Die einführenden Worte des Klimakonzeptes verdeutlichen des Stand der Dinge und machen belegen die Dringlichkeit eines forcierten Handelns auf allen Ebenen:
Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen, vor denen die Menschheit steht. Der wissenschaftliche Kenntnisstand zu den drohenden Gefahren und das Wissen über mögliche Handlungsoptionen sind in den vergangenen Jahrzehnten beachtlich ge-stiegen. Besonders alarmierend wegen künftig zu erwartender Klimaänderungen sind die Informationen des UN-Klimarates IPCC in seiner Veröffentlichung des 4. Sachstandsberichts im Jahr 2007. Gleichzeitig beobachten wir die Zunahme der globalen Emissionen von Treibhausgasen – die Ursache für den vom Menschen gemachten Klimawandel.
Umso mehr kommt es heute darauf an, die notwendigen Weichen für die Zukunft zu stel-len. Erforderlich ist eine dauerhafte Trendänderung zugunsten des Klimaschutzes in Wirtschaft und Gesellschaft. Die Politik kann und soll dabei die gegenwärtigen Heraus-forderungen der Finanz- und Wirtschaftskrise auch im Sinne des Klimaschutzes meistern.
Die Ausgangslage ist sehr ernst, die Randbedingungen aber nicht entmutigend, denn die notwendigen Techniken zur Verringerung der Treibhausgasemissionen, zur Umstellung auf eine vollständige Versorgung durch erneuerbare Energien in unserem Land und für eine nachhaltige Land- und Forstwirtschaft sind bereits verfügbar. Die Kosten des Klimaschutzes sind überschaubar, angesichts der Konsequenzen des Klimawandels aber nicht entscheidend. Auch bei der Anpassung an die Klimaänderungen und Klimafolgen stehen viele Techniken und das notwendige Wissen jedenfalls in Deutschland bereit.
Es gilt: Je früher wir handeln, desto mehr Zeit bleibt uns für die notwendigen technischen und sozialen Anpassungen – insbesondere eine grundlegende Veränderung unserer Wirtschaft, aber auch unseres Lebensstils. Ein Anfang für wirkungsvollen Klimaschutz ist mit der Klimarahmenkonvention und dem Kyoto-Protokoll gemacht worden. Jetzt – mitten in der ersten Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls – muss sich die internatio-nale Staatengemeinschaft unter der UN-Klimarahmenkonvention auf ein Nachfolge-Abkommen für die Zeit nach 2012 einigen und damit einen wichtigen Meilenstein für eine langfristig angelegte, nachhaltige Klimaschutzpolitik setzen. Die Bundesregierung hat auf die bestehenden und möglichen künftigen Risiken des Klimawandels reagiert und im Dezember 2008 eine Deutsche Anpassungsstrategie verabschiedet.
Das Umweltbundesamt (UBA) legt hiermit sein Konzept zur Klimapolitik vor. Wir möchten damit aufzeigen, wie wir uns die weiteren Schritte einer ambitionierten Energie-, Klimaschutz- und Klimaanpassungspolitik vorstellen.
Die Konzeption steht als Lang- und Kurzfassung zum Download bereit (jeweiliges Bild anklicken)


