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Greenpeace kritisiert Atom- und Klimapolitik (12.08.2010)

Hamburg - Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat die Klimaschutz- und Atompolitik der Bundesregierung kritisiert. «Die Bundesregierung muss umweltschädliche Subventionen für Kohle- und Atomkraftwerke abbauen und in Klimaschutz-Maßnahmen fließen lassen», forderte die Geschäftsführerin von Greenpeace Deutschland, Brigitte Behrens, am Donnerstag in Hamburg.

 «Der Atomausstieg darf nicht rückgängig gemacht werden.» Sonst würden Investitionen in erneuerbare Energien behindert und alte gesellschaftliche Gräben wieder aufgerissen.

GreenpeaceIn Deutschland erhielt Greenpeace im vergangenen Jahr mit 46 Millionen Euro so viele Spenden wie nie zuvor in der 30-jährigen Geschichte der Organisation. Über eine halbe Million Spender und rund 3000 Ehrenamtliche ermöglichten erst die Greenpeace-Kampagnen etwa gegen Atomkraftwerke oder für den Schutz von Urwäldern, betonte Behrens. «Während sich diese Menschen engagieren, kürzt die Bundesregierung drastisch beim Klimaschutz.»

In der Klimapolitik erwartet Greenpeace, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die festgelegten Ziele für Treibhausgas- Reduktionen in Deutschland und der EU durchsetzt. Nach dem Greenpeace-Energiekonzept könnten durch Einsparung und den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland 40 Prozent weniger Treibhausgase bis 2020 erzeugt werden. «Die Verringerung von Emissionen heute ist billiger als der spätere Kampf gegen ihre Folgen», sagte Behrens.

Der endgültige Atomausstieg wäre nach Ansicht von Greenpeace bereits im Jahr 2015 möglich. In der schwarz-gelben Koalition in Berlin und einigen Bundesländern gibt es Bestrebungen, die Laufzeiten von Atomkraftwerken über das Jahr 2021 hinaus zu verlängern. Mit dem «Plan B 2050» habe Greenpeace ein Energiekonzept für eine klimaneutral erzeugte Stromversorgung in Deutschland vorgelegt, berichtete Behrens.


Quelle: dpa



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