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Norwegen geht mit Klimapolitik in Offensive (02.05.2012)

Die norwegische Regierung legte am 25. April die Schwerpunkte ihrer künftigen Klimapolitik vor. Im Zentrum stehen die Schaffung eines neuen Klima- und Energiefonds, sowie die Verdoppelung der CO2-Steuern für die Öl- und Gasindustrie.

Stärkere Belastungen für Norwegens Ölindustrie Bild: Pixelio/rebel200 Norwegische Kronen soll die Ölindustrie künftig für die Tonne an CO2-Steuern abführen, heißt in dem sogenannten "Weißbuch", das die norwegische Regierung am 26.04.12 vorlegte. Sollten die Preise für EUAs allerdings wieder anziehen, sei eine Reduzierung dieser Steuer möglich, so die Regierung.

„Wir legen heute eine offensive Klimapolitik vor, mit der wir die Aktivitäten zur Reduktion des Klimagasausstoßes sowohl international als auch in Norwegen stärken. Wir gehören weltweit zu den Ländern mit den ambitioniertesten Klimazielen und wollen dieses Engagement weiter ausbauen“, so Ministerpräsident Jens Stoltenberg.

Die zentralen Punkte der zukünftigen norwegischen Klimapolitik:

  • Mit Hilfe eines Klima- und Energiefonds, der bis 2020 auf umgerechnet rund 6,6 Milliarden Euro anwachsen soll, soll die Entwicklung neuer umweltschonender Industrie gestützt werden.
  • Die CO2-Steuer für die Öl- und Gasindustrie soll um umgerechnet 26,50 Euro pro Tonne auf fast das Doppelte erhöht werden.
  • Die Investitionen in den Ausbau der Eisenbahn - schwerpunktmäßig in den Ballungsräumen - sollen steigen. Des Weiteren sollen vermehrt Fuß- und Fahrradwege gebaut werden. Ebenso ist eine Förderung von Elektromobilität und Biokraftstoff vorgesehen.
  • Im Bausektor soll die Energieeffizienz wesentlich gesteigert werden. Bis 2015 sollen die Bauvorschriften auf Passivhausniveau angepasst werden, bis 2020 auf Nullniveau.
  • Durch die Aufforstung von Wäldern soll die Lagerung von CO2 erhöht werden. Außerdem will die Regierung den Bau von Biogasanlagen fördern.
  • Die internationale Klimazusammenarbeit soll verstärkt werden
  • Das Engagement in der Klimaforschung soll gesteigert werden. Zudem soll auf Basis der bisherigen Aktivitäten die Grundlage für ein eigenes Klimagesetz untersucht werden.

Weitere Informationen hier


Quelle: Deutsch-Norwegsche Handelskammer / zü

© Stärkere Belastungen für Norwegens Ölindustrie Bild: Pixelio/rebel



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