Das Gesetz wurde von Vertretern des Transportwirtschaftskomitees im Repräsentantenhaus eingebracht und soll die Einbeziehung von US-Airlines in den verpflichtenden Emissionshandel der EU verhindern.
Vom 1. Januar 2012 an müssen alle Fluggesellschaften, die in den EU-Mitgliedsstaaten starten oder landen, Emissionsrechte ankaufen, wenn sie die für sie zulässigen Höchstgrenzen bei CO2-Emissionen überschreiten. 85% der Zertifikate werden dabei anfänglich für die Fluggesellschaften kostenlos zugeteilt, den Restbedarf an Zertifikaten müssen die Unternehmen durch den Ankauf von CO2-Zertifikaten abdecken. Aus Sicht des für Transport zuständigen Komitees ist die EU-Regelung eine einseitige Maßnahme, die den US-Gesellschaften aufgezwungen werde. Umweltschützer halten dagegen, dass die Abgeordneten im Repräsentantenhaus mit ihrer Zustimmung für das Gesetz US-Unternehmen dazu aufforderten, die Gesetze anderer Staaten zu missachten.
"Die Weltwirtschaft befindet sich bereits in der Intensivstation. Es ist also wirklich nicht der richtige Zeitpunkt, um einen transatlantischen Handelskrieg heraufzubeschwören", sagte Jake Schmidt, bei der Umweltschutzorganisation Natural Resources Defense Council Direktor für internationale Klimapolitik, zu Dow Jones.

