Co2-Handel.de - Das Portal zum Emissionshandel und Klimaschutz
Sie sind hier: Home » Politik » Österreich
Seite empfehlen

Salzburg startet Carsharing rein mit Elektroautos (29.02.2012)

Bild: Salzburg AGAm 1. März startet in Salzburg das erste Carsharing, das ausschließlich auf Elektroautos setzt. "EMIL" soll es heißen.  Zu Beginn sind fünf Ausleihstationen mit zehn Elektroautos in Betrieb, bis 2016 sollen es 40 Stationen in ganz Salzburg werden. Gedacht ist es für Privat- aber auch Geschäftskunden, Sonderkonditionen gibt es für Nutzer des Salzburger öffentlichen Verkehrs.

Carsharing wird insbesondere in Großstädten immer mehr zur Alternative. Denn ein eigenes Auto ist teuer, Parkplätze sind knapp und die Stauträchtigkeit vieler Großstädte ist inzwischen ein echtes Problem. "Du brauchst auf nichts zu verzichten, wenn Du auf ein Auto verzichtest", so lautet die Botschaft  des Projektes an ihre potentiellen Nutzer. Insbesondere die junge Generation, das weiß man, ist grundsätzlich durchaus bereit, auf ein eigenes Auto zu verzichten und auf alternative Mobilitätskonzepte zurückzugreifen, so weit dies für ihre Bedürfnisse zielführend sind.

August Hirschbichler, Vorstandssprecher der Salzburg AG, weiß noch mehr Vorteile von "EMIL". „Carsharing mit Elektroautos ist ökologisch doppelt sinnvoll: Zum einen sind weniger Autos unterwegs, zum anderen werden diese mit Ökostrom angetrieben."

Kombination mit öffentlichem Verkehr
„Wir wollen vor allem die Kombination mit dem öffentlichen Verkehr fördern. Für uns hat er absolut Vorrang, wenn man aber einmal ein Auto braucht, dann soll auch eines verfügbar sein", so Hirschbichler. Spezialtarife für die Nutzung von Carsharing in Verbindung mit dem öffentlichen Verkehr sollen dieses Nutzerverhalten stützen. „Im Schnitt ist ein Privat-PKW nur eine Stunde am Tag in Betrieb. Die restliche Zeit steht das Auto. Carsharing verhindert solche Leerläufe: Durch die gemeinschaftliche Nutzung werden nicht nur die Kosten sondern auch die Anzahl der stehenden Fahrzeuge reduziert“, meint Peter Breuss, Technischer Direktor des Projektpartners REWE International.

Die Tarife sind durchaus mit herkömmlichen Carsharing-Modellen vergleichbar. Tagsüber kostet eine Stunde rund sechs Euro, pro gefahrener Kilometer sind je nach Tarif zwischen 25 und 29 Cent zu zahlen. Abgerechnet für im 15 Minuten Takt. Zusätzlich gibt es Nacht- und Ganztagestarife. Für Geschäftskunden will man Spezialpakete anbieten.

Experten sehen Carsharing in Städten als große Chance für eine Entlastung des Verkehrs: So ersetzt ein Carsharing-Auto laut einer VCÖ-Analyse bis zu acht Privat-PKW. „Unser Carsharing-Modell wird EMIL heißen und ist als Pilotprojekt in der Modellregion Salzburg geplant“, erzählt erzählt REWE-Chef Breuss.

Die Salzburg AG hat schon im Jahr 2009 mit ihrem Tochterunternehmen „ElectroDrive Salzburg“ nach Vorarlberg die zweitälteste Modellregion für E-Mobilität in Österreich geschaffen. „Was wir mit ElectroDrive Salzburg begonnen haben, findet in EMIL seinen logischen nächsten Schritt“, sagt Hirschbichler. Auch Städte wie Wien, Graz und andere zeigen bereits Interesse und könnten das Modell sofort übernehmen. „Die Erfahrungen in Salzburg werden zeigen, wie schnell wir unser System auf andere österreichische Städte ausdehnen. EMIL ist so konzipiert, dass wir es jederzeit auf andere Städte ausweiten können“, so Breuss.

