„Wir haben in der Energiestrategie das Ziel formuliert, 250.000 Elektroautos bis zum Jahr 2020 auf Österreichs Straßen zu bringen. Mit diesem Förderprogramm geben wir einen wesentlichen Impuls zur Zielerreichung. Die Zukunft der Mobilität muss klimafreundlich sein. Daher haben wir auch in der Flotte des Lebensministeriums Fahrzeuge, die mit Biotreibstoffen angetrieben werden und ein Elektroauto.“, so Umweltminister Niki Berlakovich.
Vorbild ist das Projekt „VLOTTE“ (www.vlotte.at), das als Siegerprojekt der ersten Ausschreibung 2008 hervor ging. Die Vorarlberger Modellregion „VLOTTE“ verbindet höchst erfolgreich eine stetig wachsende Elektrofahrzeugflotte mit intelligenter Betankungs-Infrastruktur. Der dabei verwendete Strom wird zu 100 % aus erneuerbaren Energien gespeist. Ein innovatives Geschäftsmodell ermöglicht zusätzlich die Risikominimierung für interessierte Nutzerinnen und Nutzer. Dadurch ist auch die Einbindung der E-Mobilität in ein nachhaltiges Gesamtverkehrskonzept garantiert.
Die zweite österreichische Modellregion E-Mobilität ist das Projekt „ElectroDrive“ in Salzburg, das im Dezember 2009 den Förderzuschlag erhielt. Beide Regionen zählen zu europäischen Vorreitern und haben bereits zahlreiche Nachahmer im In- und Ausland gefunden.
„In den Modellregionen wird Zukunft gelebt. Wir ermöglichen damit Innovationen und Chancen für die österreichische Wirtschaft, gewinnen wesentliche Erkenntnisse für eine breite Markteinführung der E-Mobilität und tragen somit zur Erreichung der Klimaziele bei“, so Ingmar Höbarth, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds. Das Programm „Modellregion E-Mobilität“ forciert durch seine Kontinuität erfolgreich die Weiterentwicklung des Energie- und Verkehrssystems. Seit 1990 sind die Emissionen aus dem Verkehrsbereich um 61 % gestiegen, der Verkehr ist für 26 % der Treibhausgasemissionen in Österreich verantwortlich. Vorrangiges Ziel muss daher sein, den motorisierten Individualverkehr zu reduzieren und über den Einsatz Erneuerbarer Energien zu elektrifizieren. Nur so ist die dringend notwendige drastische Treibhausgasreduktion durchführbar.
Das Förderprogramm strebt die Verbreitung von Elektro-Fahrzeugen sowohl für den gewerblichen als auch den privaten Gebrauch an. „Die Konzentration der Fördermittel auf Modellregionen macht deshalb Sinn, weil Elektrofahrzeuge immer noch teurer sind, als Autos mit Verbrennungsmotor“, erklärt Ingmar Höbarth. „Mit einer 30 % Förderung der Investitionskosten kann ein attraktives Paket für die Endnutzerinnen und Nutzer der E-Mobilität geschnürt werden. So wird in konzentrierter Form, die Funktionalität und Attraktivität dieses neuen Verkehrs- und Energiesystems im Zusammenspiel von Individuen, Unternehmen und Politik getestet und verbessert“, so der Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds abschließend.
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