«Für Steinkohle- und Braunkohlekraftwerke mit CCS-Technologie sehe ich derzeit in keinem einzigen Bundesland eine politische Akzeptanz.»
Ein soeben in Kraft getretenes Gesetz hat den Weg für die unterirdische Speicherung von klimaschädlichem Kohlendioxid frei gemacht. Nach einem Tauziehen zwischen Bund und Ländern wurde als Kompromiss festgelegt, die verpresste CO2-Menge auf 1,3 Millionen Tonnen pro Jahr und Speicher zu begrenzen. Zunächst waren 3 Millionen Tonnen geplant gewesen. Die Länder haben zudem eine Klausel durchgesetzt, die es ihnen ermöglicht, Speicher zu verhindern. Schleswig-Holstein zum Beispiel will die unterirdische CO2-Speicherung in allen Landesteilen verbieten.
Die Bundesregierung sieht die Abscheidung von Kohlendioxid (CO2) bei der Kohleverbrennung und in der Industrie als wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Viele Bürger sind gegen die Technologie, weil sie Gefahren für die Umwelt befürchten. Es gibt noch kein konkretes Projekt in Deutschland. Zuletzt wollte nur noch der Energiekonzern Vattenfall die CCS-Technologie anwenden, um Braunkohlekraftwerke in Brandenburg klimafreundlicher zu machen. Doch nach dem mehrjährigen Gezerre um ein Gesetz wurden Ende 2011 Pläne für ein CCS-Demonstrationskraftwerk auf Eis gelegt.

