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Bundesregierung: Wiederbewaldung nicht zu Lasten der Ernährungssicherheit (06.07.2012)

Berlin: (hib/AHE) Die Bundesregierung hat nach eigenen Angaben die Neuzusagen für den Erhalt von Wäldern und anderen Ökosystemen weltweit im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit zwischen 2008 und 2011 von 159 Millionen Euro auf 309 Millionen Euro verdoppelt. Dieser Zuwachs könnte „in den nächsten Jahren auch zu einer Ausweitung von Ansätzen zur Wiederbewaldung und nachhaltigen Nutzung von Wäldern“ führen, heißt es in einer Antwort der Bundesregierung (17/9957) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (17/9820).
Im Rahmen der Vertragsstaatenkonferenz des Übereinkommens zur biologischen Vielfalt habe Deutschland im Jahre 2008 zugesagt, zwischen 2009 und 2012 zusätzlich 500 Millionen Euro für den Erhalt von Wäldern und anderen Ökosystemen weltweit bereitzustellen und ab 2013 jährlich 500 Millionen Euro.

deutscher bundestagKonkret fördern laut Antwort etwa die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) derzeit 24 Projekte, deren Fokus „primär auf Aufforstung/Wiederbewaldung“ liege, darunter in Ländern wie Bangladesch, China und Vietnam.

In Ländern mit „hohen Waldzerstörungsraten, Landnutzungskonflikten oder gar kriegerischen Auseinandersetzungen“ seien Investitionen in die Wiederbewaldung aus Sicht der Bundesregierung kritisch zu hinterfragen. Flächen, die für die Ernährungssicherheit von großer Bedeutung sind, sollten zudem nicht wiederbewaldet werden, auch großflächige Monokulturen „sind in der Entwicklungszusammenarbeit nicht förderwürdig“, heißt es weiter. Allerdings könne eine Aufforstung mit nur einer Baumart „aus bestimmten Gründen (Kosten, besonderer Standort, Nichtvorhandensein von Pflanzengut) oder als erster Schritt höher zu bewerten sein als das Belassen als Ödland oder Risikofläche“.


Quelle: Deutscher Bundestag

© deutscher bundestag



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