Stadt Salzburg als erster Großkunde
EMIL ist nicht nur für Privatkunden gedacht. Firmen oder Institutionen können ebenso auf das Carsharing-Modell setzen. Dafür will die Stadt Salzburg mit gutem Beispiel vorangehen. "Manche unserer PKW im Fuhrpark fahren weniger als 5.000 Kilometer im Jahr," erklärt Bürgermeister Heinz Schaden. "Diese können wir wunderbar durch Carsharing-Autos ersetzen. Wenn diese dann noch elektrisch betrieben werden, ist das doppelt umweltfreundlich.

Salzburg stellt außerdem Parkflächen für die umweltfreundlichen Elektroflitzer zur Verfügung. "Seit Sommer 2011 kann man in Salzburg mit Elektroautos während der Ladedauer gratis in der Kurzparkzone stehen. Jetzt stellen wir außerdem bewusst Flächen für EMIL zur Verfügung“, so der Bürgermeister.

EMIL ab 1. März buchbar
Die Elektroautos können über die Website www.fahre-emil.at, über eine App für Smartphones und über die Hotline 0810/555 555 ab 1. März in Salzburg gebucht werden. Bis 31. März entfällt für alle Neukunden die Registrierungsgebühr von einmalig 25,- Euro. Die Logistik für das Ausleihsystem stammt von der Deutschen Bahn, die mit „Flinkster - Mein Carsharing“ in 140 deutschen Städten ein Carsharing anbietet. EMIL-Kunden können damit auch an diesen Standorten PKW mieten.


© Bild: Salzburg AG



Ihr Partner für den CO2-Fußabdruck:

Ihr Partner für den CO2 Fußabdruck: klimAktiv


17.05.2013

Bundesverband Solarwirtschaft zeigt mehr Einsatz für Solarstom-Speicher

Windenergiereport 2012: Branche wächst weiter

CO2 - Marktbericht vom 17.05.2013

Meeresspiegel: Ein Drittel des Anstiegs kommt aktuell von Gletschern

Vulkane sorgen für Klimagas-Schwankungen

Gipfelthemen zur EU-Energiepolitik

Bundestag kippt Verbot von Nachtspeicheröfen

16.05.2013

Überschuss an Verschmutzungsrechten im CO2-Handel 2012 verdoppelt

EU-Kommission zieht gemischte Bilanz für Emissionen im Jahr 2012

Fraunhofer IPA entwickelt Optimierungsverfahren für energieeffiziente Industrieroboter

Emissionshandel: Kommission kann Verhandlungen mit Australien beginnen

Naturkatastrophen immer teurer - Billionen-Schäden

China warnt EU im Solar-Streit vor Schaden für Handelsbeziehungen

CO2 - Marktbericht vom 16.05.2013

Netzausbau kein Engpass für die Energiewende

Ein Jahr Altmaier: Heiter bis wolkig

15.05.2013

25.06. - 27.06.2013 Konferenz Climate Change and Nature Conservation in Europe – an ecological, policy and economic perspective

Greenpeace-Protest gegen Altmaiers Vorschläge zu KFZ-Grenzwerten

Studie: Durch optimale Standortwahl könnten 45 Mrd. Euro bei der Investition in erneuerbare Energien eingespart werden

Indonesien schützt Regenwälder weiter vor dem Abholzen

RWE verdient operativ weniger - Harter Winter mindert Rückgang

CO2 - Marktbericht vom 15.05.2013

14.05.2013

Abgeschiedenes Kohlenstoffdioxid als Düngemittel

BUND und DUH fordern politisches Eingreifen gegen die Kohlekraft

Oberlandesgericht Hamm weist Klage gegen EEG-Umlage ab

Novelle der Energieeinsparverordnung in der Kritik

Branchenmonitor Energieeffizienz 2013 der Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz

Merkel: Steuerungsinstrumente bei Energiewende vereinheitlichen

CO2 - Marktbericht vom 14.05.2013

13.05.2013

Grüner Strom Label wächst 2012 deutlich

CO2 - Marktbericht vom 13.05.2013

Deutsche Umwelthilfe fordert Eingreifen des Staates gegen manipulierte Herstellerangaben zum Spritverbrauch

Veraltete Heiztechnik in deutschen Haushalten

Studie: Schnelle Begrenzung der Emissionen kann viele Arten retten