Der Republikaner Mitt Romney ließ sich von seiner Mitarbeiterin Linda Gillespie Stuntz "keinesfalls als Leugner des Klimawandels" darstellen. Romney sei aber dennoch dagegen, dass den US-Unternehmen strikte Grenzen aufgezeigt werden während Wettbewerber im Ausland unter einfacheren Bedingungen arbeiten könnten. Außerdem sei Romney der Ansicht, dass die Regierung unter Präsident Barack Obama die Grenzen überschritten habe, indem sie CO2-Grenzwerte auf Basis des Klimaschutzgeseztes (Clean Air Act) festlegte.
Dan Reicher, Professor der Stanford Law School, stellte währenddessen auf einer Wahlkampfveranstaltung klar, dass Barack Obama sich für eine internationale Regelung zur Bekämpfung des Klimawandels stark mache. Obama werde bei seiner Wiederwahl auch die Vorgaben zum Umweltschutz, die von der US-Umweltbehörde EPA würden, weiter unterstützen. Dem amtierenden US-Präsidenten sei es auch ein Anliegen, saubere Technologien voranzutreiben. Romney kündigte an, dass er die milliardenschwere Unterstützung für alternative Energien zurückschrauben werde, während Obama bei der Förderung von Clean-Technology die Regierung in einer wichtigen Rolle sieht. Anders als Obama will Romney Ölbohrungen im nördlichsten Naturschutzgebiet der USA, dem Arctic National Wildlife Refuge (ANWR), erlauben.

Im US-Wahlkampf ist nun auch der Klimawandel ein Thema für die rivalisierenden Präsidentschaftskandidaten geworden.