Co2-Handel.de - Das Portal zum Emissionshandel und Klimaschutz
Sie sind hier: Home » Politik » EU
Seite empfehlen

EU: schärfere Grenzwerte für Industrieabgase - aber Übergangsfristen 'Trauerspiel' (07.07.2010)

Von 2010 an soll die Industrie verschärfte Abgasnormen einhalten. Zugleich räumt die EU aber zehnjährige Übergangsfristen ein - ein Freibrief für den Betrieb alter Kohlekraftwerke und schadstoffreicher Großfeuerungsanlagen.

Straßburg - Die Industrie in der EU muss den Ausstoß von Schadstoffen noch drastischer reduzieren. Das EU-Parlament verabschiedete am Mittwoch in Straßburg mit großer Mehrheit strengere Grenzwerte für solche Abgase. Unternehmen sollen von 2016 an nur noch eine bestimmte Menge an Stickoxiden, Schwefeldioxiden und Staubpartikeln ausstoßen. Gleichzeitig können die Mitgliedstaaten die Laufzeiten für Kraftwerke aber verlängern und in besonderen Fällen von den Regeln ausgenommen werden.

Bild: Pixelio/telemarcoDer Rat, in dem die 27 EU-Mitgliedsstaaten vertreten sind, muss die Richtlinie noch annehmen, bevor die Staaten sie in nationales Recht umsetzen. Das Gesetz soll den Umwelt- und Gesundheitsschutz verbessern. Es betrifft rund 52 000 Industrieanlagen in der EU, darunter auch Raffinerien und Schweinezuchtanlagen. Das Parlament votierte mit 639 Stimmen bei 35 Nein-Stimmen für das Gesetz. Die Richtlinie führt sieben Umweltschutz-Gesetze zusammen.

In einer Übergangszeit dürfen die Staaten bis 2020 aber Großverschmutzer, wie Großfeuerungsanlagen und fossile Kraftwerke, weiter betreiben. «Die Debatte über Großfeuerungsanlagen ist ein europäisches Trauerspiel», kritisierte der Berichterstatter Holger Krahmer (FDP). «Nationale Übergangspläne für über zehn Jahre sind nichts anderes als eine Lizenz für Umweltverschmutzung durch uralte Kohlekraftwerke. Mitgliedstaaten, die die Anforderungen bereits erfüllen, werden für ihr zeitiges Handeln bestraft.»

 



Quelle: dpa / zü



Ihr Partner für den CO2-Fußabdruck:

Ihr Partner für den CO2 Fußabdruck: klimAktiv


03.02.2012

Energy Efficiency Award 2012 für Industrie und Gewerbe: Bewerbungsfrist läuft

Vor Rio: Hochrangiges UN-Gremium will 'neues politisches Wirtschaftsmodell'

Thermografie der Bremer Innenstadt soll Wärmeverluste identifizieren

Extrem regional: Jederzeit frische Stadttomaten vom Dach

Rekordzahl von Bucheckern - Ursache Klimawandel?

02.02.2012

Greenpeace-Chef: Klimawandel Gefahr für Frieden und Sicherheit

Studie: Ölpreis könnte 2012 um 15 Prozent steigen

Forscher: Ultrafeine Partikel aus 'sauberer' Kohleverbrennung beeinflussen Klima

Qantas erhöht Ticketpreise und Kerosinzuschlag wegen Emissionshandel

PwC-Studie: Ökostrom elektrisiert Finanzinvestoren

Campact: Röslers Politik sabotiert Energiewende

Energiebranche will effizientere Offshore-Anbindung

01.02.2012

Indien: CO2-Inventur für Zivilluftfahrt

Röttgen gründet «Plattform Energiewende»

IHK fordert konkreten Plan zur Energiewende

Spanische Forscher sehen Arktis-Klima kurz vor Kippe

Experten: Klimanutzen bei Elektroautos abhängig von Ladezeit

Flugzeugkonzept der Zukunft: In 90 Minuten klimafreundlich nach Australien

31.01.2012

Studie: Solarstrom senkt Börsenstrompreise um bis zu zehn Prozent

Angeschlagene Q-Cells lädt zur außerordentlichen Hauptversammlung

China unterliegt im Rohstoffstreit - Signal für Seltene Erden?

Lufthansa Cargo: Emissionshandel belastet uns nicht vor 2013

Unternehmen in Germany: Deutschland wächst immer nachhaltiger

Wirbel um Studie zur Klimabilanz von Elektoautos

30.01.2012

Südafrikas CDM-Projektentwickler stehen unter Zeitdruck

Januar war trotz Kältewelle zu warm

PwC: Energiewende gelingt nur mit mehr Marktwirtschaft

Industrie will «Allianz zur Rohstoffsicherung» starten

Klima-Barometer: Dämmen gilt als effektivste Sanierungsmaßnahme

29.01.2012

Golfstrom wird schneller warm als der Atlantik

Energiewende: Geldmangel bei Gebäudesanierung

Kalifornien: strenge Abgas-Vorschriften erfordern mehr klimafreundliche Autos