Bei einer Abstimmung stand es 3:2. Aus Sicht der Demokraten soll dieser Schritt die bestehenden Veröffentlichungspflichten klarstellen. Die Republikaner meinen, dass sich die SEC mit diesem Schritt zu sehr um den Umweltschutz kümmere und zu wenig um die Nachwehen der Finanzkrise.
"Wir streiten uns nicht darüber, ob und in welchem Tempo und warum sich das Klima ändert. Die neuen Leitlinien sollen dabei helfen, dass die Veröffentlichungsvorschriften unabhängig von der Sensibilität des Thema konsistent angewendet werden, damit Investoren verlässliche Informationen bekommen", sagte die Vorsitzende Mary Schapiro.
Investoren hatten die SEC zum Handeln aufgefordert. Ihrer Meinung nach müssen auch Klimarisiken in die Kaufentscheidung bei Aktien einfließen. Genau diese Investoren haben nun auch angekündigt, die nächsten Veröffentlichungen von Unternehmen auf Vollständigkeit der Daten zu überwachen. "Wenn wir sehen, dass es Verstöße gibt, werden wir die SEC zum Intervenieren auffordern", sagte Peter DeSimone vom Social Investment Forum. Das Forum konzentriert sich auf sozial verantwortliche Investments. Besonders genau geprüft werden sollen Versicherungsunternehmen, Öl- und Gaskonzerne sowie die Automobilindustrie. Diese seien etwas empfindlicher gegenüber Klimarisiken.

