Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) und Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) nehmen nicht teil. Von den Versorgern sind die Vorstandsvorsitzenden Johannes Teyssen (Eon), Jürgen Großmann (RWE), Hans-Peter Villis (EnBW) und Tuomo Hatakka (Vattenfall) eingeladen.
Die vier Topmanager wollen bei Merkel ihren Ärger über die geplante Brennelementesteuer loswerden. In Branchenkreisen werden Klagen gegen die Steuer, die jährlich 2,3 Milliarden Euro einbringen soll, nicht ausgeschlossen. Die Regierung sieht keine rechtlichen Bedenken. Die Steuer werde «verfassungsfest und rechtssicher» sein, hieß es.
Offen ist, um wie viele Jahre die schwarz-gelbe Koalition die Betriebszeiten der Atommeiler verlängert. FDP-Wirtschaftsminister Brüderle hatte am Wochenende 15 Jahre ins Spiel gebracht. Baden- Württembergs CDU-Regierungschef Stefan Mappus sprach von bis zu 17 Jahren. Die Bundesregierung lässt derzeit Szenarien von 10 bis 28 Jahren durchrechnen. Eine Entscheidung soll im Spätsommer fallen. Nach dem noch geltenden Atomgesetz aus rot-grünen Zeiten müssten die letzten Meiler etwa im Jahr 2022 vom Netz gehen.

