Co2-Handel.de - Das Portal zum Emissionshandel und Klimaschutz
Sie sind hier: Home » Politik » Österreich
Seite empfehlen

Durch regionale Lebensmittel beträchtliche Wertschöpfungs-, Beschäftigungs- und Klimaeffekte möglich (27.04.2011)

Im Auftrag der Österreichischen Hagelversicherung, die laut ihres Vorstandsvorsitzenden Kurt Weinberger als Naturkatastrophenversicherer "ein existenzielles Interesse am verstärkten Klimaschutz durch mehr heimische Lebensmittel mit kurzen Transportwegen" hat, haben das market Institut und die Linzer Johannes Kepler-Universität das Einkaufsverhalten der Österreicher bei Lebensmitteln und dessen volkswirtschaftliche Effekte untersucht und dabei einen gesellschaftlichen Wandel festgestellt.

78% würden für regionale Produkte auch höhere Preise in Kauf nehmen
"Die Begeisterung der Bürger für ländliche Regionen als wichtiger Emotions- und Qualitätslebensraum hat zugenommen", so Werner Beutelmeyer, Leiter des Marktforschungsinstitutes market. So kaufen heute 33% der Befragten mehr österreichische, klimafreundliche Produkte mit kurzen Transportwegen als noch vor fünf Jahren. 78% greifen beim täglichen Einkauf danach, weitere 9% zumindest zu besonderen Anlässen. 

Als Kaufmotive wurden bei der market-Umfrage vor allem zwei Faktoren genannt: "kurze Transportwege" (66%) und "Arbeitsplatzsicherung" (91%). 78% der befragten Verbraucher gaben an, auch dann zum heimischen Produkt zu greifen, wenn es teurer ist als das importierte. Bei gleichem Preis entscheiden sich sogar 96% für das regionale, wenn das Angebot reichhaltig ist und die Herkunft klar gekennzeichnet wird. Beutelmeyer sieht in diesem "starken Signal für Konsumpatriotismus" eine "große Chance für österreichische Produzenten", die auch zu enormen volkswirtschaftlichen Effekten führen kann, wie Univ.-Prof. Friedrich Schneider von der Johannes Kepler Universität mit seiner Studie aufzeigt.
 
BIP-Steigerung um EUR 1,7 Mrd. - 15.000 zusätzliche Arbeitsplätze
"Dieses empirisch erhobene und somit realistische Kaufkraftpotenzial hat ein ganz beträchtliches wertschöpfungswirksames Volumen. Von den 78% der Bürger, die höhere Kosten für regionale Lebensmittel in Kauf nehmen würden, sind 60% bereit, bis zu 10% mehr zu bezahlen, 32% würden sogar bis zu 20% mehr ausgeben. Aufgrund unserer Berechnungen würde das Bruttoinlandsprodukt in Österreich durch diese zusätzliche Zahlungsbereitschaft um EUR 1,7 Mrd. steigen. Zusätzlich würden 15.000 Arbeitsplätze gesichert", erläuterte Schneider.
 
"Neben den beträchtlichen positiven volkswirtschaftlichen Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekten könnte eine Senkung beziehungsweise Substitution der Lebensmittelimporte zusätzlich einen bedeutenden Beitrag zur Umwelt- und Klimaschonung leisten, womit eine doppelte Dividende erreichbar wäre", gibt der Wissenschafter zu bedenken. Bereits bei einer Importreduktion bis zu 10% würden Transportkosten zwischen EUR 40 und 80 Mio. eingespart. Gleiches gelte für den Energiesektor, so Schneider. 


Quelle: Lebensministerium Österreich



Ihr Partner für den CO2-Fußabdruck:

Ihr Partner für den CO2 Fußabdruck: klimAktiv


21.05.2013

Kretschmann ermutigt Japan zur Energiewende

Deutsche Post startet Einsatz von CO2-freien Zustellfahrzeugen

Studie: CCS-Technologie könnte kosteneffektiv werden

BDEW: Europäischer Energiebinnenmarkt darf nicht durch nationale Alleingänge konterkariert werden

Kongo plant größtes Wasserkraftwerk der Welt - Baubeginn 2015

CO2 - Marktbericht vom 21.05.2013

Bericht: Autobranche bittet im Klimaschutz-Streit Kanzlerin um Hilfe

20.05.2013

Studie: Erderwärmung langsamer - langfristig kein neues Gesamtbild

17.05.2013

Bundesverband Solarwirtschaft zeigt mehr Einsatz für Solarstom-Speicher

Windenergiereport 2012: Branche wächst weiter

Meeresspiegel: Ein Drittel des Anstiegs kommt aktuell von Gletschern

Vulkane sorgen für Klimagas-Schwankungen

Gipfelthemen zur EU-Energiepolitik

Bundestag kippt Verbot von Nachtspeicheröfen

CO2 - Marktbericht vom 17.05.2013

Geologe: An unterirdischer CO2-Speicherung führt kein Weg vorbei

16.05.2013

Überschuss an Verschmutzungsrechten im CO2-Handel 2012 verdoppelt

EU-Kommission zieht gemischte Bilanz für Emissionen im Jahr 2012

Fraunhofer IPA entwickelt Optimierungsverfahren für energieeffiziente Industrieroboter

Emissionshandel: Kommission kann Verhandlungen mit Australien beginnen

Naturkatastrophen immer teurer - Billionen-Schäden

China warnt EU im Solar-Streit vor Schaden für Handelsbeziehungen

CO2 - Marktbericht vom 16.05.2013

Netzausbau kein Engpass für die Energiewende

Ein Jahr Altmaier: Heiter bis wolkig

15.05.2013

25.06. - 27.06.2013 Konferenz Climate Change and Nature Conservation in Europe – an ecological, policy and economic perspective

Greenpeace-Protest gegen Altmaiers Vorschläge zu KFZ-Grenzwerten

Studie: Durch optimale Standortwahl könnten 45 Mrd. Euro bei der Investition in erneuerbare Energien eingespart werden

Indonesien schützt Regenwälder weiter vor dem Abholzen

RWE verdient operativ weniger - Harter Winter mindert Rückgang

CO2 - Marktbericht vom 15.05.2013

14.05.2013

Abgeschiedenes Kohlenstoffdioxid als Düngemittel

BUND und DUH fordern politisches Eingreifen gegen die Kohlekraft

Oberlandesgericht Hamm weist Klage gegen EEG-Umlage ab

Novelle der Energieeinsparverordnung in der Kritik

Branchenmonitor Energieeffizienz 2013 der Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz

Merkel: Steuerungsinstrumente bei Energiewende vereinheitlichen

CO2 - Marktbericht vom 14.05.2013