Er begründete dies im Gespräch mit Dow Jones damit, dass geplante neue Kraftwerke wie Kozienice, Jaworzno, Turow, Stalowa Wola und Ostroleka nicht vor 2017 oder 2018 in Betrieb gehen werden. Damit kämen diese Anlagen nur zwei bis drei Jahre in den Genuss kostenloser Zertifikate. Denn von 2020 an müssen alle polnischen Kraftwerke die benötigten Zertifikate zukaufen.
Im Jahr 2017 werden die Kraftwerke nach Hochrechnung des Analysten 17 Prozent der benötigten Zertifikate kostenlos bekommen, 2018 seien es dann acht Prozent und im Jahr 2019 noch drei Prozent. Sollten die Kraftwerke, die noch zu bauen sind, in den ersten drei Jahren kostenlose Berechtigungen bekommen, dann wären sie "geringfügig profitabler" als andere. Das dürfte nach Ansicht des Analysten aber die Entscheidung, ob ein Kraftwerk gebaut wird oder nicht, nicht beeinflussen. Die wirkliche Gefahr für den polnischen Kraftwerksektor sei eine künstliche Verknappung der Berechtigungen in großem Ausmaß mit einem anschließenden kräftigen Anstieg der CO2-Preise. Das würde die Margen bei der Stromproduktion in Polen drücken, sagte der Analyst.

