Für die dritte Handelsperiode ab 2013 hat sich die Verteilung der kostenlosen Emissionsberechtigungen komplett geändert. Sie werden nicht mehr über nationale Pläne zugeteilt. Stattdessen vergibt die EU-Kommission die Zertifikate zentral. Da die Gesamtmenge der verfügbaren Zertifikate nicht überschritten werden darf, konnte die Kommission die Zertifikate nicht zuteilen, so lange nicht alle Mitgliedstaaten ihre Listen eingereicht hatten.
Fünf EU-Länder hatten daher Ende Mai sogar eine Mahnung erhalten, mit der ein Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet wird. Zuletzt war Italien das einzige Land, das seine Pläne noch nicht eingereicht hatte. Derzeit nehmen 30 Staaten am Emissionshandel teil, die EU-Staaten und die weiteren Mitglieder des Europäischen Wirtschaftsraumes Norwegen, Island und Liechtenstein.
Auch Island, Norwegen und Liechtenstein hätten ihre Pläne abgegeben, heißt es auf der Webseite der Kommission weiter. Da sie nicht zur Europäischen Union gehören, reichen sie allerdings ihre Anlagenlisten nicht bei der EU-Kommission, sondern bei der Aufsichtsbehörde der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) ein.
Da Kroatien erst ab dem 1. Juli 2013 der EU beitritt und damit erstmalig ab 2013 am Europäischen Emissionshandel teilnimmt, hat es noch bis Herbst Zeit, seine Anlagen der Kommission mitzuteilen.
Die Anlagenbetreiber sollten ihre CO2-Berechtigungen bis zum 23. Februar 2013 erhalten haben, kündigte die Kommission weiter an. (DJ/emk)

