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Mecklenburg-Vorpommern stellt Aktionsplan Klimaschutz vor (15.03.2010)

Der Wirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Jürgen Seidel, hat am Freitag (12.03.10) den von der Landesregierung beschlossenen neuen Aktionsplan Klimaschutz vorgestellt. "Der Plan hat zwei Teile: im allgemeinen Teil werden die Potenziale des Landes beschrieben, die sich über Klimaschutzaktivitäten erschließen lassen. Im zweiten Teil gibt es 55 konkrete Maßnahmen, mit denen das Land die Steigerung der Energieeffizienz, Energieeinsparung und den Ausbau der erneuerbaren Energien betreiben wird", sagte Seidel am Freitag in Schwerin. "Mit der Nutzung und Vermarktung der Erneuerbaren Energien bewegen sich die Investoren auf einem Zukunftsmarkt."

Nach einer Studie des EUB Institut Rostock soll sich die Anzahl der direkten und indirekten Arbeitplätze im Bereich der erneuerbaren Energien von ca. 6.000 im Jahr 2005 auf bis zu 21.000 im Jahr 2020 steigern. Mit Klimaschutzmaßnahmen können Unternehmen und Kommunen zusätzlich Betriebskosten sparen und die regionale Wertschöpfung erhöhen.

MVMaßnahmen, die direkt und indirekt zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen im Land beitragen sollen, gliedern sich in die sieben Bereiche Energieeinsparung und Energieeffizienz, Erneuerbare Energien, Ländliche Räume sowie Land- und Forstwirtschaft, Tourismus und Gesundheitswirtschaft, Bauleitplanung und Bauwesen, Verkehr und Logistik, Forschung und Entwicklung sowie Kommunikation.

"Hier zeigt sich der umfassende Ansatz", sagte Seidel. "Der Aktionsplan Klimaschutz soll eine beratende und steuernde Funktion für strategische und fachübergreifende Klimaschutzpolitik in Mecklenburg-Vorpommern einnehmen."

"In den einzelnen Abschnitten gibt es ganz unterschiedliche Projekte, die alle das gemeinsame Anliegen Klimaschutz haben", sagte Seidel. "Der Bezug von Strom aus erneuerbaren Energien in der Landesregierung, die Beschaffung energiesparender Gerätetechnik und Energiesparen am Arbeitsplatz, die Nutzung der Tiefengeothermie, der Ausbau lokaler Wärmenetze sind Beispiele, wie auch die Festlegung von Waldmehrungsgebieten in den Raumentwicklungsprogrammen, die Schaffung von klimafreundlichen Campingplätzen oder die Elektromobilität."

Eine weitere Neuerung ist ein Klima-Rat, der aus Vertretern der Wirtschaft, Forschung und Verwaltung bestehen soll.


Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus



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