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‚Energiestrategie Österreich’: Arbeitsgruppen gestartet (07.07.2009)

In den vergangenen Tagen sind die Arbeitsgruppen der Energiestrategie Österreich gestartet. "

100 Experten aus den Bereichen Verwaltung, Wirtschaft, Umwelt, Interessensvertretungen, Sozialpartner, Bundesländer und NGOs erarbeiten in acht Arbeitsgruppen bis Ende Oktober zu mehreren Themenbereichen Konzepte, die in die Gesamtstrategie einfließen", sagt Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner. "Wir binden damit die wichtigsten Interessensgruppen in die Entwicklung der Energiestrategie ein."

Energieeffizienz und erneuerbare Energien

Ziel der "Energiestrategie Österreich" ist die Entwicklung eines nachhaltigen Energiesystems, das Energiedienstleistungen für den Privatkonsum sowie für Unternehmen auch in Zukunft zur Verfügung stellt und gleichzeitig die EU-Vorgaben realisiert.

Versorgungssicherheit, Umweltverträglichkeit, Kosteneffizienz, Sozialverträglichkeit und Wettbewerbsfähigkeit wurden als Kernziele in der österreichischen Energiestrategie fixiert. "Hauptrichtung der Strategie muss die Steigerung der Energieeffizienz und die Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien sein", betont Umweltminister Niki Berlakovich.

Zielwert 1.100 PJ für das Jahr 2020

Basierend auf vorliegenden Studien, Forschungsprojekten und Szenarienberechnungen wurde von den österreichischen Fachinstitutionen Austrian Energy Agency, e-control und Umweltbundesamt gemeinsam eine Zielsetzung für das Jahr 2020 vorgeschlagen. Dabei wurden eine Reihe aktueller wissenschaftlicher Arbeiten, aber auch strategisch-politische Dokumente wie das Weißbuch der Sozialpartner zur Energiepolitik herangezogen.

"Zur Erreichung der Ziele der Energiestrategie Österreich wird von den Fachinstitutionen eine Stabilisierung des Endenergieverbrauchs auf Basis des Verbrauchs im Jahr 2005 als unverzichtbare Grundlage gesehen", erklärt Mitterlehner. Dieser Zielwert für den energetischen Endverbrauch in Österreich im Jahr 2020 beträgt 1.100 Petajoule.

"Damit die Nachfrage nach Dienstleistungen auf eine mit den EU-Zielvorgaben kompatible Weise befriedigt werden kann, ist es notwendig, dem bisherigen Trend des stetig steigenden Energieverbrauchs entgegen zu wirken. Es ist daher entscheidend, diesen Zielwert für den energetischen Endverbrauch im Jahr 2020 festzulegen", so Berlakovich.

EU Klima und Energiepaket

Österreich ist gemäß dem im Dezember 2008 verabschiedeten Klima- und Energiepaket der Europäischen Union dazu verpflichtet,

• den Anteil erneuerbarer Energieträger am Bruttoenergieendverbrauch bis 2020 auf 34 Prozent zu erhöhen und
• gleichzeitig seine Treibhausgasemissionen in Sektoren, die nicht dem Emissionshandel unterliegen, bis 2020 um mindestens 16 Prozent bezogen auf die Emissionen des Jahres 2005 zu reduzieren
• die Energieeffizienz bis 2020 um 20 Prozent im Vergleich zu einem business-as-usual-Szenarios zu erhöhen.

Weitere Informationen unter www.energiestrategie.at


Quelle: Lebensministerium.at



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