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Unwetterbilanz 2009: Österreich mehr vom Klimawandel betroffen als andere Regionen (04.01.2010)

"2009 gab es in Österreich über 200 schwere Unwetter - darunter auch das dramatische Hochwasser Ende Juni. Insgesamt beträgt die Schadenssumme rund 200 Millionen Euro. Am stärksten von Unwetter betroffen waren 2009 Niederösterreich mit einem Schaden von insgesamt rund 95 Millionen Euro und Steiermark mit einem Schaden in der Höhe von knapp 80 Millionen Euro", zieht Umweltminister Niki Berlakovich Bilanz über die Unwetter des Jahres 2009.

Bild: Pixelio/miroslawAufgrund des schneereichen Winters 2008/2009 gab es heuer auch mehr Lawinenereignisse mit Schadensmeldungen. Auch die Anzahl der kleinräumigen Unwetter ist im Vergleich zu 2008 von 66 auf 104 Ereignisse angestiegen. Davon kam es in einigen Fällen zu Überflutungs- und Hagelschäden. Die Hagelereignisse sind aber im Allgemeinen 2009 zurückgegangen.

"Österreich - insbesondere der österreichische Alpenraum - ist von den Folgen des Klimawandels mehr als jede andere Region in Europa betroffen. Die Häufigkeit und Intensität von Extremereignissen wie katastrophalen Hochwasserereignissen nimmt signifikant zu. Der Schutz der Bevölkerung vor Naturgefahren ist eine immer wichtiger werdende Herausforderung, der wir uns stellen müssen. Wir investieren daher laufend in neue Projekte. Nur so können die erforderlichen Maßnahmen so rasch wie möglich umgesetzt werden, die zum Schutz der Menschen und vor wirtschaftlichen Schäden notwendig sind", so der Minister weiter.

2009 wurden 1655 Schutzprojekte und -maßnahmen errichtet bzw. begonnen. 752 waren dabei Projekte für den Hochwasserschutz, davon 237 Großprojekte. Die Wildbach- und Lawinenverbauung hat 2009 898 Schutzprojekte erfolgreich umgesetzt. Weiters wurden 35 Schutzwald-Projekte realisiert. Allein der Bund hat für all diese Projekte 2009 Mittel in der Höhe von über 160 Millionen Euro in den Schutz vor Naturgefahren investiert.

"Wir werden auch 2010 an der Umsetzung noch ausstehender Projekte intensiv arbeiten. Gleichzeitig muss aber auch klar sein, dass trotz technischer Schutzmaßnahmen kein hundertprozentiger Schutz bestehen kann. Um das Gefahrenbewusstsein in der Bevölkerung zu stärken und die Eigeninitiative zu fördern, starten wir 2010 mit einer breit angelegten Bewusstseinskampagne zum Thema 'Schutz vor Naturgefahren'", so Berlakovich.

Um die Maßnahmen noch besser aufeinander abzustimmen, wurde - nach eingehender Prüfung verschiedener Optimierungsmöglichkeiten - eine Stabstelle beim Generalsekretär im Lebensministerium eingerichtet. "Der Bundeswasserbau (von den Ländern organisiert) und die Wildbach- und Lawinenverbauung (eine Dienststelle des Lebensministeriums) werden dadurch zu einer noch schlagkräftigeren Einheit zum Schutz unserer Bevölkerung, ihres Lebens- und Wirtschaftsraumes", gibt sich der Minister sichtlich stolz. "Damit ist aber auch die Privatisierungs- und Verländerungsdiskussion rund um die Wildbach- und Lawinenverbauung vom Tisch", stellt Berlakovich abschließend klar.


Quelle: Lebensministerium



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