Die Wählerinnen und Wähler in NRW seien nicht mehr bereit, die im Bundesvergleich Rote Laterne ihres Landes beim Klimaschutz hinzunehmen, so Ferdinand Dürr, Klima-Experte bei Campact: "Wenn drei Viertel der Befragten ein verbindliches und wirksames Klimaschutzgesetz für NRW fordern, ist das eine Ohrfeige für die bisherige Politik und ein eindeutiger Auftrag an die neue Landesregierung." Es sei höchste Zeit, auf klimaschädliche Dinosaurier-Technologien wie Kohlekraftwerke zu verzichten und den Willen der Bürgerinnen und Bürger nach einer modernen und umweltfreundlichen Energiepolitik zügig umzusetzen.
"Das Ergebnis der Umfrage belegt eindeutig die Ignoranz und das Versagen der schwarz-gelben Koalition in der nordrhein-westfälischen Klima- und Energiepolitik", sagte BUND-Landesgeschäftsführer Dirk Jansen.
Ein von der Klima-Allianz getragenes Aktionsbündnis aus Kirchen sowie Umwelt und Entwicklungsorganisationen engagiert sich seit Monaten für ein Klimaschutzgesetz in NRW. Damit soll sicher gestellt werden, dass die Treibhausgas-Emissionen in NRW bis zum Jahr 2050 um 95 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 gesenkt werden.
Zu den wichtigsten Maßnahmen zählen die zügige Erarbeitung eines verbindlichen Klimaschutzplans, die schrittweise Umstellung der öffentlichen Energieversorgung auf erneuerbare Energien sowie der Verzicht auf den Bau neuer Braun- und Steinkohlekraftwerke.
Die vollständige Umfrage zum Download gibt es bei campact.de

