Es gehe darum, «wie einzelne landwirtschaftliche Produkte möglichst klimaschonend hergestellt werden können». Aigner forderte eine stärkere Berücksichtigung der Landwirtschaft bei den Klimaschutzverhandlungen. Der Agrarsektor habe beim UN- Klimagipfel in Kopenhagen «eine sehr untergeordnete Rolle gespielt».
Der Berliner Agrargipfel soll mit einer Vereinbarung zu Ende gehen, die in die weiteren Klimaschutzverhandlungen einfließen soll. Aigner sprach sich gegen ein Schönreden der Klimafolgen durch die Landwirtschaft aus. «Wir sollen uns dieser Problemlage aktiv stellen, nicht auf der einen Seite etwas schönreden», sagte sie bei einem Forum vor dem Gipfel.
Auch die Bauern verursachten Klimaschäden mit, weil sie Nahrungsmittel produzierten wollten und müssten. Auf der anderen Seite seien die Bauern auch von der Erderwärmung betroffen. Die Landwirtschaft kann nach Ansicht der Agrarministerin ein Teil der Lösung sein.
Aigner verwies wie der Vizedirektor der Welternährungsorganisation FAO, Alexander Müller, auf die Speicherung von Kohlenstoff in Böden. Weltbauernpräsident Ajay Vashee warnte, die Bauern dürften nicht allein für die negativen Klima-Folgen zahlen.
China forderte eine gerechte Aufteilung der Lasten für Entwicklungs- und Schwellenländer bei den Klimaverhandlungen. Die Industrie- und die Entwicklungsländer müssten eine «differenzierte Verantwortung» übernehmen, sagte der chinesische Vize-Agrarminister Niu Dun. Er wies den Vorwurf zurück, dass China beim UN-Klimagipfel eine Blockadehaltung eingenommen habe und sagte weitere Anstrengungen seines Landes zu. «Ich bin der Meinung, dass die chinesische Delegation auf der Kopenhagener Konferenz verantwortungsbewusst und voll aktiv nach vorne gerichtet gearbeitet hat.» China habe «als das größte Entwicklungsland dieser Welt» ein Interesse daran, den Klimawandel aufmerksam anzugehen.

