Er wolle, dass die Ansiedlung von Sekretariaten der UN möglichst gestärkt werde, sagte er anschließend. Zugleich hob er die Bedeutung Bonns als Sitz zahlreicher Einrichtungen der Entwicklungspolitik und Nichtregierungsorganisationen hervor.
Der «Green Climate Fund» wurde auf der Klimakonferenz 2010 im mexikanischen Cancún eingerichtet. Er soll einen substanziellen Teil der Klimafinanzierung umsetzen, die bis 2020 auf jährlich 100 Milliarden Dollar anwachsen soll. Das Interimssekretariat ist seit Januar in Bonn angesiedelt und wird von der Bundesregierung mit bis zu einer Million Euro unterstützt. Mitbewerber um den Sitz sind Genf, Seoul und Mexico City. Die Entscheidung über den Sitz soll Ende des Jahres von der 18. Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention in Katar getroffen werden.
«Die Themen Klima und Entwicklung sind nur gemeinsam zu denken», sagte Niebel. Mit den Strukturreformen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit habe sein Haus erreicht, dass Bonn erster Dienstsitz der Gesellschaft zur Internationalen Zusammenarbeit (GIZ) sei, erklärte Niebel. Die Zahl der Mitarbeiter der GIZ sei stabil. Die Bonner Einrichtung solle in diesem und im kommenden Jahr überproportional wachsen.

