Republikanische Abgeordnete wollten von McCarthy unter anderem wissen, ob die Agentur ihre neue Macht dazu nutzen werde, Bäckereien, Bauernhöfe, Rasenmäher und andere verhältnismäßig kleine Emissionsquellen in die geplanten Regelungen einzubeziehen. Die EPA könnte auch diese kleinen Emissionsquellen auf Basis des Klimaschutzgesetzes Clean Air Act mit Auflagen belegen. "Wir konzentrieren uns auf die größten Quellen von Treibhausgasen", sagte McCarthy.
Das US-Berufungsgericht in Washington hat vor kurzem in einem Urteil bestätigt, dass Treibhausgase, die im Zusammenhang mit dem Klimawandel stehen, die öffentliche Gesundheit gefährden. Das Gericht hat damit auch den Weg freigemacht für Maßnahmen, die diese Emissionen begrenzen sollen. Die EPA hat unter der Präsidentschaft von Barack Obama neue Emissionsrichtlinien für den Neubau von Kohlekraftwerken aufgestellt und damit begonnen, die Emissionen von Automobilen zu begrenzen. McCarthy sagte vor dem Komitee aber auch, dass die EPA derzeit nicht daran denke, Raffinerien unmittelbar in die neuen Regularien einzubeziehen. "Wir diskutieren zwar über Raffinerien, haben aber noch einen langen Weg vor uns", sagte sie. Auch an neue Auflagen für Öl- und Erdgasquellen sei nicht gedacht.
Im April hatte die EPA neue Regeln für den Einsatz von Chemikalien und anderen toxischen Stoffen beim hydraulischen Fracking bei Öl- und Gasquellen aufgestellt. Durch diese Auflagen sind auch Methanemissionen geregelt. Methan gehört zu den klimaschädlichen Treibhausgasen. "Zum jetzigen Zeitpunkt sehen wir aber keinen Grund, mehr in den Bereichen Öl und Gas zu tun", sagte McCarthy. (DJ/sir)

