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Schweizer Unternehmen übertreffen auch 2009 wieder CO2-Ziele (05.07.2010)

Bern - Schweizer Unternehmen, die von der CO2-Abgabe befreit sind, haben dieses Jahr zum zweiten Mal Emissionsgutschriften an den Bund zurückgegeben, um ihre CO2-Emissionen zu decken. Wie bereits im Vorjahr wurden im Jahr 2009 die Begrenzungsziele übertroffen.

In der Schweiz nehmen rund 400 Unternehmen am Handel mit CO2-Emissionsgutschriften teil. Sie haben sich zur Begrenzung ihrer Emissionen verpflichtet und sind daher von der CO2-Abgabe befreit. Diesen Unternehmen teilt der Bund in der Zeitperiode, in der sie von der CO2-Abgabe befreit sind (i.d.R. 2008 bis 2012), jedes Jahr Emissionsrechte zum Ausstoss von CO2 zu. Die Menge bemisst sich nach dem Begrenzungsziel des Unternehmens.

Faktenblatt q BAFUIm Juni letzten Jahres waren die seit 2008 befreiten Unternehmen erstmals aufgefordert, Emissionsgutschriften im Umfang ihrer CO2-Emissionen des Jahres 2008 zu entwerten. Diesen Juni mussten diese Unternehmen - und erstmals auch die erst seit 2009 befreiten Unternehmen - Emissionsgutschriften für ihre CO2-Emissionen des Jahres 2009 entwerten. Die Unternehmen führen diese Entwertung selber durch, indem sie im Nationalen Emissionshandelregister Gutschriften von ihrem Konto an das BAFU übertragen. Anhand der entwerteten Emissionsgutschriften prüft das BAFU, ob die Unternehmen auf Zielkurs sind (siehe auch Faktenblatt links).

Die Bilanz des Berichtsjahres 2009 zeigt: Die Unternehmen haben die zulässige Gesamtmenge von 3,1 Mio. Tonnen unterschritten und effektiv nur rund 2,6 Mio. Tonnen CO2 emittiert. Sie übertreffen somit insgesamt das Begrenzungsziel. Damit setzt sich der Trend aus dem Jahr 2008 fort. Bereits damals hatten die befreiten Unternehmen ihr Begrenzungsziel um gut 0,4 Mio. Tonnen CO2 übertroffen.

Diese Übererfüllungen zeigen, dass die Unternehmen ihre Verpflichtung gegenüber dem Bund ernst nehmen und teilweise bereits frühzeitig in Reduktionsmaßnahmen investiert haben. Auch im konjunkturell schwachen 2009 konnten die Unternehmen insgesamt ihre CO2-Intensität verbessern. Die CO2-Intensität setzt die effektivern CO2-Emissionen ins Verhältnis zu einem hypothetischen CO2-Ausstoß ohne Reduktionsmaßnahmen. Dank des Emissionshandelssystems können die Unternehmen die überschüssigen Emissionsrechte nun am Markt verkaufen oder zur Deckung künftiger Emissionen aufbewahren. Viele Unternehmen haben mit der Stiftung Klimarappen einen Vertrag abgeschlossen, um überschüssige Emissionsrechte abzutreten. Der Klimarappen rechnet sich diese Emissionsrechte als inländische Maßnahmen an.


Quelle: Bundesamt für Umwelt BAFU



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