München/Kreuth - Überschattet von parteiinternem Streit über die Atomenergie kommt der CSU-Vorstand an diesem Freitag zu einer Klausurtagung in Wildbad Kreuth zusammen.
Die Parteispitze will bei den zweitägigen Beratungen ein Energiekonzept für Bayern verabschieden, das längere Restlaufzeiten für Atomkraftwerke sowie einen Ausbau der erneuerbaren Energien vorsieht.
Die Autoren des Papiers, Umweltminister Markus Söder und der CSU-Wirtschaftsexperte Erwin Huber, wollen die Laufzeit der Atommeiler in Bayern um 20 Jahre verlängern. Die CSU-Umweltgruppe um den Bundestagsabgeordneten Josef Göppel lehnt dies dagegen ab.
"Um das Klima zu schützen, müssen wir zuallererst die Kohle ersetzen, weil sie die höchsten CO2-Emissionen hat", sagte Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich der "Financial Times Deutschland" (Freitagausgabe). Ziel müsse sein, dass erneuerbare Energien "zunächst schrittweise fossile Energieträger ersetzen". "Wenn wir nur die Kernenergie ersetzen, haben wir noch nichts für den Klimaschutz getan."
Die Bundesregierung wird in ihrem Energiekonzept im Sommer langfristige Ziele für den deutschen Energiemix beschließen. Dabei dürfte es auch zu einem Konflikt zwischen Kohle- und Atomkraft kommen. Die CSU will sich bei ihrer Vorstandsklausur an diesem Wochenende in Kreuth nun mit eigenem Konzept klar positionieren. "Wir haben noch ein Kohlekraftwerk in Bayern", sagte Friedrich. "Das kann man recht zügig durch regenerative Energien ersetzen.
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