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Röttgen will Deutschland als «Antreiber» beim Klimaschutz (14.05.2010)

München - ­ Im weltweiten Kampf gegen den Klimawandel sieht Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) Deutschland in der Rolle eines «Antreibers». «Wir dürfen uns nicht dem Tempo des Langsamsten anschließen, dann bleiben wir stehen», sagte er beim 2. Ökumenischen Kirchentag am Freitag in München. «Wir sollten nicht mehr Vorreiter, sondern Antreiber sein ­ sonst reiten wir voraus und die anderen folgen uns nicht.» Bei einer Podiumsdiskussion erörterten Experten die Gefahren und sozialen Folgen des Klimawandels.

Der Potsdamer Klimaforscher Ottmar Edenhofer forderte ein globales Abkommen, um die Erderwärmung zu stoppen. Daneben könnten nur eine «dritte industrielle Revolution», ein nachhaltiger Lebensstil und faire Zusammenarbeit mit den Entwicklungsländern die Versalzung der Ozeane oder das Abschmelzen der Polarkappen aufhalten.

Norbert Röttgen Bild: BMU/thomas Koehler/photothek.net«Es leiden und es sterben jetzt schon Menschen an den Folgen des Klimawandels und es trifft die Ärmsten, die nichts dafür können», sagte Sonja Weinreich vom Evangelischen Entwicklungsdienst. Sie forderte einen «Bewusstseinswandel» bei jedem Einzelnen: «Brauchen wir wirklich den frischesten Darjeeling-Tee oder die Flugmango?» Politikwissenschaftler Claus Leggewie (Essen) ergänzte: «Der Klimawandel wird sich nicht abwenden lassen, indem wir nur neue Technologien oder bessere Gesetze machen, es braucht auch die Mitwirkung der Gesellschaft.»

 


Quelle: dpa



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