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Mindestgebot: 30 Prozent - WWF fordert erhöhtes Reduktionsziel der EU (19.01.2010)

Berlin - Wenn die EU bei den Klimaverhandlungen wieder die gern und viel zitierte Vorreiterrolle einnehmen will, muss sie ihr Emissions-Reduktionsziel für 2020 umgehend von 20 auf mindestens 30 Prozent erhöhen, erklärt der WWF kurz vor dem Ausschuss der Ständigen Vertreter der Mitgliedstaaten (COREPER). In Brüssel wollen sich die EU-Vertreter am Mittwoch darüber verständigen, mit welchem Minderungsziel sie die Klimaverhandlungen nach Kopenhagen weiterführen.

Bild: Pixelio/didoob„Die EU muss im Klimaschutz endlich wieder eine Führungsrolle übernehmen. Hierfür ist die Festlegung auf ein Reduktionsziel von mindestens 30 Prozent bis 2020 gegenüber 1990 das Minimum. Nur so kann der Staatengemeinschaft signalisiert werden, dass die EU weiter Treiber und nicht Getriebener im internationalen Klimaschutz ist“, erklärt Regine Günther, Leiterin Klimapolitik und Energie des WWF Deutschland. Im Jahr 2007 hat die EU eine Emissionsminderung von 30 Prozent bis 2020 unter den Wert von 1990 nur dann in Aussicht gestellt, wenn auch andere Länder weitere Zugeständnisse machen. Dies ist nach Ansicht des WWF in der Zwischenzeit passiert.

Auch wenn die „Kopenhagener Übereinkunft“ als Abschlussdokument der Klimakonferenz im Dezember enttäuschend sei, müssten die Staats- und Regierungschefs jetzt darauf aufbauen. Zu der Übereinkunft in Kopenhagen gehört eine Liste, in die jedes Land bis zum 31. Januar 2010 seine geplanten Reduktionsziele eintragen soll. „Die EU muss mit einem ambitionierten Reduktionsziel dafür sorgen, dass die Kopenhagener Übereinkunft mit Leben erfüllt wird. Diese Chance darf nicht verpasst werden“, so Regine Günther.


Quelle: WWF


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