Zwingend notwendig sei es, dass ein Staat wie China «endlich Ernst macht mit dem Umweltschutz». Dort sei im Land selbst zwar einiges geschehen. «Aber die müssen auch verstehen, dass wir internationale Abkommen brauchen, damit auch andere Länder - Indien, in der Dritten Welt - sich dem anschließen.»
Diesem Ziel diene der an diesem Montag beginnende Petersberger Klimadialog, sagte Altmaier. Dazu kommen Vertreter aus 35 Staaten nach Berlin.
Altmaier warnte davor, die Energiewende in Deutschland in den kommenden Monaten zum Wahlkampfthema zu machen und damit Entscheidungen zu blockieren. «Ich möchte, dass kein Monat bis zur Bundestagswahl verloren geht. Wir haben gar keine Zeit, um Wahlkampf zu machen. Wir müssen Sacharbeit machen.» Am Wochenende hatte Altmaier in einem Interview angezweifelt, dass alle Ziele der Energiewende erreichbar seien.
Im Deutschlandradio Kultur warb Altmaier am Montag dafür, beim Klimaschutz verstärkt auf private Investoren zu setzen. Es gebe weltweit viele Investmentfonds und Pensionsfonds, die alle Milliardenbeträge anlegen. «Und diese (...) dazu zu bringen, dass sie auch verstärkt in Klimaschutz investieren, das ist ein ganz wichtiges Vorhaben.» So würden Pensionsfonds in Dänemark beispielsweise verstärkt in Windkraftanlagen investieren, «weil sie sagen, sie können damit Renditen in Höhe von fünf, sechs und sieben Prozent erzielen».

