Bei der Begutachtung des Absatzes seien die klaren und bewährten Kontrollstandards des IPCC nicht ausreichend angewendet worden. Die Gesamtaussage bleibe aber gültig, betonte der Weltklimarat. Die Gletscher in Asien und Lateinamerika schmelzen demnach im 21. Jahrhundert schneller als zuvor. Da sie eine wichtige Rolle für den Wasserhaushalt spielen, könne ihr fortschreitendes Abschmelzen etwa zu Wasserknappheit und zu veränderten Schmelzwasserfluten im Frühjahr führen.
Die Panne könnte Gegnern neue Argumente liefern, um die Glaubwürdigkeit der Klimaforscher zu untergraben. Ende vergangenen Jahres waren E-Mails von Mitarbeitern des Klimaforschungszentrums der University of East Anglia in Großbritannien gestohlen worden. Zwar hatte sich darin keinerlei Beweis für eine vorsätzliche Verzerrung von Daten gefunden. Der teils forsche Tonfall in der Wissenschaftler- Korrespondenz war - vor allem in Internet-Foren - von Klimaskeptikern dennoch dazu genutzt worden, Zweifel an den Ergebnissen zu schüren.
IPCC-Stellungnahme im Wortlaut hier

