Hamburg - Die aktuelle Warmphase in Nord- und Ostsee dauert bereits 22 Jahre an und damit doppelt so lange wie früher. Mit durchgehend etwa einem Grad mehr als im langjährigen Mittel wurden 2009 zwar keine Rekordwerte gemessen, wie das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) am Dienstag in Hamburg weiter berichtete. Aber das wärmere Wasser wirke sich bereits zunehmend auf das Artenspektrum von Tieren und Pflanzen aus.
In der Ostsee wurden vermehrt nicht heimische Arten wie die Rippenqualle beobachtet. Aus der Nordsee eingewandert ist eine tropische Wasserflohart. Die Kieselalgen-Frühjahrsblüte schwächt sich ab, dafür treten andere Algen vermehrt auf.
Die Konzentrationen verschiedener Schadstoffe in der Nordsee lagen etwa auf dem Niveau des Vorjahres und deutlich unter den vor 20 Jahren festgestellten Belastungen. Weniger gut ist die Situation in der Ostsee, wo zum Beispiel Polychlorierte Biphenyle (PCB) und Polycyclische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) noch deutlich über den Empfehlungswerten liegen.
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