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Konferenz: Elektromobiliät bietet Chance für Österreichs Städte (17.03.2010)

Wels - Welche Rolle kann Elektromobilität für die Städte und Regionen spielen und was muss getan werden, um den Nutzen von elektrisch betriebenen Autos, Fahrrädern etc. bestmöglich auszuschöpfen? Diese Fragen stehen im Zentrum einer großangelegten Konferenz und Fahrzeugausstellung in Wels vom 16.-17. März 2010. Veranstalter ist der Österreichische Städtebund in Kooperation mit Austrian Energy Agency.

In einem Mediengespräch mit Peter Koits, Bürgermeister von Wels, Thomas Weninger, Generalsekretär des Österreichischen Städtebundes, Rudi Anschober, Landesrat für Energie in Oberösterreich, sowie Vertretern des Lebensministeriums und des Ministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie, wurde heute, Dienstag, über Nutzen und Grenzen von Elektromobilität in österreichischen Städten und Regionen diskutiert.

E-Mobile in Wels Bild: Stadt Wien/Klemens FellnerErfreut zeigt sich Bürgermeister Peter Koits darüber, dass Wels als Schauplatz für die zweitägige Konferenz gewählt wurde. Das Zukunftsthema passe perfekt in die "Energiehauptstadt" Wels, die auf lange Sicht gesehen von fossilen Energieträgern unabhängig werden möchte. Koits erwartet sich von der Konferenz zusätzliche Impulse und Ideen zur Förderung dieser ökologischen Verkehrstechnologie, um die bisherigen Maßnahmen der Stadt Wels hinsichtlich Infrastruktur, Bewusstseinsbildung und finanzieller Anreize sinnvoll zu ergänzen.

Elektromobilität - Modellregionen beweisen, wie's geht

"Elektromobilität ist längst keine Zukunftsvision mehr", hob Städtebund-Generalsekretär Thomas Weninger hervor. "Die Modellregion VLOTTE in Vorarlberg beweist es: Seit dem Start vor einem Jahr sind dort 75 Elektrofahrzeuge unterwegs und 32 Stromstellen errichtet worden. Das Stadtbild wird zunehmend von E-Scootern, Pedelecs und Segways geprägt. Vor dem Hintergrund des Klimawandels, der Lärmproblematik und der Einhaltung von Luftqualitätsgrenzwerten kann Elektromobilität künftig eine wichtige Rolle für Österreichische Städte spielen".

Energielandesrat Rudi Anschober verweist auf das Beispiel Oberösterreich: "Die Zukunft der Mobilität liegt im öffentlichen Verkehr und in der E-Mobilität auf Basis Erneuerbarer Energie. Ziel ist es, Oberösterreich zu einem der führenden Standorte für Elektromobilität zu machen: durch einen neuen Forschungsschwerpunkt des Landes, durch eine Ausbildungsoffensive, durch den Aufbau eines starken Heimmarktes und durch die flächendeckende Schaffung einer Tankstelleninfrastruktur soll die Erfolgsgeschichte Ökoenergie wiederholt und mit Klimaschutz weitere tausende neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Oberösterreich will durch die Förderoffensive bis 2015 flächendeckend in jeder OÖ Gemeinde Solartankstellen. Die Elektromobilitätsoffensive kann ein Jobturbo und ein wichtiger Schritt für mehr Klimaschutz für Oberösterreich werden."

"Die Zukunft im Verkehrssektor gehört alternativen, umweltschonenden Antrieben und intelligentem Mobilitätsmanagement. Der Ausbau der Elektromobilität ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz, bedeutet Wachstumschancen für österreichische Unternehmen und sichert green jobs." begrüßt Umweltminister Niki Berlakovich die Initiative des Städtebunds. "Das Lebensministerium unterstützt Städte und Gemeinden als Vorreiter und wichtige Partner im Klimaschutz bei der Anschaffung umweltfreundlicher Elektrofahrzeuge mit bis zu 5.000,- Euro pro Elektrofahrzeug. Ich lade alle Kommunen ein, die attraktiven klima:aktiv mobil Beratungs- und Förderangebote des Lebensministeriums in Anspruch zu nehmen. Damit leisten wir einen wichtigen Umsetzungsbeitrag zum 10-Punkte-Aktionsprogramm Elektromobilität und zur Energiestrategie", so Umweltminister Niki Berlakovich.

"Mir geht es darum, dass wir vom Bekenntnis zur grünen Mobilität zur Anwendung kommen. Wir wollen gemeinsam zeigen: Elektromobilität made in Austria ist machbar. Dazu müssen wir die Kräfte bündeln und die Zusammenarbeit von Forschung, Industrie und Politik auf allen Ebenen forcieren. Der nationale Einführungsplan E-Mobilität des BMVIT soll genau dieses gemeinsame Vorgehen ermöglichen", erklärt Infrastrukturministerin Bures.

E-Mobility und Öffentlicher Verkehr

Elektrofahrzeuge haben einen hohen Wirkungsgrad von 80 bis 95 Prozent, konventionelle Fahrzeuge hingegen einen Wirkungsgrad von nur 20 bis 45 Prozent. Ein Anteil von 20 Prozent Elektrofahrzeugen am gesamten Fahrzeugaufkommen würde bereits Energiekosten senken. Dabei muss es unbedingtes Ziel sein, dass Elektromobilität aus erneuerbaren Energiequellen gespeist wird. Durch die Einbeziehung von öffentlichen Verkehrsmitteln, sowie des Nah- und Fernverkehrs und durch Kooperationen mit Garagenbetreibern oder Park and Ride Systemen hat Elektromobilität besonders für den öffentlichen Verkehr großes Potential.

Zur Veranstaltung

Die Konferenz "Elektromobilität in Städten und Regionen" von 16.-17. März 2010 thematisiert den möglichen Nutzen von Elektromobilität, beleuchtet Erfahrungen nationaler und internationaler Modellregionen wie z.B. Vorarlberg, Salzburg, Berlin oder London und informiert über aktuelle Trends und neueste Entwicklungen in der Fahrzeugindustrie. In den Vorträgen geht es um eine kritische Betrachtung des tatsächlichen Potenzials der Elektromobilität in den Bereichen Verkehrsplanung, Umwelt- und Klimaschutz. Neben Fachvorträgen sind auch Fahrzeughersteller mit Ihren neuesten Modellen vertreten. Elektrisch betriebene Autos, Fahrräder und Scooter können auf einem Testgelände auf dem Areal der Messe Wels auch ausprobiert werden. Die Veranstaltung ist kostenlos und für alle BesucherInnen frei zugänglich.


Quelle: PID Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien



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