Japan zur Energiewende

Deutsche Post startet Einsatz von CO2-freien Zustellfahrzeugen

Studie: CCS-Technologie könnte kosteneffektiv werden

BDEW: Europäischer Energiebinnenmarkt darf nicht durch nationale Alleingänge konterkariert werden

Kongo plant größtes Wasserkraftwerk der Welt - Baubeginn 2015

CO2 - Marktbericht vom 21.05.2013

Bericht: Autobranche bittet im Klimaschutz-Streit Kanzlerin um Hilfe

20.05.2013

Studie: Erderwärmung langsamer - langfristig kein neues Gesamtbild

17.05.2013

Bundesverband Solarwirtschaft zeigt mehr Einsatz für Solarstom-Speicher

Windenergiereport 2012: Branche wächst weiter

Meeresspiegel: Ein Drittel des Anstiegs kommt aktuell von Gletschern

Vulkane sorgen für Klimagas-Schwankungen

Gipfelthemen zur EU-Energiepolitik

Bundestag kippt Verbot von Nachtspeicheröfen

CO2 - Marktbericht vom 17.05.2013

Geologe: An unterirdischer CO2-Speicherung führt kein Weg vorbei

16.05.2013

Überschuss an Verschmutzungsrechten im CO2-Handel 2012 verdoppelt

EU-Kommission zieht gemischte Bilanz für Emissionen im Jahr 2012

Fraunhofer IPA entwickelt Optimierungsverfahren für energieeffiziente Industrieroboter

Emissionshandel: Kommission kann Verhandlungen mit Australien beginnen

Naturkatastrophen immer teurer - Billionen-Schäden

China warnt EU im Solar-Streit vor Schaden für Handelsbeziehungen

CO2 - Marktbericht vom 16.05.2013

Netzausbau kein Engpass für die Energiewende

Ein Jahr Altmaier: Heiter bis wolkig

15.05.2013

25.06. - 27.06.2013 Konferenz Climate Change and Nature Conservation in Europe – an ecological, policy and economic perspective

Greenpeace-Protest gegen Altmaiers Vorschläge zu KFZ-Grenzwerten

Studie: Durch optimale Standortwahl könnten 45 Mrd. Euro bei der Investition in erneuerbare Energien eingespart werden

Indonesien schützt Regenwälder weiter vor dem Abholzen

RWE verdient operativ weniger - Harter Winter mindert Rückgang

CO2 - Marktbericht vom 15.05.2013