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Erste Elektroautos auf Salzburgs Straßen (02.07.2010)

 Im Dezember 2009 wurde die ElectroDrive Salzburg GmbH - eine 100 Prozent-Tochter der Salzburg AG - vom Klima- und Energiefonds (KLIEN) als Modellregion für Elektromobilität ausgezeichnet. Bisher setzte das Unternehmen vor allem auf Zweiräder, jetzt kommen die ersten Elektroautos der Marke Think City nach Salzburg. Kunden von ElectroDrive Salzburg sind auch mit vier Rädern zu einem fixen monatlichen Betrag elektrisch mobil: ein Sorglospaket zum Fixpreis von 890,- Euro.

Schon bisher setzte die Salzburg AG, bzw. das Tochterunternehmen ElectroDrive Salzburg, auf eine fixe monatliche Rate für Elektrofahrzeuge wie Elektrofahrrad, Elektroroller oder Segway. Inkludiert sind dabei das Fahrzeug, die Ladeinfrastruktur und der Öko-Strom an den öffentlichen Ladestationen.

Bild: Salzburg AGMag. August Hirschbichler, Vorstand der Salzburg AG: "Auch beim Elektroauto gehen wir diesen Weg konsequent weiter. Unsere Kunden sollen sich um nichts kümmern müssen. In dem fixen monatlichen Betrag ist alles inkludiert. Vom Elektroauto, über die Ladebox daheim, dem Öko-Strom bis zum Service und den Reifen. Ein Sorglospaket für Kunden also." 890, - Euro netto monatlich werden die ersten Elektroautos der Marke Think City in Salzburg für Gewerbekunden kosten. Die Kunden bekommen eine eigene Home-Ladestation, die garantiert, dass getankter Strom nur als Öko-Strom wieder in das Netz zurückfließt. Die Laufzeit ist auf 48 Monate fixiert, danach können die Kunden das Elektroauto zurück geben, bzw. erstellt ElectroDrive Salzburg auf Basis der Erfahrungen dieser Laufzeit ein neues Angebot.

100 Elektroautos bestellt
Über das Unternehmen The Mobility House sind derzeit 100 Think City bestellt. The Mobility House ist ein gemeinsames Unternehmen von Salzburg AG und The Advisory House und bietet mit regionalen Partnern - darunter unter anderem Energieversorgungsunternehmen, Städte oder Gemeinden - in deren Regionen Elektromobilitätslösungen an. Vorbild dafür ist das Pilotprojekt in Salzburg. Bisher setzen neben Salzburg auch das Burgenland und Tirol auf die Dienstleistungen von The Mobility House. Die Elektrofahrzeuge werden zentral beschafft, dadurch ergeben sich positive Effekte für die einzelnen Partner in den Regionen wie z.B. ElectroDrive Salzburg. Derzeit heißt das vor allem, dass die beteiligten Partner überhaupt Elektroautos erhalten, zukünftig heißt das, dass durch die Beschaffung in großen Stückzahlen die Fahrzeuge für die Beteiligten deutlich billiger sein werden. Die 100 Elektroautos sind für alle Partner von The Mobility House vorgesehen und werden nach eingehender Bestellung vergeben. "Wir möchten noch im Sommer möglichst viele der ersten Thinks in Salzburg auf den Markt bringen, immerhin haben wir ja schon etliche Anfragen von potentiellen Kunden", so Alois Schößwendter, Geschäftsführer von ElectroDrive Salzburg. Derzeit kooperiert The Mobility House direkt mit den Autoherstellern, um die Elektroautos überhaupt zu bekommen. Zukünftig wird The Mobility House als Ergänzung am Markt neben dem Fahrzeughandel auftreten und mit dem Autohandel kooperieren, d. h. Elektroautos über den Handel beziehen.

Gesamt-Mobilitätsanbieter für Salzburg
Die Salzburg AG widmet sich dem Thema umweltfreundliche Mobilität mit Nachdruck: Obusse werden mit Strom aus erneuerbarer Energie betrieben und das Obus-Netz wird laufend ausgebaut. Die Lokalbahn fährt mit Strom aus Wasserkraft. Das Projekt ErdgasDrive forciert den Einsatz von Gas als Energiequelle im Straßenverkehr. Immer mehr Autos werden mit Biogas und damit CO2-frei betrieben. Eine Biogas-Produktion wird in Eugendorf gemeinsam mit Bauern betrieben, drei weitere sind in Vorbereitung.

Weitere Autos Ende 2010
Ende 2010 bzw. Anfang 2011 werden auch Elektro-Autos anderer Hersteller wie Citroen, Mitsubishi, Smart u. a. in Salzburg eintreffen. "Wenn man weiß, dass 80 % aller täglichen Fahrten unter 40 Kilometer liegen, dann sind Elektroautos schon jetzt eine clevere Alternative. Vor allem im Stadtverkehr und den täglichen Fahrten von und zur Arbeit", so Hirschbichler. "Natürlich sind diese Autos im Moment noch teuer. Wir haben aber bereits 70 Absichtserklärungen von Interessenten, die ein solches Elektrofahrzeug als Erster einsetzen möchten. Zum einen um ihr ökologisches Bewusstsein zu zeigen, zum anderen um beim Megatrend Elektromobilität von Anfang an dabei zu sein. Die jetzige Generation von Elektroautos braucht ungefähr ein Viertel der Treibstoffkosten im Vergleich zu einem Benzinmotor und ist damit im Betrieb extrem wirtschaftlich. In der Zukunft werden sich die Anschaffungspreise weiter reduzieren, dann sind Elektroautos sowohl ökologisch als auch ökonomisch die beste Alternative zum Verbrennungsmotor", betont Hirschbichler.

Regenerative Energie für Elektrofahrzeuge
"Grundsätzlich ist es unser Ziel, immer Elektrofahrzeuge mit der Herstellung von erneuerbarem Strom aus Photovoltaik- oder Biomasse-Anlagen zu koppeln. Diese Kombination aus Elektrofahrzeug und lokal erzeugter Energie ist fester Bestandteil unseres Konzepts", so Schößwendter. Studien zeigen, dass selbst bei der Stromerzeugung in fossilen Kraftwerken die Nutzenergie am Ende der Kette beim Elektromotor mehr als doppelt so hoch ist als beim Verbrennungsmotor. Wenn der Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie z. B. Wasserkraft stammt, ist die Nutzenergie beim Elektromotor sogar fünfmal so hoch (vgl. Klima- und Energiefonds). Daher setzt ElectroDrive Salzburg ausschließlich auf erneuerbare Energiequellen.


Quelle: pressetext.at



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